Überblick
Diese Weiterbildung richtet sich an Berufswechsler:innen, die den Einstieg in die Softwareentwicklung mit Python suchen. Der Kurs behandelt die theoretischen Grundlagen der Softwareentwicklung, Software-Analyse und Software-Design, ebenso wie die konkrete Python-Syntax, und führt von den ersten Programmzeilen bis zur objektorientierten Programmierung mit Datenklassen und Aufzählungstypen.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Grundlagen der Programmierung und Algorithmik Bevor es an die konkrete Sprache Python geht, wird das grundsätzliche Verständnis für Programme, Abläufe und Algorithmen aufgebaut, unabhängig von einer bestimmten Programmiersprache.
- Was ein Programm ist und wie Programmiersprachen grundsätzlich funktionieren
- Visualisierung von Ablaufstrukturen, etwa mittels Flussdiagrammen
- Grundlegende Sprachelemente und einfache Datenstrukturen
- Aufbau und Ablauf einfacher Algorithmen
- Erste Übungen zum algorithmischen Denken ohne konkreten Code
- Einordnung von Python im Vergleich zu anderen verbreiteten Sprachen
Modul 2 – Objektorientierung und Softwareentwurf Dieser Block führt in die Denkweise der Objektorientierung ein, die auch in Python eine zentrale Rolle spielt, und ergänzt sie um grundlegende Entwurfswerkzeuge.
- Sprachelemente, Prinzipien und Techniken der Objektorientierung
- Objektorientierte Analyse (OOA) als erster Schritt der Softwarekonzeption
- Objektorientierter Entwurf (OOD) zur Strukturierung von Lösungen
- Objektorientierte Programmierung (OOP) als Umsetzung des Entwurfs
- Grundlagen des Softwareentwurfs mit UML
- Erstellen einfacher UML-Diagramme zu eigenen kleinen Aufgabenstellungen
Modul 3 – Datenbankgrundlagen für Entwickler:innen Da Python-Anwendungen in der Praxis häufig mit Datenbanken zusammenarbeiten, vermittelt dieser Block das notwendige Grundverständnis für relationale Datenhaltung und Datenverarbeitung.
- Grundprinzipien des Datenbankdesigns
- Normalisierung von Datenbanktabellen
- Beziehungsarten zwischen Tabellen
- Abfragen von Daten mittels DML
- Ändern und Pflegen von Datenbeständen
- Zusammenspiel zwischen Anwendungslogik und Datenverarbeitung
Modul 4 – Python-Sprachgrundlagen und objektorientierte Umsetzung Im Zentrum des Kurses steht die konkrete Umsetzung in Python, von der grundlegenden Syntax bis zu fortgeschrittenen objektorientierten Konzepten, die für die Sprache charakteristisch sind.
- Datentypen, Variablen und Operatoren in Python
- Kontrollstrukturen: Verzweigungen und Schleifen
- Prozeduren und Funktionen für wiederverwendbaren, nicht-redundanten Code
- Klassen, Objekte, Konstruktor und Methoden
- Datenkapselung, Vererbung und Polymorphie
- Operator-Überladung, Datenklassen, Enumerations sowie Umgang mit Fehlern und Ausnahmen
Praxisorientierte Vertiefung Über die vier inhaltlichen Blöcke hinaus bietet der Kurs zahlreiche Gelegenheiten, das theoretische Wissen in eigenem Python-Code zu erproben.
- Schreiben erster kleiner eigenständiger Python-Programme
- Schrittweiser Aufbau komplexerer Klassenstrukturen
- Übungen zur korrekten Anwendung von Vererbung und Polymorphie
- Einsatz von Datenklassen für strukturierte Datenobjekte
- Arbeiten mit Enumerations für klar definierte Wertebereiche
- Kontrolliertes Abfangen und Behandeln von Fehlern und Ausnahmen
- Umsetzung kleiner UML-Entwürfe in lauffähigen Python-Code
- Übungsaufgaben zu Datenbankabfragen mit DML
- Zusammenführen von Python-Anwendungslogik und Datenverarbeitung
- Fehlersuche in vorgegebenem Beispielcode
- Schrittweise Erweiterung eines kleinen Übungsprojekts über mehrere Einheiten
- Abschließende Zusammenführung aller Bausteine in einer kleinen eigenständigen Anwendung
Der Aufbau des Kurses folgt bewusst der Logik vom Allgemeinen zum Speziellen: Erst das grundsätzliche Verständnis für Programme und Objektorientierung, dann die konkrete Umsetzung in Python mit ihren charakteristischen Sprachmitteln wie Datenklassen und Operator-Überladung.
Lernziele:
- Grundlegende Konzepte von Programmen und Programmiersprachen verstehen und einordnen
- Ablaufstrukturen und Algorithmen visuell darstellen und nachvollziehen
- Grundlegende Sprachelemente und Datenstrukturen sicher anwenden
- Prinzipien der Objektorientierung erläutern und in eigenem Python-Code umsetzen
- Objektorientierte Analyse, Entwurf und Programmierung im Zusammenhang begreifen
- Softwareentwürfe mit UML lesen und einfache eigene Diagramme erstellen
- Grundlagen des Datenbankdesigns, etwa Normalisierung und Beziehungsarten, anwenden
- Daten mittels DML abfragen und gezielt verändern
- Python-Datentypen, Variablen und Operatoren sicher einsetzen
- Kontrollstrukturen wie Verzweigungen und Schleifen zur Ablaufsteuerung nutzen
- Klassen, Objekte, Konstruktoren und Methoden in Python konzipieren
- Datenkapselung, Vererbung, Polymorphie, Operator-Überladung und Datenklassen anwenden sowie Fehler und Ausnahmen kontrolliert behandeln
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die einen Einstieg in die Programmierung mit Python suchen, ebenso wie an bereits IT-affine Personen, die ihre Kenntnisse in Richtung Softwareentwicklung erweitern möchten. Besonders geeignet ist er für alle, die ihre beruflichen Perspektiven durch eine aktuelle, vielseitig einsetzbare Entwicklerkompetenz ausbauen wollen.
- Berufswechsler:innen ohne bisherige Erfahrung in der Softwareentwicklung
- IT-affine Fachkräfte, die gezielt in die Programmierung einsteigen möchten
- Personen mit erster IT-Berufserfahrung, die sich in Richtung Python-Entwicklung spezialisieren wollen
- Quereinsteiger:innen, die eine strukturierte, aufeinander aufbauende Lernreise suchen
- Fachkräfte, die objektorientiertes Denken und Datenbankgrundlagen gemeinsam erlernen möchten
Vorausgesetzt werden gute Deutschkenntnisse auf B2-Niveau sowie gute Englischkenntnisse, da zahlreiche Entwicklungswerkzeuge und Dokumentationen im Python-Umfeld traditionell auf Englisch verfasst sind. Der Kurs erfordert außerdem eine hohe IT-Affinität sowie erweiterte PC-Kenntnisse, insbesondere einen sicheren Umgang mit Windows, der Ordnerstruktur und der allgemeinen Arbeit mit Dateien. Vorkenntnisse im Programmieren selbst sind nicht erforderlich, da der Kurs bei den Grundlagen beginnt.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im Combined-Learning-Format als Vollzeit-Weiterbildung statt und verbindet angeleitete Theorie-Einheiten mit praktischen Programmierübungen direkt am eigenen Rechner. Die vier Themenblöcke bauen didaktisch aufeinander auf, sodass jede neue Python-Konzeptidee auf zuvor gelegtem Grundlagenwissen aufsetzt. Wiederkehrende Übungsaufgaben sorgen dafür, dass abstrakte Konzepte wie Datenkapselung oder Operator-Überladung in konkretem, selbst geschriebenem Code greifbar werden.
Der Kurs ist als Vollzeit-Weiterbildung konzipiert und erstreckt sich über mehrere Wochen, in denen die vier inhaltlichen Module nacheinander durchlaufen werden. Der intensive Vollzeit-Charakter ermöglicht es, in vergleichsweise kompakter Zeit von den Programmiergrundlagen bis zu einer objektorientierten Python-Anwendung mit Datenklassen zu gelangen. Zwischen den Theorieeinheiten ist ausreichend Zeit für eigenständiges Üben am Code eingeplant.
Am Ende der Weiterbildung erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine Teilnahmebescheinigung, die die erfolgreich absolvierten Kursinhalte zur Python-Entwicklung dokumentiert. Es handelt sich um keinen staatlich anerkannten Abschluss, sondern um einen qualifizierten Nachweis der erworbenen Programmierkenntnisse, der im Bewerbungsprozess für Entwicklerstellen als Beleg für die absolvierte Weiterbildung dient.
Nutzen & Perspektiven
Python zählt zu den am schnellsten wachsenden Programmiersprachen weltweit und wird von Webentwicklung über Datenverarbeitung bis zu Backend-Systemen in einer enormen Bandbreite von Projekten eingesetzt. Wer als Quereinsteiger:in einen fundierten Einstieg in diese Sprache findet, eröffnet sich damit Zugang zu einem besonders breiten Arbeitsmarktsegment innerhalb der Softwareentwicklung. Der konsequente Aufbau vom algorithmischen Grundverständnis über die Objektorientierung bis zu fortgeschrittenen Python-spezifischen Konzepten wie Datenklassen und Operator-Überladung sorgt dafür, dass nicht nur Syntax auswendig gelernt, sondern echtes Verständnis für Softwarearchitektur aufgebaut wird. Dieses Verständnis reicht über reines Grundlagenwissen hinaus und bereitet auf reale Entwickleraufgaben vor. Die zusätzliche Einführung in Datenbankgrundlagen schließt eine Lücke, die bei reinen Sprachkursen oft offenbleibt: Da praktisch jede reale Python-Anwendung mit Datenhaltung oder Datenverarbeitung zu tun hat, verlassen Absolventinnen und Absolventen den Kurs mit einem Verständnis, das über isoliertes Sprachwissen hinausgeht und direkt an typische Aufgaben als Backend- oder Anwendungsentwickler:in anschließt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmiererfahrung, um einzusteigen?
Nein, der Kurs ist als Quereinstieg konzipiert und beginnt mit den Grundlagen von Programmen und Algorithmen, bevor es zur konkreten Python-Syntax geht.
Was sind Datenklassen und Enumerations, und werden sie im Kurs behandelt?
Ja, im vierten Modul lernen Sie neben klassischen objektorientierten Konzepten auch Python-spezifische Sprachmittel wie Datenklassen für strukturierte Datenobjekte und Enumerations für klar definierte Wertebereiche.
Was unterscheidet diesen Kurs vom Quereinstiegskurs Java SE Developer?
Beide Kurse folgen einem ähnlichen didaktischen Aufbau von Algorithmik über Objektorientierung bis zur Sprachpraxis, unterscheiden sich aber in der konkreten Zielsprache: Python mit Datenklassen und Operator-Überladung versus Java SE mit Interfaces und Exceptions.
Was unterscheidet diesen Kurs von Python Grundlagen und Vibe Coding?
Dieser Quereinstiegskurs geht deutlich tiefer in klassische Softwareentwicklung, mit UML-Entwurf, Datenbankdesign und fortgeschrittener Objektorientierung, und richtet sich stärker auf klassische Entwicklerrollen. Der Vibe-Coding-Kurs kombiniert Python-Grundlagen dagegen bewusst mit KI-gestütztem Programmieren.
Welcher Abschluss erwartet mich am Ende?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine Teilnahmebescheinigung über die absolvierten Python-Kursinhalte, kein staatlich anerkanntes Prüfungszeugnis.
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