Projekt- & Qualitätsmanagement
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IT-Sicherheit im Projektmanagement – Weiterbildung

Weiterbildung zur Integration von IT-Sicherheit, Datenschutz und Risikomanagement in klassische und agile Projektmanagement-Modelle.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Genaue Kursdauer je nach Anbieter und Format variierend; der Kurs deckt vier thematische Hauptmodule plus einen umfangreichen Praxisblock ab. Vollzeit- und Teilzeitvarianten sind verfügbar. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kompetenzen in IT-Sicherheit und Projektmanagement dokumentiert. Externe Herstellerzertifizierungen im IT-Sicherheitsbereich (z. B. CompTIA Security+, CISSP, ISO 27001) sind nicht Bestandteil… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Grundlegende Kenntnisse in IT oder Projektmanagement sind hilfreich, aber der Kurs baut auch auf wenig Vorkenntnissen auf. Ein technisches Grundverständnis (z. B. was ein Netzwerk oder eine Cloud-Umgebung ist) erleichtert das Verständnis der Sicherheitsgrundlagen. Kenntnisse in agilen Methoden wie… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

IT-Projekte scheitern nicht immer an technischen Problemen oder unrealistischen Zeitplänen – häufig spielen Sicherheitslücken, unzureichendes Risikomanagement und vernachlässigte Compliance-Anforderungen eine entscheidende Rolle. Diese Weiterbildung adressiert genau diesen blinden Fleck: Sie vermittelt fundiertes Wissen dazu, wie IT-Sicherheitsstrategien systematisch in Projektarbeit integriert werden – unabhängig davon, ob ein Projekt klassisch oder agil geführt wird. Neben technischen Grundlagen stehen Datenschutzkonzepte, gesetzliche Vorgaben und der sichere Umgang mit Sicherheitsrisiken in agilen Strukturen wie Scrum und Kanban im Mittelpunkt.

Was lernst du in diesem Kurs?

Lernziele:

  • Die drei Kerndimensionen der Informationssicherheit (Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit) in Projektkontexten anwenden
  • Grundlagen moderner IT-Infrastrukturen im Hinblick auf Sicherheitsanforderungen bewerten
  • Sicherheitsrelevante Softwaretools und Werkzeuge zur Zugriffskontrolle, Verschlüsselung und Auditierung auswählen
  • Risikoidentifikation und Risikobewertung in IT-Projekten strukturiert durchführen
  • Datenschutzkonforme Handlungsschritte nach DSGVO entwickeln und in Projekte integrieren
  • IT-Compliance-Anforderungen (gesetzlich und intern) in Projektplanung und -steuerung berücksichtigen
  • Sicherheitsvorkehrungen in agilen Projekten mit Scrum und Kanban umsetzen
  • Klassische Projektmanagement-Strukturen mit sicherheitsorientierten Anforderungen verknüpfen
  • Sicherheitsaspekte bei der Auswahl und Konfiguration von Projektmanagement-Tools bewerten
  • Sicherheitsrelevante Prozesse dokumentieren und in Projektberichte integrieren
  • IT-Projekte regelkonform und zukunftssicher gestalten

Für wen ist der Kurs geeignet?

Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachkräfte und Projektverantwortliche, die Sicherheitsaspekte systematisch in ihre Projektarbeit integrieren möchten.

  • IT-Projektleiter und Projektmanager mit Schnittstellenfunktion zur IT-Sicherheit
  • Informationssicherheitsbeauftragte, die Projektmethodik verstehen wollen
  • Scrum Master und Product Owner, die Security in agile Prozesse einbetten
  • Teamleiter in IT-nahen Unternehmensbereichen mit Datenschutzverantwortung
  • IT-Fachkräfte, die in Projektrollen wechseln und dabei Sicherheitskompetenz mitbringen wollen
Voraussetzungen:

Grundlegende Kenntnisse in IT oder Projektmanagement sind hilfreich, aber der Kurs baut auch auf wenig Vorkenntnissen auf. Ein technisches Grundverständnis (z. B. was ein Netzwerk oder eine Cloud-Umgebung ist) erleichtert das Verständnis der Sicherheitsgrundlagen. Kenntnisse in agilen Methoden wie Scrum oder in klassischem Projektmanagement sind von Vorteil, werden aber nicht vorausgesetzt.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs läuft im Combined-Learning-Format – eigenständiges Lernenphasen wechseln sich mit betreuten Lehreinheiten ab. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitvarianten sind möglich. Die Praxisübungen stellen sicher, dass das Erlernte nicht nur theoretisch verstanden, sondern in konkreten Szenarien angewendet wird. Fallstudien, Gruppenarbeiten und die direkte Arbeit an realistischen Projektsituationen prägen den Kurs.

Genaue Kursdauer je nach Anbieter und Format variierend; der Kurs deckt vier thematische Hauptmodule plus einen umfangreichen Praxisblock ab. Vollzeit- und Teilzeitvarianten sind verfügbar.

Der Kurs schließt mit einer trägerinternen qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kompetenzen in IT-Sicherheit und Projektmanagement dokumentiert. Externe Herstellerzertifizierungen im IT-Sicherheitsbereich (z. B. CompTIA Security+, CISSP, ISO 27001) sind nicht Bestandteil dieses Kurses, können aber als weiterführende Qualifizierung angestrebt werden.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

IT-Sicherheit wird in Unternehmen immer weniger als rein technisches Thema behandelt – sie ist längst Teil der Projektsteuerung, der Compliance-Verantwortung und des Qualitätsmanagements. Projektleiter, die Sicherheitsanforderungen eigenständig bewerten und in ihre Planung einbauen können, entlasten IT-Sicherheitsabteilungen und treffen bessere Entscheidungen in frühen Projektphasen. Die Kombination aus technischen Grundlagen, Datenschutz-Know-how und methodischer Anpassung an agile wie klassische Vorgehensweisen macht diesen Kurs zu einer seltenen Schnittmengen-Qualifikation. Die meisten PM-Weiterbildungen berühren IT-Sicherheit kaum; die meisten Security-Kurse klammern Projektmethodik aus. Dieses Angebot schließt diese Lücke und gibt Fachkräften ein Kompetenzprofil, das in der Praxis unmittelbar relevant ist. Wer diesen Kurs abschließt, kann in heterogenen Projektteams als kompetenter Ansprechpartner für sicherheitsrelevante Fragen auftreten – ohne selbst Sicherheitsspezialist zu sein. Das schafft Vertrauen, verhindert kostspielige Nachbesserungen in späten Projektphasen und stärkt die Regelkonformität von IT-Projekten nachhaltig.

Modul 1: Grundlagen der Informationstechnologie und IT-Sicherheit

Bevor IT-Sicherheit in Projekte integriert werden kann, muss ein gemeinsames Verständnis der Grundbegriffe und technischen Zusammenhänge bestehen. Dieses Modul legt dieses Fundament.

  • Einführung in die drei IT-Sicherheitsprinzipien: Vertraulichkeit (Confidentiality), Integrität (Integrity), Verfügbarkeit (Availability)
  • Technische Grundlagen moderner IT-Infrastrukturen: Netzwerke, Serverstrukturen, Cloud-Umgebungen
  • IT-Sicherheit im Kontext von Projektplanung: Wann müssen Sicherheitsanforderungen adressiert werden?
  • Typische Bedrohungsszenarien in IT-Projekten
  • Überblick über aktuelle Sicherheitsstandards und ihre Bedeutung für Projektarbeit

Modul 2: Softwarelösungen und Tools für die Projektabsicherung

Sicherheitsvorkehrungen bleiben wirkungslos, wenn sie nicht durch geeignete Werkzeuge unterstützt werden. In diesem Modul werden praxisrelevante Tools und Lösungsansätze vorgestellt.

  • Auswahl sicherheitsrelevanter Software nach Projektanforderungen
  • Werkzeuge zur Zugriffskontrolle: Rechteverwaltung, Identity Management, Authentifizierungssysteme
  • Verschlüsselungslösungen für Daten im Transit und im Ruhezustand
  • Auditierungstools zur Nachvollziehbarkeit von Änderungen und Zugriffen
  • Sicherheitsfunktionen in verbreiteten Projektmanagement-Plattformen (z. B. Jira, MS Project, Confluence)
  • Bewertungskriterien für die Auswahl sicherer Kollaborationstools

Modul 3: Risikomanagement und Datenschutzstrategien

Risikomanagement ist ein Kernbestandteil jeder ernsthaften Projektplanung. In IT-Projekten kommt die Datenschutz- und Compliance-Dimension hinzu, die eigene Methodik und Dokumentationspflichten mit sich bringt.

  • Methoden zur Risikoidentifikation in IT-Projekten: Checklisten, Workshops, Threat Modelling
  • Risikobewertung: Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe, Risikopriorisierung
  • Datenschutzfolgenabschätzung (DPIA) als Teil der Projektplanung
  • DSGVO: Anforderungen an Datenschutz in IT-Projekten (Verarbeitungsverzeichnis, Datenschutzprinzipien, Rechte der Betroffenen)
  • IT-Compliance: Interne Richtlinien, branchenspezifische Anforderungen, gesetzliche Vorgaben
  • Entwicklung und Umsetzung datenschutzkonformer Handlungsschritte im Projektkontext
  • Dokumentationsstandards für sicherheitsrelevante Entscheidungen

Modul 4: IT-Sicherheit in agilen und klassischen Projekten

Die Integrationsfrage ist entscheidend: Wie lassen sich Sicherheitsanforderungen in agile Sprints einbetten? Wie wird Security in klassisch strukturierten Projektphasen verankert? Dieses Modul gibt konkrete Antworten.

  • Sicherheitsaspekte in agilen Projekten: Security User Stories, Definition of Done mit Sicherheitskriterien
  • Scrum und IT-Sicherheit: Wann werden Sicherheitsanforderungen im Backlog priorisiert?
  • Kanban und Sicherheits-WIP: Wie werden Sicherheitsaufgaben im Fluss sichtbar gemacht?
  • Kombination klassischer PM-Strukturen mit Sicherheitsanforderungen: Sicherheits-Milestones, Phase Gates
  • Umsetzung sicherheitsrelevanter Handlungsschritte in agilen Arbeitsprozessen ohne Geschwindigkeitsverlust
  • Fallszenarien: Sicherheitsvorfälle in laufenden IT-Projekten und wie sie hätten verhindert werden können

Praxisblock: Anwendung und Transfer Die in den Modulen erarbeiteten Konzepte werden im Praxisblock auf reale Projektsituationen übertragen.

  • Analyse einer Projektbeschreibung auf Sicherheitsrisiken und Compliance-Lücken
  • Entwicklung eines Sicherheitskonzepts für ein fiktives IT-Projekt
  • Erstellen einer einfachen Datenschutzfolgenabschätzung für ein Projektszenario
  • Integration von Sicherheitsanforderungen in ein bestehendes Scrum-Backlog
  • Diskussion konkreter Sicherheitsvorkehrungen für Cloud-basierte Projektkollaborationstools
  • Dokumentation von Sicherheitsentscheidungen in Projektreports
  • Bewertung sicherheitsrelevanter Entscheidungen in Fallbeispielen aus der Praxis
  • Gruppenarbeit: Sicherheits-Review eines agilen Projektplans
  • Abschluss-Fallstudie: Vollständiges IT-Projekt mit Sicherheitsanforderungen planen
  • Feedback-Runde und Zusammenfassung der zentralen Lernergebnisse

Im Verlauf des Kurses entstehen die Verbindungen zwischen technischer Tiefe und methodischer Breite: Wer versteht, warum Verschlüsselung in einem Scrum-Projekt dieselbe Relevanz hat wie in einem klassisch gesteuerten Vorhaben, denkt Sicherheit nicht mehr als Bremse, sondern als Qualitätsmerkmal. Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt, kombiniert eigenständiges Lernen mit Lehreinheiten, und richtet sich an Teilnehmende, die Sicherheitsthemen unmittelbar in ihrer laufenden Projektarbeit anwenden wollen.

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • IT-Projektleiter/in
  • Informationssicherheitsbeauftragte/r
  • IT-Sicherheitsbeauftragte/r
  • Projektmanager/in IT-Sicherheit
  • Scrum Master

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich Sicherheitsexperte sein, um diesen Kurs zu belegen?

Nein. Der Kurs richtet sich an Projektmanager und IT-Fachkräfte, die Sicherheitsthemen in ihre Projektarbeit integrieren wollen – nicht an Sicherheitsspezialisten. Grundlegendes IT-Verständnis ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Wird im Kurs auch auf die DSGVO eingegangen?

Ja. Das Modul zu Risikomanagement und Datenschutzstrategien behandelt die DSGVO-Anforderungen explizit, einschließlich Datenschutzfolgenabschätzung, Verarbeitungsverzeichnis und Rechten der Betroffenen im Projektkontext.

Wie unterscheidet sich dieser Kurs von einem allgemeinen IT-Sicherheitskurs?

Der Fokus liegt auf der Integration von Sicherheitsaspekten in Projektarbeit – sowohl klassisch als auch agil. Es geht nicht um rein technische Security-Tiefe, sondern um die methodische und organisatorische Einbettung von Sicherheitsanforderungen in Projekte.

Welche Abschlüsse oder Zertifikate gibt es?

Der Kurs schließt mit einer trägerinternen qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab. Externe IT-Sicherheitszertifizierungen (z. B. CompTIA Security+) sind nicht Teil des Kurses, können aber als nächster Schritt angestrebt werden.