Überblick
Der Kurs MS-4013 Extending Microsoft Copilot for Your Business vermittelt die Kenntnisse und Fähigkeiten, um Microsoft Copilot über seine Standardfunktionen hinaus für spezifische Unternehmensanforderungen zu erweitern und anzupassen. Microsoft Copilot hat sich in kurzer Zeit zu einem der bedeutendsten KI-Assistenten im Unternehmensumfeld entwickelt — integriert in Teams, Word, Excel, Outlook und zahlreiche weitere Microsoft-365-Anwendungen. Dieser Kurs zeigt, wie Entwickler und technische Fachkräfte die Copilot-API nutzen, eigene Plugins und Connectors entwickeln und Copilot mit internen Datenquellen und Geschäftsprozessen verbinden, um maßgeschneiderte KI-gestützte Lösungen zu schaffen, die echten Mehrwert im Unternehmen liefern.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Microsoft Copilot Architektur und Erweiterungsmöglichkeiten Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament für alle weiteren Kursinhalte. Teilnehmer verstehen, wie Microsoft Copilot intern funktioniert, welche Erweiterungspunkte verfügbar sind und wie sich verschiedene Anpassungsansätze unterscheiden.
- Copilot for Microsoft 365: Funktionsprinzip und Datenfluss
- Erweiterungsarchitektur: Plugins, Connectors, Copilot Studio
- Copilot Studio vs. Teams-App-Erweiterungen
- Überblick über die Copilot-API und Microsoft Graph
- Lizenzierung und Governance-Grundlagen für Copilot
Modul 2 — Copilot Studio und Low-Code-Erweiterungen Das zweite Modul führt in Copilot Studio ein, die Low-Code-Plattform für individuelle Copilot-Erfahrungen. Teilnehmer erstellen eigene Copiloten, verknüpfen sie mit Wissensdatenbanken und veröffentlichen sie in Microsoft-365-Anwendungen.
- Copilot Studio-Oberfläche und Grundkonzepte
- Eigenen Copiloten erstellen und konfigurieren
- Wissensdatenbanken aus SharePoint, OneDrive und externen Quellen einbinden
- Gesprächsflüsse und Themen gestalten
- Copiloten in Teams und anderen M365-Apps veröffentlichen
Modul 3 — API-Integration und benutzerdefinierte Plugins Das dritte Modul vertieft die technische Integration über APIs. Teilnehmer entwickeln eigene Plugins, die Copilot mit internen Systemen und Datenbankquellen verbinden, und verstehen, wie Microsoft Graph als Daten-Backbone genutzt wird.
- Microsoft Graph API: Grundlagen und Authentifizierung
- Copilot-Plugins entwickeln: Grundstruktur und Manifest
- OpenAPI-Spezifikationen für Copilot-Plugins erstellen
- Azure Functions als Backend für Copilot-Erweiterungen
- Daten aus internen Systemen (ERP, CRM) über Connectors einbinden
Modul 4 — Workflows, Governance und Deployment Das vierte Modul behandelt die Automatisierungsseite von Copilot-Erweiterungen sowie Themen rund um Sicherheit, Compliance und den strukturierten Rollout im Unternehmen.
- Power Automate: Workflows erstellen, die von Copilot ausgelöst werden
- Sicherheits- und Datenschutzanforderungen bei Copilot-Erweiterungen
- Governance und Richtlinien für den Copilot-Einsatz
- Deployment-Strategien: Testumgebung, Pilotgruppe, unternehmensweiter Rollout
- Monitoring und Analytics für Copilot-Nutzung und -Leistung
Praxis-Block — Eigene Copilot-Erweiterungen entwickeln
- Copilot Studio-Tenant einrichten und ersten Copiloten anlegen
- SharePoint-Wissensdatenbank als Datenquelle einbinden
- Copiloten für einen HR-FAQ-Use-Case konfigurieren
- Gesprächsfluss für eine Bestellprozess-Automatisierung erstellen
- Microsoft Graph API-Aufruf aus einem Plugin implementieren
- OpenAPI-Manifest für ein benutzerdefiniertes Copilot-Plugin erstellen
- Azure Function als Backend für einen Copilot-Connector einrichten
- Power-Automate-Flow erstellen, der durch Copilot-Konversation ausgelöst wird
- Plugin-Sicherheit: Authentifizierung und Autorisierung konfigurieren
- Copiloten in Microsoft Teams veröffentlichen und testen
- Nutzungsanalyse in Copilot Studio auswerten
- Governance-Richtlinie für den Copilot-Einsatz im Unternehmen dokumentieren
Die Praxisübungen sind so gestaltet, dass Teilnehmer am Ende des Kurses über eine funktionierende Copilot-Erweiterung verfügen, die einen echten Geschäftsprozess unterstützt. Alle Schritte vom Entwurf über die Implementierung bis zum Test werden vollständig durchlaufen. Die Labs orientieren sich an realen Unternehmensszenarien und bereiten Teilnehmer darauf vor, Copilot-Projekte eigenständig zu leiten oder in bestehenden Entwicklungsteams als technische Expertin oder Experte aufzutreten.
Lernziele:
Nach Abschluss dieses Kurses sind Teilnehmer in der Lage, die Architektur von Microsoft Copilot und die verfügbaren Erweiterungspunkte vollständig zu verstehen.
- Die Copilot-API und Microsoft Graph API für eigene Integrationen zu nutzen
- Copilot Studio zur Erstellung benutzerdefinierter Copilot-Erfahrungen einzusetzen
- Benutzerdefinierte Connectors und Plugins für Microsoft Copilot zu entwickeln
- Interne Datenquellen über Microsoft Graph und Azure AI Services in Copilot einzubinden
- Benutzerdefinierte Workflows in Power Automate zu erstellen, die mit Copilot interagieren
- Sicherheits- und Compliance-Anforderungen bei der Copilot-Erweiterung zu berücksichtigen
- Governance-Konzepte für den unternehmensweiten Copilot-Einsatz zu implementieren
- Leistung und Qualität von Copilot-Erweiterungen zu messen und zu optimieren
- Rollout-Strategien für unternehmensspezifische Copilot-Lösungen zu planen
- Copilot-Erweiterungen für verschiedene Microsoft-365-Anwendungen bereitzustellen
- Praxisnahe KI-Anwendungsfälle aus dem Unternehmenskontext eigenständig umzusetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an technische Fachkräfte, die Microsoft Copilot für spezifische Unternehmensanforderungen anpassen und erweitern möchten.
- Entwickler mit Erfahrung in Microsoft-365-Entwicklung oder der Power Platform
- IT-Administratoren und Architekten, die Copilot-Governance und -Deployment verantworten
- Power-Platform-Experten, die KI-gestützte Automatisierungslösungen entwickeln
- Digitale Innovationsmanager, die Copilot als strategisches Werkzeug einführen wollen
- Berater im Microsoft-Ökosystem, die Kunden bei Copilot-Erweiterungsprojekten unterstützen
Grundkenntnisse in Microsoft 365 und idealerweise Erfahrung mit der Power Platform oder Softwareentwicklung werden vorausgesetzt. Kenntnisse in REST-APIs, der Microsoft Graph API oder Azure-Diensten erleichtern den Einstieg in die technischeren Module erheblich. Wer bereits mit Copilot Studio oder Power Automate gearbeitet hat, wird den Kurs als direkte Vertiefung seiner bisherigen Kenntnisse erleben.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning oder Online-Seminar angeboten. Theorie- und Konzeptphasen wechseln sich mit ausgedehnten Hands-on-Labs ab, in denen Teilnehmer eigene Copilot-Erweiterungen Schritt für Schritt entwickeln. Tutoren stehen für technische Fragen zur Verfügung. Vollzeit- und Teilzeitformate ermöglichen eine flexible Gestaltung des Lernwegs.
Die Vollzeitvariante dauert typischerweise ein bis zwei Wochen. Teilzeitformate verlängern den Zeitraum entsprechend. Der genaue Umfang variiert je nach Anbieter und Kursformat.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmer ein Lehrgangszertifikat des Anbieters sowie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat. Weiterführende Microsoft-Zertifizierungen, die auf den im Kurs vermittelten Inhalten aufbauen, können separat bei einem autorisierten Prüfungszentrum abgelegt werden.
Nutzen & Perspektiven
Microsoft Copilot ist eine der wachstumsstärksten Technologien im Unternehmensmarkt. Organisationen weltweit investieren in die Einführung und Erweiterung von Copilot, weil KI-Assistenten Produktivität, Entscheidungsqualität und Kundenzufriedenheit messbar verbessern können. Wer in der Lage ist, Copilot unternehmensspezifisch anzupassen — eigene Plugins zu entwickeln, interne Daten einzubinden und automatisierte Workflows zu konfigurieren — gehört zu einem sehr kleinen und entsprechend gefragten Personenkreis auf dem Arbeitsmarkt. Die im Kurs entwickelten Kenntnisse sind sofort einsetzbar: Von der Integration interner Wissensdatenbanken über die Automatisierung von HR-Prozessen bis hin zur Entwicklung spezialisierter Copiloten für Vertrieb oder Kundenservice — die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und der Return on Investment für Unternehmen messbar. Wer diese Kompetenzen besitzt, kann nicht nur Implementierungsprojekte leiten, sondern auch als strategischer Berater beim Copilot-Rollout auftreten. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern kann dieser Kurs über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen der Deutschen Rentenversicherung sowie bei bestimmten Zielgruppen die Berufsförderung der Bundeswehr kommen je nach individueller Situation als Förderwege in Betracht. Eine persönliche Beratung durch den Kursanbieter hilft dabei, den optimalen Förderweg zu klären.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Microsoft Copilot und Copilot Studio?
Microsoft Copilot bezeichnet die KI-Assistenten-Funktionalität, die in Microsoft-365-Anwendungen wie Teams, Word oder Outlook eingebettet ist. Copilot Studio ist die Low-Code-Plattform, mit der Entwickler und Power User eigene Copilot-Erfahrungen und -Erweiterungen für spezifische Geschäftsanforderungen erstellen können.
Welche Voraussetzungen brauche ich für den MS-4013-Kurs?
Teilnehmer sollten grundlegende Kenntnisse in Microsoft 365 und idealerweise Erfahrung mit der Power Platform oder Softwareentwicklung mitbringen. Kenntnisse in der Microsoft Graph API oder Azure-Diensten erleichtern den Einstieg in die fortgeschrittenen Integrations-Themen.
Kann ich Copilot für eigene Geschäftsprozesse anpassen, ohne zu programmieren?
Copilot Studio ermöglicht Low-Code-Erweiterungen, die auch ohne tiefe Programmierkenntnisse umsetzbar sind. Für komplexe Integrationen mit eigenen Datenquellen oder spezialisierten Workflows sind jedoch grundlegende Entwicklungskenntnisse hilfreich.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmer ein Lehrgangszertifikat sowie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat des Anbieters. Etwaige weiterführende Microsoft-Zertifizierungen werden separat bei einem autorisierten Prüfungszentrum abgelegt.
Ist der Kurs förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich. Auch das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung können je nach Situation in Betracht kommen.
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