Überblick
Diese modulare Qualifizierung führt Personen mit vorhandener Fahrerlaubnis Klasse C1 zur Erweiterung auf die Klasse C1E und ermöglicht damit das Führen von Kombinationen aus einem Fahrzeug der Klasse C1 und einem Anhänger über 750 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse. Der „kleine" Lkw-Anhänger-Führerschein eignet sich besonders für Tätigkeiten im Auslieferungsverkehr mit kleineren Lkw und bildet eine vielseitige Grundlage für den Einstieg in den Güterverkehr. Theoretischer Unterricht zu Fachkunde und Vorschriften wird mit praktischen Fahrstunden auf einem C1E-Gespann kombiniert; der zeitliche Umfang richtet sich individuell nach den persönlichen Vorkenntnissen.
Kursinhalte & Lernziele
Im Modul Fachkunde Güterverkehr werden die grundlegenden fachlichen Kenntnisse vermittelt, die für eine Tätigkeit im gewerblichen Güterverkehr mit leichten Lkw erforderlich sind. Dieser Block schafft das fachliche Fundament für alle weiteren Theorieinhalte.
- Grundlagen des gewerblichen Güterverkehrs mit leichten Nutzfahrzeugen
- Rechtliche Rahmenbedingungen für Auslieferungs- und Verteilerverkehr
- Dokumentation und Nachweispflichten im Güterverkehr
- Zusammenhang zwischen Fahrzeugklasse und zulässiger Zuladung
- Grundlegende betriebswirtschaftliche Aspekte des Güterverkehrs
- Verantwortlichkeiten des Fahrpersonals im Auslieferungsalltag
Das Modul Verkehrsgeografie und Vorschriften vertieft die für den Güterverkehr relevanten geografischen und rechtlichen Grundlagen und bereitet gezielt auf typische Situationen im Auslieferungsverkehr vor.
- Verkehrsgeografische Grundlagen für Liefer- und Verteilerfahrten
- Verhalten nach Unfällen: Absicherung, Meldung, Dokumentation
- Vorschriften für den Güterverkehr mit Fahrzeugen der Klasse C1 und C1E
- Verkehrsrechtliche Grundkenntnisse für Fahrten mit Anhänger
- Vorfahrtsregeln und Sonderbestimmungen für Fahrzeugkombinationen
- Vorbereitung auf die theoretische Prüfung anhand praxisnaher Beispiele
Im Modul Fahrzeugkombinationen und Anhängertechnik werden die technischen Grundlagen der Klasse C1E vermittelt: die zulässigen Kombinationen aus Zugfahrzeug und Anhänger sowie die damit verbundenen Massegrenzen.
- Kombination aus Klasse-C1-Fahrzeug und Anhänger über 750 kg zulässiger Gesamtmasse
- Kombination aus Klasse-B-Fahrzeug und Anhänger über 3.500 kg bis 12.000 kg Gesamtmasse
- Aufbau und Funktion der Anhängerkupplung bei leichten Nutzfahrzeugen
- Bremssysteme im Zusammenspiel zwischen Zugfahrzeug und Anhänger
- Stützlast- und Zuladungsberechnung für C1E-Kombinationen
- Prüfung von Beleuchtung und Sicherungseinrichtungen am Anhänger
Das Modul Praktische Fahrausbildung C1E umfasst die Fahrstunden auf einem Fahrzeug der Klasse C1E, deren zeitlicher Umfang sich nach Art und Dauer des individuellen Vorbesitzes richtet. Die Teilnehmenden trainieren den sicheren Umgang mit dem Anhängergespann in der Praxis.
- Ankuppeln und Sichern des Anhängers in der vorgeschriebenen Reihenfolge
- Rangieren und Wenden eines C1E-Gespanns auf begrenztem Raum
- Fahrpraxis im Auslieferungs- und Verteilerverkehr nachgestellt
- Einschätzung von Kurvenfahrt und Spurverhalten mit Anhänger
- Bremsverhalten eines beladenen leichten Anhängergespanns
- Individuelle Anpassung der Fahrstundenzahl an den vorhandenen Vorbesitz
Der Praxisblock verbindet die theoretischen Themenfelder mit der praktischen Fahrausbildung zu einem individuell zugeschnittenen Qualifizierungsweg. Da der Umfang der Fahrausbildung von den persönlichen Vorkenntnissen abhängt, wird jede Teilnahme vorab beraten und entsprechend geplant.
- Individuelle Einstufung des Vorbesitzes zu Ausbildungsbeginn
- Anpassung der Fahrstundenzahl an vorhandene Fahrpraxis
- Erste Ankuppelübungen unter Anleitung des Fahrlehrpersonals
- Rangierübungen auf abgesperrtem Gelände vor dem öffentlichen Verkehr
- Fahrten mit steigender Streckenlänge und Verkehrsdichte
- Übungen zur Abfahrtkontrolle des C1E-Gespanns
- Praxisnahe Fallbeispiele aus dem Auslieferungsverkehr
- Wiederholung der Fachkunde-Inhalte anhand konkreter Fahrsituationen
- Klärung offener Fragen zu Verkehrsgeografie und Vorschriften
- Vorbereitende Übungsfahrten im Hinblick auf die theoretische Prüfung
- Individuelle Beratung zum weiteren Ausbildungsverlauf bei Bedarf
- Abschließende Kontrollfahrt vor der Prüfungsanmeldung
Da sich der zeitliche Umfang der praktischen Ausbildung nach den persönlichen Voraussetzungen richtet, werden Interessierte vorab ausführlich beraten, wie viele Fahrstunden im individuellen Fall sinnvoll und notwendig sind.
Lernziele:
- Die fahrerlaubnisrechtlichen Voraussetzungen der Klassen C1 und C1E einordnen
- Zulässige Fahrzeugkombinationen der Klasse C1E korrekt benennen
- Grundlagen der Fachkunde im Güterverkehr sicher anwenden
- Verkehrsgeografische Kenntnisse für den Güterverkehrsalltag nutzen
- Verhalten nach Unfällen im gewerblichen Straßenverkehr richtig einordnen
- Vorschriften für den Güterverkehr in der täglichen Praxis berücksichtigen
- Verkehrsrechtliche Grundkenntnisse für Fahrten mit Anhänger anwenden
- Anhänger der Klasse C1E korrekt ankuppeln und vor Fahrtantritt sichern
- Das Fahrverhalten eines leichten Lkw-Anhänger-Gespanns einschätzen
- Rangier- und Wendemanöver mit einem C1E-Gespann beherrschen
- Sich gezielt auf die theoretische Prüfung der Klasse C1E vorbereiten
- Fahrstunden entsprechend dem individuellen Vorbesitz sinnvoll nutzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese modulare Qualifizierung richtet sich an Personen mit vorhandener Fahrerlaubnis Klasse C1, die den Einstieg als Lkw-Fahrer:in im Bereich leichter Nutzfahrzeuge mit Anhänger anstreben.
- Inhaber:innen der Fahrerlaubnisklasse C1, die auf C1E erweitern möchten
- Personen mit Interesse an einer Tätigkeit als Auslieferungsfahrer:in mit kleineren Lkw
- Quereinsteiger:innen, die einen vielseitigen Einstieg in den Güterverkehr suchen
- Berufstätige, die ihr Fahrzeugklassen-Spektrum um den Anhängerbetrieb erweitern wollen
Voraussetzung für den Erwerb der Klasse C1 ist der Besitz der Fahrerlaubnisklasse B. Für die hier angebotene Erweiterung auf die Klasse C1E ist entweder der Besitz der Klasse B oder der Klasse C1 notwendig. Da diese Qualifizierung auf dem Vorbesitz C1 aufbaut, wird eine bereits vorhandene Fahrerlaubnis dieser Klasse vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Die Qualifizierung ist modular aufgebaut und kombiniert einen theoretischen Teil zu Fachkunde, Verkehrsgeografie und Vorschriften mit praktischen Fahrstunden auf einem Fahrzeug der Klasse C1E. Der zeitliche Umfang der praktischen Ausbildung richtet sich individuell nach Art und Dauer des vorhandenen Vorbesitzes niedrigerer Fahrerlaubnisklassen, sodass jede Teilnahme vorab ausführlich beraten und entsprechend geplant wird. Der Unterricht findet in Vollzeit als Präsenzunterricht statt.
Der theoretische Teil umfasst Fachkunde Güterverkehr, Verkehrsgeografie, Verhalten nach Unfällen, Vorschriften für den Güterverkehr sowie verkehrsrechtliche Grundkenntnisse. Der praktische Teil besteht aus Fahrstunden der Klasse C1E, deren genauer zeitlicher Umfang sich nach den individuellen Voraussetzungen und dem vorhandenen Vorbesitz richtet. Die Ausbildung findet in Vollzeit als Präsenzunterricht statt.
Am Ende der modularen Qualifizierung stehen ein trägereigenes Zertifikat sowie der Führerschein der Klasse C1E. Damit ist die Berechtigung nachgewiesen, Kombinationen aus einem Fahrzeug der Klasse C1 und einem Anhänger über 750 Kilogramm sowie bestimmte Kombinationen aus Klasse-B-Fahrzeug und schwererem Anhänger zu führen.
Nutzen & Perspektiven
Die Klasse C1E gilt als vielseitige Grundlage für den Einstieg in den Güterverkehr, insbesondere im Auslieferungs- und Verteilerverkehr mit kleineren Lkw. Wer als Auslieferungsfahrer:in tätig werden möchte, profitiert davon, dass sich mit dem Anhängerbetrieb deutlich mehr Ladevolumen transportieren lässt als mit einem Solo-Fahrzeug der Klasse C1 – ein Vorteil, der bei vielen Zustell- und Verteilerdiensten gefragt ist. Da der zeitliche Umfang der praktischen Ausbildung individuell an den vorhandenen Vorbesitz angepasst wird, profitieren insbesondere Personen mit bereits vorhandener Fahrpraxis von einem effizienten, auf ihre Vorkenntnisse zugeschnittenen Ausbildungsweg. Wer wenig Vorerfahrung mitbringt, erhält entsprechend mehr praktische Fahrstunden, um die gleiche Prüfungsreife zu erreichen. Mit dem C1E-Führerschein und dem begleitenden trägereigenen Zertifikat entsteht eine Qualifikation, die sich sowohl für den direkten Berufseinstieg als Auslieferungsfahrer:in als auch als Zwischenschritt auf dem Weg zu größeren Fahrerlaubnisklassen im Güterverkehr eignet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer kann an dieser Qualifizierung teilnehmen?
Vorausgesetzt wird der Besitz der Fahrerlaubnisklasse C1. Für die Erweiterung auf C1E ist der Besitz der Klasse B oder C1 notwendig, wobei diese Qualifizierung gezielt auf dem Vorbesitz C1 aufbaut.
Welche Fahrzeugkombinationen darf ich mit der Klasse C1E führen?
Erlaubt sind Kombinationen aus einem Fahrzeug der Klasse C1 mit einem Anhänger über 750 kg zulässiger Gesamtmasse sowie bestimmte Kombinationen aus einem Klasse-B-Fahrzeug mit einem Anhänger zwischen 3.500 kg und 12.000 kg Gesamtmasse.
Wie lange dauert die praktische Fahrausbildung?
Der zeitliche Umfang der Fahrstunden richtet sich nach Art und Dauer des individuellen Vorbesitzes niedrigerer Fahrerlaubnisklassen und wird vorab persönlich beraten.
Welche Theorieinhalte werden vermittelt?
Der theoretische Teil umfasst Fachkunde Güterverkehr, Verkehrsgeografie, Verhalten nach Unfällen, Vorschriften für den Güterverkehr sowie verkehrsrechtliche Grundkenntnisse.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein trägereigenes Zertifikat sowie den Führerschein der Klasse C1E.
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