Überblick
Dieser Lehrgang baut inhaltlich auf dem Foundation-Niveau auf und führt Teilnehmende in die Tiefe: Im Mittelpunkt steht nicht mehr die Grundlagenkenntnis, sondern die vertiefte Anwendung von Projektmanagement-Methoden und insbesondere das DevOps Professional-Zertifikat. Während DevOps Foundation konzeptionelles Verständnis vermittelt, geht DevOps Professional einen entscheidenden Schritt weiter: Es erfordert praktischere Kenntnisse von DevOps-Prozessen, Tools und Kulturveränderungen und richtet sich an Personen, die DevOps nicht nur beschreiben, sondern aktiv mitgestalten möchten. In Kombination mit Scrum, PRINCE2, ITIL 4 und Microsoft-Technologiegrundlagen entsteht ein Lehrgang für ambitionierte IT-Projektkarrieren.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Modulblock vertieft agile Methoden auf Anwendungsebene. Scrum wird nicht mehr nur erklärt, sondern aktiv in simulierten Sprint-Abläufen erlebt. Kanban-Metriken wie Cycle Time, Lead Time und Throughput werden erhoben und zur Prozessoptimierung genutzt. Teilnehmende verstehen, wie agile Teams ihre Leistungsfähigkeit datenbasiert verbessern können.
- Scrum in der Praxis: Sprint-Cadence, Backlog-Refinement, Velocity-Tracking
- Kanban-Metriken und ihre Aussagekraft für die Flussoptimierung
- Kombination von Scrum und Kanban zu einem Scrumban-Ansatz
- Skalierung agiler Methoden in größeren Projekten und Organisationen
- Retrospektiven-Techniken für nachhaltige Teamverbesserung
Der zweite Modulblock behandelt klassisches Projektmanagement auf Vertiefungsebene. PRINCE2 Foundation wird vollständig wiederholt und durch Anwendungsszenarien vertieft; ITIL 4 wird nicht nur als Wissensbasis gelehrt, sondern in Bezug auf konkrete Service-Improvement-Szenarien angewendet. Die Verknüpfung zwischen ITIL 4-Service-Management und DevOps-Praktiken steht im Fokus.
- PRINCE2 Foundation vollständig: Prinzipien, Themen und Prozesse in der Anwendung
- ITIL 4: Service Value System, Practices und ihre Verknüpfung mit DevOps
- Hybrider Ansatz: Wann welche Methode einsetzen, wann kombinieren?
- Risikomanagement in IT-Projekten: Identifikation, Bewertung, Steuerung
- Qualitätssicherung und Änderungsmanagement in der Projektpraxis
Der dritte Modulblock bildet den Kern des Lehrgangs: DevOps Professional. Auf diesem Niveau geht es nicht um das Verstehen von DevOps, sondern um das aktive Gestalten: Wie werden DevOps-Transformationen in Organisationen eingeleitet? Welche technischen und kulturellen Hebel entscheiden über Erfolg und Misserfolg? Wie werden Metriken eingesetzt, um DevOps-Reifegrad und Verbesserungspotenziale zu messen?
- DevOps-Reifegradmodelle und Transformationsstrategien in Organisationen
- Site Reliability Engineering (SRE) als Ergänzung zu DevOps
- Automatisierungsstrategien: Infrastructure as Code, Konfigurationsmanagement, Testautomatisierung
- Monitoring, Observability und Alerting in DevOps-Umgebungen
- DevOps-Metriken: Deployment Frequency, Lead Time for Changes, Change Failure Rate, MTTR
- Sicherheit in DevOps: Grundprinzipien von DevSecOps auf Professional-Niveau
- Kulturwandel und Organisationsveränderung als Voraussetzung für erfolgreiche DevOps-Transformationen
Der vierte Modulblock vertieft technische Microsoft-Kenntnisse auf Projektkoordinationsniveau. Azure-Architekturen werden aus der Perspektive des Projektmanagers betrachtet: Welche Entscheidungen müssen getroffen werden, welche technischen Einschränkungen bestehen, wie kommuniziert man mit dem technischen Team über Azure-Dienste?
- Azure-Architekturen im Überblick: Compute, Storage, Networking, Security
- Azure DevOps als Plattform für Boards, Repos, Pipelines und Test Plans
- Microsoft 365 in der Projektkoordination: Teams, SharePoint, Planner
- Microsoft-Server im Unternehmenseinsatz: Grundkonzepte für Projektverantwortliche
- Cloud-Migrationsprojekte koordinieren: typische Phasen und Herausforderungen
Im begleitenden Praxisteil wenden Teilnehmende alle Methodenblöcke in einem integrierten Projektszenario an und üben gezielt für die DevOps Professional-Prüfung.
- DevOps Professional Musterprüfungen und Szenarienanalyse
- Simuliertes IT-Projekt: Kombination aus PRINCE2-Steuerung und agiler Umsetzung
- DevOps-Transformations-Fallstudie: Analysieren und Verbesserungen ableiten
- Azure DevOps: Sprint-Board einrichten und Pipeline-Grundlagen verstehen
- Metriken erheben und interpretieren: Velocity, Lead Time, Change Failure Rate
- Retrospektive mit professionellen Moderationstechniken durchführen
- ITIL 4 Practice in der Anwendung: Change Enablement und Incident Management
- Kanban-Simulation mit echten Flussmetriken und Optimierungsrunde
- Gruppenübung: DevSecOps-Grundprinzipien auf ein Projektszenario anwenden
- Hybride Methodenwahl begründen und dokumentieren
- Abschlusssimulation: DevOps Professional-Prüfungsformat unter realistischen Bedingungen
- Peer-Feedback zu Projektplänen und DevOps-Transformationsvorschlägen
Der Lehrgang setzt den Schwerpunkt auf Anwendung und Transferfähigkeit: Jede Methode wird nicht nur erklärt, sondern an realitätsnahen Szenarien geübt.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Lehrgangs beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.
- DevOps-Konzepte auf Professional-Niveau anwenden und in reale IT-Betriebsszenarien übertragen
- CI/CD-Pipelines konzeptionell entwerfen und häufige Implementierungsfehler benennen
- Automatisierungspraktiken in Entwicklungs- und Betriebsprozessen einordnen und begründen
- Skalierbarkeits- und Verfügbarkeitsanforderungen im DevOps-Kontext einschätzen
- Scrum-Rahmenwerk auf Teamebene anwenden und agile Metriken interpretieren
- PRINCE2 Foundation-Konzepte in komplexeren Projektszenarien anwenden
- ITIL 4-Practices zur Verbesserung von IT-Service-Prozessen einsetzen
- Kanban-Flussmetriken messen und auf Basis von Daten optimieren
- Microsoft-Azure-Dienste in Architekturentscheidungen einbeziehen
- IT-Projekte in technischen Microsoft-Umgebungen (Azure, M365, Server) koordinieren
- Methoden situativ und begründet kombinieren (hybrider Ansatz)
- sich gezielt auf die DevOps Professional-Zertifizierungsprüfung vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Lehrgang richtet sich an Quereinsteiger und Fachkräfte, die über Foundation-Kenntnisse in Projektmanagement hinausgehen und eine tiefere Methodenkompetenz aufbauen möchten. Besonders geeignet für Personen, die DevOps nicht nur kennen, sondern mitgestalten möchten.
- Quereinsteiger mit ersten Grundlagenkenntnissen in Projektmanagement oder IT, die sich auf Aufbauniveau weiterentwickeln wollen
- IT-Fachkräfte, die Entwicklungs- und Betriebsprozesse aktiv verbessern möchten
- Projektkoordinatoren und -mitarbeitende, die ihre Rolle durch DevOps Professional stärken möchten
- Fachkräfte, die in technischen IT-Projekten koordinierende oder steuernde Aufgaben übernehmen wollen
- Personen, die bereits den Foundation-Lehrgang absolviert haben und ihr Profil ausbauen möchten
Grundlegende Kenntnisse in Projektmanagement (Scrum, PRINCE2 Foundation) und IT sind empfohlen, können aber auch im Rahmen des Lehrgangs erworben werden, wenn er als vollständiger Kurs ohne Vorkenntnisse begonnen wird. Computerkenntnisse und Grundverständnis von Softwareentwicklungsprozessen erleichtern den Einstieg in den DevOps Professional-Teil. Englischkenntnisse auf B1- bis B2-Niveau sind wichtig, da Prüfungsmaterialien und Fachbegriffe überwiegend auf Englisch vorliegen.
Ablauf & Abschluss
Der Lehrgang ist stärker praxisorientiert als ein reiner Foundation-Kurs. Neben Online-Lehrveranstaltungen kommen Planspiele, Tool-Demonstrationen und Fallstudienarbeit zum Einsatz. DevOps Professional-spezifische Themen werden anhand von Transformationszenarien erarbeitet; Metriken werden in Übungsumgebungen erhoben und interpretiert.
Aufgrund der inhaltlichen Tiefe und des Professional-Niveaus der DevOps-Zertifizierung ist mit einer Gesamtdauer von mehreren Wochen bis zu einigen Monaten zu rechnen. Vollzeit- und Teilzeitvarianten stehen zur Verfügung.
Das zentrale Zertifikat dieses Lehrgangs ist DevOps Professional (DevOps Institute), ergänzt durch PRINCE2 Foundation (Axelos) und Scrum Foundation sowie ein trägerinternes Lehrgangszertifikat. DevOps Professional gilt als Nachweis für vertiefte DevOps-Kompetenz und ist bei IT-Arbeitgebern, die aktiv DevOps-Transformationen durchführen, besonders anerkannt.
Nutzen & Perspektiven
DevOps Professional unterscheidet sich von DevOps Foundation dadurch, dass es nicht nur Verständnis, sondern auch praktische Gestaltungskompetenz belegt. Arbeitgeber, die DevOps-Transformationen planen oder durchführen, suchen gezielt nach Mitarbeitenden, die über Foundation-Niveau hinausgehen. Wer dieses Zertifikat in Kombination mit Scrum und PRINCE2 vorweist, ist für eine Vielzahl von Positionen an der Schnittstelle von IT-Projektmanagement und technischem Betrieb qualifiziert. Die Microsoft-Technologiegrundlagen ergänzen das Zertifikatsportfolio um konkretes Werkzeugwissen: Azure DevOps als Plattform für Boards und Pipelines, Microsoft Teams für die Projektkommunikation und Azure-Architekturen als technischer Kontext. In der Praxis bedeutet das, dass Absolvierende mit Entwicklungsteams auf Augenhöhe kommunizieren können, ohne selbst programmieren zu müssen. Für Quereinsteiger mit ambitionierten Karrierezielen ist dieser Lehrgang eine strategisch sinnvolle Investition: Das Professional-Level-Zertifikat signalisiert, dass die Qualifizierung nicht nur zum Einstieg, sondern zur ernsthaften Entwicklung in Richtung IT-Projektleitung oder DevOps-Koordination genutzt wurde. In Kombination mit praxisorientierter Vorbereitung und dem breiten Methodenmix ist dieser Lehrgang eines der vollständigsten Angebote für IT-Quereinsteiger auf dem Weiterbildungsmarkt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen DevOps Foundation und DevOps Professional in diesem Lehrgang?
DevOps Foundation vermittelt konzeptionelles Verständnis: Was ist DevOps, welche Prinzipien und Werkzeuge gibt es? DevOps Professional geht tiefer: Es geht um aktive Mitgestaltung von DevOps-Transformationen, Metriken, Automatisierungsstrategien und Site Reliability Engineering. Professional belegt Anwendungskompetenz, Foundation belegt Grundlagenwissen.
Für wen ist dieser Lehrgang im Vergleich zum Foundation-Lehrgang besser geeignet?
Dieser Lehrgang eignet sich für Personen, die über reine Grundlagenkenntnisse hinausgehen möchten oder die bereits im Foundation-Lehrgang einen soliden Start hatten. Wer DevOps nicht nur verstehen, sondern aktiv mitgestalten will, profitiert vom Professional-Niveau stärker.
Muss ich den Foundation-Lehrgang zuerst absolvieren?
Nicht zwingend, aber empfohlen. Dieser Lehrgang baut inhaltlich auf Foundation-Konzepten auf. Wer noch keine Grundlagenkenntnisse in Scrum, PRINCE2 oder DevOps hat, kann auch ohne Vorkurs beginnen, sollte aber mit einer intensiveren Lernphase am Anfang rechnen.
Welche Berufe kann ich nach diesem Lehrgang anstreben?
Mit DevOps Professional, Scrum und PRINCE2 Foundation qualifizieren sich Absolvierende für Positionen als IT-Projektkoordination, DevOps-Koordination, Scrum Master oder IT-Projektleitung. Das Profil ist besonders attraktiv für Unternehmen, die aktiv DevOps-Transformationen durchführen oder agile und klassische Methoden kombinieren.
Werden Microsoft-Technologien im Kurs gelehrt?
Ja. Microsoft Azure, Azure DevOps, Microsoft 365 und Server-Grundlagen werden als technischer Kontext gelehrt. Ziel ist kein tiefes Administratorenwissen, sondern das Verständnis des technischen Rahmens, in dem IT-Projekte typischerweise stattfinden, damit Projektverantwortliche kompetent mit Entwicklungs- und Betriebsteams kommunizieren können.
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