Überblick
Python ist zur meistgenutzten Programmiersprache weltweit aufgestiegen — und das aus guten Gründen: klare Syntax, riesige Community, breites Einsatzfeld von Datenanalyse über Automatisierung bis hin zur KI-Entwicklung. Dieser Kurs richtet sich an Personen, die Python systematisch und von Grund auf erlernen möchten — mit dem Ziel, als Python Developer beruflich einzusteigen und die international anerkannte PCEP-30-02-Zertifizierung des Python Institute zu bestehen. Das Curriculum reicht von den ersten Programmierkonzepten über Datenstrukturen und Steuerlogik bis zu einer offiziellen externen Zertifizierungsprüfung beim Python Institute.
Kursinhalte & Lernziele
Einstieg in die Programmierung mit Python Der Kurs beginnt mit einem sorgfältigen Einstieg in die Programmiersprache Python — ohne Vorannahmen über bestehende Programmiererfahrung. Im ersten Modul werden die konzeptuelle Grundlage und das Python-Ökosystem erklärt: Was ist ein Programm, wie denkt ein Computer, und warum eignet sich Python besonders gut für den Berufseinstieg in die Softwareentwicklung?
- Grundlegende Programmierkonzepte: Algorithmen, Anweisungen und Programmablauf
- Python-Installation, Entwicklungsumgebung (z. B. IDLE, VS Code) und erste Skripte
- Ausgabe mit print(), Kommentare und grundlegende Skriptstruktur
- Variablen, Zuweisungen und Namenskonventionen in Python
- Einführung in den Kursaufbau und Zielsetzung der PCEP-30-02-Zertifizierung
- Überblick über den Einsatz von Python in der Praxis: Scripting, Automatisierung, Datenverarbeitung
Datentypen und Operatoren Python kennt eine Reihe von Datentypen, deren Eigenschaften und Verhalten man gut verstehen muss, um korrekte und effiziente Programme zu schreiben. Dieses Modul behandelt alle Grundtypen, die in der PCEP-Prüfung geprüft werden, anhand konkreter Programmieraufgaben.
- Ganzzahlen (int), Gleitkommazahlen (float) und deren arithmetische Operatoren
- Zeichenketten (str): Erstellung, Indexierung, Slicing und wichtige String-Methoden
- Boolesche Werte (bool) und logische Operatoren (and, or, not)
- Vergleichsoperatoren und deren Einsatz in Bedingungen
- Typkonvertierungen: int(), float(), str() und deren Einsatzszenarien
- Operatorvorrang und das Vermeiden typischer Berechnungsfehler
Steuerstrukturen und Funktionen Das dritte Modul ist das konzeptuelle Herzstück des Kurses: Kontrollfluss und Funktionen sind die Bausteine, mit denen Python-Programme strukturiert und wiederverwendbar gemacht werden. Die Teilnehmenden schreiben schrittweise komplexere Programme, die auf Eingaben reagieren, Entscheidungen treffen und Aufgaben in sauber abgegrenzte Funktionen aufteilen.
- Bedingte Ausführung: if, elif, else und verschachtelte Bedingungen
- Schleifen: while-Schleifen mit Abbruchbedingungen, for-Schleifen über Sequenzen
- Schleifensteuerung: break, continue und pass gezielt einsetzen
- Funktionen definieren: def, Parameter, Standardwerte und Rückgabewerte
- Gültigkeitsbereiche von Variablen: lokale und globale Scope-Regeln
- Rekursion als Konzept — einfache Beispiele und Abgrenzung zur Iteration
Datenstrukturen und Fehlerbehandlung Im vierten Modul stehen die zusammengesetzten Datentypen im Vordergrund — die Strukturen, die in realen Python-Programmen täglich gebraucht werden. Ergänzt wird das Modul durch das Thema Fehlerbehandlung: robuste Programme erkennen Fehler, fangen sie ab und geben sinnvolle Rückmeldungen.
- Listen: Erstellen, Indexieren, Slicing, Methoden (append, insert, remove, sort)
- Dictionaries: Schlüssel-Wert-Paare anlegen, abrufen und bearbeiten
- Tuples: unveränderliche Sequenzen und deren Einsatzszenarien
- Sets: Mengenoperationen und Duplikate entfernen
- Fehlertypen in Python: SyntaxError, TypeError, ValueError, IndexError
- Ausnahmebehandlung mit try, except, else und finally
Praxisaufgaben — Eigenständiges Programmieren trainieren
- Einfacher Taschenrechner mit Benutzerinteraktion und Eingabevalidierung
- Zahlenraten-Spiel mit Schleifenlogik und Eingabeverarbeitung
- Wortfrequenzanalyse: Texteingabe zählen und in einem Dictionary speichern
- Primzahlensieb mit Listenoperationen implementieren
- Kontaktverwaltung als Dictionary mit CRUD-Operationen (anlegen, lesen, ändern, löschen)
- Einfacher CSV-Reader mit der Python Standardbibliothek
- Fehlerrobustes Formular: Eingaben validieren und aussagekräftige Fehlermeldungen ausgeben
- Listensortierung und -filterung mit Bedingungen und List Comprehensions
- Kleine Datenauswertung: Durchschnitt, Maximum, Minimum aus einer Zahlenliste
- Funktionsbibliothek mit Hilffunktionen und sauber benannten Parametern
- Programm mit mehreren Modulen und Import-Struktur aufbauen
- Praxisabschluss: eigenständiges kleines Projekt als Beleg für das PCEP-Kompetenzniveau
Die Praxisprojekte sind so gewählt, dass sie die Lernziele der PCEP-30-02-Prüfung direkt ansprechen und gleichzeitig reale Programmierfähigkeiten aufbauen. Wer alle Aufgaben abgeschlossen hat, hat nicht nur die Prüfungsinhalte verinnerlicht, sondern kann auch in echten Arbeitsumgebungen eigenständig Python einsetzen. Abgerundet wird der Kurs durch eine gezielte Prüfungsvorbereitung: Die Teilnehmenden bearbeiten Musteraufgaben im Format der PCEP-30-02-Prüfung und lernen die Prüfungsstruktur kennen. Die Zertifizierungsprüfung selbst wird extern beim Python Institute abgelegt.
Lernziele:
Nach Abschluss der Weiterbildung verfügen die Teilnehmenden über folgende Kenntnisse und Fähigkeiten.
- Die Grundprinzipien der Programmierung in Python erklären und anwenden
- Mit allen grundlegenden Datentypen (String, Integer, Float, Boolean) sicher umgehen
- Steuerstrukturen (if/elif/else, while, for) korrekt einsetzen
- Eigene Funktionen definieren, Parameter übergeben und Rückgabewerte verarbeiten
- Listen, Dictionaries, Sets und Tupel anlegen, befüllen und effizient nutzen
- Fehler erkennen, abfangen und mit try/except sauber behandeln
- Module aus der Python Standardbibliothek gezielt einsetzen
- Einfache Programme von Anfang bis Ende strukturieren und debuggen
- Den Lernstand gezielt auf die Anforderungen der PCEP-30-02-Prüfung ausrichten
- Nach dem Kurs die externe PCEP-Prüfung beim Python Institute ablegen
- Grundlegende Programmierkompetenz als Basis für Python-Spezialisierungen aufbauen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die in die Python-Entwicklung einsteigen möchten und systematisch und von Grund auf vorgehen wollen.
- Berufseinsteiger ohne Programmiererfahrung, die in der IT Fuß fassen wollen
- Fachkräfte aus anderen Berufsfeldern, die in die Softwareentwicklung wechseln möchten
- Personen mit einem abgebrochenen oder abgeschlossenen Studium, die praxisnahe Programmierqualifikationen anstreben
- IT-nahe Fachkräfte (z. B. Systemadministratoren, Helpdesk), die Python für Automatisierung einsetzen möchten
- Data Analysts im Einstiegsstadium, die Python als Auswertungswerkzeug erlernen wollen
Eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Studium oder ausreichende Berufserfahrung werden vorausgesetzt. Deutsch in Wort und Schrift ist Bedingung; gute Englischkenntnisse sind hilfreich, da technische Dokumentation und die PCEP-Prüfungsunterlagen auf Englisch vorliegen. Solide PC-Kenntnisse sind erforderlich — Teilnehmende sollten sicher mit dem Betriebssystem und dem Browser umgehen können. Vorkenntnisse in der Python-Programmierung sind von Vorteil, aber ausdrücklich keine Bedingung; der Kurs startet bei den absoluten Grundlagen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt: Live-Online-Einheiten mit direkter Instruktion wechseln sich mit eigenständigen Programmieraufgaben ab. Jede neue Sprachkonstruktion wird durch kleinere Aufgaben sofort vertieft, bevor komplexere Programme entstehen. Die Lernplattform stellt Übungsaufgaben, Lösungshinweise und Mustercode bereit. Die Prüfungsvorbereitung auf die PCEP-30-02 ist in den letzten Kursabschnitt integriert, sodass Teilnehmende gezielt auf das Prüfungsformat vorbereitet werden.
Der Kurs wird in Vollzeit durchgeführt. Die genaue Gesamtdauer richtet sich nach dem Anbieter und dem aktuellen Kursplan; aktuelle Terminangaben sind direkt bei den Durchführenden erhältlich. Der Umfang ist so gewählt, dass alle prüfungsrelevanten Themengebiete der PCEP-30-02 vollständig behandelt und durch Praxisaufgaben gefestigt werden können.
Nach Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Abschlusszertifikat, das die bestandene interne Abschlussprüfung und die behandelten Lerninhalte dokumentiert. Ergänzend dazu legen die Teilnehmenden die externe PCEP-30-02-Prüfung beim Python Institute ab — einer international anerkannten Herstellerzertifizierung, die die erworbenen Python-Grundkenntnisse unabhängig und objektiv bescheinigt. Die PCEP-30-02-Zertifizierung ist eine offizielle Prüfung des Python Institute, die bei akkreditierten Testcentern abgelegt wird — kein internes Assessment, sondern ein anbieterunabhängiger Leistungsnachweis.
Nutzen & Perspektiven
Python-Kenntnisse zählen in der IT zu den gefragtesten Qualifikationen überhaupt — und das über Jobprofile hinweg: Entwickler, Data Scientists, Systemadministratoren und Automatisierungsspezialisten profitieren gleichermaßen. Wer Python beherrscht, kann Aufgaben automatisieren, Daten auswerten, Werkzeuge bauen und in KI-Projekten mitarbeiten. Dieser Kurs legt den Grundstein für all das — strukturiert, von Anfang an, mit direktem Bezug zur PCEP-30-02-Zertifizierungsprüfung. Das PCEP-Zertifikat des Python Institute ist ein objektiv messbarer Qualifikationsnachweis, den Personalverantwortliche weltweit einordnen können. Als offiziell anerkannte Einstiegszertifizierung für Python öffnet sie Türen zu weiteren Python-Zertifizierungsstufen (PCAP, PCPP) und zeigt, dass die Inhaber die Grundlagen nicht nur belegt, sondern auch bestanden haben. Für Personen, die beruflich umsteigen oder als Entwickler neu einsteigen möchten, ist die Kombination aus systematischem Lernen und abschließender externer Zertifizierung ideal: Man erwirbt nicht nur Wissen, sondern auch einen Nachweis, der unabhängig vom Bildungsträger bewertet werden kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die PCEP-Zertifizierung und wer stellt sie aus?
PCEP steht für Certified Entry-Level Python Programmer und ist eine offizielle Einstiegszertifizierung des Python Institute. Die Prüfung (PCEP-30-02) wird bei akkreditierten Testcentern abgelegt und ist von Arbeitgebern weltweit als objektiver Nachweis von Python-Grundkenntnissen anerkannt.
Brauche ich Programmiervorkenntnisse?
Nein. Der Kurs richtet sich ausdrücklich auch an Personen ohne jegliche Programmiererfahrung. Vorkenntnisse in Python sind willkommen, aber keine Bedingung — der Kurs startet bei den absoluten Grundlagen und baut Schritt für Schritt auf.
Was unterscheidet das PCEP-Zertifikat von einem Teilnahmezertifikat?
Das trägerinterne Teilnahmezertifikat bescheinigt die Kursteilnahme. Die PCEP-30-02-Prüfung des Python Institute ist davon unabhängig: Sie wird extern bei einem akkreditierten Testcenter abgelegt und bewertet die tatsächlichen Python-Kenntnisse anbieterunabhängig und objektiv.
Welche Programmiersprachen oder -themen folgen nach PCEP?
PCEP ist die Einstiegsstufe im Python-Institute-Zertifizierungspfad. Aufbauend darauf gibt es PCAP (Certified Associate) für fortgeschrittene Python-Kenntnisse und PCPP (Certified Professional) für die Profi-Ebene. Außerdem öffnet Python-Grundkompetenz den Weg zu Spezialisierungen in Data Science, Automatisierung und KI-Entwicklung.
Kann ich den Kurs über einen Bildungsgutschein finanzieren?
Ob eine Förderung über die Agentur für Arbeit, das Jobcenter oder andere Träger möglich ist, hängt von den persönlichen Voraussetzungen ab. Auf der Kursdetailseite sind die Fördermöglichkeiten je Angebot ausgewiesen; die zuständige Stelle informiert über individuelle Ansprüche.
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