Überblick
Diese Weiterbildung verbindet die technischen Grundlagen moderner IT-Infrastrukturen mit den methodischen Werkzeugen des IT-Projektmanagements und gibt gleichzeitig einen fundierten Einblick in die praktische Arbeit mit Künstlicher Intelligenz. Der Kurs richtet sich an Personen, die in digitalen Projekten aktiv werden oder ihre bestehenden Kenntnisse strukturieren und vertiefen möchten. Vier thematische Säulen bauen aufeinander auf: IT-Systeme und Sicherheit, Requirements Engineering, Prozessmanagement und schließlich agiles IT-Projektmanagement mit Scrum. Ergänzend lernen Teilnehmer, wie KI-Werkzeuge und gezieltes Prompt-Engineering die Projektarbeit effizienter machen.
Kursinhalte & Lernziele
Modul IT-Systeme und Sicherheit Dieser erste Block legt das technische Fundament, auf dem die gesamte Projektarbeit aufbaut. Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Strukturen moderner Unternehmens-IT und die relevanten Sicherheitsanforderungen im betrieblichen Alltag.
- Grundlagen moderner IT-Unternehmensarchitekturen
- IT-Sicherheit im Unternehmensumfeld: Schutzziele und Maßnahmen
- Überblick über zentrale IT-Systeme und deren Zusammenspiel
- Open-Source-Lösungen im Unternehmenseinsatz
- Cloud Computing: Modelle, Anbieter und Einsatzszenarien
- Abhängigkeiten zwischen Infrastruktur-Entscheidungen und Projektplanung
Modul Requirements Engineering Im zweiten Modul steht die strukturierte Arbeit mit Anforderungen im Mittelpunkt. Gutes Requirements Engineering ist die Voraussetzung dafür, dass Projekte zielgerichtet gestartet und erfolgreich abgeschlossen werden.
- Einführung in das Requirements Engineering und dessen Stellenwert im Projekterfolg
- Unternehmensmodellierung als Grundlage für Anforderungserhebung
- Methoden zur Anforderungserhebung: Interviews, Workshops, Beobachtung
- Dokumentationsformate und Qualitätskriterien für Anforderungen
- Anforderungsprüfung und Abstimmung mit Stakeholdern
- Verwaltung und Nachverfolgung von Anforderungen über den Projektverlauf
Modul Prozessmanagement Das dritte Modul widmet sich dem systematischen Umgang mit Geschäftsprozessen. Wer Projekte leitet, muss verstehen, welche Abläufe verändert oder unterstützt werden sollen, und wie sich diese Veränderungen strukturiert umsetzen lassen.
- Bedeutung des Prozessmanagements in digitalen Transformationsprojekten
- Modellierung von Geschäftsprozessen mit gängigen Notationen
- Bewertung von Prozessen: Effizienz, Qualität, Durchlaufzeiten
- Einsatz von Referenzprozessen als Orientierungsrahmen
- Prozessoptimierung: Methoden zur schrittweisen Verbesserung
- Gestaltung von Veränderungsprozessen und Einbindung der Beteiligten
Modul IT-Projektmanagement mit Scrum und KI Das vierte Modul verbindet klassische PM-Konzepte mit agilem Vorgehen und zeigt, wie KI-gestützte Werkzeuge die Projektarbeit bereichern. Teilnehmer erarbeiten ein vollständiges Bild von der Projektinitiierung bis zum Controlling.
- Begriffe und Grundlagen im IT-Projektmanagement: Phasen, Rollen, Verantwortlichkeiten
- Planungstechniken auf Makro- und Mikroebene: von der Grobplanung zum Sprintplan
- Aufwandsschätzung, Priorisierung und Projektcontrolling
- Kommunikations- und Stakeholdermanagement im digitalen Projektalltag
- Risikomanagement: Identifikation, Bewertung und Gegenmaßnahmen
- Scrum-Rollen (Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam) und deren Zusammenspiel
- Scrum-Artefakte: Product Backlog, Sprint Backlog, Increment
- Scrum-Events: Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Sprint Retrospective
- Grundlagen der Künstlichen Intelligenz und deren Anwendungsfelder in der Projektarbeit
- Moderne Prompt-Techniken: Struktur und Strategie für KI-gestützte Dokumentation, Recherche und Analysen
- Denkmodelle und kognitive Werkzeuge für komplexe Entscheidungssituationen
- Einbindung von KI-Tools in typische Projektphasen
Lernziele:
- Grundbegriffe moderner IT-Unternehmensarchitekturen und Cloud-Umgebungen kennen und einordnen
- Sicherheitsaspekte im unternehmensinternen IT-Betrieb bewerten und anwenden
- Anforderungen an Projekte systematisch erheben, dokumentieren und prüfen
- Unternehmensmodellierung und Prozessdarstellung mit etablierten Methoden durchführen
- Geschäftsprozesse analysieren, bewerten und Optimierungspotenziale identifizieren
- IT-Projekte nach agilen Prinzipien planen und mit Scrum-Methoden steuern
- Stakeholder- und Risikomanagement in IT-Projekten eigenständig durchführen
- Kommunikationsstrategien für Projekte entwickeln und auf verschiedene Zielgruppen abstimmen
- Grundlegende KI-Konzepte verstehen und auf typische Aufgaben in der Projektarbeit anwenden
- Prompt-Techniken gezielt einsetzen, um KI-Performance in Recherche und Dokumentation zu steigern
- Projektcontrolling-Methoden und Aufwandsschätzung in der Praxis anwenden
- Denkmodelle und Strukturierungswerkzeuge für komplexe IT-Projekte nutzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die eine Tätigkeit in der IT-Projektleitung oder als Schnittstelle zwischen IT und Fachabteilungen anstreben. Das Profil umfasst verschiedene Ausgangssituationen.
- Fachkräfte aus kaufmännischen oder technischen Berufen mit IT-Bezug, die eine neue Rolle im Projektmanagement übernehmen möchten
- Berufstätige, die bereits in Projekten mitarbeiten und ihre methodischen Grundlagen strukturieren wollen
- Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aus verwandten Branchen, die den Übergang in die IT-Projektarbeit gestalten möchten
- Personen, die KI-Werkzeuge sinnvoll in ihre Projektarbeit integrieren wollen
- Führungskräfte und Teamleitungen mit Interesse an agilem Projektmanagement
Für die Teilnahme sind keine spezifischen Vorkenntnisse in Projektmanagement-Methoden erforderlich. Grundlegende PC-Kenntnisse und eine allgemeine Berufserfahrung im kaufmännischen oder technischen Bereich sind hilfreich, um die Kursinhalte zügig aufgreifen zu können. Eine erste Vertrautheit mit IT-Systemen — etwa aus einem administrativen oder koordinierenden Berufsumfeld — erleichtert den Einstieg in die technischen Module, ist aber keine formale Voraussetzung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt und kombiniert Präsenz- oder Onlinephasen mit selbstgesteuertem Lernen. Das Angebot wird überwiegend in Vollzeit durchgeführt, ist teilweise aber auch als Teilzeit-Variante verfügbar. Theoretische Grundlagen werden durch praktische Anwendungsbeispiele und Übungsaufgaben vertieft, sodass die Lerninhalte direkt in beruflichen Kontexten eingesetzt werden können. Digitale Arbeitsumgebungen und exemplarische Projektsituationen unterstützen das eigenständige Durchdringen der Methoden.
Der Kurs richtet sich im Umfang nach dem gewählten Anbieter; der Markt umfasst Angebote von drei Anbietern. Die Intensität und Taktung richten sich nach dem Lernformat: Vollzeitkurse sind in der Regel straffer organisiert und erlauben eine schnellere Zertifizierungsvorbereitung, während Teilzeitangebote eine bessere Vereinbarkeit mit bestehenden beruflichen Verpflichtungen bieten.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmer ein qualifiziertes Trägerzertifikat, das die erworbenen Kenntnisse in IT-Projektmanagement, Requirements Engineering, Prozessmanagement und KI-Grundlagen dokumentiert. Inwiefern einzelne Anbieter zusätzlich eine externe Zertifizierungsprüfung einbinden (etwa im Scrum-Bereich), ist vom jeweiligen Kursformat abhängig und sollte direkt beim Anbieter geklärt werden. Das Trägerzertifikat ist branchen- und betriebsübergreifend anerkannt und eignet sich als Nachweis für Arbeitgeber und Kostenträger.
Nutzen & Perspektiven
IT-Projekte scheitern seltener an fehlender Technik als an unklaren Anforderungen, mangelhafter Kommunikation und fehlenden Planungsstrukturen. Diese Weiterbildung setzt genau dort an: Sie vermittelt ein zusammenhängendes Methodenset, das Teilnehmer befähigt, von der ersten Anforderungsanalyse bis zum laufenden Projektcontrolling eigenständig zu handeln. Wer Requirements Engineering, Prozessmanagement und agile PM-Methoden kombiniert beherrscht, kann als Schnittstelle zwischen Fachbereich und IT-Entwicklung glaubwürdig agieren. Die Integration von KI-Themen und Prompt-Engineering hebt diesen Kurs aus dem Angebot klassischer PM-Weiterbildungen heraus. In einem Arbeitsumfeld, in dem KI-Werkzeuge immer selbstverständlicher werden, ist der kompetente Umgang mit diesen Technologien ein Differenzierungsmerkmal. Teilnehmer lernen nicht nur, was KI leisten kann, sondern wie sie KI konkret für Dokumentation, Analyse und Entscheidungsvorbereitung in Projekten einsetzen. Wer diese Weiterbildung abschließt, hat eine solide Grundlage für eine Tätigkeit als IT-Projektmanager, Requirements Engineer oder Prozessmanager. Das Zusammenspiel der vier inhaltlichen Säulen schafft ein Kompetenzprofil, das in technischen Organisationen, Beratungsunternehmen und digitalen Teams gleichermaßen gefragt ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Formale Vorkenntnisse in Projektmanagement oder IT sind nicht erforderlich. Grundlegende PC-Kenntnisse und Berufserfahrung — auch aus nicht-technischen Bereichen — sind ausreichend, um den Kurs erfolgreich zu absolvieren.
Was unterscheidet diesen Kurs von einer klassischen PM-Weiterbildung?
Neben den PM-Methoden vermittelt dieser Kurs gezielt Requirements Engineering, Prozessmanagement und den praktischen Einsatz von KI-Werkzeugen und Prompt-Techniken. Das schafft ein breiteres Kompetenzprofil für digitale Projektarbeit.
Welches Zertifikat erhalte ich nach Abschluss?
Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmer ein qualifiziertes Trägerzertifikat, das die erworbenen Kenntnisse dokumentiert. Je nach Kursformat kann auch eine externe Zertifizierungsprüfung im Scrum-Bereich integriert sein.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten, also als Mischung aus Präsenz- oder Online-Phasen und selbstgesteuerten Lerneinheiten. Je nach Anbieter ist eine Vollzeit- oder Teilzeit-Variante wählbar.
Wie wird KI im Kurs konkret eingesetzt?
Der Kurs vermittelt Grundlagen der Künstlichen Intelligenz und zeigt, wie moderne Prompt-Techniken zur Verbesserung von Dokumentation, Recherche und Analyse in Projekten eingesetzt werden. Ziel ist die unmittelbar praxisrelevante Anwendung, nicht theoretische KI-Konzepte.
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