Überblick
Diese Weiterbildung verbindet zwei auf den ersten Blick unterschiedliche Fachrichtungen: Java-Softwareentwicklung mit modernen, agilen Arbeitsweisen sowie die Grundlagen der Netzwerk- und Sicherheitsüberwachung gemäß Cisco Certified CyberOps Associate. Wer beide Bereiche versteht, kann Software nicht nur schreiben, sondern auch einschätzen, welche sicherheitsrelevanten Spuren sie im Netzwerk hinterlässt und wie verdächtige Ereignisse erkannt werden. Der Kurs eignet sich für alle, die sich in der Schnittmenge aus Entwicklung und IT-Sicherheit positionieren möchten, statt sich von Anfang an auf eine der beiden Richtungen festzulegen.
Kursinhalte & Lernziele
Das Modul Java Developer vermittelt die Grundlagen moderner Softwareentwicklung mit Java. Im Mittelpunkt steht der Aufbau objektorientierter Programme sowie der Einsatz agiler Arbeitsweisen im Entwicklungsalltag.
- Grundlagen der Java-Syntax und Datentypen
- Objektorientierte Konzepte: Klassen, Objekte, Vererbung, Schnittstellen
- Kontrollstrukturen, Schleifen und Methoden in Java
- Fehlerbehandlung und einfache Debugging-Techniken
- Grundprinzipien agiler Entwicklung im Java-Projektkontext
- Umsetzung kleinerer Java-Programme als Übungsprojekte
Das Modul Cisco Certified CyberOps Associate vermittelt die Grundlagen der Sicherheitsüberwachung in Netzwerken. Anders als im Entwicklungsmodul steht hier nicht das Schreiben, sondern das Beobachten und Bewerten von Datenverkehr im Vordergrund.
- Grundlagen der Netzwerkkommunikation und relevanter Protokolle
- Aufbau und Aufgaben eines Security Operations Center
- Erkennung verdächtiger Muster in Netzwerkverkehr und Log-Daten
- Grundlegende Methoden der Bedrohungsanalyse
- Ablauf der Vorfallbearbeitung von der Erkennung bis zur Eskalation
- Einordnung gängiger Werkzeuge zur Überwachung und Analyse von Sicherheitsereignissen
Ein dritter Block verbindet beide Modulinhalte und zeigt, an welchen Stellen Softwareentwicklung und Sicherheitsüberwachung praktisch aufeinandertreffen. Diese Schnittstellenperspektive ist der eigentliche Mehrwert der Kombination.
- Sicherheitsrelevante Aspekte beim Schreiben von Java-Code
- Typische Schwachstellenklassen in selbst entwickelter Software
- Wie Softwareverhalten im Netzwerkverkehr sichtbar wird
- Zusammenarbeit zwischen Entwicklungsteams und Security-Operations-Teams
- Bedeutung von Logging und Nachvollziehbarkeit für die spätere Sicherheitsanalyse
- Fallbeispiele, in denen Entwicklungsentscheidungen sicherheitsrelevante Folgen hatten
Ein vierter, praxisorientierter Block vertieft beide Bereiche anhand konkreter Übungsszenarien und rundet die Weiterbildung ab.
- Umsetzung eines kleinen Java-Programms mit Fokus auf sauberen, nachvollziehbaren Code
- Analyse von Beispiel-Log-Daten zur Identifikation ungewöhnlicher Muster
- Einordnung, wann ein Ereignis eskaliert werden sollte
- Diskussion von Rollenprofilen zwischen Entwicklung und CyberOps
- Vertiefung einzelner Netzwerkprotokolle anhand konkreter Beispiele
- Übertragung objektorientierter Konzepte auf größere Softwarestrukturen
- Vergleich unterschiedlicher Herangehensweisen an Fehlersuche in Code und Fehlersuche in Netzwerkverkehr
- Rückschau, wie sich Entwicklungs- und Sicherheitsperspektive im Berufsalltag ergänzen
- Aufbau eines eigenen Verständnisses für sichere Programmierpraxis
- Einordnung, welche CyberOps-Grundlagen für Entwicklerinnen und Entwickler besonders relevant sind
- Vertiefung der Vorfallbearbeitung anhand eines durchgängigen Beispielszenarios
- Zusammenfassende Verknüpfung beider Modulinhalte zu einem kohärenten Kompetenzprofil
Die Kombination aus Java-Entwicklung und CyberOps-Grundlagen ist ungewöhnlich, weil beide Bereiche üblicherweise getrennt unterrichtet werden. Der Kurs macht bewusst, dass Code, der ohne Sicherheitsbewusstsein geschrieben wird, im Netzwerk sichtbare Spuren hinterlassen kann – und dass Sicherheitsanalystinnen und -analysten, die auch programmieren können, Vorfälle oft schneller einordnen. Am Ende der Weiterbildung verfügen Teilnehmende über ein doppeltes Fundament: solide Java-Grundlagen für eigene Entwicklungsarbeit und ein Verständnis dafür, wie sicherheitsrelevante Ereignisse in Netzwerken erkannt und eingeordnet werden.
Lernziele:
- Grundlagen der objektorientierten Programmierung mit Java sicher anwenden
- Java-Syntax, Datentypen, Kontrollstrukturen und Klassenkonzepte beherrschen
- Agile Entwicklungsmethoden im Kontext von Java-Projekten einordnen
- Einfache Java-Anwendungen eigenständig konzipieren und umsetzen
- Grundlagen der Netzwerkkommunikation und gängiger Protokolle verstehen
- Sicherheitsrelevante Ereignisse in Netzwerkverkehr und Log-Daten erkennen
- Rolle eines Security Operations Center und dessen typische Arbeitsabläufe beschreiben
- Grundlegende Konzepte der Bedrohungserkennung und -analyse anwenden
- Zusammenhänge zwischen Softwareverhalten und sicherheitsrelevanten Netzwerkereignissen herstellen
- Grundlagen der Vorfallbearbeitung in einem CyberOps-Kontext nachvollziehen
- Werkzeuge zur Netzwerküberwachung und Protokollanalyse grundlegend einordnen
- Perspektiven aus Entwicklung und Sicherheitsüberwachung miteinander verknüpfen, um Softwarequalität auch unter Sicherheitsaspekten zu bewerten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung eignet sich für Personen, die sich weder ausschließlich der Entwicklung noch ausschließlich der IT-Sicherheit zuordnen, sondern beide Perspektiven verbinden möchten. Sie richtet sich sowohl an Einsteigende in die Softwareentwicklung mit Interesse an Sicherheitsthemen als auch an sicherheitsinteressierte Personen, die Grundlagen der Programmierung erwerben wollen.
- Angehende Java-Entwicklerinnen und -Entwickler mit Interesse an IT-Sicherheit
- Personen, die in Richtung Security Operations Center einsteigen möchten
- Quereinsteigende mit technischer Affinität, die sich zwischen Entwicklung und Sicherheit orientieren
- Fachkräfte, die Softwareprojekte künftig auch unter Sicherheitsaspekten begleiten sollen
- Berufserfahrene aus dem IT-Support, die sich Richtung Entwicklung oder CyberOps weiterentwickeln wollen
Grundlegende Computerkenntnisse sowie Interesse an logischem, strukturiertem Denken bilden die Basis für den Einstieg in die Java-Programmierung. Vorkenntnisse in einer Programmiersprache sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die Grundlagen von Java im Kurs von Beginn an vermittelt werden. Für das CyberOps-Modul sind grundlegende Kenntnisse zu Netzwerken, wie sie etwa aus dem IT-Support oder einer technischen Ausbildung stammen, von Vorteil. Gute Deutsch- oder Englischkenntnisse werden vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im virtuellen Klassenzimmer statt und wechselt zwischen Theorie-Einheiten, Übungsphasen und Fallstudienarbeit. Für die Java-Inhalte stehen praktische Programmierübungen im Vordergrund, während die CyberOps-Inhalte anhand von Beispiel-Log-Daten und Szenarien aus der Netzwerküberwachung vermittelt werden. Live-Unterrichtseinheiten mit Kamera, Mikrofon und Chat ermöglichen direkten Austausch mit den Dozierenden, ergänzt durch Projektaufgaben, die beide Themenbereiche miteinander verbinden.
Die Dauer der Weiterbildung hängt von den gewählten Modulen und dem individuellen Vorwissen ab. Da sowohl die Java- als auch die CyberOps-Inhalte von Grund auf vermittelt werden, ist ausreichend Zeit für praktische Übungen in beiden Bereichen eingeplant, bevor die verbindenden Inhalte im dritten und vierten Themenblock behandelt werden.
Die Weiterbildung schließt mit einem Lehrgangszertifikat des Kursanbieters ab und bereitet zusätzlich auf die Zertifizierungsprüfung „Cisco Certified CyberOps Associate“ von Cisco vor. Für den Java-Entwicklungsteil ist kein separates Herstellerzertifikat vorgesehen; die erworbenen Programmierkenntnisse werden im Lehrgangszertifikat dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
Der besondere Wert dieser Weiterbildung liegt in der Verbindung zweier Kompetenzfelder, die in der Praxis zunehmend zusammenwachsen, in der Ausbildung aber meist getrennt bleiben. Entwicklerinnen und Entwickler, die verstehen, wie ihr Code im Netzwerk sichtbar wird, schreiben bewusster und sicherer; Sicherheitsanalystinnen und -analysten, die Grundlagen der Programmierung beherrschen, können Vorfälle technisch fundierter einordnen. Für den Berufseinstieg eröffnet diese Kombination zwei mögliche Richtungen: den Weg in die Softwareentwicklung mit Sicherheitsbewusstsein oder den Weg in ein Security Operations Center mit Verständnis für die Entwicklerperspektive. Beide Richtungen profitieren von den jeweils anderen Modulinhalten. Langfristig schafft der Kurs ein Fundament, das sich in beide Richtungen vertiefen lässt – sei es durch weiterführende Java- und Softwarearchitektur-Themen oder durch vertiefende Sicherheitszertifizierungen im CyberOps-Umfeld.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich vor Kursbeginn schon programmieren können?
Nein, die Java-Grundlagen werden von Beginn an vermittelt. Vorkenntnisse in einer Programmiersprache sind hilfreich, aber keine Voraussetzung.
Was hat Java-Entwicklung mit Cisco CyberOps zu tun?
Der Kurs zeigt, wie sich Softwareverhalten im Netzwerkverkehr niederschlägt und wie sicherheitsrelevante Ereignisse erkannt werden. Beide Bereiche treffen in der Praxis häufiger aufeinander, als getrennte Ausbildungswege vermuten lassen.
Für welche Zertifizierung bereitet der CyberOps-Teil vor?
Auf die Prüfung „Cisco Certified CyberOps Associate“ von Cisco. Der Java-Entwicklungsteil schließt mit einem Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers ab.
In welcher Form findet der Unterricht statt?
Im virtuellen Klassenzimmer mit Live-Einheiten über Kamera, Mikrofon und Chat, kombiniert mit Theorie, Übungsphasen, Fallstudien und Projektaufgaben.
Eignet sich der Kurs eher für Entwicklung oder für IT-Sicherheit?
Für beides: Wer in die Entwicklung möchte, erhält solide Java-Grundlagen mit Sicherheitsbewusstsein; wer in Richtung Security Operations Center will, lernt zusätzlich Programmiergrundlagen, die die Analyse von Vorfällen erleichtern.
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