Überblick
Die Wahl der richtigen Projektmanagement-Software entscheidet mitunter darüber, ob ein Team koordiniert oder chaotisch arbeitet. Dieser Kurs richtet sich an alle, die die führenden PM-Tools nicht nur oberflächlich kennen, sondern produktiv und situationsgerecht einsetzen wollen. Von der strukturierten Toolauswahl über die praktische Einrichtung bis hin zur Nutzung von KI-Integrationen wird die gesamte Software-Seite des modernen Projektmanagements abgedeckt.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – PM-Software im Überblick Der Markt für Projektmanagement-Software ist unübersichtlich. Dieses Modul strukturiert das Angebot nach Einsatzszenarien und vermittelt die Kriterien, nach denen Organisationen die Toolauswahl treffen sollten. Eine Landkarte der wichtigsten Tools schafft Orientierung, bevor einzelne Produkte im Detail betrachtet werden.
- Kategorien: klassische PM-Software, agile Boards, Kollaborationsplattformen, All-in-One-Lösungen
- Auswahlkriterien: Teamgröße, Methodik, Integrationsanforderungen, Budget
- Marktüberblick: Kategorisierung der gängigsten Anbieter
- Cloud vs. On-Premise: Entscheidungsrahmen für Unternehmen
- Lizenzmodelle: Pro-User, Flat-Rate, Open-Source-Alternativen
Modul 2 – Jira & Confluence für agile Teams Jira ist das dominierende Tool für Scrum- und Kanban-Teams in der Softwareentwicklung und weit darüber hinaus. Dieses Modul zeigt, wie Projekte und Boards aufgesetzt, Epics und Stories strukturiert und Berichte sinnvoll ausgewertet werden.
- Projekttypen in Jira: Scrum-Board vs. Kanban-Board
- Backlog aufbauen, Sprints planen und Review-Metriken lesen
- Workflows anpassen und Automatisierungsregeln einrichten
- Confluence als Wissensbasis: Seiten, Templates, Verknüpfungen mit Jira
- Jira-Berichte: Burndown-Charts, Velocity, Cumulative Flow Diagram
- Integration mit Slack, GitHub und anderen Entwicklungstools
Modul 3 – MS Project und klassische PM-Software Für plangetriebene Projekte bleibt MS Project in vielen Organisationen das Standardwerkzeug. Das Modul führt von der Einrichtung eines neuen Projekts bis zu komplexen Ressourcenplänen und zeigt, wo MS Project gegenüber modernen Alternativen punktet.
- Projektaufbau: Vorgänge, Meilensteine, Abhängigkeiten
- Gantt-Ansicht und kritischer Pfad in MS Project
- Ressourcenverwaltung: Personen, Gruppen, Material
- Kostenverfolgung und Budgetkontrolle
- Berichte erstellen und als PDF oder PowerPoint exportieren
- Vergleich mit Alternativen: Smartsheet, ProjectLibre
Modul 4 – Flexible Tools: Notion, Airtable, Asana, Monday.com, ClickUp Diese zweite Toolgruppe vereint hochgradig anpassbare Plattformen, die sowohl als einfache Aufgabenverwaltung als auch als vollständige Projektsteuerungssysteme genutzt werden können. Das Modul zeigt die jeweiligen Stärken und typischen Einsatzszenarien.
- Notion als Allrounder: Datenbanken, Wikis und Projektboards kombinieren
- Airtable: relationale Datenstrukturen für Projekte nutzen
- Asana: Aufgabenhierarchien, Timeline und Portfolioansicht
- Monday.com: Automations und Integrations-Ökosystem
- ClickUp: der Versuch, alle Tools in einem zu vereinen
- Entscheidungshilfe: Wann eignet sich welches Tool?
Praxisteil – Einrichten, Migrieren und Berichten In diesem praktischen Block richten die Teilnehmenden unter Anleitung ein echtes Team-Workspace ein, testen eine Migration von einem Tool auf ein anderes und bauen ein Management-Dashboard für unterschiedliche Zielgruppen.
- Jira-Workspace von Grund auf einrichten (Rollen, Permissions, Boards)
- Notion-Datenbank als PM-Tracker aufbauen
- MS-Project-Plan importieren und in einem agilen Tool weiterarbeiten
- Asana-Dashboard für Executive Reporting konfigurieren
- KI-gestützte Zusammenfassung von Meeting-Notizen mit ChatGPT/Claude testen
- Automatisierung: Statuswechsel auslöst Slack-Benachrichtigung in Jira
- Monday.com-Automatisierung für Fristenalarmierung einrichten
- Reporting: Wochen-Statusbericht aus Jira-Daten automatisch erzeugen
- Migrationsprotokoll: Daten von Asana nach Monday.com übertragen
- Lizenzvergleich für ein fiktives 20-Personen-Team durchführen
- KI-Integration testen: Backlog-Priorisierungsvorschlag auswerten
- Abschlusspräsentation: Tool-Empfehlung für einen definierten Anwendungsfall
In der betreuten Vertiefungszeit bearbeiten die Teilnehmenden Aufgaben, die direkt auf ihre eigene Toolumgebung oder ihren aktuellen Arbeitskontext zugeschnitten sind. Fragen zu konkreten Konfigurationsproblemen werden in gemeinsamen Sitzungen besprochen.
Lernziele:
Nach diesem Kurs beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.
- die wichtigsten Kategorien von PM-Software zu benennen und nach Kriterien wie Teamgröße, Methodik und Lizenzmodell zu bewerten
- Jira und Confluence für agile Teams einzurichten, Boards zu konfigurieren und Berichte zu generieren
- MS Project für plangetriebene Vorhaben zu nutzen: Gantt-Pläne erstellen, Ressourcen zuweisen und Fortschritt nachverfolgen
- Notion und Airtable als flexible Alternativen zu klassischen PM-Tools zu nutzen und Datenbanken und Dashboards zu bauen
- Asana, Monday.com und ClickUp in ihren Kernfunktionen zu bedienen und deren Stärken und Schwächen zu vergleichen
- KI-gestützte Features innerhalb von PM-Software produktiv zu verwenden
- Reporting-Dashboards zu erstellen, die den Projektstatus für unterschiedliche Stakeholder transparent machen
- ein Team bei der Migration von einem Tool auf ein anderes anzuleiten
- Make-or-Buy-Entscheidungen für PM-Software auf Basis nachvollziehbarer Kriterien zu treffen
- Lizenzmodelle zu vergleichen und Kosten für unterschiedliche Teamgrößen zu kalkulieren
- PM-Software in verteilten Teams einzurichten und Zugriffsrechte strukturiert zu vergeben
- Integrationen zwischen verschiedenen Tools herzustellen und Workflows zu automatisieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Tool-Kurs richtet sich nicht an Einsteiger ohne jede PM-Erfahrung, sondern an Fachkräfte, die in der Praxis bereits mit Projektarbeit in Berührung gekommen sind und ihre Software-Kompetenz gezielt ausbauen möchten.
- Projektmanager und Koordinatoren, die ihr Toolset aktualisieren wollen
- Product Manager und Product Owner, die mehrere Tools parallel bewerten müssen
- Scrum Master, die ein neues Board-Tool für ihr Team einführen sollen
- IT-affine Teamleiter, die Reporting und Automatisierung ausbauen möchten
- Quereinsteiger in PM-Rollen mit solidem digitalen Hintergrund
Grundlegende digitale Kompetenz und Erfahrung im Umgang mit Browsern, Cloud-Diensten und einfachen Aufgabenlisten sind Voraussetzung. Erste Berührungspunkte mit einem der genannten Tools sind hilfreich. Englischkenntnisse erleichtern die Arbeit mit den teilweise englischsprachigen Benutzeroberflächen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist durchgehend demo- und hands-on-orientiert: Jedes Tool wird live vorgestellt, und im direkten Anschluss erproben die Teilnehmenden die Funktionen in eigenständigen Übungsphasen an ihrem eigenen Rechner. Tutorbegleitete Online-Einheiten ermöglichen eine sofortige Rückmeldung bei Konfigurationsfragen. Vergleiche zwischen Tools erfolgen anhand einheitlicher Aufgabenstellungen, sodass die Unterschiede direkt erfahrbar werden.
Das Seminar ist typischerweise als Vollzeitkurs über etwa drei Wochen konzipiert, kann aber auch im Teilzeitrhythmus absolviert werden. Die Inhalte sind modular aufgebaut, sodass einzelne Tool-Kapitel bei Bedarf intensiver vertieft werden können.
Teilnehmende erhalten nach Kursabschluss eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die erarbeiteten Tool-Kompetenzen benennt. Ergänzend besteht die Möglichkeit, herstellerspezifische Zertifizierungen – etwa Atlassian-Jira-Zertifikate – im Anschluss anzugehen.
Nutzen & Perspektiven
Der unmittelbare Nutzen dieses Kurses liegt in der Zeitersparnis: Wer Tools sicher bedient und die richtigen Automatisierungen kennt, verbringt erheblich weniger Zeit mit administrativem Overhead – und mehr mit der eigentlichen Projektarbeit. Die Fähigkeit, das geeignete Tool für einen bestimmten Kontext auszuwählen und souverän einzuführen, ist in Teams mit wachsender Remote-Arbeit ein echter Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer Aspekt ist die Zukunftssicherheit: KI-Integrationen in PM-Software nehmen rapide zu. Teilnehmende, die bereits heute verstehen, wie KI-gestützte Backlog-Priorisierung, automatisierte Statusberichte oder intelligente Ressourcenvorschläge funktionieren, sind für die Entwicklung der nächsten Jahre bestens vorbereitet. Nicht zuletzt erleichtert die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Tools zu migrieren und unterschiedliche Stakeholder mit passenden Reporting-Ansichten zu versorgen, die interne Positionierung: Wer Führungskräften klare Dashboards liefern und gleichzeitig operativen Teams eine saubere Arbeitsumgebung einrichten kann, gewinnt an Sichtbarkeit und Vertrauen in der eigenen Organisation.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Tools werden im Kurs konkret behandelt?
Im Zentrum stehen Jira mit Confluence, MS Project, Asana, Monday.com, ClickUp, Notion und Airtable. Zusätzlich werden KI-Integrationen in diesen Tools demonstriert – etwa KI-gestützte Backlog-Priorisierung oder automatisierte Statusberichte.
Muss ich alle genannten Tools bereits kennen?
Nein. Jedes Tool wird von Grund auf eingeführt. Der Kurs zeigt sowohl Einstieg als auch fortgeschrittene Nutzung. Ziel ist es, am Ende selbst entscheiden zu können, welches Tool für welchen Kontext am besten geeignet ist.
Wie unterscheidet sich dieser Kurs von einem klassischen PM-Grundlagenkurs?
Dieser Kurs behandelt nicht PM-Methoden, sondern die Software-Ebene: Wie richtet man Tools ein, wie migriert man von einem Tool zum anderen, wie erstellt man Dashboards, und wie nutzt man KI-Automatisierungen? Methodisches PM-Wissen ist ergänzend sinnvoll, aber nicht Kursgegenstand.
Was lerne ich über KI-Integrationen?
Der Kurs zeigt, wie moderne PM-Software KI nutzt – von automatisierten Zusammenfassungen über Risikoanzeigen bis hin zu Chatbot-Assistenten innerhalb von Jira oder Asana. Tools wie ChatGPT und Claude werden als ergänzende Helfer für Projektdokumentation und Statusberichte eingesetzt.
Erhalte ich ein Zertifikat?
Ja. Nach Abschluss wird eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung ausgestellt, die die behandelten Tools und Kompetenzen dokumentiert. Es handelt sich um ein trägerinternes Zertifikat, kein herstellerspezifisches Examen.
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