Überblick
Agiles Projektmanagement ist in nahezu allen Branchen angekommen — und wer die zugrunde liegenden Methoden beherrscht, kann in Projektteams schnell Verantwortung übernehmen. Dieser Kurs richtet sich ausdrücklich an Menschen, die ohne einschlägiges Projektmanagement-Vorwissen in das Berufsfeld einsteigen möchten. Schritt für Schritt werden das Scrum-Framework, Kanban-Boards sowie klassische Planungswerkzeuge wie Excel und MS Project erarbeitet. Am Ende steht ein solides Methodenfundament, das den Einstieg in eine Junior-PM-Rolle ermöglicht.
Kursinhalte & Lernziele
Einführung in agile Arbeitsweisen Der Kurs beginnt mit dem Fundament: Was macht agile Projekte anders als klassisch-wasserfallorientierte Vorgehensweisen? Teilnehmende lesen das agile Manifest, verstehen seine zwölf Prinzipien und lernen, warum iteratives Vorgehen in dynamischen Projektumfeldern oft die bessere Wahl ist.
- Werte und Prinzipien des agilen Manifests im Überblick
- Vergleich klassisches vs. agiles Projektmanagement anhand konkreter Szenarien
- Vorteile iterativer Vorgehensweisen in der Praxis
- Typische Einsatzbereiche agiler Methoden in verschiedenen Branchen
- Missverständnisse über Agilität ausräumen: Was Scrum ist und was nicht
Scrum-Framework im Detail Scrum ist heute das meistgenutzte agile Rahmenwerk — dieser Block vermittelt den vollständigen strukturellen Aufbau. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel der drei Rollen und der Rhythmus der Sprint-Zeremonien, der Teams in einen verlässlichen Arbeitsrhythmus bringt.
- Product Owner, Scrum Master und Entwicklungsteam: Aufgaben und Verantwortung
- Product Backlog, Sprint Backlog und Increment als zentrale Scrum-Artefakte
- Sprint Planning: Sprintziel definieren, Aufgaben aufteilen, Kapazitäten einschätzen
- Daily Scrum: Kurze tägliche Synchronisation im Team effektiv gestalten
- Sprint Review: Ergebnisse präsentieren, Stakeholder-Feedback einsammeln
- Sprint Retrospective: Arbeitsprozesse systematisch und kontinuierlich verbessern
Erweiterte Scrum-Techniken und Kanban Sobald die Grundstruktur sitzt, geht es um Techniken, die den agilen Alltag maßgeblich prägen. Kanban ergänzt Scrum durch visuelle Flusssteuerung und macht laufende Aufgaben für alle Beteiligten transparent.
- Agile Schätzmethoden: Planning Poker, T-Shirt Sizing, Story Points
- Backlog-Priorisierung mit MoSCoW und Weighted Shortest Job First (WSJF)
- Kanban-Boards aufbauen: Spalten definieren und Work-in-Progress-Limits festlegen
- ScrumBan als hybrider Ansatz zwischen Scrum und Kanban
- Skalierte Scrum-Methoden für größere Teams: SAFe und LeSS im Grundüberblick
- Stakeholder-Kommunikation in agilen Projekten strukturieren
Planungswerkzeuge: Excel und MS Project Agile Methoden und klassische Planungstools schließen sich nicht aus — im Gegenteil. Dieser Block zeigt, wie Junior-Projektmanager Excel als einfaches Scrum-Board nutzen und MS Project für strukturierte Fortschrittsverfolgung einsetzen.
- Scrum-Board in Excel anlegen, Spalten konfigurieren und Sprint-Überblick pflegen
- Zeitpläne in MS Project erstellen und Ressourcen zuweisen
- Burndown-Charts verstehen und aus MS Project ableiten
- Fortschrittsberichte für Stakeholder aus Planungsdaten generieren
- Integration von MS-Project-Auswertungen in Sprint-Reviews und Statusberichte
Praktische Anwendung und Fallstudien In diesem Block wenden Teilnehmende das Gelernte in Projektsimulationen an. Die Szenarien bilden typische Situationen aus dem Junior-PM-Alltag ab — von der ersten Backlog-Erstellung bis zum dokumentierten Abschluss-Review.
- Agile Projektplanung: Product Backlog aufbauen und Sprint-Ziele formulieren
- Vollständigen Sprint durchführen: von der Planung bis zur Retrospektive
- Stakeholder-Anforderungen aufnehmen, priorisieren und in User Stories überführen
- Kanban-Board für ein laufendes Szenario einrichten und über mehrere Iterationen führen
- Abschlusspräsentation: Sprint Review vor einem fiktiven Auftraggeber durchführen
- Hybrides Szenario: Kanban-Fluss und Scrum-Sprint-Rhythmus kombinieren
- Fortschrittsberichte in MS Project erstellen und zielgruppengerecht aufbereiten
- Scrum-Board in Excel über drei aufeinanderfolgende Sprints führen
- Priorisierungsworkshop: MoSCoW-Analyse für ein realistisches Backlog
- Retrospektive moderieren und konkrete Verbesserungsmaßnahmen ableiten
- ScrumBan-Szenario: Wann welcher Ansatz die bessere Wahl ist
- Skalierungsdiskussion: Ab wann ein Team auf erweiterte Frameworks angewiesen ist
Am Ende des Praxisblocks haben Teilnehmende einen vollständigen, dokumentierten Sprint-Zyklus selbst durchgeführt — vom Backlog-Aufbau über Daily Scrums bis zum Sprint-Review und zur Retrospektive. Die Fallstudien nutzen Szenarien aus verschiedenen Branchen, sodass Quereinsteiger aus Handel, Verwaltung, Logistik oder dem Dienstleistungssektor gleichermaßen einen inhaltlichen Bezug herstellen können.
Lernziele:
- Grundprinzipien des agilen Manifests erläutern und auf konkrete Projektsituationen übertragen
- Den Unterschied zwischen klassischem und agilem Projektmanagement klar beschreiben
- Scrum-Rollen, Artefakte und Events vollständig benennen und ihr Zusammenspiel erklären
- Sprints eigenständig planen, durchführen und retrospektiv auswerten
- Kanban-Boards zur Visualisierung von Aufgaben und Arbeitsflüssen einrichten und pflegen
- Agile Schätzmethoden wie Planning Poker und T-Shirt Sizing anwenden
- Product Backlogs mit MoSCoW und Weighted Shortest Job First priorisieren
- Stakeholder-Anforderungen aufnehmen, im Backlog abbilden und kommunizieren
- Excel als einfaches Scrum-Board aufsetzen und über mehrere Sprints führen
- MS Project für die Fortschrittsverfolgung agiler Projekte nutzen
- Hybride Ansätze wie ScrumBan einordnen und skalierte Scrum-Methoden grundlegend verstehen
- Agile Arbeitsweisen schrittweise in bestehende Teamstrukturen integrieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich ausdrücklich an Menschen, die ohne PM-Hintergrund in das agile Projektmanagement einsteigen möchten — egal ob nach Berufsausbildung, Studium oder einer beruflichen Neuausrichtung.
- Quereinsteiger aus kaufmännischen, technischen oder sozialen Berufsfeldern
- Fachkräfte, die mehr Verantwortung in Projekten übernehmen möchten
- Berufsrückkehrer, die mit einem zeitgemäßen Methodenwissen neu starten
- Personen, die eine Umschulung oder Neuorientierung im digitalen Umfeld anstreben
- Alle, die Teamarbeit strukturierter und effizienter gestalten wollen
Formale Vorkenntnisse im Projektmanagement sind nicht erforderlich. Grundlegende PC-Kenntnisse — insbesondere im Umgang mit MS Office — erleichtern die Tool-Abschnitte des Kurses. Eine allgemeine Berufserfahrung und die Bereitschaft, sich in strukturiertes Arbeiten einzufinden, sind hilfreicher als fachspezifisches Vorwissen. Der Kurs ist so konzipiert, dass er mit null Kenntnissen in Scrum oder Kanban beginnt und konsequent aufbaut.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung wird im Combined-Learning-Format durchgeführt — Online-Selbstlernphasen wechseln sich mit betreuten Live-Einheiten im Virtuellen Klassenzimmer ab. Praxisübungen, Fallstudien und Gruppenaufgaben machen den Großteil des aktiven Lernens aus. Trainer geben direktes Feedback zu eingereichten Arbeiten und begleiten die Sprint-Simulationen. Der Kurs ist sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit belegbar.
Der Kurs erstreckt sich je nach gewähltem Format über mehrere Wochen. In der Vollzeitvariante ist ein kompakterer Abschluss möglich; die Teilzeit-Option ermöglicht die Kombination mit anderen Verpflichtungen. Die genauen Unterrichtszeiten und der Gesamtumfang sind bei den jeweiligen Anbietern auf Kursweg abrufbar.
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein trägerinternes Zertifikat. Je nach Anbieter kann der Kurs auch auf externe Zertifizierungsprüfungen vorbereiten — etwa die Scrum Foundation-Prüfung. Wer eine Zertifizierung anstrebt, sollte das im Vorfeld mit dem jeweiligen Anbieter abstimmen.
Nutzen & Perspektiven
Agiles Projektmanagement ist in nahezu allen Branchen angekommen — Unternehmen aus IT, Handel, Logistik, Gesundheitswesen und öffentlicher Verwaltung suchen Mitarbeitende, die iterativ denken, Aufgaben strukturieren und Teams koordinieren können. Wer diesen Kurs abschließt, kennt Scrum-Zeremonien aus eigener Praxis, kann Backlogs pflegen und Sprints dokumentieren — und das ohne einen langen Karrierepfad im klassischen PM vorauszusetzen. Der Quereinsteiger-Ansatz ist kein Nachteil, sondern häufig ein echter Mehrwert: Teilnehmende bringen Perspektiven aus Fachbereichen mit, die reine Informatikerinnen und Informatiker selten haben. Wer aus dem Gesundheitswesen, der Sozialarbeit oder dem kaufmännischen Sektor kommt und agile Methoden erlernt, kann als Bindeglied zwischen Entwicklungsteam und Fachabteilung agieren — eine Rolle, die in hybriden Projektstrukturen zunehmend gefragt ist. Nach Kursabschluss stehen Einstiegspositionen als Junior Agiler Projektmanager, Scrum Team Member oder Projektkoordinator offen. Mit wachsender Praxiserfahrung ist der Weg zur Scrum-Master-Zertifizierung (PSM I bei Scrum.org oder CSM bei Scrum Alliance) ein logischer nächster Schritt — dieser Kurs legt das methodische Fundament dafür.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen eignet sich der Kurs?
Der Kurs richtet sich an Quereinsteiger ohne PM-Vorkenntnisse, die agile Methoden von Grund auf erlernen und in Projektteams Verantwortung übernehmen möchten. Auch Fachkräfte, die ihre bisherige Berufserfahrung durch Projektmanagement-Methoden ergänzen wollen, finden hier den richtigen Einstiegspunkt.
Welche Vorkenntnisse werden benötigt?
Keine PM-Kenntnisse erforderlich. Grundlegende PC-Kenntnisse und ein allgemeiner Umgang mit MS Office sind hilfreich, insbesondere für die Abschnitte mit Excel und MS Project. Scrum und Kanban werden von Null aufgebaut.
Welche Zertifikate können nach dem Kurs erworben werden?
Alle Teilnehmenden erhalten eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung bzw. ein trägerinternes Zertifikat. Je nach Anbieter kann die Weiterbildung auf externe Prüfungen wie Scrum Foundation vorbereiten — das sollte vor der Anmeldung direkt beim Anbieter geklärt werden.
Wie läuft der Kurs ab?
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format angeboten: Selbstlernphasen wechseln sich mit Live-Einheiten im Virtuellen Klassenzimmer ab. Beide Varianten — Vollzeit und Teilzeit — sind verfügbar, sodass der Kurs an individuelle Lebensumstände angepasst werden kann.
Was unterscheidet diesen Kurs von einem klassischen PM-Kurs?
Der Fokus liegt klar auf agilen Methoden — Scrum und Kanban bilden den inhaltlichen Kern. Klassische Werkzeuge wie Excel und MS Project werden ergänzend eingesetzt. Das Quereinsteiger-Konzept sorgt dafür, dass kein Vorwissen vorausgesetzt wird und der Aufbau konsequent von Grundlagen aus erfolgt.
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