Überblick
IT-Projekte scheitern häufig nicht an der Technologie, sondern an unzureichendem Projektmanagement. Wer klassische und agile Methoden beherrscht, Stakeholder souverän führt und Veränderungen im Unternehmen systematisch begleitet, ist in jedem Arbeitsumfeld unverzichtbar. Diese Weiterbildung verbindet methodisches Tiefenwissen mit praxiserprobten Zertifizierungen: Scrum, PRINCE2, PMI (Project Management Professional), IPMA Level D und Change Management 4.0 bilden das Fundament für eine erfolgreiche Karriere als IT-Projektmanagerin oder IT-Projektmanager. Das modular aufgebaute Programm lässt sich flexibel an individuelle Vorkenntnisse und berufliche Ziele anpassen und schließt mit international anerkannten Herstellerzertifikaten sowie dem Lehrgangszertifikat von New Horizons ab.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Klassisches Projektmanagement (PRINCE2 und PMI): Dieses Modul legt das methodische Fundament für strukturiertes IT-Projektmanagement. Lernende erarbeiten die Prozesse, Prinzipien und Themenbereiche beider Rahmenwerke und verstehen, wie sie sich in unterschiedlichen Unternehmenskontexten einsetzen lassen.
- Projektphasen und Dokumentation nach PRINCE2 (Initiierung, Planung, Steuerung, Abschluss)
- Wissensgebiete des PMI PMBOK Guide (Umfang, Zeit, Kosten, Qualität, Risiko, Kommunikation)
- Projektauftrag, Projektstrukturplan und Meilensteinplanung
- Earned-Value-Methode zur Fortschrittsmessung
- Berichtswesen und Statusberichte gegenüber Lenkungsausschüssen
- Projektabschluss, Übergabe und Erfahrungssicherung
Modul 2 — Agiles Projektmanagement (Scrum und Kanban): Agile Methoden haben die IT-Projektarbeit grundlegend verändert. Dieser Abschnitt vermittelt die Grundprinzipien des agilen Manifests und zeigt, wie Scrum und Kanban in realen Entwicklungsumgebungen funktionieren.
- Scrum-Framework: Rollen (Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam), Events und Artefakte
- Sprint-Planung, Daily Scrum, Sprint Review und Retrospektive
- Kanban-Boards, Work-in-Progress-Limits und Flow-Metriken
- Skalierte Agilität: SAFe, LeSS und Nexus im Überblick
- Agile Schätzverfahren (Story Points, Planning Poker)
- Umgang mit technischen Schulden und Backlog-Refinement
Modul 3 — IPMA Level D und hybrides Projektmanagement: IPMA Level D ist der Einstieg in die internationale Projektmanagement-Zertifizierungsfamilie der IPMA. Dieses Modul verbindet die Kompetenzrahmen des IPMA ICB mit hybridem Projektmanagement, das klassische und agile Elemente situativ kombiniert.
- Projektmanagement-Kompetenzelemente nach IPMA ICB 4.0 (People, Practice, Perspective)
- Führungskompetenz und Teamarbeit in Projekten
- Hybride Projektmodelle: Wann setzt man welche Methode ein?
- Anforderungsmanagement im hybriden Umfeld
- Kontinuierliche Verbesserung durch agile Retrospektiven im klassischen Rahmen
- Prüfungsvorbereitung IPMA Level D
Modul 4 — Change Management und digitale Transformation: Digitale Transformation gelingt nur, wenn Mitarbeitende den Wandel aktiv mitgestalten. Dieses Modul behandelt Change-Management-Methoden, die nachhaltige Veränderungsprozesse in Unternehmen ermöglichen.
- Veränderungsmodelle (Kotter, Prosci ADKAR, Lewin)
- Kommunikationsstrategie für Transformationsprojekte
- Widerstände erkennen, analysieren und konstruktiv begegnen
- Nachhaltiges Change Management 4.0 im digitalen Kontext
- Agile Organisationsentwicklung und Kulturwandel
- Stakeholder-Mapping und Einbindung von Schlüsselpersonen
Praxis-Block — IT-Projektszenarien und Entscheidungssituationen
- Projektauftrag für ein fiktives IT-Migrationsvorhaben erstellen
- Sprint-Planung für ein agiles Softwareentwicklungsprojekt durchführen
- Risikoregister anlegen und Gegenmaßnahmen definieren
- Stakeholder-Analyse und Kommunikationsplan erarbeiten
- Change-Impact-Analyse für eine ERP-Einführung simulieren
- Hybrides Projektmodell für eine Cloud-Migration entwickeln
- Eskalationsmanagement in einem kritischen Projektstatus trainieren
- Projektabschluss dokumentieren und Lessons Learned ableiten
- Prüfungssimulationen für PRINCE2, PMI und Scrum durchführen
- Rollenspiele zu Konfliktsituationen in IT-Projektteams
- Retrospektive für ein abgeschlossenes Übungsprojekt moderieren
- Eigenes Projektportfolio als Bewerbungsunterlage strukturieren
Erfolgreiche IT-Projektmanager entwickeln ein Gespür dafür, welche Methode in welcher Situation die beste Wirkung entfaltet. Die Weiterbildung schult dieses situative Urteilsvermögen durch realitätsnahe Fallstudien und ermöglicht es, methodische Kenntnisse unmittelbar auf eigene berufliche Fragestellungen anzuwenden.
Lernziele:
- Klassisches Projektmanagement nach PRINCE2 und PMI strukturiert anwenden
- Agile Methoden (Scrum, Kanban) in IT-Projekten eigenverantwortlich einsetzen
- Hybride Projektansätze entwickeln, die klassische und agile Elemente kombinieren
- Projektumfang, Zeitplan, Budget und Qualität aktiv steuern und berichten
- Teams motivieren, Konflikte lösen und Projektkommunikation professionell gestalten
- Veränderungsprozesse nach Change-Management-4.0-Prinzipien planen und begleiten
- Digitale Transformation als strategisches Projektrahmenwerk verstehen
- Stakeholder-Erwartungen identifizieren, managen und transparent kommunizieren
- Risikomanagement in IT-Projekten systematisch durchführen
- Agile Organisationsentwicklung und Prozessmanagement mitgestalten
- IPMA Level D Kompetenzelemente auf reale Projektsituationen übertragen
- Lessons Learned strukturiert dokumentieren und in zukünftige Projekte einfließen lassen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung ist für alle konzipiert, die IT-Projekte professionell leiten, koordinieren oder begleiten möchten. Das Spektrum reicht von erfahrenen Projektleitern, die ihre Methodenbasis erweitern wollen, bis hin zu Berufswechslern, die gezielt in das IT-Projektmanagement einsteigen.
- IT-Fachleute mit Projektverantwortung ohne formale PM-Ausbildung
- Erfahrene Projektleiter, die agile Methoden ergänzend qualifizieren möchten
- Scrum Master und Product Owner, die ihre Kompetenz formell zertifizieren lassen wollen
- Consultants und Change Manager im IT-Umfeld
- Fach- und Führungskräfte, die Digitalisierungsprojekte verantworten
Vor Seminarbeginn findet ein Beratungsgespräch statt. Auf Basis einer Analyse der Vorkenntnisse wird ein individueller Lernplan erstellt, der den Einstiegspunkt und das Lerntempo festlegt. Berufserfahrung in IT-Projekten oder im Projektumfeld ist von Vorteil, aber keine zwingende Voraussetzung. Grundlegendes Verständnis von IT-Prozessen und Teamarbeit erleichtert den Einstieg. Unterstützung bei der Überarbeitung von Bewerbungsunterlagen und bei der Jobsuche während der Schulung ist im Angebot eingeschlossen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Format Combined Learning durchgeführt, das Präsenzphasen mit strukturierten Online-Lernabschnitten kombiniert. Ergänzend stehen Online-Seminare für eine flexible Teilnahme zur Verfügung. Theoretische Inhalte werden durch Fallstudien, Rollenspiele und Prüfungssimulationen unmittelbar angewendet. Individuelle Lernpläne stellen sicher, dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer im eigenen Tempo voranschreitet. Prüfungsvorbereitungseinheiten für alle enthaltenen Zertifizierungen sind fester Bestandteil des Programms.
Die Weiterbildung dauert typischerweise drei bis sechs Monate. Vollzeitoptionen verkürzen die Laufzeit, Teilzeitalternativen ermöglichen die Vereinbarkeit mit bestehenden Arbeitsverhältnissen. Kürzere Varianten von einem bis drei Monaten sind möglich, wenn einzelne Module bereits beherrschte Themen abdecken. Der individuelle Lernplan legt die konkrete Dauer fest.
Absolventen erhalten international anerkannte Herstellerzertifikate für die absolvierten Zertifizierungsmodule sowie das Lehrgangszertifikat von New Horizons. Je nach Lernplan können dies Zertifikate für Scrum (z. B. PSM I), PRINCE2 Foundation/Practitioner, PMI CAPM oder PMP, IPMA Level D und Change Management umfassen. Die Vorbereitung auf externe Prüfungen ist integraler Bestandteil des Programms.
Nutzen & Perspektiven
Der Arbeitsmarkt für IT-Projektmanager ist anhaltend stark. Unternehmen jeder Größe — von Startups bis zu Konzernen — suchen Personen, die technische Projekte methodisch sauber steuern und gleichzeitig Menschen führen können. Die Kombination aus klassischen und agilen Zertifizierungen macht Absolventen dieser Weiterbildung besonders vielseitig einsetzbar, da sie je nach Projektkontext die passende Methode wählen können. Das Programm bereitet nicht nur auf Prüfungen vor, sondern entwickelt echte Handlungskompetenz. Wer Change-Management-Methoden, Scrum, PRINCE2 und PMI-Wissen integriert beherrscht, kann Projekte in der digitalen Transformation von der Initiierung bis zum Abschluss eigenständig verantworten — und ist damit für Arbeitgeber erheblich attraktiver als ein reiner Methoden-Spezialist. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Teilnahme in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Darüber hinaus kommen das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Leistungen zur Rehabilitation sowie Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Im Beratungsgespräch wird die für die jeweilige Situation geeignete Förderung besprochen und die Antragstellung unterstützt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifizierungen kann ich in dieser Weiterbildung erwerben?
Das Programm bereitet auf Scrum (z. B. PSM I), PRINCE2 Foundation/Practitioner, PMI CAPM oder PMP, IPMA Level D sowie Change Management 4.0 vor. Welche Module absolviert werden, wird im individuellen Lernplan festgelegt.
Muss ich alle Module belegen oder kann ich einzeln wählen?
Das Weiterbildungsangebot besteht aus individuell buchbaren Modulen. Im Beratungsgespräch wird gemeinsam festgelegt, welche Bausteine für Ihre beruflichen Ziele und Vorkenntnisse sinnvoll sind.
Wie lange dauert die gesamte Weiterbildung?
Die Regeldauer liegt je nach gewählten Modulen und Lernmodus zwischen einem und sechs Monaten. Vollzeit-Teilnahme verkürzt die Laufzeit deutlich. Teilzeit-Optionen sind verfügbar.
Ist die Weiterbildung für Quereinsteiger geeignet?
Ja. Berufserfahrung im IT-Umfeld ist von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Der individuelle Lernplan stellt sicher, dass auch Personen ohne formale PM-Ausbildung systematisch eingeführt werden.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung über Bildungsgutschein förderbar. Auch das Qualifizierungschancengesetz und Förderungen der Deutschen Rentenversicherung kommen in Betracht. Das Beratungsgespräch klärt die individuell passende Option.
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