Überblick
Viele Projektverantwortliche stehen vor der Frage, ob sie klassische Methoden durch Scrum ersetzen oder beide Welten sinnvoll verbinden sollen. Dieser Kurs gibt darauf eine differenzierte Antwort: Er behandelt Projektmanagement im Kontext des digitalen Wandels — mit dem Schwerpunkt auf hybride Vorgehensmodelle, die klassische Planungslogik und agile Prinzipien situationsgerecht kombinieren. Scrum wird dabei als agiler Kernframework eingeführt und in den breiteren PM-Kontext eingebettet. Ergänzend lernen die Teilnehmenden, wie KI-Werkzeuge auf Basis von AI-900, AIBIZ und GenAIBIZ Projektarbeit datenbasierter und effizienter machen.
Kursinhalte & Lernziele
Projektmanagement im digitalen Wandel Die Digitalisierung stellt klassische Projektmanagement-Methoden vor neue Anforderungen: Anforderungen ändern sich schneller, Stakeholder erwarten mehr Transparenz, und Teams arbeiten über Standorte hinweg. Dieser einführende Block beleuchtet, was sich verändert hat und welche Konsequenzen das für die Methodenwahl hat.
- Treiber des digitalen Wandels und deren Wirkung auf Projekte
- Klassisches Projektmanagement: Stärken, Grenzen und typische Anwendungsfelder
- Agiles Projektmanagement: Wann macht der Wechsel Sinn?
- Hybride Projektmodelle: Grundprinzipien und Abgrenzung von rein agilen Ansätzen
- Methodenwahl nach Projekttyp, Komplexität und Organisationskontext
- Digitale Teams: Besonderheiten und strukturelle Anforderungen im Projektalltag
Scrum als agiler Framework Dieser Block führt Scrum als strukturierten agilen Ansatz ein — mit Blick auf seine Prinzipien, seinen Aufbau und seine praktische Einbettung in moderne Projektorganisationen. Der Unterschied zu anderen agilen Methoden wird ebenso thematisiert wie die Frage, wann Scrum klassische Elemente sinnvoll ergänzt.
- Scrum-Prinzipien: empirisches Prozessmodell, Inspektion und Adaption
- Rollen: Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam — und ihre Schnittmengen mit klassischen PM-Rollen
- Events: Sprint Planning, Daily, Review, Retrospektive als Planungs- und Steuerungsmechanismen
- Artefakte: Product Backlog, Sprint Backlog, Increment — in modernen Organisationen angepasst
- Teamkommunikation und Transparenz: wie Scrum-Events Feedback systematisieren
- Feedbackkultur und kontinuierliche Verbesserung als Managementprinzip
Projektmanagement-Tools im digitalen Kontext Der effiziente Umgang mit Projektmanagement-Software ist heute Voraussetzung für professionelle Projektarbeit — unabhängig davon, ob das Vorhaben klassisch, agil oder hybrid gemanagt wird. Dieser Block behandelt die drei wichtigsten Werkzeuge im Zusammenspiel.
- Jira: agiles Task-Management, Backlog-Pflege und Sprint-Tracking
- Jira: Integration mit klassischen Meilensteinplänen in hybriden Projekten
- MS Project: Zeit- und Ressourcenplanung mit Gantt-Charts und Kritischem Pfad
- MS Project: Hybridplanung — agile Sprints in klassische Projektpläne einbetten
- Excel: Dokumentation, Fortschrittsanalyse und Reporting für Stakeholder
- Excel: Dashboards für Projektcontrolling und KPI-Übersichten erstellen
Künstliche Intelligenz im Projektmanagement KI verändert, wie Projektteams Risiken einschätzen, Ressourcen planen und mit Stakeholdern kommunizieren. Dieser Block gibt einen strukturierten Überblick über relevante KI-Konzepte und zeigt, wie sie in der täglichen Projektarbeit nutzbar gemacht werden — basierend auf den Zertifikatsinhalten AI-900, AIBIZ und GenAIBIZ.
- AI-900: KI-Grundbegriffe — Machine Learning, Sprachmodelle, Cognitive Services
- Predictive Analytics für Projektrisiken und Terminprognosen
- AIBIZ: wirtschaftliche Bewertung von KI-Projekten und strategische Einordnung
- GenAIBIZ: generative KI in Teamprozessen, Kommunikation und Dokumentation
- Automatisierung von Routineaufgaben: Risikolisten, Statusberichte, Fortschrittsprognosen
- Chancen und Grenzen von KI-gestütztem Projektmanagement kritisch einschätzen
Praxisanwendungen In praxisorientierten Fallaufgaben wenden die Teilnehmenden die gelernten Methoden und Tools auf realistische Projektszenarien an. Dabei steht die Methodenwahl — wann klassisch, wann agil, wann hybrid — im Mittelpunkt der Reflexion.
- Methodenentscheid für einen konkreten Projekttyp begründen
- Hybrides Projektmodell für ein Digitalisierungsprojekt entwerfen
- Scrum-Rollen und PM-Rollen in einer Matrixorganisation zuordnen
- Sprint Planning und Meilensteinplan für dasselbe Vorhaben kombinieren
- Jira-Board für ein hybrides Projektteam konfigurieren
- MS Project-Plan mit agilen Sprintzyklen synchronisieren
- Excel-Dashboard für Projektleitung und Steuerungskreis erstellen
- KI-gestützte Risikoanalyse für ein Digitalprojekt durchführen
- Stakeholder-Kommunikation mit generativer KI vereinfachen
- Retrospektive-Ergebnisse in klassische Lessons-Learned-Dokumentation überführen
- Teamkommunikationsplan für ein hybrides Setup entwerfen
- Projektabschlussdokumentation: agile und klassische Elemente kombinieren
Die Teilnehmenden erarbeiten in diesem Abschnitt ein durchgängiges Fallbeispiel, das alle vier Themenbereiche — digitaler Wandel, Scrum, Tools, KI — miteinander verbindet. Das stärkt den Transfer in den eigenen Berufsalltag.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmenden in der Lage, folgende Kompetenzen zu zeigen
- klassische und agile Projektmanagement-Methoden systematisch gegenüberzustellen
- hybride Projektmodelle zu beschreiben und auf konkrete Projektsituationen anzuwenden
- Scrum als agilen Framework zu verstehen und dessen Rollen, Events und Artefakte zu erläutern
- Vor- und Nachteile verschiedener Vorgehensmodelle situationsabhängig abzuwägen
- geeignete Tools (Jira, MS Project, Excel) für hybride Projektumgebungen auszuwählen und einzusetzen
- Teamkommunikation und Transparenz in digitalen Projekten gezielt zu verbessern
- Feedbackkultur und kontinuierliche Verbesserung im Projektalltag zu verankern
- KI-Grundkonzepte im PM-Kontext einzuordnen und wirtschaftlich zu bewerten
- generative KI für Prognosen, Teamprozesse und Kommunikation konkret zu nutzen
- digitale Projekte datenbasiert zu steuern und Entscheidungen besser zu begründen
- agile und klassische Projektergebnisse verständlich gegenüber Stakeholdern zu kommunizieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Personen, die bereits in Projekten arbeiten — gleichgültig ob klassisch oder agil — und sich für hybride Projektansätze im digitalen Umfeld weiterqualifizieren wollen. Besonders angesprochen sind Projektverantwortliche, die Scrum als methodischen Baustein kennenlernen und in ihre bestehende PM-Praxis integrieren möchten.
- Projektleiterinnen und Projektleiter mit klassischem PM-Hintergrund
- Projektassistenzen und Koordinatorinnen, die Verantwortung übernehmen wollen
- Fach- und Führungskräfte, die hybride Projektansätze in ihrer Organisation einführen
- Berufseinsteiger mit Projektmanagement-Interesse und Affinität zur Digitalisierung
- Personen im Karrierewechsel in Richtung Projektmanagement oder Agile Coaching
Erste Erfahrungen in der Projektarbeit — ob in einer klassischen oder digital geprägten Umgebung — helfen dabei, die Inhalte schnell in den eigenen Kontext einzuordnen. Kenntnisse spezifischer PM-Methoden oder Scrum-Grundlagen sind von Vorteil, aber keine zwingende Voraussetzung. Grundlegende PC-Kenntnisse werden erwartet. Vorkenntnisse in Jira, MS Project oder Excel sind nützlich, aber nicht erforderlich.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs nutzt ein Combined-Learning-Format mit einem ausgewogenen Mix aus Lehreinheiten, moderierten Diskussionen und praktischen Fallaufgaben. Die synchronen Phasen sind bewusst für methodische Abwägungen und Diskussionen reserviert: Wann ist welches Vorgehensmodell sinnvoll? Wie lässt sich Scrum in klassisch geprägte Organisationen einbetten? In den selbstgesteuerten Abschnitten vertiefen die Teilnehmenden den Stoff anhand von Szenarien aus der Praxis. Der Kurs wird überwiegend in Teilzeit angeboten; Vollzeitvarianten sind verfügbar.
Der Kurs ist für Teilzeitdurchführung konzipiert; Vollzeitvarianten sind ebenfalls buchbar. Die genaue Laufzeit hängt vom Kursformat und vom individuellen Lerntempo ab. Interessierte sollten beim Anbieter nach aktuellen Startterminen und Kursoptionen fragen.
Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten die Teilnehmenden ein Lehrgangszertifikat. Da die Inhalte von AI-900, AIBIZ und GenAIBIZ integriert sind, kann der Kurs je nach Belegungsform als Vorbereitung auf die entsprechenden Herstellerprüfungen genutzt werden. Das ausgestellte Zertifikat bescheinigt die erworbenen Kompetenzen im Bereich hybrides Projektmanagement, Scrum und digitale PM-Tools.
Nutzen & Perspektiven
In vielen deutschen Unternehmen — besonders im Mittelstand und in Konzernbereichen, die gerade digitale Transformation durchlaufen — suchen Personalabteilungen aktiv nach Projektverantwortlichen, die sowohl klassische Planungskompetenz als auch agile Methoden beherrschen. Genau diesen Brückenschlag bietet dieser Kurs: Die Teilnehmenden lernen nicht, klassisches Projektmanagement zu verwerfen, sondern es intelligent um agile Elemente zu ergänzen. Besonders wertvoll ist das Verständnis für hybride Modelle. Wer erklären kann, warum ein bestimmtes Projekt besser mit einem Wasserfallplan für die Infrastruktur und agilen Sprints für die Softwareentwicklung funktioniert — und das mit Jira und MS Project umsetzen kann — trifft in Bewerbungsgesprächen auf offene Türen. Die Kombination ist auf dem Markt noch seltener als reine Scrum-Kenntnisse. Der KI-Anteil des Kurses ergänzt das PM-Profil um eine Fähigkeit, die mittelfristig zum Standard werden wird: wer versteht, wie KI Risikolisten erstellt, Terminprognosen verbessert und Kommunikationsaufwand reduziert, wird Projekte effizienter führen als Kolleginnen und Kollegen ohne dieses Wissen. Das macht sich in messbaren Projektergebnissen bemerkbar — und wird im nächsten Karriereschritt sichtbar.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich Scrum bereits kennen, um an diesem Kurs teilzunehmen?
Nein. Scrum wird im Kurs von Grund auf eingeführt. Erste Erfahrungen in der Projektarbeit — gleichgültig welcher Art — helfen dabei, die Inhalte schnell einzuordnen, sind aber keine Voraussetzung.
Was versteht man unter hybriden Projektmodellen?
Hybride Projektmodelle kombinieren klassische Planungslogik (z. B. Gantt-Planung, feste Meilensteine) mit agilen Elementen wie Sprints und Backlogs. Sie eignen sich für Projekte, bei denen manche Teile planbar sind und andere flexibel auf Veränderungen reagieren müssen.
Welche Tools werden im Kurs behandelt?
Jira für agiles Task-Management und Sprint-Tracking, MS Project für klassische und hybride Planung sowie Excel für Reporting und Projektcontrolling. Alle drei Tools werden im Zusammenspiel erprobt.
Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in diesem Kurs?
Basierend auf den Inhalten von AI-900, AIBIZ und GenAIBIZ lernen die Teilnehmenden, wie KI Risikoprognosen erstellt, Kommunikationsprozesse vereinfacht und datenbasierte Projektentscheidungen unterstützt. Der Fokus liegt auf praxisnahem Einsatz, nicht auf KI-Entwicklung.
Welches Zertifikat erhalte ich nach dem Kurs?
Nach Abschluss wird ein Lehrgangszertifikat ausgestellt. Da Kursanteile aus AI-900, AIBIZ und GenAIBIZ enthalten sind, kann der Kurs je nach Belegungsform auf die entsprechenden Herstellerprüfungen vorbereiten.
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