Überblick
IT-Projektmanagement Teil 2 mit Zertifizierung setzt auf dem Grundlagenwissen aus Teil 1 auf und führt Teilnehmende in die vertieften Konzepte zeitgemäßer Projektführung ein. Im Fokus stehen hybride Vorgehensmodelle, die klassisch-plangetriebene Strukturen mit agilen Methoden wie Scrum und Kanban verbinden, sowie das systematische Management von Risiken, Qualitätsaspekten und Stakeholdererwartungen in komplexen IT-Projekten. Der Kurs schließt mit einer anerkannten Zertifizierungsprüfung ab, die Teilnehmenden erlaubt, ihre fortgeschrittene Methodenkompetenz gegenüber Arbeitgebern und Auftraggebern nachzuweisen. Der Unterricht verbindet Methodenvermittlung mit praxisnahen Fallstudien aus dem IT-Projektgeschäft, sodass erworbenes Wissen unmittelbar auf reale Projektsituationen übertragbar ist.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Block vertieft hybride Projektmanagement-Ansätze, die in der IT-Praxis dominant geworden sind. Teilnehmende erarbeiten, wie PRINCE2-Prinzipien und Scrum-Ereignisse systematisch kombiniert werden, wann plangetriebene Steuerung sinnvoller ist als iterative Sprints und wie Reporting-Strukturen für beide Welten gestaltet werden.
- Grundprinzipien hybrider Projektmanagement-Frameworks im Vergleich
- Kombination von PRINCE2-Themen und Scrum-Ereignissen
- Sprint-Planung in klassisch gesteuerten Projektphasen verankern
- Definition-of-Done und Akzeptanzkriterien im hybriden Kontext
- Reporting-Formate für gemischte Stakeholdergruppen entwickeln
- Entscheidungsmatrix: wann welche Methode den größeren Mehrwert liefert
Der zweite Block behandelt Risikomanagement und Qualitätssicherung in IT-Projekten. Hier geht es darum, potenzielle Störquellen frühzeitig zu kartieren, Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen zu bewerten und geeignete Abwehrstrategien zu planen, ohne dabei den Projektzeitplan zu überfrachten.
- Risikoidentifikation mit strukturierten Methoden wie Risiko-Workshops und Checklisten
- Risikobewertungsmatrix: Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe einschätzen
- Abwehrstrategien: Vermeiden, Vermindern, Übertragen, Akzeptieren
- Residualrisiken überwachen und Eskalationswege definieren
- Qualitätsziele aus Projektanforderungen ableiten
- Qualitätsprüfschritte im Projektverlauf planen und nachhalten
- Dokumentation von Qualitätsergebnissen für Revisionen und Audits
Der dritte Block widmet sich Stakeholdermanagement und Projektkommunikation. Teilnehmende lernen, wie Interessenlagen unterschiedlicher Projektbeteiligter systematisch analysiert, in einer Stakeholder-Map visualisiert und durch zielgruppengerechte Kommunikation produktiv gehalten werden.
- Stakeholder-Analyse und Interessenlandkarte erstellen
- Kommunikationsplan entwickeln und an Projektphasen anpassen
- Konfliktmanagement: Interessengegensätze frühzeitig erkennen und deeskalieren
- Eskalationsverfahren in Matrix-Organisationen navigieren
- Fortschrittsberichte und Status-Updates situationsgerecht aufbereiten
Im Praxisteil wenden Teilnehmende die erlernten Methoden an einer durchgängigen IT-Projektsimulation an. Szenarien aus dem IT-Dienstleistungsbereich dienen als Grundlage, um hybride Planung, Risikobewertung und Stakeholderkommunikation gemeinsam zu erproben und kritisch auszuwerten.
- Hybrides Projektplan-Szenario: Planung und Sprintstruktur kombinieren
- Risikosimulation: unvorhergesehene Ereignisse im laufenden Planspiel bewältigen
- Erarbeitung eines Abwehrstrategie-Katalogs für ein Beispielprojekt
- Stakeholder-Interviews führen und Stakeholder-Map erstellen
- Qualitätsprüfung an einem Projektliefergegenstand durchführen
- Change-Request-Verfahren in der Simulation anwenden
- Statusbericht für ein Lenkungsausschuss-Meeting aufbereiten
- Lessons-Learned-Workshop moderieren und Ergebnisse strukturieren
- Rollenspiele zu schwierigen Stakeholdergesprächen
- Analyse von Echtfall-Projektverzögerungen und Schlussfolgerungen
- Selbsteinschätzung der eigenen Methodenkompetenz nach Prüfungsstandard
- Gruppenauswertung von Ergebnissen und Einordnung in Prüfungskontext
Der Kurs endet mit einer intensiven Prüfungsvorbereitungseinheit, in der die zentralen Themengebiete der Zertifizierungsprüfung gemeinsam durchgearbeitet werden. Musteraufgaben und kommentierte Musterlösungen helfen dabei, typische Prüfungsfragen sicher einzuordnen und Lücken gezielt zu schließen.
Lernziele:
Nach Abschluss dieses Kurses verfügen Teilnehmende über folgende Kompetenzen.
- komplexe IT-Projekte in hybriden Vorgehensmodellen strukturieren und steuern
- klassische und agile Projektphasen sinnvoll miteinander verzahnen
- Scrum-Rahmenwerk und Kanban-Prinzipien im Unternehmenskontext anwenden
- Risiken in IT-Projekten systematisch identifizieren, bewerten und steuern
- Qualitätsziele definieren, geeignete Prüfschritte ableiten und deren Wirksamkeit nachhalten
- Stakeholder analysieren, Interessenkonflikte frühzeitig erkennen und kommunikativ adressieren
- Projektfortschritt mit geeigneten Kennzahlen und Statusberichten transparent machen
- Teamdynamiken in projektbezogenen Kontexten einschätzen und produktiv gestalten
- kritische Pfade in Projektplänen identifizieren und Terminrisiken proaktiv begegnen
- Change Requests und Scope-Änderungen nach anerkannten Verfahren bearbeiten
- Lessons Learned strukturiert dokumentieren und in Folgeprojekte übertragen
- die abschließende Zertifizierungsprüfung sicher bestehen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen mit Grundkenntnissen im Projektmanagement, die ihre Kompetenz auf einem vertieften Niveau ausbauen und mit einem anerkannten Zertifikat belegen möchten.
- Projektleiterinnen und Projektleiter mit praktischer Erfahrung, die eine formale Zertifizierung anstreben
- IT-Fachkräfte, die in Projekten Teilverantwortung übernehmen und ihre Methodenkompetenz erweitern
- Scrum Master und agile Coaches, die klassische Projektmanagement-Konzepte ergänzend erlernen möchten
- Programm-Manager, die mehrere parallele IT-Projekte koordinieren
- Fachkräfte in Transformations- oder Restrukturierungsprojekten
Grundkenntnisse im Projektmanagement auf dem Niveau von IT-Projektmanagement Teil 1 oder vergleichbarer praktischer Erfahrung werden vorausgesetzt. Gute Deutsch- oder Englischkenntnisse in Wort und Schrift sowie grundlegende Computerkenntnisse sind erforderlich.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht kombiniert geführte Methodenvermittlung mit Fallstudien aus dem IT-Projektumfeld. Gruppenübungen, moderierte Planspiele und kommentierte Aufgabenstellungen wechseln sich ab. Teilnehmende werden aktiv eingebunden und erarbeiten Lösungsansätze gemeinsam, was das Behalten und Anwenden der Inhalte deutlich fördert. Besonderes Gewicht liegt auf Szenarien, in denen mehrere Methoden gleichzeitig relevant sind und situative Entscheidungen trainiert werden. Reale Projektsituationen dienen als Ausgangspunkt, sodass das Gelernte nicht abstrakt bleibt, sondern in Verbindung mit tatsächlichen Herausforderungen aus dem IT-Projektalltag verankert wird.
Genaue Stunden- und Wochenzahlen variieren nach Anbieter und werden bei der Kursanmeldung verbindlich kommuniziert. Der Kurs ist auf eine vollständige Vorbereitung auf die Abschlusszertifizierung ausgelegt und schließt alle prüfungsrelevanten Themengebiete ein.
Der Kurs bereitet auf eine anerkannte Zertifizierungsprüfung im Bereich IT-Projektmanagement vor. Welche externe Zertifizierung (z. B. PMI, PRINCE2, oder eine vergleichbare Anerkennung) im jeweiligen Angebot vorgesehen ist, wird bei der Anmeldung vom jeweiligen Anbieter konkretisiert. Zusätzlich erhalten alle Teilnehmenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Kursanbieters.
Nutzen & Perspektiven
In einer Zeit, in der IT-Projekte weder rein wasserfallartig noch ausschließlich agil ablaufen, sind Projektmanagerinnen und -manager mit Hybridkompetenz besonders gefragt. Wer klassische Strukturen kennt, Scrum-Ereignisse sicher moderiert und beides situationsgerecht kombiniert, bringt einen echten Mehrwert in Teams, die sich zwischen verschiedenen Vorgehensmodellen bewegen. Gerade in mittleren und größeren Unternehmen sind hybride Vorgehensmodelle längst kein Experiment mehr, sondern gelebter Standard in der Projektlandschaft. Das systematische Risikomanagement, das in diesem Kurs eingeübt wird, ist nicht nur prüfungsrelevant, sondern unmittelbar im Projektalltag nützlich. Wer gelernt hat, Risiken frühzeitig zu kartieren und Abwehrstrategien zu dokumentieren, reagiert in kritischen Projektphasen ruhiger und schneller. Ein Risikoregister, das konsequent geführt wird, ist zugleich ein wertvolles Kommunikationsmittel gegenüber dem Lenkungsausschuss, weil es zeigt, dass potenzielle Probleme nicht ignoriert, sondern aktiv adressiert werden. Ein international anerkanntes Zertifikat im Projektmanagement öffnet Türen in unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen. Unternehmen schätzen den Nachweis, dass Mitarbeitende nicht nur praktisch erfahren sind, sondern ihre Kompetenz auch an einem standardisierten Prüfungsmaßstab gemessen haben. Für Fachkräfte, die im zweiten Schritt ihrer Projektmanagement-Qualifizierung stehen, ist diese Zertifizierung oft das entscheidende Unterscheidungsmerkmal bei Bewerbungen und internen Entwicklungsgesprächen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse werden für Teil 2 vorausgesetzt?
Grundkenntnisse im Projektmanagement auf dem Niveau von IT-Projektmanagement Teil 1 oder vergleichbare praktische Projekterfahrung werden erwartet. Wer noch keine Grundlagen hat, sollte zunächst Teil 1 absolvieren.
Welches Zertifikat wird am Ende erworben?
Der Kurs bereitet auf eine anerkannte Zertifizierungsprüfung im Bereich IT-Projektmanagement vor. Welche konkrete externe Zertifizierung vorgesehen ist, teilt der jeweilige Anbieter bei der Anmeldung mit. Alle Teilnehmenden erhalten zusätzlich eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung.
Was unterscheidet Teil 2 von einem reinen PRINCE2-Kurs?
Teil 2 fokussiert auf hybride Projektmanagement-Ansätze, die klassisch-plangetriebene und agile Methoden kombinieren. Neben PRINCE2-Konzepten werden Scrum, Kanban, Risikomanagement und Stakeholderkommunikation systematisch eingeübt.
Wie ist der Praxisanteil im Kurs gestaltet?
Ein wesentlicher Teil des Kurses besteht aus Planspielen, Fallstudien und Gruppenübungen. Teilnehmende arbeiten an durchgängigen Projektsimulationen, in denen sie Methoden direkt anwenden, Entscheidungen treffen und Ergebnisse gemeinsam auswerten.
Für welche Branchen ist der Kurs relevant?
Der Kurs ist auf IT-Projekte ausgelegt, die Methodenkompetenz ist aber branchenübergreifend einsetzbar. Absolvierende finden sich in IT-Dienstleistungsunternehmen, im Bankwesen, in der Industrie und im öffentlichen Sektor wieder.
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