Überblick
Dieser Kurs verbindet den vollständigen Scrum-Zertifizierungspfad – von den Grundlagen über die Rolle des Product Owners bis zur Rolle des Scrum Masters – mit einem eigenständigen Soft-Skill-Modul zu positivem Durchsetzungsvermögen. Während der Scrum-Teil die methodischen Grundlagen agiler Teamarbeit vermittelt, trainiert das Kommunikationsmodul, wie Anliegen klar, selbstbewusst und ohne Aggressivität vertreten werden können. Die Kombination eignet sich besonders für Personen, die nicht nur agile Methoden beherrschen, sondern sich auch in schwierigen Gesprächssituationen souverän behaupten möchten.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – Positives Durchsetzungsvermögen: Was ist Durchsetzungsvermögen? Dieses Modul klärt die begrifflichen Grundlagen und grenzt Durchsetzungsvermögen von benachbarten Verhaltensweisen ab.
- Unterscheidung von Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen
- Die vier Kommunikationsstile im Überblick
- Merkmale passiven Verhaltens in Gesprächen
- Merkmale aggressiven und passiv-aggressiven Verhaltens
- Kennzeichen eines selbstbewussten, positiven Auftretens
- Selbsteinschätzung des eigenen bevorzugten Kommunikationsstils
Modul 2 – Dimensionen der Kommunikation: Hier stehen Zuhörfähigkeiten und die bewusste Steuerung des eigenen Denkens im Mittelpunkt.
- Unterschied zwischen aktivem Zuhören und bloßem Hören
- Aufbau empathischer Zuhörfähigkeiten
- Einsatz offener, klärender und geschlossener Fragen
- Umwandlung negativer Denkmuster in konstruktive Formulierungen
- Erkennen von Missverständnissen im Gespräch
- Feedback konstruktiv formulieren und annehmen
Modul 3 – Körpersprache sagt alles: Dieses Modul vertieft, wie nonverbale Signale Gespräche mitprägen.
- Bewusste Steuerung des eigenen Auftretens
- Grundlagen nonverbaler Kommunikation
- Wirkung des ersten Eindrucks in beruflichen Situationen
- Selbstbewusstes Sprechen unter Anspannung
- Umgang mit Nervosität in herausfordernden Gesprächen
- Abgleich von verbaler und nonverbaler Botschaft
Modul 4 – Umgang mit schwierigen Situationen: Das vierte Kommunikationsmodul überträgt die bisherigen Inhalte auf konkrete Konfliktsituationen.
- Strategien im Umgang mit schwierigen Gesprächspartner:innen
- Aufbau von Vertrauen und Rapport unter Zeitdruck
- Wertschätzender Umgang mit unterschiedlichen Informationsstilen
- Abbau von Kommunikationsbarrieren
- Herstellung von Konsens in strittigen Fragen
- Taktisches Vorgehen bei festgefahrenen Diskussionen
Modul 5 – Scrum Foundation inklusive Zertifizierung: Dieses Modul vermittelt die methodischen Grundlagen von Scrum als Basis für die weiteren Rollenmodule.
- Einführung in agile Projektmanagementmethoden
- Rollen und wiederkehrende Termine im Scrum-Ablauf
- Planung, Schätzung und Überwachung von Sprints
- Fortgeschrittene Scrum-Konzepte im Überblick
- Vorbereitung auf die zugehörige Zertifizierungsprüfung
- Einordnung von Scrum im Vergleich zu anderen Projektmanagement-Ansätzen
Modul 6 – Product Owner inklusive Zertifizierung: Der Product Owner entscheidet über die Produktführung und vertritt die Perspektive der Kundschaft im Team.
- Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Product-Owner-Rolle
- Aufbau und Pflege einer klaren Produktvision
- Priorisierung von Anforderungen im Backlog
- Business Case Tracking im agilen Umfeld
- Kommunikation mit Stakeholdern und Entwicklungsteam
- Tägliche Entscheidungsfindung als Product Owner
Modul 7 – Scrum Master inklusive Zertifizierung: Der Scrum Master fokussiert sich auf die Anwendung agiler Methodik im Team und übernimmt eine moderierende, unterstützende Funktion.
- Agiles Denken als Grundhaltung der Rolle
- Aufgaben und Grenzen der Scrum-Master-Rolle
- Agile Schätzung, Planung, Überwachung und Kontrolle
- Steuerung komplexer Projekte mit mehreren Abhängigkeiten
- Anwendung agiler Methoden im Teamalltag
- Umgang mit Hindernissen im Sprint-Verlauf
Die Verbindung aus Kommunikationstraining und Scrum-Zertifizierungspfad ist bewusst so aufgebaut, dass beide Bereiche sich gegenseitig verstärken: Wer im Team eine Rolle wie Scrum Master oder Product Owner übernimmt, muss Anliegen regelmäßig klar und ohne unnötige Härte vertreten – genau diese Fähigkeit wird in den ersten vier Modulen gezielt trainiert, bevor sie in den Scrum-Rollenmodulen zur Anwendung kommt.
Lernziele:
- Durchsetzungsvermögen von reinem Selbstvertrauen begrifflich unterscheiden
- Die vier grundlegenden Kommunikationsstile erkennen und einordnen
- Passives, aggressives und passiv-aggressives Verhalten von selbstbewusstem Auftreten abgrenzen
- Aktives von passivem Zuhören unterscheiden und im Gespräch anwenden
- Offene, klärende und geschlossene Fragetypen gezielt einsetzen
- Negative Gedankenmuster in konstruktive Denkweisen umwandeln
- Die Wirkung der eigenen Körpersprache im Gespräch bewusst steuern
- Einen überzeugenden ersten Eindruck in beruflichen Situationen erzeugen
- Mit schwierigen Gesprächspartner:innen sachlich und ruhig umgehen
- Vertrauen und Rapport auch in angespannten Situationen aufbauen
- Die Grundlagen von Scrum inklusive Rollen, Ritualen und Planungstechniken anwenden
- Die spezifischen Aufgaben von Product Owner und Scrum Master klar voneinander abgrenzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die sowohl methodisches Scrum-Wissen als auch kommunikative Durchsetzungsfähigkeit für ihre berufliche Rolle benötigen.
- Angehende Scrum Master oder Product Owner, die sich zusätzlich kommunikativ stärken möchten
- Projektmitarbeitende, die in Meetings und Verhandlungen souveräner auftreten wollen
- Teamleiter:innen, die Anliegen klarer und selbstbewusster vertreten möchten
- Personen im Rollenwechsel von Fachkraft zu Führungs- oder Koordinationsaufgabe
- Fachkräfte, die international anerkannte Scrum-Zertifizierungen anstreben
Für den Einstieg sind keine Scrum-Vorkenntnisse notwendig, da die Foundation-Inhalte im Kurs von Grund auf vermittelt werden. Für das Kommunikationsmodul ist die Bereitschaft wichtig, das eigene Gesprächsverhalten in Übungen offen zu analysieren und Feedback anzunehmen. Solide Deutschkenntnisse werden für die Kommunikationsübungen vorausgesetzt, während Englischkenntnisse für die Scrum-Fachbegriffe hilfreich sind.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wechselt zwischen den vier kommunikationsorientierten Modulen und den drei methodischen Scrum-Modulen, die jeweils eigene Schwerpunkte setzen. Die Kommunikationsmodule arbeiten stark mit Rollenspielen und Kleingruppenübungen, in denen das eigene Auftreten unmittelbar erprobt wird. Die Scrum-Module folgen einem stärker theoriegeleiteten Aufbau mit anschließenden Fallbeispielen, sodass beide Themenfelder mit der jeweils passenden Lehrform vermittelt werden.
Der Kurs wird überwiegend in Teilzeit angeboten, teilweise auch in Vollzeit. Insgesamt sind sieben Module enthalten, die sich auf Kommunikationstraining und den dreistufigen Scrum-Zertifizierungspfad verteilen.
Für die Scrum-Module erhalten Teilnehmende jeweils ein international anerkanntes Herstellerzertifikat nach bestandener Prüfung sowie ein Lehrgangszertifikat. Das Kommunikationsmodul zu positivem Durchsetzungsvermögen schließt mit einer Teilnahmebescheinigung ab, die die behandelten Inhalte dokumentiert.
Nutzen & Perspektiven
Die Kombination aus Scrum-Zertifizierungspfad und Kommunikationstraining schließt eine Lücke, die rein methodische Scrum-Kurse häufig offenlassen: Wer als Product Owner oder Scrum Master arbeitet, muss Prioritäten und Entscheidungen im Team immer wieder vertreten – dafür reicht Methodenwissen allein nicht aus. Gerade in Situationen, in denen unterschiedliche Interessen von Fachbereich, Entwicklungsteam und Geschäftsführung aufeinandertreffen, entscheidet oft weniger das fachliche Argument als die Art der Kommunikation darüber, ob ein Vorschlag Gehör findet. Durch das Training zu positivem Durchsetzungsvermögen lernen Teilnehmende, eigene Standpunkte klar zu vertreten, ohne dabei aggressiv oder distanziert zu wirken. Diese Fähigkeit zahlt unmittelbar auf die Moderationsaufgaben eines Scrum Masters und die Priorisierungsentscheidungen eines Product Owners ein. Wer gelernt hat, zwischen den vier Kommunikationsstilen zu unterscheiden und bewusst den eigenen Stil zu steuern, tritt in Sprint-Reviews, Priorisierungsgesprächen und Konfliktsituationen sichtbar souveräner auf. In der Summe entsteht ein Profil, das methodisches Scrum-Wissen mit kommunikativer Stärke verbindet – eine Kombination, die in agilen Teams häufig gesucht wird, weil sie fachliche und zwischenmenschliche Kompetenz gleichermaßen abdeckt. Für den weiteren Karriereweg zahlt sich diese Doppelqualifikation besonders dann aus, wenn aus der reinen Fachrolle perspektivisch eine Koordinations- oder Führungsaufgabe werden soll, in der beide Kompetenzfelder täglich gefragt sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diesen Kurs von einem reinen Scrum-Kurs?
Zusätzlich zum vollständigen Scrum-Zertifizierungspfad enthält der Kurs vier eigenständige Module zu positivem Durchsetzungsvermögen und Kommunikation.
Muss ich vorher schon Scrum kennen?
Nein, die Scrum-Grundlagen werden im Foundation-Modul von Beginn an vermittelt, bevor die weiterführenden Rollenmodule folgen.
Wie werden die Kommunikationsinhalte vermittelt?
Die vier Kommunikationsmodule arbeiten stark mit Rollenspielen und Kleingruppenübungen, in denen das eigene Auftreten direkt erprobt wird.
Welche Zertifikate erhalte ich am Ende?
Für die drei Scrum-Module gibt es jeweils ein Herstellerzertifikat nach bestandener Prüfung sowie ein Lehrgangszertifikat; das Kommunikationsmodul schließt mit einer Teilnahmebescheinigung ab.
Für wen lohnt sich die Kombination besonders?
Für alle, die als Scrum Master oder Product Owner regelmäßig Entscheidungen und Prioritäten im Team vertreten müssen und dafür sowohl Methoden- als auch Kommunikationskompetenz brauchen.
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