Überblick
Diese Weiterbildung führt in die Programmiersprache Python ein und verbindet klassische Programmiergrundlagen mit einem aktuellen Arbeitsstil, bei dem KI-Werkzeuge als Sparringspartner beim Schreiben von Code eingesetzt werden, dem sogenannten Vibe Coding. Statt Python isoliert nach Lehrbuch zu pauken, lernen Teilnehmende von Anfang an, wie sich Programmieraufgaben heute im Zusammenspiel mit KI-gestützten Assistenzsystemen lösen lassen, ohne dabei das grundlegende Verständnis für Code zu verlieren.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Python-Grundlagen Der Einstieg vermittelt das Fundament der Sprache Python, verständlich aufbereitet für Menschen ohne Vorerfahrung im Programmieren.
- Installation und Einrichtung der Entwicklungsumgebung
- Datentypen, Variablen und einfache Operatoren
- Bedingungen und Verzweigungen im Programmablauf
- Schleifen zur Wiederholung von Anweisungen
- Aufbau und Aufruf eigener Funktionen
- Arbeiten mit Listen und einfachen Datenstrukturen
Modul 2 – Grundlagen der Softwareentwicklung Über die reine Syntax hinaus vermittelt dieser Block, wie Programmieraufgaben strukturiert angegangen werden, von der Problemanalyse bis zur lauffähigen Lösung.
- Zerlegen von Aufgabenstellungen in kleinere Teilschritte
- Grundlagen der Fehlersuche und des Debuggings
- Lesbarer, nachvollziehbarer Programmierstil
- Umgang mit Kommentaren und Dokumentation im Code
- Testen einfacher Funktionen auf korrektes Verhalten
- Versionierung eigener Codestände als Arbeitsprinzip
Modul 3 – Einführung in Vibe Coding Dieser Themenblock widmet sich dem eigentlichen Kernthema des Kurses: dem Programmieren im engen Zusammenspiel mit KI-gestützten Assistenzsystemen.
- Grundidee und Herkunft des Begriffs Vibe Coding
- Unterschied zwischen klassischem Programmieren und KI-unterstütztem Arbeiten
- Formulierung präziser Anweisungen für KI-Coding-Assistenten
- Iteratives Vorgehen: Vorschlag prüfen, anpassen, weiterentwickeln
- Grenzen und typische Fehlerquellen KI-generierten Codes
- Verantwortung für die Qualität des Endergebnisses trotz KI-Unterstützung
Modul 4 – Von der Idee zur eigenen Anwendung Im letzten inhaltlichen Block wird das bisher Gelernte zusammengeführt, um eigenständig von einer Idee zu einer kleinen, funktionierenden Anwendung zu gelangen.
- Auswahl und Eingrenzung eines eigenen kleinen Projektvorhabens
- Planung des Vorgehens in überschaubaren Arbeitsschritten
- Kombinierter Einsatz von eigenem Code und KI-Unterstützung
- Zusammenführen einzelner Funktionsbausteine zu einer Anwendung
- Prüfen der eigenen Anwendung auf Nachvollziehbarkeit und Funktion
- Präsentation und Erläuterung des eigenen Ergebnisses
Praxisorientierte Vertiefung Der gesamte Kurs ist auf praktisches Arbeiten ausgelegt, mit zahlreichen Übungsaufgaben, die klassisches Programmieren und Vibe Coding direkt miteinander verzahnen.
- Schrittweise Übungsaufgaben zu Datentypen und Kontrollstrukturen
- Kleine Programmieraufgaben zur Vertiefung von Funktionen und Schleifen
- Paarweises Lösen von Aufgaben einmal klassisch, einmal mit KI-Unterstützung
- Vergleich eigener Lösungen mit KI-generierten Vorschlägen
- Übungen zur präzisen Formulierung von Aufgaben für KI-Werkzeuge
- Fehlersuche in vorgegebenem, absichtlich fehlerhaftem Code
- Aufbau eines kleinen Skripts zur Automatisierung einer Alltagsaufgabe
- Iterative Verbesserung eines bestehenden Codestands
- Diskussion von Beispielen gelungener und misslungener KI-Vorschläge
- Arbeiten an einem eigenen kleinen Anwendungsprojekt über mehrere Einheiten hinweg
- Austausch über unterschiedliche Lösungswege innerhalb der Gruppe
- Abschließende Präsentation der eigenen Projektarbeit
Der Kurs macht damit deutlich, dass Vibe Coding kein Ersatz für Grundlagenwissen ist, sondern ein zusätzliches Werkzeug, das nur sinnvoll genutzt werden kann, wenn die grundlegende Logik von Python verstanden wurde. Genau dieses Zusammenspiel steht im Zentrum der Weiterbildung.
Lernziele:
- Grundlegende Python-Syntax, Datentypen und Variablen sicher anwenden
- Kontrollstrukturen wie Bedingungen und Schleifen zur Steuerung von Programmabläufen nutzen
- Einfache Funktionen schreiben und sinnvoll strukturieren
- Grundlegende Datenstrukturen wie Listen und Dictionaries einsetzen
- Fehler im eigenen Code erkennen und systematisch beheben
- Den Ansatz des Vibe Coding verstehen und von klassischem Programmieren abgrenzen
- KI-gestützte Coding-Assistenten sinnvoll zur Unterstützung eigener Programmieraufgaben einsetzen
- Von einer KI vorgeschlagenen Code kritisch prüfen und nachvollziehen können
- Eigene Programmieraufgaben in klar formulierte Anweisungen für KI-Werkzeuge übersetzen
- Kleine eigenständige Python-Anwendungen von der Idee bis zur Umsetzung entwickeln
- Grundprinzipien guter Code-Struktur und Lesbarkeit einordnen
- Die eigene Rolle als Programmierende im Zusammenspiel mit KI-Unterstützung realistisch einschätzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs eignet sich für Personen ohne oder mit sehr geringer Programmiererfahrung, die einen zeitgemäßen Einstieg in die Softwareentwicklung suchen und dabei von Anfang an lernen möchten, wie KI-Werkzeuge das Programmieren heute verändern. Besonders geeignet ist er für alle, die sich beruflich neu orientieren wollen.
- Berufswechsler:innen mit Interesse an Softwareentwicklung und künstlicher Intelligenz
- Arbeitssuchende und Berufsrückkehrer:innen, die einen digitalen Neustart planen
- Studienabbrecher:innen, die eine praxisnahe Alternative zum theorielastigen Studium suchen
- Fachkräfte mit digitalem Interesse, die ihr berufliches Profil erweitern möchten
- Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen, die Grundverständnis für Code und KI-gestütztes Arbeiten aufbauen wollen
Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse im Umgang mit digitalen Werkzeugen sowie Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau, da die Kursinhalte anspruchsvolle Fachbegriffe enthalten. Vorkenntnisse in der Programmierung sind nicht erforderlich, echtes Interesse an Softwareentwicklung und am Umgang mit KI-Werkzeugen ist jedoch hilfreich, um vom praxisnahen Aufbau des Kurses zu profitieren. Ein eigener Computer mit stabiler Internetverbindung wird für die Übungsphasen benötigt.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung findet im Blended-Learning-Format statt und verbindet angeleitete Einheiten mit eigenständigen Übungsphasen, in denen das Gelernte direkt am eigenen Rechner erprobt wird. Klassische Programmierübungen wechseln sich bewusst mit Aufgaben ab, bei denen KI-Coding-Assistenten aktiv einbezogen werden, sodass beide Arbeitsweisen nicht nacheinander, sondern im direkten Vergleich erlebt werden. Der Unterricht ist überwiegend in Vollzeit organisiert, vereinzelt sind auch Teilzeit-Durchläufe möglich.
Der Kurs erstreckt sich über mehrere Wochen und ist überwiegend als Vollzeit-Weiterbildung angelegt, wobei sich einzelne Durchläufe auch in Teilzeit absolvieren lassen. Innerhalb dieses Zeitraums bauen die vier inhaltlichen Module systematisch aufeinander auf, ergänzt durch Praxisphasen für das eigene Abschlussprojekt. Der Aufwand für eigenständiges Üben zwischen den Einheiten variiert je nach individuellem Lerntempo.
Am Ende der Weiterbildung erhalten Teilnehmende ein Zertifikat des Kursanbieters mit dem Titel Python Grundlagen und Vibe Coding. Es handelt sich um eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, kein staatlich anerkanntes Prüfungszeugnis, die jedoch die erworbenen Kenntnisse in Python sowie im Umgang mit KI-gestützten Coding-Werkzeugen dokumentiert und im eigenen Portfolio als Nachweis des praktischen Abschlussprojekts dienen kann.
Nutzen & Perspektiven
Wer heute mit dem Programmieren beginnt, lernt in einem Umfeld, in dem KI-Werkzeuge längst Teil des Alltags vieler Entwicklerinnen und Entwickler sind. Der Kurs greift diese Realität auf, statt sie auszublenden, und vermittelt von Anfang an, wie sich Grundlagenwissen und KI-Unterstützung sinnvoll kombinieren lassen, ohne dass eines das andere ersetzt. Für den beruflichen Neustart ist diese Kombination ein klarer Vorteil: Wer sowohl die Logik hinter Python versteht als auch weiß, wie sich Programmieraufgaben präzise an KI-Werkzeuge übergeben lassen, kann schneller zu brauchbaren Ergebnissen kommen als bei rein klassischem Vorgehen. Das eigene Abschlussprojekt liefert zudem ein konkretes, vorzeigbares Ergebnis für Bewerbungssituationen im IT-Umfeld. Darüber hinaus schärft die Auseinandersetzung mit den Grenzen von KI-generiertem Code das kritische Urteilsvermögen, eine Fähigkeit, die angesichts der zunehmenden Verbreitung KI-gestützter Entwicklungswerkzeuge in vielen IT-Rollen an Bedeutung gewinnt. Wer aus diesem Kurs kommt, versteht nicht nur, wie man Python schreibt, sondern auch, wie man KI-Vorschläge sinnvoll einordnet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was genau ist Vibe Coding?
Vibe Coding bezeichnet einen Arbeitsstil, bei dem Programmieraufgaben eng im Zusammenspiel mit KI-gestützten Coding-Assistenten gelöst werden. Statt jede Zeile klassisch selbst zu schreiben, formuliert man Aufgaben präzise, prüft die Vorschläge der KI und verfeinert sie iterativ.
Muss ich vorher schon programmieren können?
Nein, der Kurs richtet sich ausdrücklich an Personen ohne oder mit sehr geringer Programmiererfahrung und beginnt bei den Python-Grundlagen.
Ersetzt Vibe Coding das Erlernen von Python-Grundlagen?
Nein, im Gegenteil. Der Kurs macht deutlich, dass KI-Unterstützung nur sinnvoll genutzt werden kann, wenn die grundlegende Logik von Python verstanden wird. Deshalb stehen klassische Programmiergrundlagen am Anfang des Kurses.
Gibt es ein eigenes Abschlussprojekt?
Ja, im letzten Kursblock entwickeln Teilnehmende eine eigene kleine Anwendung von der Idee bis zur funktionierenden Umsetzung und präsentieren das Ergebnis.
Wie unterscheidet sich dieser Kurs vom Quereinstieg Python Developer?
Dieser Kurs richtet sich an absolute Programmier-Einsteiger:innen und legt den Schwerpunkt auf Python-Grundlagen in Kombination mit KI-gestütztem Coding. Der Quereinstiegskurs Python Developer geht tiefer in objektorientierte Softwareentwicklung und Datenbankdesign und zielt stärker auf klassische Entwicklerrollen.
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