Überblick
Produktmanagement braucht heute zwei Kompetenzen gleichzeitig: strukturiertes agiles Denken und den sicheren Umgang mit KI-gestützten Werkzeugen. Diese Weiterbildung verbindet genau das — vom Scrum Product Owner-Zertifikat über KI-gestütztes Projektmanagement bis hin zu Kommunikation und Konfliktlösung. Wer Produktentwicklungsprozesse steuern, mit Entwicklungsteams auf Augenhöhe kommunizieren und gleichzeitig KI-Tools sinnvoll einsetzen will, erhält hier ein kompaktes und praxisrelevantes Qualifikationsprogramm. Das Programm richtet sich an Personen, die im Produktmanagement, in der Projektleitung oder an der Schnittstelle zwischen Fachbereich und IT tätig sind oder es werden wollen.
Kursinhalte & Lernziele
Das Programm gliedert sich in sechs Module und wird in drei bis sechs Monaten in Vollzeit im Combined-Learning-Format durchgeführt. Modul 1 — Digitales Innovationsmanagement und Design Thinking Produktideen entstehen selten spontan — sie brauchen strukturierte Kreativitätsprozesse und ein klares Verständnis von Markt und Nutzer. Design Thinking bietet dafür eine bewährte Methodik, die sich gerade in digitalen Produktorganisationen etabliert hat.
- Strategische Planung und Steuerung von Innovationsvorhaben
- Methoden zur Generierung, Bewertung und Weiterentwicklung von Produktideen
- Management komplexer Innovationsprojekte von der Idee bis zur Marktreife
- Konzeption und Validierung digitaler Geschäftsmodelle
- Aufbau langfristiger Innovationsfähigkeit in Produktorganisationen
Modul 2 — ICDL Microsoft 365: Textverarbeitung und Tabellenkalkulation Im Produktmanagement entstehen täglich Dokumente, Anforderungsprofile, Roadmaps und Reports. Dieses Modul sichert die professionelle Basis für diese Arbeit und schließt mit einem ICDL-Zertifikat ab, das die Kompetenz in Word und Excel formal dokumentiert.
- Texte und Dokumente in Word professionell erstellen, strukturieren und formatieren
- Tabellen, Grafiken und Seriendruck in Produktmanagement-Dokumenten einsetzen
- Arbeitsmappen und Tabellenblätter in Excel für Produkt-Backlogs und KPI-Tracking nutzen
- Formeln, Funktionen und Diagramme zur Datenanalyse im Projektalltag anwenden
- Dokumente und Tabellen druckfertig und präsentationsreif aufbereiten
Modul 3 — IT-Produktkoordinator inkl. Scrum Product Owner-Zertifizierung Der Scrum Product Owner ist eine der zentralen Rollen in agilen Produktentwicklungsprojekten. In diesem Modul erarbeiten Sie das vollständige Scrum-Framework und bereiten sich systematisch auf die Zertifizierungsprüfung vor. Die Product Owner-Perspektive steht im Mittelpunkt: Backlog-Pflege, Stakeholder-Kommunikation und Priorisierungsentscheidungen.
- Rollen, Artefakte und Ereignisse im Scrum-Framework im Überblick
- Besonderheiten des agilen IT-Produktmanagements im Vergleich zu klassischem PM
- Scrum-Methoden in der täglichen Praxis des Produktteams
- Aufgaben, Verantwortung und Entscheidungskompetenz des Product Owners
- Umgang mit dem Product Backlog und Priorisierung von Anforderungen
Modul 4 — KI-Engineering: KI-gestütztes Projektmanagement Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie Projekte geplant, überwacht und gesteuert werden. Dieses Modul gibt Ihnen einen systematischen Überblick über KI-Werkzeuge im Projektalltag — nicht als Technologiekurs, sondern als Managementwerkzeug.
- Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten von KI im Projektmanagement
- Überblick über KI-Technologien, die im PM relevant sind
- Prompt Engineering als Werkzeug für Planung, Dokumentation und Analyse
- Integration von KI-Tools in bestehende Projektmanagement-Prozesse und -Plattformen
- Chancen und Grenzen des KI-Einsatzes in agilen Produktentwicklungsprojekten
Modul 5 — Prompt Engineering: KI-gestützte Analyse, Visualisierung, Daten-Mapping und Reporting Prompt Engineering reicht weit über Chatbot-Nutzung hinaus. In diesem Modul lernen Sie, wie KI-gestützte Analysen für Produkt- und Projektentscheidungen nutzbar gemacht werden — von Produktkennzahlen bis zu Prognosemodellen.
- Datenanalyse, Mapping und Transformation von Produktkennzahlen
- KI und maschinelles Lernen in der strukturierten Auswertung von Projektdaten
- Automatisierung von Reporting-Prozessen und Visualisierung von KPIs
- Einsatz von Prognosemodellen zur Risiko- und Ressourcenplanung
- Ethik und Erklärbarkeit: KI-Ergebnisse im Team verständlich kommunizieren
Modul 6 — Kommunikationsmanagement und Konfliktmanagement Gute Produktmanager sind auch gute Kommunikatoren. Dieses Modul stärkt die persönliche und soziale Kompetenz, die in Schnittstellenrollen unverzichtbar ist — ob im Sprint Review, in schwierigen Stakeholder-Gesprächen oder beim Lösen von Teamkonflikten.
- Beruflich sicher kommunizieren und souverän auftreten in Stakeholder-Gesprächen
- Gesprächstechniken und Rhetorik gezielt einsetzen in Demos, Reviews und Planungsmeetings
- Konflikte in Produktteams frühzeitig erkennen, analysieren und konstruktiv lösen
- Persönliche Wirkung und Selbstmanagement als Führungskraft im Produktkontext stärken
- Führungskompetenz und Teamkommunikation in cross-funktionalen Teams trainieren
Praxisblöcke verbinden alle Module zu einem anwendbaren Gesamtbild. Beispielhafte Übungen —
- Entwicklung einer Produkt-Roadmap mit Design-Thinking-Methoden
- Aufbau und Pflege eines Scrum Product Backlogs für ein fiktives Produkt
- Erstellung von Sprint-Planungen und Velocity-Charts in Excel
- KI-gestützte Anforderungsanalyse mit Prompt-Engineering-Techniken
- Automatisierung eines Projekt-Status-Reports mit KI-Unterstützung
- Visualisierung von Produktkennzahlen und Fortschrittsberichten
- Risikoanalyse eines Produktentwicklungsprojekts mit Prognosemodellen
- Kommunikationssimulation: Stakeholder-Gespräch in einer schwierigen Projektsituation
- Konfliktanalyse und Lösungsskizze für ein reales Teamszenario
- Präsentation eines Produktkonzepts vor einem simulierten Management-Gremium
- Dokumentation eines KI-integrierten Arbeitsprozesses im PM-Kontext
- Konzeption eines digitalen Geschäftsmodells nach Lean-Start-up-Prinzip
Lernziele:
- Innovations- und Entwicklungsprozesse nach Design-Thinking-Methoden gestalten
- Digitale Geschäftsmodelle entwickeln und Innovationsprojekte steuern
- Microsoft Word und Excel für professionelle Produktmanagement-Dokumentation einsetzen
- Scrum-Framework-Prinzipien, Rollen und Artefakte sicher anwenden
- Die Verantwortung und Aufgaben des Product Owners im agilen Entwicklungsprozess übernehmen
- KI-Technologien und -Tools im Projektalltag sinnvoll integrieren
- Prompt Engineering für Analyse, Planung und Berichterstellung einsetzen
- Datenanalysen mit KI-Unterstützung durchführen und Ergebnisse visualisieren
- Komplexe Sachverhalte klar kommunizieren und Gespräche konstruktiv führen
- Konflikte in Projektteams erkennen, analysieren und professionell lösen
- Führungskompetenz und Teamkommunikation in Produktentwicklungsprojekten stärken
- Die erworbenen Kompetenzen durch ein Scrum- und ein ICDL-Zertifikat nachweisen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die im Produktmanagement oder an der Schnittstelle zwischen Fachbereich und Entwicklungsteam tätig sind oder es werden wollen. Im Mittelpunkt stehen folgende Profile —
- Berufseinsteiger mit technischem oder kaufmännischem Hintergrund, die ins IT-Produktmanagement einsteigen möchten
- Projektmitarbeiter aus klassischen oder agilen IT-Projekten, die mehr Verantwortung übernehmen wollen
- Fachkräfte aus Softwareentwicklung oder IT-Betrieb, die in PM- oder Product-Owner-Rollen wechseln wollen
- Quereinsteiger mit Interesse an digitalen Produkten und agilen Methoden sowie grundlegenden IT-Kenntnissen
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung im relevanten Bereich, ein Studium oder ausreichende Berufserfahrung. Sie sollten gute Englischkenntnisse mitbringen, da Scrum-Terminologie und viele KI-Tools überwiegend englischsprachig sind. Gute EDV-Kenntnisse werden erwartet; Programmierkenntnisse sind dagegen keine Voraussetzung. Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind zwingend erforderlich.
Ablauf & Abschluss
Das Programm wird im Combined-Learning-Format in Vollzeit durchgeführt. Betreute und eigenständige Phasen wechseln sich ab, sodass sowohl angeleitetes Lernen als auch eigenständiges Vertiefen möglich ist. Methodisch wird auf Fallstudien, Rollensimulationen — etwa Sprint-Review-Übungen — und KI-Tool-Workshops gesetzt. Die Scrum-Inhalte werden in simulierten Projektkontexten erarbeitet, um das Prüfungswissen direkt mit praktischer Anwendung zu verbinden und das Zertifikat substanziell vorzubereiten.
Die Weiterbildung dauert mehr als drei Monate bis zu sechs Monate und wird in Vollzeit absolviert. Sechs Module mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten bauen systematisch aufeinander auf. Die kompakte Dauer macht das Programm besonders attraktiv für Personen, die gezielt und in überschaubarer Zeit ein neues Berufsprofil aufbauen wollen.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein trägerinternes Zertifikat, das die gesamte Qualifizierung dokumentiert. Innerhalb des Programms können zwei externe Zertifikate erworben werden: das Scrum Product Owner-Zertifikat sowie das ICDL-Zertifikat für Microsoft 365. Das Scrum-Zertifikat wird von der jeweiligen Zertifizierungsinstanz vergeben und ist im agilen PM-Umfeld ein anerkannter Nachweis für Product-Owner-Kompetenz.
Nutzen & Perspektiven
Agile Produktentwicklung ohne KI-Unterstützung ist 2026 kaum noch denkbar — und gleichzeitig fehlt vielen Fachkräften, die bereits im Scrum-Umfeld arbeiten, das Wissen darüber, wie KI-Tools sinnvoll in Sprints, Reviews und Backlog-Pflege integriert werden. Diese Weiterbildung schließt genau diese Lücke: Sie verbindet agile Methodik mit konkretem KI-Einsatz im Projektalltag — und ergänzt das um Kommunikations- und Konfliktmanagement-Kompetenz, die in Schnittstellenrollen regelmäßig entscheidet. Das Scrum Product Owner-Zertifikat ist ein klarer Türöffner im IT-Produktmanagement. Es signalisiert Arbeitgebern, dass Sie nicht nur mit Scrum vertraut sind, sondern die Rolle des Product Owners fachlich durchdrungen haben — mit allen Verantwortlichkeiten gegenüber Stakeholdern, Entwicklungsteam und Produkt-Vision. Gemeinsam mit dem ICDL-Nachweis und dem Trägerzertifikat entsteht ein Profil, das sowohl für KMU als auch für größere Produktorganisationen relevant ist. Die Breite dieses Programms — Design Thinking, Dokumentenkompetenz, agile Zertifizierung, KI-Analyse und Kommunikation — mag auf den ersten Blick viel erscheinen. In der Praxis des Produktmanagements begegnen Ihnen aber genau diese Themen täglich, oft innerhalb einer einzigen Woche. Wer sie alle kennt und miteinander verbinden kann, agiert schneller, klarer und überzeugender — und ist in der Product-Owner-Rolle von Anfang an handlungsfähig.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifikate kann ich in dieser Weiterbildung erwerben?
Das Programm ermöglicht den Erwerb von zwei externen Zertifikaten: dem Scrum Product Owner-Zertifikat sowie dem ICDL-Zertifikat für Microsoft 365 (Textverarbeitung und Tabellenkalkulation). Zusätzlich erhalten Sie ein trägerinternes Abschlusszertifikat.
Was ist der Unterschied zwischen Scrum Master und Scrum Product Owner?
Der Scrum Master sorgt dafür, dass der Scrum-Prozess korrekt läuft und schützt das Team vor Störungen. Der Product Owner hingegen verantwortet das Product Backlog, priorisiert Anforderungen und repräsentiert die Interessen der Stakeholder im Entwicklungsprozess. Diese Weiterbildung bereitet gezielt auf die Product Owner-Rolle vor.
Sind Programmierkenntnisse erforderlich?
Nein. Der Kurs richtet sich an Produktmanager, nicht an Entwickler. Technisches Grundverständnis ist hilfreich, aber keine Programmierkenntnisse erforderlich. Gute EDV-Kenntnisse und Englisch für Scrum-Fachliteratur reichen aus.
Wie wird KI konkret in der Produktmanagement-Praxis eingesetzt?
In zwei eigenständigen KI-Modulen erlernen Sie einerseits KI-gestütztes Projektmanagement (Planung, Dokumentation, Kommunikation) und andererseits KI-gestützte Datenanalyse und Visualisierung — also Prompt Engineering für Reporting, Prognosemodelle und Produktkennzahlen.
Für wen ist das Programm nicht geeignet?
Wer bereits als erfahrener Product Owner arbeitet und nur ein Auffrischungszertifikat sucht, wird das Programm als zu breit empfinden. Es richtet sich an Personen, die neu ins Produktmanagement einsteigen oder aus einer angrenzenden Rolle wechseln wollen.
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