Überblick
Microsoft Copilot für Microsoft 365 ist der KI-gestützte Assistent, der in Teams, Outlook, Word, Excel und vielen weiteren M365-Diensten integriert ist. Unternehmen, die Copilot wirklich nutzen wollen, müssen ihn an ihre eigenen Datenquellen und Geschäftsprozesse anschließen. Genau hier setzt der Kurs MS-4010 an: Er vermittelt Entwicklerinnen und Entwicklern, wie sie eigene Plugins und Konnektoren bauen, die Copilot mit internen und externen Diensten verbinden. Von der Grundstruktur der Copilot-Architektur über API-Design und Authentifizierungsmethoden bis hin zu sicherheitsrelevanten Aspekten deckt der Kurs das gesamte technische Spektrum ab, das für produktive Copilot-Erweiterungen erforderlich ist.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: Copilot-Architektur und Entwicklungsgrundlagen Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament. Teilnehmende verstehen, wie Microsoft Copilot für M365 intern aufgebaut ist, welche Erweiterungspunkte es gibt und wie Plugins und Konnektoren in das Gesamtsystem eingebettet werden. Dieses Architekturwissen ist entscheidend, um zuverlässige und leistungsfähige Erweiterungen zu bauen.
- Übersicht über Microsoft Copilot für M365: Funktionsweise und Erweiterbarkeit
- Plugin-Typen: Message Extensions, API-Plugins, Graph Connectors
- Das Manifest-Schema für Copilot-Plugins: Aufbau und Pflichtfelder
- Teams Toolkit: Entwicklungsumgebung einrichten und erste Projekte erstellen
- Lokales Testen von Plugins im Copilot-Kontext
- Überblick über den Entwicklungsworkflow vom Code bis zum Deployment
Modul 2: API-Design und Integration von Drittanbieterdiensten Der Kern von Copilot-Plugins ist die Anbindung an externe Daten und Services. Dieses Modul behandelt die Entwicklung von APIs, die Copilot als Backends nutzen kann, sowie die Integration externer Systeme über Konnektoren. Teilnehmende lernen, RESTful APIs so zu gestalten, dass sie Copilots Anforderungen an Performance, Schemaklarheit und Sicherheit erfüllen.
- REST-API-Design für Copilot-Backends: Konventionen und Best Practices
- OpenAPI-Spezifikation: Beschreibung von Plugin-APIs für Copilot
- Graph Connectors entwickeln: externe Datenquellen indexieren
- Einbindung von Drittanbieterdiensten (CRM, ERP, interne Datenbanken)
- Umgang mit Datenstrukturen: JSON-Schema, adaptive Antwortformate
- Webhook-basierte Architekturen für ereignisgesteuerte Szenarien
Modul 3: Authentifizierung und Sicherheit Sicherheit ist in unternehmensweiten Copilot-Erweiterungen nicht optional. Dieses Modul behandelt alle relevanten Authentifizierungsabläufe und Sicherheitsaspekte, die beim Bau von Plugins und Konnektoren zu beachten sind — von der Token-Verwaltung über Berechtigungsmodelle bis hin zu typischen Sicherheitslücken und ihrer Vermeidung.
- OAuth 2.0-Flows für Copilot-Plugins: Authorization Code, Client Credentials
- Azure Active Directory: App-Registrierung und Berechtigungsscopes
- Token-Verwaltung: Access Tokens, Refresh Tokens, Sicherheitsrisiken
- Berechtigungsmodelle: minimale Rechtevergabe als Sicherheitsprinzip
- Datenschutz und Compliance in M365-Erweiterungen
- Häufige Sicherheitslücken in Plugin-Architekturen und Gegenmaßnahmen
Modul 4: Deployment, Verwaltung und Adaptive Cards Das letzte Themenmodul behandelt die Überführung fertiger Plugins in Produktionsumgebungen sowie die Präsentation von Daten in Copilot über Adaptive Cards. Teilnehmende lernen, wie Erweiterungen zentral über den Teams Admin Center verwaltet und für spezifische Nutzergruppen freigegeben werden.
- Deployment von Plugins über Teams Admin Center und Microsoft AppSource
- Versionierung und Update-Strategien für produktive Copilot-Erweiterungen
- Adaptive Cards: Aufbau, Elemente und Best Practices für Copilot-Antworten
- Überwachung und Logging: Plugin-Fehler erkennen und beheben
- Governance-Rahmen für unternehmensweite Copilot-Erweiterungen
- Zukunftsperspektiven: Microsoft 365 Copilot Roadmap und kommende Erweiterungspunkte
Praxisblock: Vollständige Plugin-Entwicklung von A bis Z Im abschließenden Praxisblock entwickeln die Teilnehmenden unter realistischen Bedingungen eigene Copilot-Erweiterungen. Die Aufgaben bauen aufeinander auf und führen von der ersten API-Spezifikation bis zum deployten, getesteten Plugin.
- Entwicklung eines API-basierten Plugins für ein fiktives CRM-System
- Erstellung einer OpenAPI-Spezifikation und Einbindung in Copilot
- Implementierung eines OAuth-2.0-Flows mit Azure AD
- Anbindung einer externen Datenquelle via Graph Connector
- Gestaltung einer Adaptive Card für die Darstellung von Plugin-Ergebnissen
- Lokales Debugging: Haltepunkte, Protokollauswertung und Fehleranalyse
- Deployment in eine Testumgebung und funktionaler Abnahmetest
- Sicherheitsprüfung des eigenen Plugins nach gelernten Kriterien
- Peer-Review: gegenseitige Beurteilung von Plugin-Architekturen
- Abschluss-Demo: Präsentation des eigenen Plugins vor der Gruppe
- Vorbereitung auf die Microsoft-Prüfungslandschaft rund um M365 Copilot
- Feedback-Runde und Klärung offener Fragen für den produktiven Einsatz
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss des MS-4010-Kurses verfügen die Teilnehmenden über folgende Fähigkeiten.
- Die Architektur von Microsoft Copilot für M365 verstehen und erklären
- Copilot-Plugins nach dem offiziellen Microsoft-Schema entwickeln und testen
- Konnektoren für externe Datenquellen und Drittanbieterdienste aufbauen
- REST-APIs für die Copilot-Integration entwerfen und dokumentieren
- Authentifizierungsabläufe (OAuth 2.0, Azure AD) korrekt implementieren
- Sicherheitsrisiken in Copilot-Erweiterungen identifizieren und mitigieren
- Microsoft Graph als Datenquelle in eigene Plugins einbinden
- Adaptive Cards für die Darstellung von Plugin-Antworten in Copilot gestalten
- Plugins im Teams Toolkit lokal debuggen und testen
- Erweiterungen über den Microsoft Teams Admin Center deployen und verwalten
- Compliance-Anforderungen für Unternehmensanwendungen berücksichtigen
- Praxisszenarien eigenständig von der Anforderung bis zur lauffähigen Erweiterung umsetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an erfahrene Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler sowie IT-Architekten, die Microsoft 365 Copilot mit eigenen Erweiterungen ausbauen und in Unternehmensumgebungen produktiv einsetzen möchten.
- Entwickler mit Kenntnissen in JavaScript, TypeScript oder C# und Erfahrung mit REST-APIs
- Microsoft 365-Administratoren mit Entwicklungshintergrund, die Copilot zentral steuern möchten
- IT-Architekten, die M365 Copilot in die bestehende Unternehmensarchitektur integrieren sollen
- Solution Architects und Consultants in Microsoft-Partnerfirmen
- Personen, die sich auf Microsoft-Zertifizierungen im Copilot- und M365-Bereich vorbereiten
Kenntnisse in REST-API-Entwicklung und mindestens einer der Sprachen JavaScript, TypeScript oder C# werden vorausgesetzt. Erfahrung mit Microsoft 365 und grundlegendes Verständnis von Azure Active Directory sind von Vorteil. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem Vorkenntnisse und Lernziele besprochen werden. Englischkenntnisse sind hilfreich, da ein Teil der Dokumentation und Ressourcen auf Englisch vorliegt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet überwiegend als Combined Learning statt, teilweise auch als reines Online-Seminar. Konzeptvorlesungen wechseln sich mit hands-on Lab-Aufgaben ab, in denen die Teilnehmenden eigene Plugins in einer bereitgestellten Entwicklungsumgebung aufbauen. Erfahrene Trainer mit praktischer M365-Projekterfahrung begleiten den Kurs und sind für Fragen aus dem realen Unternehmensalltag ansprechbar. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitvarianten stehen zur Verfügung.
Die Kursdauer beträgt je nach Anbieter und Format in der Regel mehr als eine Woche bis zu einem Monat, in manchen Fällen auch mehr als einen Monat bis zu drei Monaten. Individuelle Startzeitpunkte sind bei einigen Anbietern möglich. Die Inhalte richten sich eng am offiziellen Microsoft-Curriculum für M365 Copilot-Entwicklung aus und werden regelmäßig an Produktupdates angepasst.
Nach Abschluss des Kurses erhalten Teilnehmende ein Lehrgangszertifikat des Bildungsanbieters. Der Kurs bereitet auf die relevanten Microsoft-Zertifizierungsprüfungen im Bereich Microsoft 365 Copilot und Teams-Entwicklung vor. Die eigentliche Zertifizierungsprüfung wird separat bei einem autorisierten Microsoft-Prüfungszentrum abgelegt. Das international anerkannte Microsoft-Zertifikat wird nach bestandener Prüfung direkt von Microsoft ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
Microsoft Copilot für M365 wird in den kommenden Jahren zur Standardausstattung großer und mittelständischer Unternehmen. Entwicklerinnen und Entwickler, die Copilot nicht nur nutzen, sondern auch mit eigenen Plugins und Konnektoren erweitern können, sind in einer hervorragenden Marktposition. Sie können den Mehrwert von KI-Assistenten erheblich steigern, indem sie Copilot mit unternehmensspezifischen Datenquellen und Prozessen verbinden — und damit ein echter Differenzierungsfaktor in M365-Projekten werden. Der Kurs ist technisch anspruchsvoll und praxisorientiert zugleich. Wer ihn absolviert, hat nicht nur theoretisches Wissen über Copilot-Architektur, sondern auch selbst funktionierende Plugins gebaut, debuggt und deployt. Das ist ein erheblicher Unterschied zu reinen Konzeptkursen und macht den Unterschied bei der Stellensuche oder im Kundengespräch als Consultant. Die Möglichkeit, eigene Entwicklungsartefakte als Portfolio-Elemente einzusetzen, rundet den praktischen Nutzen ab. Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich. Je nach persönlicher Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Eine frühzeitige Beratung bei der zuständigen Behörde klärt, welche Förderform die passende ist und welche Unterlagen für die Antragstellung benötigt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche technischen Vorkenntnisse brauche ich für MS-4010?
Kenntnisse in REST-API-Entwicklung und mindestens einer der Sprachen JavaScript, TypeScript oder C# sind Voraussetzung. Erfahrung mit Microsoft 365 und Azure Active Directory ist von Vorteil. Das Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt, ob die eigenen Vorkenntnisse ausreichen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Copilot-Plugin und einem Graph Connector?
Ein Plugin verbindet Copilot mit einer externen API und ermöglicht es, Aktionen auszulösen oder Echtzeitdaten abzurufen. Ein Graph Connector indiziert externe Inhalte im Microsoft Graph, sodass Copilot diese Inhalte in seinen Antworten berücksichtigen kann. Beide Erweiterungstypen werden im Kurs behandelt.
Führt der Kurs zu einer offiziellen Microsoft-Zertifizierung?
Der Kurs bereitet auf relevante Microsoft-Zertifizierungsprüfungen im Bereich M365-Entwicklung vor. Die Prüfung selbst wird separat bei einem autorisierten Microsoft-Prüfungszentrum abgelegt und das Zertifikat direkt von Microsoft ausgestellt.
Kann der Kurs über einen Bildungsgutschein finanziert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über den Bildungsgutschein in der Regel möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung können greifen. Eine Beratung bei der Agentur für Arbeit klärt die individuelle Fördersituation.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning angeboten, teilweise auch als reines Online-Seminar. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitvarianten stehen je nach Anbieter zur Verfügung. Individuelle Startzeitpunkte sind in einigen Fällen möglich.
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