Überblick
Dieser Kurs verbindet zwei Microsoft-Schwerpunkte: die Low-Code-App-Entwicklung mit der Microsoft Power Platform — ausgerichtet auf die Zertifizierungsprüfung PL-100: Microsoft Power Platform App Maker — und die professionelle Nutzung von Microsoft Teams als zentralem Kommunikations- und Kollaborationswerkzeug im Microsoft-365-Ökosystem. Wer beide Kompetenzen beherrscht, kann Geschäftsprozesse eigenständig digitalisieren und die Zusammenarbeit im Unternehmen über Teams koordinieren — ohne klassische Softwareentwicklung.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: Power Apps — Canvas-Apps und modellgetriebene Anwendungen Power Apps ist der Kern der Low-Code-Entwicklung in der Microsoft Power Platform. Dieser Modul-Block führt Sie von der ersten App bis zur strukturierten Unternehmensanwendung.
- Architektur der Power Platform: Dataverse, Connectors, Environments, Lösungen
- Canvas-Apps: App-Aufbau, Screens, Controls, Power Fx-Formeln, Navigation
- Benutzeroberfläche gestalten: Layout, Responsiveness, Barrierefreiheit
- Datenquellen anbinden: SharePoint, Excel, SQL Server, Microsoft Dataverse
- Modellgetriebene Anwendungen: Entitäten, Formulare, Ansichten, Dashboards
- App-Freigabe, Rollen und Berechtigungen in Power Apps
Modul 2: Power Automate — Geschäftsprozesse automatisieren Power Automate ermöglicht die Automatisierung wiederkehrender Abläufe ohne Programmierung. Sie lernen, Flows zu erstellen, die Daten zwischen Microsoft-365-Diensten und externen Quellen bewegen.
- Automatisierte Flows, sofortige Flows und geplante Flows erstellen
- Auslöser (Trigger) und Aktionen in Power Automate konfigurieren
- Bedingungen, Schleifen und parallele Verzweigungen in Flows
- Genehmigungsprozesse und Benachrichtigungen automatisieren
- Verbindung von Power Automate mit SharePoint, Outlook, Teams und Forms
- Fehlerbehandlung und Monitoring in Power-Automate-Flows
Modul 3: Power BI und AI Builder — Analyse und KI-Funktionen Daten werden erst durch Visualisierung und Analyse entscheidungsrelevant. Dieser Block zeigt, wie Power BI-Berichte erstellt und in Power-Platform-Apps eingebettet werden.
- Power BI Desktop: Berichte, Visualisierungen und Datenquellen verbinden
- Grundlegende DAX-Ausdrücke und Kennzahlen im Power-BI-Kontext
- Berichte im Power BI Service veröffentlichen und teilen
- Power BI in Canvas-Apps einbetten
- AI Builder: Vortrainierte Modelle (Formularprozessor, Objekterkennung) in Apps nutzen
- Datenschutz und Sicherheitskonzepte bei AI-Builder-Modellen
Modul 4: Microsoft Teams — Kollaboration im Microsoft-365-Ökosystem Microsoft Teams ist die zentrale Plattform für Kommunikation, Besprechungen und gemeinsames Arbeiten in Microsoft 365. Dieser Abschnitt vermittelt den professionellen Einsatz von Teams im Unternehmensalltag.
- Teams-Struktur: Teams, Kanäle, Tabs und Apps im Überblick
- Chat, Besprechungen und Live-Events in Teams einrichten und moderieren
- Kanäle und Tabs mit SharePoint, OneNote, Planner und Power Apps verknüpfen
- Teams-Apps installieren, konfigurieren und in den Workflow einbinden
- Gastnutzer und externe Zusammenarbeit in Teams verwalten
- Integration von Power Platform-Apps direkt in Teams-Kanäle
Hands-on Labs und Abschlussprojekte
- Entwicklung einer vollständigen Canvas-App, die Daten aus SharePoint liest und schreibt
- Erstellung eines automatisierten Genehmigungsflows in Power Automate
- Aufbau eines Power-BI-Berichts auf Basis eines Excel-Datensatzes
- Entwurf einer modellgetriebenen Anwendung für ein fiktives Vertriebsszenario
- Integration eines AI-Builder-Formularmodells in eine Canvas-App
- Konfiguration eines Teams-Kanals mit eingebetteter Power-Apps-Anwendung
- Simulation eines vollständigen Digitalisierungsprojekts: Prozessanalyse, App-Design, Automatisierung
- Verbindung eines Power-Automate-Flows mit Microsoft Forms und SharePoint-Liste
- Erstellung einer modellgetriebenen App mit Sicherheitsrollen und Ansichtskonfiguration
- Fehlersuche in einem fehlerhaften Power-Automate-Flow anhand eines vorbereiteten Beispiels
- Peer-Review entwickelter Apps nach Kriterien wie Benutzerfreundlichkeit und Datenintegrität
- Abschlussszenario: vollständige Lösung einer prüfungsähnlichen PL-100-Aufgabenstellung
Die Praxiseinheiten sind eng mit den Kursinhalten verzahnt: Jede neue Funktion wird unmittelbar in einer Übungsaufgabe angewendet.
Lernziele:
Nach dem Kurs verfügen Sie über folgende Fähigkeiten
- canvas-basierte Apps mit Power Apps von Grund auf entwickeln und veröffentlichen
- modellgetriebene Anwendungen auf Basis von Microsoft Dataverse konzipieren
- Benutzeroberflächen in Power Apps mit Steuerelementen und Formeln gestalten
- Geschäftsprozesse mit Power Automate automatisieren und Flows erstellen
- Analyseberichte und Dashboards mit Power BI erstellen und in Apps einbetten
- AI Builder für einfache KI-gestützte Funktionen in Power-Platform-Apps einsetzen
- Daten aus verschiedenen Microsoft-365-Quellen (SharePoint, Excel, Teams) anbinden
- Microsoft Teams als Chat-, Besprechungs- und Kollaborationsplattform produktiv nutzen
- Teams-Kanäle, -Tabs und -Apps konfigurieren und in den Arbeitsalltag integrieren
- die Anforderungen der PL-100-Zertifizierung in Umfang und Tiefe einschätzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen in Business-Analyst-, Fachbereichs- oder IT-Koordinationsfunktionen, die Geschäftsprozesse mit Low-Code-Werkzeugen digitalisieren möchten, ohne klassische Softwareentwicklung zu betreiben.
- Business Analysts und Prozessverantwortliche, die Apps und Automatisierungen eigenständig umsetzen möchten
- Mitarbeitende in Fachbereichen (HR, Einkauf, Vertrieb), die Microsoft-365-Prozesse digitalisieren wollen
- IT-Koordinator:innen, die Power Platform als Werkzeug für interne Anwendungen einführen sollen
- Personen, die die Zertifizierung Microsoft Certified: Power Platform App Maker Associate anstreben
- Teams-Nutzer:innen, die Teams als echte Kollaborationsplattform tiefer verstehen und nutzen wollen
Grundkenntnisse in Microsoft 365 und insbesondere in Excel und SharePoint sind hilfreich. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich — Power Fx (die Formelsprache in Power Apps) ähnelt Excel-Formeln und ist ohne Programmierhintergrund erlernbar. Erfahrung mit Geschäftsprozessen und der Zusammenarbeit in Microsoft-365-Umgebungen beschleunigt den Lernfortschritt.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im Combined-Learning-Format statt, mit Vollzeitblöcken und intensiven Praxisphasen. Power-Platform-Übungen werden in Live-Demos und geführten Hands-on-Labs durchgeführt. Teams-Inhalte werden direkt in der Lernumgebung erprobt, sodass die Werkzeuge in echtem Nutzungskontext erfahren werden. Die Plattform wird nicht nur erklärt, sondern aktiv genutzt — in den Übungen des Kurses ebenso wie im Unterrichtsalltag selbst. Vollzeitformat.
Die Weiterbildung dauert zwischen einem und drei Monaten im Vollzeitformat. Der Power-Platform-Teil ist umfangreicher als der Teams-Block, da er die PL-100-Prüfungsvorbereitung einschließt.
Der Kurs bereitet auf die offizielle Microsoft-Zertifizierungsprüfung PL-100: Microsoft Power Platform App Maker vor, die bei einem akkreditierten Microsoft-Testcenter abgelegt wird. Bei Bestehen erwerben Sie die Zertifizierung Microsoft Certified: Power Platform App Maker Associate. Zusätzlich erhalten Sie ein trägerinternes Lehrgangs-Zertifikat, das den gesamten Kursinhalt inklusive des Teams-Blocks dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
Low-Code-Entwicklung mit der Microsoft Power Platform gehört zu den am stärksten wachsenden Kompetenzfeldern in der Microsoft-365-Welt. Unternehmen suchen zunehmend Mitarbeitende, die Fachanforderungen direkt in Anwendungen übersetzen können — ohne monatelange IT-Projekte. Mit den erlernten Fähigkeiten sind Sie in der Lage, eigenständig Apps, Automatisierungen und Berichte zu erstellen und damit realen Mehrwert im Tagesgeschäft zu liefern. Die Kombination aus PL-100-Vorbereitung und Teams-Kenntnissen macht diese Weiterbildung besonders praxisnah: Power-Platform-Apps leben in der Microsoft-365-Welt, und Teams ist der Ort, an dem sie genutzt werden. Wer versteht, wie Apps direkt in Teams-Kanäle eingebettet werden, kann Digitalisierungsprojekte durchgängig gestalten — von der Prozessidee bis zur Nutzung in der täglichen Teamarbeit. Das schließt eine Lücke, die reine Power-Platform-Kurse ohne Teams-Kontext häufig offenlassen. Die Zertifizierung Microsoft Certified: Power Platform App Maker Associate ist ein international anerkannter Nachweis der erlernten Fähigkeiten und wird von Arbeitgebern im deutschsprachigen Raum zunehmend als Einstellungskriterium genannt. Wer diesen Kurs abschließt und die Prüfung besteht, hat einen strukturierten Nachweis seiner Low-Code-Kompetenz — und kann diesen in Bewerbungen und im beruflichen Profil sichtbar platzieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich programmieren können, um Power Apps zu erlernen?
Nein. Power Apps nutzt Power Fx als Formelsprache, die Excel-Formeln ähnelt. Programmierkenntnisse sind keine Voraussetzung. Der Kurs beginnt mit den Grundlagen und führt schrittweise in komplexere Konzepte ein.
Was ist der Unterschied zwischen Canvas-Apps und modellgetriebenen Apps?
Canvas-Apps geben Ihnen maximale gestalterische Freiheit bei Aufbau und Benutzeroberfläche. Modellgetriebene Apps basieren auf dem Microsoft Dataverse und eignen sich für strukturiertere Geschäftsprozesse mit vordefinierten Entitäten und Formularen. Beide Ansätze werden im Kurs behandelt.
Führt der Kurs direkt zur PL-100-Zertifizierung?
Der Kurs bereitet Sie auf die PL-100-Prüfung vor. Die Prüfung selbst legen Sie bei einem akkreditierten Microsoft-Testcenter ab. Bei Bestehen erhalten Sie die Zertifizierung Microsoft Certified: Power Platform App Maker Associate.
Warum ist Microsoft Teams Teil dieser Power-Platform-Weiterbildung?
Power-Platform-Apps werden in der Praxis häufig direkt in Microsoft Teams genutzt und dort in Kanälen bereitgestellt. Das Teams-Modul vermittelt das notwendige Kontextwissen, damit Sie Ihre Apps sinnvoll in den Unternehmensalltag einbinden können.
Kann ich Power-Platform-Apps nach dem Kurs in meinem Unternehmen einsetzen?
Ja, sofern Ihr Unternehmen Microsoft 365 nutzt und entsprechende Power-Platform-Lizenzen vorhanden sind. Viele Kursbereiche arbeiten mit Testumgebungen, die Sie auch nach dem Kurs für eigene Projekte nutzen können.
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