Überblick
Robotic Process Automation (RPA) ermöglicht es, manuelle, repetitive Aufgaben durch Software-Roboter zu ersetzen — schneller, fehlerfreier und rund um die Uhr. Der Kurs PL-500 Microsoft Power Automate RPA Developer vermittelt alle Kenntnisse, um RPA-Lösungen mit Microsoft Power Automate professionell zu entwickeln, zu testen und in Unternehmensumgebungen zu betreiben. Teilnehmende erlernen die gesamte Bandbreite von der Workflow-Konzeption über die Implementierung von Desktop Flows bis hin zur Integration mit Azure, Office 365 und Dataverse. Das Kursziel ist die Qualifikation als Power Automate RPA Developer Associate, belegt durch das international anerkannte Microsoft-Zertifikat PL-500.
Kursinhalte & Lernziele
Power Automate Grundlagen und Cloud Flows Dieser Einstiegsmodul vermittelt die Kernkonzepte der Plattform und den professionellen Umgang mit Cloud Flows. Teilnehmende lernen, wie Flows mit Triggern und Aktionen aufgebaut sind und wie sie mit den umfangreichen Konnektoren des Power-Automate-Ökosystems zusammenwirken.
- Power Automate Plattformübersicht und Lizenzierungsmodelle
- Erstellen automatisierter, sofortiger und geplanter Cloud Flows
- Konnektoren für SharePoint, Outlook, Teams, Excel und SQL einrichten
- Variablen, Ausdrücke und dynamische Inhalte in Flows verwenden
- Schleifen, Bedingungen und Switch-Verzweigungen implementieren
- Fehlerbehandlung mit Try-Catch und Benachrichtigungen konfigurieren
Robotic Process Automation — Power Automate Desktop Der zentrale RPA-Modul behandelt Power Automate Desktop als Werkzeug für die Desktop-Automatisierung. Teilnehmende erlernen die UI-Automatisierung, Webautomatisierung und Bildschirmrecording sowie die Orchestrierung von Desktop Flows aus Cloud Flows heraus.
- Power Automate Desktop — Entwicklungsumgebung und Flow-Designer
- UI-Automatisierung für Windows-Anwendungen ohne API
- Webautomatisierung für browserbasierte Aufgaben (Edge, Chrome)
- Verwendung von Variablen, Listen und Datentabellen in Desktop Flows
- Integration von Desktop Flows in Cloud Flows via Machine-Verbindungen
- Fehlerbehandlung und Logging in Desktop Flows
Datenintegration und ETL-Prozesse Dieser Modul vertieft die Fähigkeiten in der Datenverarbeitung. Teilnehmende lernen, wie Daten aus verschiedenen Quellen extrahiert, transformiert und in Zielsysteme geladen werden — ein klassisches ETL-Szenario mit Power Automate.
- Daten aus Excel, CSV, SharePoint und HTTP-APIs extrahieren
- Datentransformation mit Power Automate Ausdrücken und Schleifen
- Schreiben in Dataverse, SharePoint-Listen und SQL-Datenbanken
- Nutzung von HTTP-Aktionen für REST-API-Anbindungen
- Geplante Batch-Verarbeitungen mit Fehlerprotokollierung
- Dataverse for Teams als leichtgewichtige Datenbasis nutzen
Azure-Integration und erweiterte Szenarien Im vierten Modul erweitern Teilnehmende ihre Power-Automate-Kompetenz um die Integration mit Azure-Services. Dabei werden Azure Functions, Azure Logic Apps und Azure AI Services als Erweiterung für anspruchsvolle RPA-Szenarien behandelt.
- Azure Functions aus Power Automate Cloud Flows aufrufen
- Azure Logic Apps versus Power Automate — Abgrenzung und Zusammenspiel
- Azure Cognitive Services für OCR und KI-gestützte Dokumentenverarbeitung
- Managed Identity für sichere Verbindungen zwischen Azure und Power Automate
- Application Lifecycle Management (ALM) für Power Automate Lösungen
- PL-500-Prüfungsvorbereitung mit Übungsszenarien und Musteraufgaben
Praxisprojekte und Zertifizierungsvorbereitung In diesem abschließenden Block entwickeln Teilnehmende vollständige RPA-Lösungen, die prüfungsrelevante Szenarien abdecken.
- Automatisierung eines Rechnungsverarbeitungsprozesses mit OCR
- Extraktion und Übertragung von CRM-Daten in ein Reporting-System
- Automatisiertes Web-Scraping und Berichtgenerierung mit Power Automate Desktop
- Genehmigungsworkflow mit Teams-Benachrichtigung und Dataverse-Protokollierung
- Onboarding-Automatisierung für neue Mitarbeitende in Azure AD und SharePoint
- Legacy-Anwendungsautomatisierung per UI-Flow ohne API-Zugriff
- Fehlerüberwachung und Alerting für produktive RPA-Flows
- Automatisiertes Testen von Desktop Flows mit Testsuiten
- Lösungsexport und Deployment in Zielumgebungen mit ALM-Toolchain
- Analyse und Optimierung von Flow-Performance und Ressourcenverbrauch
- Vollständige PL-500-Prüfungssimulation mit Zeitlimit und Bewertung
- Dokumentation und Übergabe von RPA-Lösungen im Team
Die Praxisprojekte folgen realen Unternehmensszenarien und sind so gestaltet, dass Teilnehmende nach Abschluss eigenständig professionelle RPA-Projekte leiten können. Die Übungen sind eng mit den Prüfungsdomänen der PL-500-Zertifizierung verzahnt. Am Ende des Kurses verfügen Teilnehmende über ein vollständiges Kompetenzprofil als Power Automate RPA Developer und sind optimal auf die PL-500-Zertifizierungsprüfung vorbereitet. Die erlernten Fähigkeiten sind in nahezu jeder Branche und Unternehmensart direkt einsetzbar.
Lernziele:
- Architektur und Einsatzmöglichkeiten von Power Automate für RPA verstehen
- Cloud Flows für serverlose Prozessautomatisierungen entwickeln
- Desktop Flows mit Power Automate Desktop für Legacy-Anwendungen implementieren
- Datenextraktion (ETL) mit Power Automate Flows umsetzen
- Fehlerbehandlung und Ausnahmemanagement in RPA-Lösungen einbauen
- Power Automate mit Microsoft Azure Services integrieren
- Anbindung von Office 365, SharePoint und Teams in Automatisierungsflows
- Dataverse als Datenbasis für RPA-Prozesse einsetzen
- UI-Automatisierung für Windows-Anwendungen mit Power Automate Desktop
- Webautomatisierung für browserbasierte Prozesse entwickeln
- Testen, Versionieren und Deployment von Power-Automate-Lösungen
- Best Practices für Skalierbarkeit und Wartbarkeit von RPA-Projekten anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, IT-Fachleute und technisch affine Prozessverantwortliche, die Automatisierungslösungen mit Microsoft Power Automate professionell entwickeln möchten. Sowohl Einsteiger in das RPA-Thema als auch Fachleute mit ersten Power-Automate-Kenntnissen profitieren vom strukturierten Lehrgang.
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler, die RPA in ihr Portfolio aufnehmen
- IT-Consultants mit Microsoft-Fokus, die Automatisierungsprojekte begleiten
- Prozessverantwortliche mit technischen Vorkenntnissen
- Power-Automate-Nutzerinnen und -Nutzer, die auf professionelles Niveau aufsteigen
- Fachkräfte, die die PL-500 Associate-Zertifizierung anstreben
Grundlegende Kenntnisse der Microsoft Power Platform, insbesondere in Cloud Flows, werden empfohlen. Erste Berührungspunkte mit Office 365 und Microsoft Azure sind von Vorteil. Vor Kursbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem der Wissensstand erfasst und ein angepasster Lernplan erstellt wird. Programmierkenntnisse sind hilfreich, jedoch keine zwingende Voraussetzung, da Power Automate Desktop auf einem grafischen Flow-Designer basiert.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning angeboten, also einer Kombination aus instructor-led Live-Sessions und eigenständigen Laborphasen. Teilnehmende arbeiten in realen Power-Automate-Entwicklungsumgebungen mit Zugang zu Microsoft-365-Testtenants und Power-Automate-Desktop-Instanzen. Einzelne Kursformate sind auch als reines Online-Seminar verfügbar. Die Unterrichtsgestaltung ist eng an die PL-500-Prüfungsdomänen angelehnt, sodass Theorie und Prüfungsvorbereitung eng verknüpft sind.
Die Kursdauer beträgt bei Vollzeitteilnahme in der Regel mehr als eine Woche bis zu einem Monat. Teilzeitvarianten verlängern die Laufzeit auf bis zu drei Monate. Der Umfang deckt alle Themengebiete der PL-500-Zertifizierungsprüfung ab und beinhaltet Übungsaufgaben, Prüfungssimulationen und Laborzeiten.
Nach Abschluss des Kurses erhalten Teilnehmende ein Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers sowie das international anerkannte Herstellerzertifikat von New Horizons. Der Kurs bereitet umfassend auf die offizielle Microsoft-Prüfung PL-500 vor, die das Herstellerzertifikat Microsoft Certified: Power Automate RPA Developer Associate vergibt. Diese Zertifizierung belegt nachweislich die Kompetenz zur eigenständigen Entwicklung und Verwaltung von RPA-Lösungen.
Nutzen & Perspektiven
RPA ist eines der am schnellsten wachsenden Felder im Unternehmens-IT-Bereich. Unternehmen aller Größen suchen Fachleute, die repetitive Prozesse automatisieren und damit Kosten senken, Fehlerquoten reduzieren und Mitarbeitende für wertschöpfende Tätigkeiten freisetzen können. Power Automate ist als Teil der Microsoft Power Platform in vielen Unternehmen bereits lizenziert, sodass der Markteintritt für zertifizierte Entwicklerinnen und Entwickler besonders niedrigschwellig ist. Die Kombination aus Cloud Flows, Desktop Flows und Azure-Integration macht Power Automate zu einer der vielseitigsten RPA-Plattformen am Markt. Wer diesen Kurs abschließt, kann sowohl einfache Prozessautomatisierungen als auch komplexe, verteilte RPA-Systeme implementieren. Das Herstellerzertifikat PL-500 ist ein branchenweit anerkanntes Qualitätsmerkmal, das die Berufschancen signifikant verbessert. Bei AZAV-zertifizierten Trägern kann dieser Kurs über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Ebenfalls in Betracht kommen das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung. Ein Beratungsgespräch beim zuständigen Träger klärt die individuell optimale Finanzierungsform.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Cloud Flows und Desktop Flows in Power Automate?
Cloud Flows laufen serverlos in der Microsoft Cloud und automatisieren Prozesse zwischen vernetzten Online-Services wie SharePoint, Outlook und Dataverse. Desktop Flows laufen auf einem lokalen Windows-Computer und automatisieren Desktop-Anwendungen per UI-Simulation — auch wenn diese keine API bieten. Beide Flow-Typen können miteinander kombiniert werden, um hybride RPA-Szenarien umzusetzen.
Für wen eignet sich die PL-500-Zertifizierung?
Die PL-500 richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler sowie technisch versierte IT-Fachleute, die eigenständig RPA-Lösungen mit Microsoft Power Automate entwickeln. Die Zertifizierung ist bei Unternehmen gefragt, die Microsoft Power Platform im Einsatz haben oder einführen möchten. Auch Quereinsteiger mit technischer Affinität profitieren von dieser Qualifikation.
Kann ich mit Power Automate auch Legacy-Anwendungen automatisieren?
Ja. Power Automate Desktop ermöglicht die UI-Automatisierung von Windows-Anwendungen ohne API-Zugriff — dazu zählen auch veraltete Legacy-Systeme. Per Bildschirmrekording und UI-Selektor-Technologie werden Klick- und Eingabeaktionen aufgezeichnet und automatisiert. Der Kurs behandelt diese Desktop-Flow-Szenarien ausführlich.
Welche Förderung gibt es für diesen Kurs?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern kann der Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden. Weitere Möglichkeiten sind das Qualifizierungschancengesetz oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung. Ein Beratungsgespräch beim Bildungsträger hilft, die passende Förderung für die individuelle Situation zu ermitteln.
Wie viel Erfahrung mit Power Automate brauche ich für diesen Kurs?
Grundlegende Kenntnisse der Power Platform und erste Berührungspunkte mit Cloud Flows sind empfehlenswert. Der Kurs baut auf diesen Grundlagen auf und führt systematisch zu professioneller RPA-Entwicklungskompetenz. Für Einsteiger ohne Vorkenntnisse empfiehlt sich zunächst ein einführender Power-Automate-Kurs.
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