Überblick
IT-Projekte werden heute selten im klassischen Wasserfallmodell abgewickelt. Entwicklungs- und Betriebsteams arbeiten zunehmend nach DevOps-Prinzipien — mit automatisierten Pipelines, kurzen Releasezyklen und gemeinsamer Verantwortung für Qualität und Betrieb. Dieser Kurs verbindet strukturiertes IT-Projektmanagement mit einer fundierten Einführung in DevOps Foundation und zeigt, wie beide Welten in der Praxis zusammenwachsen. Wer IT-Projekte nicht nur planen, sondern auch in modernen Delivery-Modellen steuern möchte, findet hier den passenden Einstieg.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen des IT-Projektmanagements IT-Projekte haben spezifische Anforderungen, die über klassisches allgemeines PM hinausgehen: Technologiewandel, kürzere Releasezyklen und die enge Verzahnung von Fach- und Technikwelt stellen Projektleitende vor besondere Herausforderungen. Dieses Modul legt das konzeptionelle Fundament — von der Projektdefinition über Planungswerkzeuge bis hin zu Monitoring und Abschluss.
- Projektphasen im IT-Kontext: Initiierung, Planung, Durchführung, Controlling, Abschluss
- Zieldefinition und Anforderungserhebung mit Requirements Engineering
- Ressourcenplanung und Kapazitätssteuerung in IT-Teams
- Stakeholder-Analyse und Kommunikationsplanung
- Qualitäts- und Risikomanagement entlang des Projektlebenszyklus
- Projektdokumentation und Statusreporting
Modul 2 — DevOps Foundation DevOps ist keine Softwareauswahl, sondern eine Kultur- und Methodikveränderung. Dieses Modul erklärt die drei Wege des DevOps (Flow, Feedback, kontinuierliches Lernen), typische Toolchain-Bestandteile und die praktischen Auswirkungen auf Projektpläne und Releasestrategien — verständlich auch ohne tiefen Entwicklungshintergrund.
- CAMS-Modell: Kultur, Automatisierung, Messung, Teilen
- Continuous Integration und Continuous Delivery als Prinzipien
- Deployment-Pipelines: Build, Test, Stage, Produktion
- Infrastructure as Code und Konfigurationsmanagement im Überblick
- Monitoring, Alerting und Incident-Management in DevOps-Teams
- Metriken: Lead Time, Deployment Frequency, Mean Time to Recovery
Modul 3 — Agile Methoden und hybride Projektsteuerung Viele IT-Abteilungen arbeiten hybrid — klassische Meilensteinpläne neben Scrum-Sprints. Dieses Modul zeigt, wie sich agile und klassische Elemente kombinieren lassen, ohne dass Governance und Transparenz leiden. Der Schwerpunkt liegt auf dem praxisgerechten Einsatz von Scrum und Kanban in IT-Projekten mit DevOps-Kontext.
- Scrum-Framework: Rollen, Artefakte, Events und Sprint-Zeremonien
- Kanban: Visualisierung, Work-in-Progress-Limits, Flussoptimierung
- Hybride Modelle: klassische Meilensteinplanung mit agilen Iterationen
- Backlog-Pflege und Priorisierungstechniken (MoSCoW, WSJF)
- Definition of Done und akzeptanzgetriebene Entwicklung
- Skalierung agiler Ansätze auf mehrere Teams
Modul 4 — Praxisanwendung und Fallstudien In diesem abschließenden Modul werden Projektmanagement und DevOps anhand realer IT-Szenarien verbunden. Teilnehmende arbeiten an praxisnahen Aufgaben, die die erlernten Methoden in konkrete Handlungssituationen übersetzen.
- Erstellung eines integrierten Projektplans für ein DevOps-Vorhaben
- Aufbau und Bewertung einer Deployment-Pipeline anhand eines Beispielprojekts
- Risiko-Assessment: Sicherheits- und Compliance-Anforderungen in CI/CD-Pipelines
- Stakeholder-Präsentation: Fortschritt und Metriken klar kommunizieren
- Retrospektiven strukturiert moderieren und Verbesserungen ableiten
- Übergabe vom Projekt in den Betrieb (Hypercare, Handover-Dokumentation)
- Definition von Release-Szenarien und Rollback-Strategien
- Analyse typischer Engpässe in DevOps-Projekten und Lösungsansätze
- Teamkommunikation in verteilten und remote arbeitenden IT-Teams
- Qualitätssicherung durch automatisierte Tests und Code-Reviews
- Bewertung von Projektfortschritt mit agilen Metriken (Velocity, Burndown)
- Abschließende Fallstudie mit Präsentation der Projektergebnisse
Das Modul endet mit einer strukturierten Fallstudie, in der ein typisches IT-Projekt von der Initiierung bis zum Go-live mit DevOps-Elementen durchgeplant wird. Feedback-Runden helfen dabei, eigene Lücken zu identifizieren und zu schließen. Die enge Verzahnung von Theorie und Anwendung ist dabei kein Selbstzweck — sie bereitet auf die Realität vor, in der DevOps-Projekte selten nach Lehrbuch verlaufen und situatives Handeln gefragt ist.
Lernziele:
- Projekte nach klassischen PM-Phasen strukturieren und dokumentieren
- DevOps-Kultur und ihre Auswirkungen auf Projektorganisation verstehen
- Scrum und Kanban im IT-Projektalltag anwenden
- Kontinuierliche Integration und Deployment konzeptionell einordnen
- Rollen und Verantwortlichkeiten in DevOps-Teams klar benennen
- Risiken und Qualitätssicherung in iterativen Projekten managen
- Stakeholder-Kommunikation in agilen und hybriden Projekten gestalten
- Deployment-Pipelines und ihre Bestandteile erklären und bewerten
- ITIL 4-Grundprinzipien auf Servicebetrieb und Projektübergaben anwenden
- Metriken und KPIs für DevOps-Projekte definieren und auswerten
- Klassische und agile Methoden situationsgerecht kombinieren
- Retrospektiven und kontinuierliches Lernen in IT-Teams fördern
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Menschen, die in IT-Projekten tätig sind oder tätig werden wollen — egal ob auf der Projekt- oder auf der technischen Seite.
- IT-Koordinatoren und -Projektmitarbeitende, die Leitungsverantwortung übernehmen wollen
- Entwickler und Systemadministratoren mit Interesse an Projektsteuerung
- Quereinsteiger aus dem technischen Bereich mit PM-Ambitionen
- Fachkräfte, die klassische PM-Kenntnisse um DevOps-Grundlagen erweitern wollen
- IT-Berater und -Consultants, die Projekte im DevOps-Umfeld begleiten
Grundlegende Kenntnisse in IT-Systemen oder Softwareentwicklung werden vorausgesetzt — wer bereits in IT-Projekten mitgearbeitet hat, bringt eine gute Basis mit. Tiefes Programmierwissen ist nicht notwendig, ein generelles Verständnis für IT-Infrastrukturen und Entwicklungsprozesse hilft jedoch beim Einordnen der DevOps-Inhalte. Erfahrung im Projektumfeld — auch ohne formale PM-Ausbildung — ist vorteilhaft. Kenntnisse in einem Versionskontrollsystem wie Git oder in agilen Methoden wie Scrum erleichtern den Einstieg in das DevOps-Modul, sind aber keine Voraussetzung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs folgt dem Combined-Learning-Prinzip: Live-Online-Einheiten werden mit betreuten Übungsphasen verbunden, in denen Teilnehmende Methoden und Tools am konkreten Beispiel anwenden. Angeboten werden Teilzeit- und Vollzeitvarianten, um unterschiedliche Lebens- und Berufssituationen abzudecken. Lehrvideos, interaktive Aufgaben und Diskussionsrunden in der Gruppe ergänzen die direkten Unterrichtsinhalte. Besonderer Wert wird auf die unmittelbare Anwendung gelegt: Methoden werden nicht nur vorgestellt, sondern in kleinen Gruppen und Partnerarbeiten direkt geübt und hinterfragt.
Die Kursstruktur ermöglicht sowohl kompakte Vollzeitdurchführungen als auch gestreckte Teilzeitvarianten. Die tatsächliche Kursdauer hängt vom gewählten Anbieter und Durchführungsformat ab — mehrere Wochen sind typisch. Der Modulaufbau ist so gestaltet, dass Teilnehmende die Inhalte schrittweise aufeinander aufbauen können, ohne zwischen den Einheiten den Überblick zu verlieren.
Wer den Kurs abschließt, erhält eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Einzelne Anbieter ermöglichen zusätzlich den Erwerb modularer Zertifizierungen im Bereich DevOps Foundation oder agiles Projektmanagement — die jeweiligen Bedingungen sind beim gewählten Anbieter zu erfragen. Die Bescheinigung dokumentiert die erlernten Kompetenzen in einer Weise, die für Arbeitgeber aus dem IT-Umfeld aussagekräftig ist.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus IT-Projektmanagement und DevOps Foundation ist am Arbeitsmarkt zunehmend gefragt: Klassische PM-Profile ohne Kenntnis moderner Delivery-Modelle verlieren an Relevanz, während DevOps-Praktiker ohne Projektstruktur-Wissen Schwierigkeiten haben, komplexe Vorhaben zu koordinieren. Dieser Kurs schließt diese Lücke gezielt — und vermeidet dabei den häufigen Fehler, Projektmanagement und DevOps als getrennte Disziplinen zu behandeln, die am Ende irgendwie zusammenpassen müssen. Wer nach dem Kurs IT-Projekte verantwortet, kann Releases besser planen, Engpässe in Deployment-Pipelines frühzeitig erkennen und Entwicklungs- wie Betriebsteams auf ein gemeinsames Ziel ausrichten. Das schafft konkrete Handlungsfähigkeit — nicht nur theoretisches Wissen über Werkzeuge und Frameworks, die im realen Projektalltag oft unter Druck angewendet werden müssen. Besonders wertvoll ist der Kurs für IT-Fachkräfte, die bisher entweder rein auf der technischen oder rein auf der organisatorischen Seite gearbeitet haben und jetzt eine Brücke zwischen beiden Welten bauen wollen. DevOps ist nicht nur ein technisches Thema — es ist eine Frage der Projektkultur. Diese Perspektive zu verstehen und anzuwenden, ist der eigentliche Mehrwert dieses Lehrgangs. Wer versteht, wie eine CI/CD-Pipeline den Projektalltag verändert, kommuniziert besser mit Entwicklungsteams, setzt realistischere Deadlines und erkennt, wo Prozesse verbessert werden können — ohne selbst Entwickler sein zu müssen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diesen Kurs von einem reinen Projektmanagement-Lehrgang?
Der Kurs verbindet klassische PM-Methoden (Planung, Controlling, Stakeholder-Kommunikation) mit DevOps Foundation-Inhalten. Wer nur PM lernt, bekommt keine Tiefe in Deployment-Pipelines, Continuous Delivery und moderner Entwickler-Ops-Zusammenarbeit — genau das ist hier der Zusatzwert.
Muss man vor dem Kurs bereits Programmierkenntnisse haben?
Programmierkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Der Kurs richtet sich an Personen mit IT-affinem Hintergrund. Grundlegendes Verständnis von IT-Systemen und Entwicklungsprozessen ist hilfreich, aber kein Muss.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Der Kurs nutzt das Combined-Learning-Prinzip — eine Verbindung aus geführten Online-Live-Einheiten und eigenverantwortlichen Lernphasen. Angeboten wird er sowohl in Teilzeit- als auch in Vollzeitvarianten.
Welches Zertifikat erhalten Absolventen?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Je nach Anbieter können einzelne Zertifizierungsmodule (z. B. DevOps Foundation nach iCAgile-Linie) separat geprüft werden.
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