Sicherheit & Schutz
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PSA Erstunterweisung: Absturzschutz an Höhenarbeitsplätzen

Praxisnahe Erstunterweisung zur sicheren Nutzung persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz an hochgelegenen Arbeitsplätzen.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Unterweisung ist als Tagesveranstaltung konzipiert und umfasst typischerweise einen Seminartag. Theorie und Praxis sind so bemessen, dass alle Pflichtinhalte einer arbeitssicherheitsrechtlichen Erstunterweisung abgedeckt werden. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach Abschluss des Seminars erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahmebestätigung der zuständige Prüforganisation. Diese Bestätigung dokumentiert die ordnungsgemäße Durchführung der Erstunterweisung gemäß Arbeitsschutzgesetz und DGUV-Vorschriften und kann gegenüber Arbeitgebern… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Für die Teilnahme sind keine spezifischen Vorkenntnisse im Arbeitsschutz erforderlich. Einzige materielle Voraussetzung ist, die eigene persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – insbesondere den im Betrieb verwendeten Ganzkörpergurt – zur Veranstaltung mitzubringen. Nur mit der eigenen… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Wer an Hochhausfassaden, auf Gerüsten, in Hubarbeitsbühnen oder auf Industriedächern arbeitet, trägt täglich sein Leben an wenigen Millimetern Gurtgeflecht. Diese Erstunterweisung vermittelt das gesamte Wissen und die praktischen Fertigkeiten, die nötig sind, um persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz sicher, normgerecht und routiniert einzusetzen. Der Kurs schließt mit einer Teilnahmebestätigung der zuständige Prüforganisation ab.

Was lernst du in diesem Kurs?

Das erste inhaltliche Modul widmet sich dem rechtlichen Rahmen und der Systematik persönlicher Absturzschutzausrüstung. Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung und die einschlägigen DGUV-Regeln bilden das Gerüst, auf dem alle weiteren Inhalte aufbauen. Wer die Normen kennt, versteht, warum bestimmte Ausrüstungen vorgeschrieben sind und wie Hersteller- und Prüfanforderungen zusammenhängen.

  • Überblick Arbeitsschutzrecht und DGUV-Regelwerk
  • Europäische Normen für PSA gegen Absturz (EN 361, EN 362, EN 360 etc.)
  • Pflichten des Arbeitgebers und Pflichten der Beschäftigten
  • Dokumentation und Nachweispflichten
  • Unterschied zwischen Rückhaltesystem und Auffangsystem

Das zweite Modul behandelt die Ausrüstungskomponenten im Detail. Vom einfachen Verbindungselement bis zum selbst­arretierenden Bandfalldämpfer werden alle relevanten Bestandteile eines modernen Absturzsicherungssystems erklärt. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, Verwechslungen zwischen ähnlich wirkenden, aber funktional unterschiedlichen Produkten zu vermeiden.

  • Ganzkörpergurte: Bauarten, Befestigungspunkte, Tragkomfort
  • Verbindungsmittel und Verbindungselemente (Karabiner, Schäkel, Schnallen)
  • Bandfalldämpfer und Falldämpfer­schlingen
  • Mitlaufende Auffanggeräte für senkrechte und schräge Aufstiegspfade
  • Auffangsysteme als Gesamtkonzept
  • Befestigungssysteme und Anschlagpunkte nach Kategorie

Das dritte Modul behandelt spezifische hochgelegene Arbeitsplätze und die dort jeweils geltenden Besonderheiten. Hubarbeitsbühnen, Gerüste, Leitern und Tritte stellen unterschiedliche Anforderungen an Anschlagpunkte und Bewegungsfreiheit. Dieses Modul schärft das Situationsbewusstsein für typische Gefahrenbilder.

  • Hubarbeitsbühnen: Anschlagpunkte, Betriebsregeln, Geländer vs. PSA
  • Gerüste: Anforderungen an Anschlageinrichtungen, Sicherheitsklassen
  • Leitern und Tritte: Nutzungsgrenzen, Rückhaltepflicht ab welcher Höhe
  • Typische Unfallhergänge und deren Ursachen (inkl. optionalem Erfahrungsaustausch)

Der praktische Teil ist das Herzstück der Erstunterweisung. Mit der eigenen mitgebrachten Ausrüstung üben die Teilnehmenden unter Anleitung das regelkonforme Anlegen eines Ganzkörpergurts, die korrekte Einstellung auf die individuelle Körperstatur sowie das Anschlagen und Ausklinken von Verbindungsmitteln an verschiedenen Ankerpunkten.

  • Anlegen und Anpassen des Ganzkörpergurts an der eigenen Person
  • Sitzprüfung: Steh-, Hänge- und Sturzhaltung simulieren
  • Richtiges Einhaken an horizontalen und vertikalen Anschlageinrichtungen
  • Prüfen von Karabinern und Sicherungselementen auf Funktion
  • Erkennen von Verschleiß, Rissen und Deformierungen an Gurtbändern
  • Instandhaltungsroutine: Reinigung, Trocknung, Lagerung
  • Zeichenpflicht und Fristen für die periodische Prüfung
  • Aussortieren von beschädigter Ausrüstung – wann muss PSA aus dem Verkehr?
  • Handhabung mitlaufender Auffanggeräte in der Praxis
  • Ablauf bei einem Sturzereignis: Erste Handlungsschritte, Hängetraumasyndrom
  • Rückmeldung und Fehlerkorrektur durch die Fachkraft
  • Klärung offener Fragen aus dem Betriebsalltag der Teilnehmenden

Die abschließende Besprechung fasst die häufigsten Fehler zusammen, die beim Einsatz von Absturzsicherungen im Alltag auftreten – von unsachgemäß abgelegten Gurten über fehlende Prüfnachweise bis hin zu überlasteteten Anschlagpunkten. Ziel ist es, dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer mit einem konkreten Bild möglicher Schwachstellen im eigenen Betrieb nach Hause geht. Die Unterweisung endet mit der Ausstellung der Teilnahmebestätigung.

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen nach Abschluss die einschlägigen rechtlichen Grundlagen und DGUV-Regeln für den Einsatz von AbsturzsicherungenDie Kursteilnehmenden können verschiedene Typen von Ganzkörpergurten, Verbindungsmitteln und Auffangsystemen voneinander unterscheiden und korrekt auswählenDie Kursteilnehmenden sind in der Lage, einen Ganzkörpergurt eigenständig und ergonomisch korrekt anzulegen und auf einwandfreien Sitz zu überprüfen. Sie wissen, welche Anschlagpunkte an welchen Arbeitsplätzen erlaubt sind und wie die Tragfähigkeit sichergestellt wird. Sie verstehen die Funktionsweise mitlaufender Auffanggeräte und können diese fehlerfrei in ein Sicherungssystem einbinden. Sie kennen die Pflichten zur Instandhaltung, Reinigung, Aufbewahrung und periodischen Prüfung von PSADie Kursteilnehmenden können Schäden und Verschleißzeichen an Gurten, Karabinern und Verbindungselementen erkennen und sach­gemäß beurteilen. Sie kennen die besonderen Risiken und Sicherheitsregeln für Gerüste, Leitern, Tritte und Hubarbeitsbühnen. Sie verstehen, wie Unfälle an Höhenarbeitsplätzen entstehen, und können diese Erkenntnisse direkt auf ihren eigenen Arbeitsalltag übertragenTeilnehmende sind nach der Unterweisung befähigt, die erworbenen Kenntnisse an Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben. Sie erfüllen nach Abschluss die gesetzliche Erstunterweisung und können dies gegenüber Arbeitgeber und Aufsichtsbehörden dokumentieren.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Erstunterweisung richtet sich an alle Beschäftigten, die beruflich regelmäßig oder gelegentlich an Höhenarbeitsplätzen eingesetzt werden und dabei persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz tragen müssen. Für Fachkräfte für Arbeitssicherheit ist der Kurs zugleich eine Möglichkeit, das eigene Fachwissen aufzufrischen und sicher zu stellen, dass Unterweisungen im Betrieb rechtssicher gestaltet werden.

  • Monteure, Elektriker und Instandhalter mit regelmäßigem Höheneinsatz
  • Dachdecker, Gerüstbauer und Fassadenarbeiter in Handwerk und Bau
  • Sicherheitsbeauftragte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit
  • Industriemeister und Teamleitungen mit Aufsichtspflicht über Höhenarbeiten
  • Beschäftigte, die erstmals mit Absturzsicherungssystemen arbeiten
Voraussetzungen:

Für die Teilnahme sind keine spezifischen Vorkenntnisse im Arbeitsschutz erforderlich. Einzige materielle Voraussetzung ist, die eigene persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – insbesondere den im Betrieb verwendeten Ganzkörpergurt – zur Veranstaltung mitzubringen. Nur mit der eigenen Ausrüstung kann der praktische Anlegeteil zuverlässig und betriebsnah durchgeführt werden.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs kombiniert einen theoretischen Seminarteil mit einem umfangreichen Praxisblock. Im theoretischen Teil werden Normen, Produktkunde und Gefahrenanalysen behandelt, ergänzt durch anschauliches Demonstrationsmaterial. Im Praxisblock arbeiten die Teilnehmenden unmittelbar mit ihrer eigenen Ausrüstung: Anlegen, Sitzprüfung, Anschlagübungen und Ausrüstungsinspektion wechseln sich ab. Die Gruppengrößen sind bewusst klein gehalten, damit die Fachkraft genug Zeit für individuelle Korrekturen und Rückfragen hat.

Die Unterweisung ist als Tagesveranstaltung konzipiert und umfasst typischerweise einen Seminartag. Theorie und Praxis sind so bemessen, dass alle Pflichtinhalte einer arbeitssicherheitsrechtlichen Erstunterweisung abgedeckt werden.

Nach Abschluss des Seminars erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahmebestätigung der zuständige Prüforganisation. Diese Bestätigung dokumentiert die ordnungsgemäße Durchführung der Erstunterweisung gemäß Arbeitsschutzgesetz und DGUV-Vorschriften und kann gegenüber Arbeitgebern, Berufsgenossenschaften und Aufsichtsbehörden als Nachweis vorgelegt werden.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Absturzunfälle gehören zu den schwersten und häufigsten Arbeitsunfällen in Deutschland. Wer an Gerüsten, Leitern oder Hubarbeitsbühnen tätig ist, ohne seine Ausrüstung vollständig zu beherrschen, geht ein unnötiges Risiko ein – oft nicht aus Leichtsinn, sondern aus mangelndem Wissen über die korrekte Handhabung. Diese Erstunterweisung schließt genau diese Wissenslücke: praxisnah, kompakt und mit unmittelbarer Anwendbarkeit am eigenen Arbeitsplatz. Für Unternehmen ist die dokumentierte Erstunterweisung gleichzeitig eine rechtliche Absicherung. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber, Beschäftigte vor dem Einsatz an Höhenarbeitsplätzen nachweisbar zu unterweisen. Die Teilnahmebestätigung der zuständige Prüforganisation erfüllt diese Anforderung und schützt Arbeitgeber im Schadensfall vor dem Vorwurf unterlassener Unterweisung. Langfristig profitieren Teilnehmende davon, dass sie nach dem Kurs in der Lage sind, ihrerseits Kolleginnen und Kollegen korrekt zu unterweisen und Sicherheitsmängel an Ausrüstungen oder Anschlagpunkten frühzeitig zu erkennen. Das Wissen aus dieser Erstunterweisung ist nicht einmalig abrufbar, sondern wird zur dauerhaften Grundlage für einen sichereren Umgang mit Absturzsicherungssystemen.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Arbeitsschutzbeauftragter
  • Industriemeister
  • Sicherheitsfachkraft
  • Monteur / Dachdecker

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ich eigene Ausrüstung mitbringen?

Ja. Laut Kursangabe ist die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz zur Veranstaltung mitzubringen. Nur so kann das praktische Anlegen mit der im Betrieb tatsächlich verwendeten Ausrüstung geübt werden.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Nach erfolgreicher Teilnahme wird eine Teilnahmebestätigung des Bildungsträgers ausgestellt. Diese dokumentiert die absolvierte Erstunterweisung und kann als Nachweis gegenüber Arbeitgebern und Behörden dienen.

Für welche Branchen und Berufsgruppen ist die Unterweisung relevant?

Die Unterweisung richtet sich an alle Beschäftigten, die regelmäßig auf Gerüsten, Hubarbeitsbühnen, Dächern oder anderen Höhenarbeitsplätzen tätig sind. Dazu zählen Dachdecker, Monteure, Elektriker im Außeneinsatz, Maler sowie Fachkräfte für Arbeitssicherheit.

Werden auch gesetzliche Vorgaben behandelt?

Ja. Die rechtlichen Grundlagen für den Einsatz von PSA gegen Absturz – einschließlich der relevanten DGUV-Regeln und EN-Normen – bilden den Einstieg des Seminars, bevor es in die praktische Ausrüstungskunde übergeht.

Was ist mit optionalem Erfahrungsaustausch gemeint?

Im Programmbereich „Unfallgeschehen / Erfahrungsaustausch" können reale Ereignisse aus dem Teilnehmerkreis besprochen werden. Dieser Teil ist als optional ausgewiesen und hängt von der Zusammensetzung der Gruppe ab.