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Einführung agile Projektmethoden – Kurs

Einführung in agile Projektmethoden mit Fokus auf Scrum und Kanban: Dieser Kurs vermittelt das Framework-Verständnis und die Praxiswerkzeuge für flexible, iterative Projektarbeit.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Der Kurs ist als Vollzeit- und Teilzeitvariante buchbar. Im Vollzeitmodus beläuft sich die Kursdauer auf etwa sechs Wochen. Im Teilzeitmodus kann die Weiterbildung berufsbegleitend absolviert werden. Die betreute Vertiefungszeit ist in beiden Varianten eingeplant. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die erlernten Methoden – Scrum, Kanban, agile Grundlagen – dokumentiert. Je nach Anbieter und Kurspaket kann die Vorbereitung auf externe Scrum-Foundation-Prüfungen enthalten sein. Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Grundlegende Computerkenntnisse und die Bereitschaft, in Gruppenübungen mitzuarbeiten, sind ausreichend. Der Kurs setzt keine PM-Vorkenntnisse voraus und erklärt agile Konzepte von Grund auf. Englischkenntnisse sind hilfreich, da viele Originaltexte (agiles Manifest, Scrum Guide) auf Englisch… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Agile Projektarbeit ist kein Modetrend, sondern eine grundlegende Reaktion auf eine Welt, in der sich Anforderungen schnell ändern und starre Pläne oft überholt sind, bevor sie umgesetzt werden. Dieser Kurs führt kompakt und praxisnah in die agile Denkweise ein und vermittelt die zwei am weitesten verbreiteten agilen Methoden: Scrum und Kanban. Ergänzt durch Werkzeugkenntnisse in MS Project und Excel gibt er Teilnehmenden das Rüstzeug für den Schritt in flexible, iterative Projektarbeit.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 – Agiles Denken und Manifest Der Ausgangspunkt für agiles Arbeiten ist kein Framework, sondern eine Haltung. Dieses Modul klärt, was Agilität wirklich bedeutet, worin sie sich von traditionellem Projektmanagement unterscheidet und warum das agile Manifest trotz seines Alters noch immer relevant ist. Die Teilnehmenden lernen, aus welchen konkreten Problemen der klassischen Softwareentwicklung die agile Bewegung entstanden ist – und welche Konsequenzen das für Planung, Kommunikation und Selbstorganisation hat.

  • Was ist ein Projekt und warum scheitern klassische Projekte so oft?
  • Das Agile Manifest: Entstehungsgeschichte, 4 Werte und 12 Prinzipien
  • Empirische Prozesskontrolle als Grundlage: Transparenz, Überprüfung, Anpassung
  • Agile Mindset vs. Methodik: Was ist der Unterschied?
  • Häufige Missverständnisse über Agilität im Unternehmensalltag
  • Wann ist ein agiler Ansatz sinnvoll, wann lieber nicht?

Modul 2 – Scrum im Detail Scrum ist das meistgenutzte agile Framework weltweit. Es ist schlank und klar in seiner Struktur – aber gerade deshalb wird es oft falsch verstanden oder halbherzig eingeführt. Dieses Modul behandelt das Scrum-Framework mit der Tiefe, die für eine echte Anwendung im Berufsalltag nötig ist: nicht nur die Definitionen, sondern das Warum hinter jeder Regel.

  • Die drei Scrum-Rollen: Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam – und was sie voneinander abgrenzt
  • Artefakte: Product Backlog, Sprint Backlog, Increment
  • Definition of Done: warum sie unverzichtbar ist und wie man sie gemeinsam entwickelt
  • Sprint Planning: Kapazitätsermittlung, Sprint-Ziel, Aufgabenplanung
  • Daily Scrum: Sinn, Struktur und häufige Fehler
  • Sprint Review: Stakeholder einladen, Feedback integrieren, Backlog anpassen
  • Retrospektive: Verbesserungskultur als Kernprinzip von Scrum
  • User Stories schreiben: Format, Akzeptanzkriterien, INVEST-Kriterien

Modul 3 – Backlog-Management und Priorisierungstechniken Ein gut gepflegtes Backlog ist das Herzstück agiler Projekte. Dieses Modul widmet sich ausschließlich der Kunst des Priorisierens und Schätzens – zwei Fähigkeiten, die im Berufsalltag täglich gefragt, aber selten systematisch gelehrt werden.

  • Product Backlog aufbauen: Epics, Features, User Stories, Tasks
  • Priorisierungstechniken: MoSCoW, WSJF, Impact Mapping im Vergleich
  • Agile Schätzmethoden: Story Points, Planning Poker, T-Shirt Sizing
  • Velocity messen und für die Sprint-Planung nutzen
  • Backlog Refinement als regelmäßige Pflicht im Sprint-Rhythmus
  • Umgang mit Stakeholdern, die zu viele Anforderungen auf einmal einbringen

Modul 4 – Kanban und hybride Ansätze Kanban ist nicht nur ein Board – es ist ein System zur kontinuierlichen Flussoptimierung. Wer Kanban wirklich anwendet, misst Durchlaufzeiten, begrenzt parallele Arbeit und erkennt strukturelle Engpässe. Dieses Modul vermittelt Kanban über das visuelle Board hinaus und zeigt, wie Scrum und Kanban im ScrumBan-Hybrid produktiv kombiniert werden.

  • Kanban-Kernprinzipien: Visualisieren, WIP begrenzen, Fluss managen, Feedbackschleifen, kollaborativ verbessern
  • Kanban-Board aufbauen: Spalten, Swimlanes, Tickets, WIP-Limits
  • Flussmetriken: Durchlaufzeit (Lead Time), Zykluszeit (Cycle Time), Cumulative Flow Diagram
  • Kanban für verschiedene Kontexte: Produktentwicklung, IT-Betrieb, Wissensarbeit
  • ScrumBan: Wann und wie kombiniert man beide Ansätze sinnvoll?
  • Skalierung agiler Ansätze: LeSS, SAFe, Nexus im Kurzüberblick

Praxisteil – Methoden anwenden mit MS Project und Excel Dieser Praxisblock verbindet die agilen Methoden mit konkreten Werkzeugen, die in vielen Organisationen bereits vorhanden sind. MS Project und Excel werden als Ergänzung zu digitalen Boards eingesetzt, insbesondere für die Kommunikation mit nicht-agilen Stakeholdern und für hybride Projektumgebungen.

  • Scrum-Board in Excel von Grund auf aufbauen
  • Burndown-Chart in Excel erstellen und aktuell halten
  • Sprint-Velocity über mehrere Sprints in Excel tracken
  • MS Project für die Darstellung eines agilen Projektrahmenplans nutzen
  • Hybrides Reporting: agile Metriken in eine MS-Project-Übersicht einbinden
  • Kanban-Board in Excel simulieren und WIP-Limits einpflegen
  • Fallstudie: agile Projektplanung einer Marketingkampagne
  • Fallstudie: Scrum-Sprint für ein internes Verbesserungsprojekt durchspielen
  • Retrospektiven-Moderation: Methode auswählen, Raum bereiten, Ergebnisse sichern
  • Daily-Scrum-Simulation: häufige Muster und Dysfunktionen erkennen
  • Abschlusspräsentation: agiler Projektplan für ein selbst gewähltes Szenario
  • Peer-Feedback auf Backlog und Sprint-Plan eines anderen Teams

In eigenständigen Übungsphasen vertiefen die Teilnehmenden die Inhalte durch konkrete Aufgaben, die auf ihren jeweiligen Berufskontext zugeschnitten werden können. Die Ergebnisse werden in tutorbegleiteten Online-Einheiten besprochen.

Lernziele:

Nach dieser Weiterbildung beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.

  • die zentralen Werte und Prinzipien des agilen Manifests zu erläutern und auf ihren eigenen Arbeitsalltag zu übertragen
  • klassisches und agiles Projektmanagement trennscharf abzugrenzen und den jeweiligen Anwendungsbereich zu bestimmen
  • das Scrum-Framework vollständig zu beschreiben: Rollen, Artefakte, fünf Zeremonien
  • ein Product Backlog zu strukturieren, User Stories zu schreiben und Prioritäten systematisch zu setzen
  • Sprint-Planungen zu moderieren und den Sprint-Fortschritt mit Burndown-Charts zu verfolgen
  • eine Sprint Retrospektive zu gestalten und Verbesserungsschritte nachvollziehbar festzuhalten
  • Kanban-Boards für unterschiedliche Kontexte (Produkt, Support, Betrieb) einzurichten
  • WIP-Limits zu setzen, Engpässe im Arbeitsfluss zu erkennen und zu beheben
  • Durchlaufzeiten und Zykluszeiten als Kanban-Metriken zu messen und zu interpretieren
  • ScrumBan als hybriden Ansatz zu erklären und typische Einsatzfälle zu benennen
  • MS Project für einfache agile Berichterstattung und hybride Projektpläne zu nutzen
  • agile Methoden in bestehenden, klassisch organisierten Teams einzuführen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Dieser Kurs spricht vor allem zwei Gruppen an: Berufserfahrene aus klassisch-plangetriebenen Umfeldern, die auf agile Arbeitsweisen umstellen wollen, und Einsteiger, die direkt mit einem modernen, flexiblen Methodenset beginnen möchten.

  • Projektmitarbeiter aus klassischen Strukturen (Maschinenbau, Verwaltung, Handel), die agile Methoden kennenlernen wollen
  • Fachkräfte, die in ihre erste Scrum-Master- oder Product-Owner-Rolle wechseln möchten
  • Teamleiter, die ihr Team auf agile Arbeitsweise umstellen sollen, aber noch keine Methodenausbildung haben
  • Berufseinsteiger, die mit einem modernen, iterativen PM-Ansatz starten wollen
  • Interessierte an weiterführenden agilen Zertifizierungen als nächstem Karriereschritt
Voraussetzungen:

Grundlegende Computerkenntnisse und die Bereitschaft, in Gruppenübungen mitzuarbeiten, sind ausreichend. Der Kurs setzt keine PM-Vorkenntnisse voraus und erklärt agile Konzepte von Grund auf. Englischkenntnisse sind hilfreich, da viele Originaltexte (agiles Manifest, Scrum Guide) auf Englisch vorliegen, aber alle Kursinhalte werden auf Deutsch vermittelt.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Lernen agiler Methoden funktioniert am besten durch das Erleben agiler Strukturen. Der Kurs ist selbst nach agilen Prinzipien organisiert: Inhalte werden in klaren Einheiten vermittelt, regelmäßige Feedbackrunden helfen, den eigenen Lernfortschritt zu messen, und eigenständigen Übungsphasen schaffen Raum für eigenverantwortliches Üben. Tutorbegleitete Online-Einheiten ermöglichen unmittelbares Feedback auf Aufgabenergebnisse und Fragen zu spezifischen Methodenfragen.

Der Kurs ist als Vollzeit- und Teilzeitvariante buchbar. Im Vollzeitmodus beläuft sich die Kursdauer auf etwa sechs Wochen. Im Teilzeitmodus kann die Weiterbildung berufsbegleitend absolviert werden. Die betreute Vertiefungszeit ist in beiden Varianten eingeplant.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die erlernten Methoden – Scrum, Kanban, agile Grundlagen – dokumentiert. Je nach Anbieter und Kurspaket kann die Vorbereitung auf externe Scrum-Foundation-Prüfungen enthalten sein.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Agilität ist in der modernen Arbeitswelt kein optionales Add-on mehr, sondern eine Grunderwartung an Fachkräfte in Projekt- und Koordinationsrollen. Wer Scrum und Kanban sicher anwenden kann, ist in fast jeder Branche anschlussfähig – von Softwareunternehmen über mittelständische Industriebetriebe bis hin zu gemeinnützigen Organisationen, die ihre internen Prozesse agiler gestalten wollen. Der praktische Mehrwert liegt auch in der Unmittelbarkeit: Die in diesem Kurs erlernten Techniken – vom Aufbau eines Backlogs bis zur Moderation einer Retrospektive – können direkt nach dem Kurs im Berufsalltag eingesetzt werden. Es sind keine langen Vorlaufzeiten nötig, um erste Verbesserungen sichtbar zu machen. Ein Kanban-Board, das den Arbeitsfluss eines Teams visualisiert, oder eine gut strukturierte Sprint-Retrospektive wirken sofort. Langfristig legt dieser Kurs die Grundlage für weiterführende agile Zertifizierungen. Wer nach dem Abschluss eine formelle Scrum-Master-Zertifizierung oder einen Product-Owner-Kurs anstrebt, startet auf einer soliden methodischen Basis, die das Lernen im Anschlusskurs erheblich erleichtert. Die Investition in den Einstieg zahlt sich direkt in der Qualität der Weiterqualifizierung aus.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Projektmanager/in
  • Scrum Master
  • Product Owner
  • Agile Coach
  • Projektleiter/in

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Schwerpunkt dieses Kurses im Vergleich zu einem PRINCE2-Kurs?

Dieser Kurs ist ausschließlich agil ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen Scrum und Kanban als iterative, anpassungsfähige Arbeitsweisen. PRINCE2 – das strukturierte plangetriebene Framework – ist kein Teil dieses Kurses. Wer beides lernen will, sollte sich einen Kombikurs ansehen.

Welche Zertifizierung erhalte ich?

Nach Kursabschluss erhalten Sie eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Je nach Anbieter kann die Vorbereitung auf Scrum-Foundation-Prüfungen im Kurspaket enthalten sein. Die genaue Prüfungsvorbereitung und etwaige externe Zertifikate sind im Angebot des gewählten Anbieters aufgeführt.

Was ist Planning Poker und warum ist es wichtig?

Planning Poker ist eine Schätzmethode, bei der Teammitglieder gleichzeitig verdeckte Karten mit Aufwandsschätzungen zeigen. So werden Meinungen nicht vorzeitig durch eine lautere Stimme beeinflusst. Das Ergebnis ist eine ehrlichere Konsensfindung über den Aufwand von Backlog-Einträgen.

Warum wird MS Project in einem agilen Kurs gelehrt?

In der Praxis arbeiten viele Unternehmen hybrid: agile Teams berichten an Führungsebenen, die Gantt-Pläne und klassische Meilensteinberichte erwarten. MS Project als Reportingwerkzeug zu kennen, macht Teilnehmende anschlussfähiger an solche gemischten Strukturen.

Für wen ist dieser Kurs weniger geeignet?

Wer bereits aktiv als Scrum Master arbeitet und fortgeschrittene agile Skalierungsframeworks wie SAFe oder LeSS vertiefen will, ist mit einem fortgeschrittenen Kurs besser bedient. Dieser Kurs ist ein klar gekennzeichneter Einstieg – breit, solide und praxisnah, aber kein Expert-Level-Training.