Überblick
Die Microsoft Power Platform hat sich zu einer zentralen Werkzeugsammlung für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen entwickelt. Mit Power Apps lassen sich individuelle Unternehmensanwendungen ohne klassische Softwareentwicklung erstellen, Power Automate automatisiert repetitive Workflows, Power BI liefert aussagekräftige Datenvisualisierungen, und Power Virtual Agents ermöglicht die Erstellung von Chatbots für Self-Service-Szenarien. Wer als Functional Consultant mit der Power Platform arbeitet, übersetzt Geschäftsanforderungen in konfigurierte Lösungen — und genau diese Rolle steht im Mittelpunkt dieser Weiterbildung. Der Kurs bereitet gezielt auf die Microsoft-Zertifizierungsprüfung PL-200 vor, deren Bestehen zur Zertifizierung als Microsoft Certified: Power Platform Functional Consultant Associate führt. Im Zentrum stehen nicht nur technische Konfigurationsfähigkeiten, sondern auch die Beratungs- und Analysekompetenz: Anforderungen erfassen, Stakeholder einbinden, Lösungsdesign skizzieren und technische Umsetzungen bewerten.
Kursinhalte & Lernziele
Einführung in die Power Platform und die Rolle des Functional Consultants Die Power Platform ist kein isoliertes Werkzeug, sondern ein integriertes Ökosystem, das tief in Microsoft 365 und Dynamics 365 eingebettet ist. Dieses Einführungsmodul schafft das Verständnis für die Gesamtarchitektur und für die spezifische Rolle, die ein Functional Consultant in einem Power-Platform-Projekt einnimmt.
- Überblick über Power Platform: Power Apps, Power Automate, Power BI, Power Virtual Agents
- Positionierung im Microsoft-Ökosystem: Verbindungen zu M365, Dynamics 365 und Azure
- Aufgaben des Functional Consultants: Discovery, Anforderungsanalyse, Lösungsdesign
- Stakeholder-Management: Fachexperten einbinden, Anforderungen priorisieren
- Methodik der Lösungsentwicklung: iteratives Vorgehen, Prototyping, Abnahme
Microsoft Dataverse Dataverse ist der zentrale Datendienst der Power Platform — vergleichbar einer konfigurierbaren Datenbank mit integriertem Sicherheitsmodell, Geschäftslogik und API-Zugang. Ein solides Dataverse-Verständnis ist Grundvoraussetzung für komplexere Power-Platform-Lösungen.
- Dataverse-Architektur: Tabellen, Spalten, Beziehungen, Ansichten und Formulare
- Geschäftsregeln, Plug-ins und Workflows innerhalb von Dataverse
- Sicherheitsmodell: Umgebungsrollen, Sicherheitsrollen, Feldberechtigungen
- Lösungen und Publisher: Versionierung und Bereitstellung von Konfigurationen
- Datenimport und -migration: Datenkonvertierung und Schnittstellenanbindung
- Dataverse for Teams: Einsatz innerhalb von Microsoft Teams-Umgebungen
Power Apps Power Apps ermöglicht die Erstellung von Unternehmensanwendungen mit geringem oder keinem Programmieraufwand. Dieses Modul behandelt beide App-Typen mit ihren spezifischen Einsatzszenarien und Konfigurationsmöglichkeiten.
- Canvas-Apps: flexible UI-Gestaltung, Formeln, Datenquellen, Responsive Design
- Modell-gesteuerte Apps: auf Dataverse basierende strukturierte Anwendungen
- Power Apps Portale: externe Nutzerportale und Self-Service-Szenarien
- Konnektoren: Standard- und Premium-Konnektoren für externe Datenquellen
- KI-Builder: Einsatz von KI-Modellen in Apps (Formularverarbeitung, Objekterkennung)
- Deployment und Lösungsverwaltung: Umgebungswechsel, ALM-Grundlagen
Power Automate, Power Virtual Agents und Power BI Das abschließende Modul der technischen Inhalte vereint die drei weiteren Kernanwendungen der Plattform. Power Automate, Power Virtual Agents und Power BI sind trotz ihrer unterschiedlichen Ausrichtung eng miteinander verknüpft und häufig Teil einer gemeinsamen Lösungsarchitektur.
- Power Automate: Cloud-Flows, Desktop-Flows (RPA), Genehmigungs-Workflows
- Trigger und Aktionen: Verbindung zu SharePoint, Outlook, Dataverse und externen APIs
- Power Virtual Agents: Gesprächsdesign, Entitäten, Themen, Eskalation an menschliche Agenten
- Integration von Power Virtual Agents mit Teams und Power Automate
- Power BI Desktop: Datenmodellierung, DAX-Grundlagen, Visualisierungstypen
- Power BI Service: Veröffentlichung, Dashboards, Datensatzaktualisierungen
- Berichtswesen für Stakeholder: interaktive Berichte und Drill-through-Analysen
- Sicherheit in Power BI: Row-Level Security und Workspace-Berechtigungen
- Lizenzierungsüberblick: Power Platform Pläne und deren Auswirkungen auf Features
- End-to-End-Szenario: integrierte Lösung aus Dataverse, App, Flow und Bericht
- Governance und Center of Excellence: Best Practices für unternehmensweiten Einsatz
- Prüfungsrelevante Themenschwerpunkte für PL-200 im Überblick
Im gesamten Kursverlauf werden praktische Übungen durchgeführt, in denen reale Unternehmensszenarien als Ausgangspunkt dienen. Dabei lernen Teilnehmende, nicht nur einzelne Features zu bedienen, sondern ganzheitliche Lösungsarchitekturen zu entwerfen und zu implementieren.
Lernziele:
- Rolle und Aufgabenprofil eines Power Platform Functional Consultants verstehen und ausfüllen
- Geschäftliche Anforderungen strukturiert erfassen und in Platform-Konfigurationen übersetzen
- Microsoft Dataverse als zentrales Datenhaltungssystem konfigurieren und administrieren
- Canvas-Apps und Modell-gesteuerte Apps in Power Apps erstellen und anpassen
- Automatisierte Workflows mit Power Automate entwickeln und testen
- Chatbots mit Power Virtual Agents aufbauen und in bestehende Systeme einbinden
- Daten mit Power BI analysieren und aussagekräftige Dashboards und Berichte erstellen
- KI-Builder-Funktionen und Konnektoren in Power-Platform-Lösungen einsetzen
- Systemintegrationen konzipieren und Datenkonvertierungen zwischen Systemen umsetzen
- Sicherheits- und Governance-Konzepte auf Power-Platform-Ebene anwenden
- Lösungsarchitekturen für Power-Platform-Projekte entwerfen
- Auf die PL-200-Zertifizierungsprüfung vorbereitet sein
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die eine Karriere als Power Platform Functional Consultant oder Business Applications Consultant anstreben und die Microsoft-Zertifizierung PL-200 ablegen möchten.
- IT-affine Quereinsteiger mit Interesse an Low-Code-Entwicklung und Prozessautomatisierung
- Business Analysten, die ihre technischen Fähigkeiten im Microsoft-Umfeld ausbauen wollen
- Projektmanager und IT-Koordinatoren, die Power-Platform-Projekte besser begleiten möchten
- Systemadministratoren aus dem Microsoft-365-Umfeld, die tiefer in Power Platform einsteigen
- Berater, die ihr Portfolio um Microsoft-Zertifizierungen erweitern wollen
Grundkenntnisse in der Nutzung von Microsoft 365 (insbesondere Teams, SharePoint, Outlook) sind hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung. Erfahrungen mit datengetriebenen Prozessen — etwa aus Buchhaltung, Projektmanagement oder IT-Koordination — erleichtern das Verständnis der Praxisszenarien. Programmiererfahrung ist nicht erforderlich; analytisches Denken und Interesse an strukturierten Prozessen sind wichtiger.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt und wird überwiegend in Vollzeit, teils auch in Teilzeit angeboten. Theoriephasen wechseln sich mit praktischen System-Labs ab, in denen Teilnehmende direkt in der Power Platform arbeiten. Beide Anbieter, die diesen Kurs anbieten, nutzen didaktische Aufbereitungen, die sich eng an den Prüfungszielen der PL-200 orientieren.
Die genaue Kursdauer variiert je nach Anbieter. 48 Angebote bundesweit ermöglichen flexible Start- und Endtermine.
Der Kurs bereitet auf die externe Microsoft-Zertifizierungsprüfung PL-200 vor. Nach dem Bestehen der Prüfung bei einem akkreditierten Microsoft-Testcenter erhält man die offizielle Zertifizierung als Microsoft Certified: Power Platform Functional Consultant Associate. Zusätzlich stellt der jeweilige Bildungsanbieter ein Lehrgangszertifikat aus, das die Kursteilnahme dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
Die Power Platform ist in Unternehmen, die Microsoft 365 oder Dynamics 365 einsetzen, ein zunehmend strategisches Werkzeug. Fachkräfte, die Power-Platform-Lösungen nicht nur nutzen, sondern auch konzipieren und konfigurieren können, sind entsprechend gefragt — sowohl in IT-Abteilungen als auch in spezialisierten Beratungsunternehmen. Die PL-200-Zertifizierung signalisiert Arbeitgebern gezielt diese Kompetenz. Die Kombination aus Beratungsmethodik (Anforderungsanalyse, Stakeholder-Management) und technischer Umsetzungsfähigkeit (Dataverse, Power Apps, Power Automate) ist dabei entscheidend: Ein Functional Consultant ist keine reine Technologiefachkraft, sondern Brückenbauer zwischen Geschäftsseite und IT. Genau diese doppelte Kompetenz wird im Kurs systematisch aufgebaut. Wer die Prüfung PL-200 besteht, hat zudem eine belastbare Grundlage für weitere Microsoft-Zertifizierungen im Power-Platform-Ökosystem — etwa PL-400 (Power Platform Developer) oder PL-600 (Power Platform Solution Architect). Die Associate-Zertifizierung ist damit nicht nur ein Karriereziel für sich, sondern auch Ausgangspunkt für eine weiterführende Spezialisierung im Microsoft-Umfeld.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifizierung erhalte ich nach Bestehen der PL-200-Prüfung?
Nach dem Bestehen der externen Prüfung PL-200 bei einem akkreditierten Microsoft-Testcenter erhält man die offizielle Zertifizierung als Microsoft Certified: Power Platform Functional Consultant Associate. Der Kurs bereitet gezielt auf diese Prüfung vor.
Brauche ich Programmierkenntnisse für diesen Kurs?
Nein. Power Platform ist auf Low-Code-Arbeit ausgerichtet. Analytisches Denken, Prozessverständnis und Grundkenntnisse im Microsoft-365-Umfeld sind hilfreicher als Programmiererfahrung.
Was unterscheidet einen Functional Consultant von einem Entwickler auf der Power Platform?
Ein Functional Consultant konfiguriert bestehende Plattformfunktionen und übersetzt Geschäftsanforderungen in Lösungen — ohne tief in Code zu gehen. Ein Entwickler (PL-400) erstellt darüber hinaus eigene Erweiterungen und schreibt benutzerdefinierte Logik.
Kann ich den Kurs als Einstieg in weitere Microsoft-Zertifizierungen nutzen?
Ja. Die PL-200-Zertifizierung ist eine anerkannte Grundlage für weiterführende Microsoft-Qualifikationen wie PL-400 (Power Platform Developer) oder PL-600 (Power Platform Solution Architect).
Wie wird der Kurs durchgeführt?
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt — überwiegend Vollzeit, teils auch Teilzeit. Theoriephasen wechseln sich mit direkter Systemarbeit in der Power Platform ab.
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