Überblick
Diese Weiterbildung bereitet gezielt auf die Module moderner Programmiersprachen wie Python, Java, C++, C#, PHP oder JavaScript vor und legt dafür ein breites, sprachunabhängiges Fundament. Sie behandelt die theoretischen Grundlagen der Softwareentwicklung, der Software-Analyse und des Software-Designs, der funktionalen und objektorientierten Programmierung sowie der Erstellung und Nutzung von Datenbanken. Statt sofort eine einzelne Sprache zu lernen, verstehen Sie zunächst die Prinzipien, die allen Sprachen gemeinsam sind. Damit verfügen Sie über eine optimale Basis für die anschließende Vertiefung und Spezialisierung. Der Kurs richtet sich an alle, die strukturiert und nachhaltig in die Softwareentwicklung einsteigen möchten.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs vermittelt die Grundlagen, die unabhängig von einer konkreten Sprache gelten, und verbindet die Theorie der Softwareentwicklung mit dem Entwurf von Datenbanken. So entsteht ein Verständnis, das den späteren Einstieg in jede Sprache erleichtert. Den Einstieg bilden die Grundlagen der Programmierung.
- Grundlagen zu Programmen und Programmiersprachen
- Visualisierung von Ablaufstrukturen
- Grundlegende Sprachelemente
- Entwicklung von Algorithmen
Den Kern bildet die Objektorientierung, das prägende Paradigma moderner Sprachen.
- Einführung in die Objektorientierung
- Sprachelemente, Prinzipien und Techniken der Objektorientierung
- Objektorientierte Analyse, Entwurf und Programmierung
- Softwareentwurf mit UML
Einen eigenen Schwerpunkt bildet der Entwurf von Datenbanken.
- Datenbankdesign mit Normalisierung und Beziehungsarten
- Daten abfragen und ändern mit DML
- Schlüssel, Indizes und Sichten
Den Abschluss bilden fortgeschrittene Datenbankthemen.
- Funktionen, Transaktionen und Stored Procedures
- Datenbankereignisse
- Zusammenspiel von Anwendung und Datenbank
Im Verlauf verbinden sich die Themen zu einem stimmigen Bild davon, wie Software entworfen, strukturiert und mit Daten verbunden wird. Ein wichtiger Lerneffekt ist das saubere, vorausschauende Denken: Sie lernen, eine Aufgabe zu analysieren, sie zu modellieren und erst dann umzusetzen. Genau diese Herangehensweise unterscheidet nachhaltige Softwareentwicklung von bloßem Ausprobieren und macht den späteren Einstieg in eine konkrete Sprache deutlich leichter. Damit die Grundlagen nicht abstrakt bleiben, werden sie an durchgehenden Beispielen vertieft, die den Weg von der Idee bis zur datengestützten Anwendung nachzeichnen.
- Analyse einer Aufgabenstellung und Festlegung der Anforderungen
- Entwurf einer Lösung mit Ablaufdiagrammen und einfachen Modellen
- Formulierung von Algorithmen als Grundlage des Programms
- Modellierung von Klassen und ihren Beziehungen mit UML
- Ableitung eines passenden Datenmodells für die Anwendung
- Überführung des Datenmodells in eine normalisierte Datenbankstruktur
- Formulierung von Abfragen und Änderungen mit DML
- Sicherstellung der Datenintegrität über Schlüssel und Beziehungen
- Bündelung wiederkehrender Logik in Funktionen und Stored Procedures
- Zusammenspiel von Anwendung und Datenbank im Überblick
So erleben Sie, dass eine Anwendung weit mehr ist als Code: Sie beruht auf einer durchdachten Analyse, einem klaren Entwurf und einer sauberen Datenbasis. Dieses Gesamtbild ist der eigentliche Wert der Grundlagenausbildung und trägt durch alle späteren Sprachen hindurch.
Lernziele:
- Grundlagen zu Programmen und Programmiersprachen verstehen
- Ablaufstrukturen visualisieren und nachvollziehen
- Grundlegende Sprachelemente erkennen und einordnen
- Algorithmen entwickeln und strukturiert formulieren
- Die Prinzipien der objektorientierten Programmierung verstehen
- Objektorientierte Analyse, Entwurf und Programmierung unterscheiden
- Softwareentwürfe mit UML darstellen
- Datenbanken entwerfen und grundlegend normalisieren
- Daten mit DML abfragen und ändern
- Schlüssel, Indizes und Sichten sinnvoll einsetzen
- Funktionen, Transaktionen und Stored Procedures einordnen
- Eine tragfähige Grundlage für konkrete Programmiersprachen aufbauen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die einen Einstieg in die Programmierung suchen oder bereits in der IT tätig sind und sich weiterentwickeln möchten.
- Quereinsteiger, die strukturiert in die Softwareentwicklung einsteigen wollen
- IT-Beschäftigte, die ihr Profil um Entwicklungskompetenzen erweitern
- Personen mit hoher IT-Affinität und Interesse am Programmieren
- Alle, die ein solides Fundament vor dem Erlernen einer konkreten Sprache aufbauen möchten
Vorausgesetzt werden gute Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 sowie gute Englischkenntnisse, da viele Werkzeuge und Dokumentationen in englischer Sprache vorliegen. Die Weiterbildung erfordert eine hohe IT-Affinität und erweiterte PC-Kenntnisse: Sie sollten sicher mit Windows umgehen, sich in der Ordnerstruktur zurechtfinden und routiniert mit Dateien arbeiten können.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist praxisorientiert und verbindet die Vermittlung der Grundlagen mit Übungen zur Modellierung und zum Datenbankentwurf. Konzepte wie Algorithmen, Objektorientierung und UML werden an Beispielen erarbeitet, sodass sie nicht abstrakt bleiben. Laut den vorliegenden Angebotsdaten wird der Kurs überwiegend als Combined Learning angeboten, also als Mischung aus angeleitetem Unterricht und betreuten Übungsphasen, in der Regel in Vollzeit.
Wegen des breiten Grundlagenspektrums ist die Weiterbildung umfangreicher als ein einzelnes Sprachmodul. Die ausgewerteten Termindaten zeigen überwiegend eine Dauer von mehr als drei Monaten bis zu sechs Monaten in Vollzeit. Im Anschluss lassen sich konkrete Programmiersprachen gezielt und mit deutlich geringerem Aufwand erlernen.
Zum Abschluss erhalten Sie in der Regel ein trägerinternes Zertifikat beziehungsweise eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die behandelten Inhalte ausweist. Eine staatliche Prüfung ist nicht Teil des Kurses; die konkrete Bezeichnung des Nachweises unterscheidet sich je nach Bildungsträger.
Nutzen & Perspektiven
Der Bedarf an Softwareentwicklung ist hoch, und viele Quereinsteiger scheitern weniger an einer einzelnen Sprache als am fehlenden Fundament. Genau hier setzt dieser Kurs an: Wer Algorithmen, Objektorientierung, UML und Datenbanken versteht, kann anschließend jede konkrete Sprache schneller und sicherer erlernen, weil die zugrunde liegenden Prinzipien bereits sitzen. Dieses Fundament ist nachhaltiger als das punktuelle Auswendiglernen einer Syntax und zahlt sich über die gesamte weitere Laufbahn aus. Für den Berufseinstieg ist die Kombination aus Entwicklungs- und Datenbankgrundlagen besonders wertvoll, weil reale Anwendungen fast immer mit Daten arbeiten. Sie verstehen damit nicht nur, wie ein Programm aufgebaut ist, sondern auch, wie es Daten speichert und verarbeitet. Als vorbereitende Weiterbildung eröffnet der Kurs einen strukturierten Weg in die IT und macht aufbauende Spezialisierungen erst richtig erfolgreich. Hinzu kommt, dass der Fachkräftemangel in der IT seit Jahren anhält und Quereinsteiger ausdrücklich willkommen sind, sofern sie ein belastbares Fundament mitbringen. Genau dieses Fundament liefert der Kurs und erhöht damit die Chance, in den anschließenden Sprachmodulen erfolgreich zu sein und den Übergang in eine erste Tätigkeit zu schaffen. Da die Grundlagen sprach- und herstellerunabhängig sind, veralten sie nicht mit einer einzelnen Technologie, sondern bleiben über die gesamte Laufbahn nützlich. Diese Nachhaltigkeit macht die Weiterbildung zu einer Investition, die sich langfristig auszahlt. Für Arbeitsuchende ist der Kurs bei AZAV-zertifizierten Trägern in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar; je nach persönlicher Situation kommen außerdem das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Lerne ich hier eine konkrete Programmiersprache?
Nein, der Kurs ist bewusst sprachunabhängig und vermittelt die Grundlagen, die allen modernen Sprachen gemeinsam sind. Er bereitet auf die anschließenden Module konkreter Sprachen wie Python, Java, C++, C#, PHP oder JavaScript vor.
Welche Themen werden behandelt?
Grundlagen zu Programmen und Programmiersprachen, Ablaufstrukturen und Algorithmen, die objektorientierte Programmierung mit OOA, OOD und OOP, der Softwareentwurf mit UML sowie Datenbankdesign mit Normalisierung, DML, Schlüsseln, Indizes, Sichten, Transaktionen und Stored Procedures.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
Gute Deutschkenntnisse auf Niveau B2, gute Englischkenntnisse, eine hohe IT-Affinität und erweiterte PC-Kenntnisse mit sicherem Umgang mit Windows, Ordnerstruktur und Dateien.
Warum zuerst die Grundlagen statt direkt eine Sprache?
Weil ein solides Fundament den späteren Einstieg in jede Sprache erheblich erleichtert. Wer Algorithmen, Objektorientierung und Datenbanken versteht, lernt eine konkrete Syntax schneller und nachhaltiger als beim reinen Auswendiglernen.
Ist der Kurs förderbar?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Je nach Situation kommen auch das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Leistungen zur Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht.
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