Überblick
Python gilt als eine der zugänglichsten Programmiersprachen für den Einstieg in die Softwareentwicklung und wird gleichzeitig in professionellen Umgebungen von Webanwendungen bis Datenverarbeitung eingesetzt. Dieser Kurs vermittelt die Grundlagen der Programmierung mit Python von Grund auf: von der Syntax über Datenstrukturen und Kontrollstrukturen bis zu den Grundprinzipien der objektorientierten Programmierung. Ziel ist es, ein solides Fundament zu schaffen, auf dem sich weiterführende Kenntnisse in der Softwareentwicklung aufbauen lassen.
Kursinhalte & Lernziele
Einstieg in Python: Syntax, Variablen und Datentypen Der Kurs beginnt mit der Installation der Entwicklungsumgebung und den ersten Schritten in der Python-Syntax. Die Teilnehmenden lernen, wie Python-Code aufgebaut ist und welche Grundbausteine jedes Programm benötigt.
- Einrichtung der Entwicklungsumgebung und erste Programmausführung
- Variablen, Zuweisungen und grundlegende Datentypen (Integer, Float, String, Boolean)
- Rechenoperatoren, Vergleichsoperatoren und logische Verknüpfungen
- Typumwandlung zwischen unterschiedlichen Datentypen
- Grundlagen der Kommentierung und Formatierung von Python-Code
- Einführung in die interaktive Python-Konsole zum schnellen Testen von Code
Kontrollstrukturen und Datenstrukturen Dieser Block vermittelt, wie sich Programmabläufe steuern lassen und wie Daten in Python strukturiert gespeichert und verarbeitet werden. Beide Themenfelder bilden das Rückgrat jedes praktischen Python-Programms.
- Bedingte Anweisungen mit if, elif und else
- Schleifenkonstrukte mit for und while zur wiederholten Verarbeitung
- Listen: Erstellen, Durchlaufen, Sortieren und Filtern von Daten
- Dictionaries zur Verwaltung von Schlüssel-Wert-Paaren
- Tupel und Sets als spezialisierte Datenstrukturen
- Verschachtelung von Kontroll- und Datenstrukturen in realistischen Beispielen
Funktionen und objektorientierte Grundlagen Im dritten Block wird der Übergang von einfachen Skripten zu strukturiertem, wiederverwendbarem Code vollzogen. Funktionen und die Grundlagen der objektorientierten Programmierung stehen im Mittelpunkt, da sie die Basis für größere Softwareprojekte bilden.
- Funktionen definieren, Parameter übergeben und Rückgabewerte nutzen
- Geltungsbereiche von Variablen (lokal versus global) verstehen
- Grundprinzipien der objektorientierten Programmierung: Klassen und Objekte
- Attribute und Methoden einer Klasse definieren und verwenden
- Einfache Vererbungsbeziehungen zwischen Klassen aufbauen
- Unterschied zwischen prozeduraler und objektorientierter Herangehensweise
Fehlerbehandlung, Module und praktische Programmierprojekte Der letzte inhaltliche Block verbindet die bisherigen Themen zu vollständigen kleinen Programmen und behandelt, wie sich Fehler im Code kontrolliert abfangen lassen. Die praktischen Übungen bilden den Abschluss der Grundlagenausbildung.
- Ausnahmebehandlung mit try, except und finally
- Einlesen und Verarbeiten von Nutzereingaben über die Konsole
- Einfache Dateioperationen: Lesen und Schreiben von Textdateien
- Einbindung von Standardmodulen und externen Bibliotheken
- Grundlagen der Codequalität: sprechende Namen, Struktur, Lesbarkeit
- Debugging-Techniken zur systematischen Fehlersuche
- Praxisprojekt: ein kleines Konsolenprogramm zur Datenverarbeitung entwickeln
- Praxisprojekt: einfache Verwaltung von Datensätzen mit Listen und Dictionaries
- Praxisprojekt: ein Programm mit mehreren zusammenwirkenden Funktionen strukturieren
- Praxisprojekt: eine einfache Klasse mit mehreren Objekten modellieren
- Praxisprojekt: fehlerhafte Nutzereingaben robust abfangen
- Zusammenführung aller Konzepte in einem abschließenden Übungsprogramm
Die Grundlagenausbildung ist so aufgebaut, dass jeder neue Themenblock auf dem vorherigen aufbaut: Wer Kontrollstrukturen sicher beherrscht, kann sie in Funktionen kapseln, und wer Funktionen versteht, kann sie in objektorientierten Strukturen organisieren. Dieser schrittweise Aufbau spiegelt wider, wie professionelle Python-Entwicklung in der Praxis funktioniert. Am Ende des Kurses können die Teilnehmenden eigenständig kleinere Python-Programme konzipieren, umsetzen und bei Fehlern gezielt nachbessern. Dieses Fundament bildet die Grundlage für vertiefende Themen wie Webentwicklung, Datenanalyse oder Testautomatisierung mit Python.
Lernziele:
- Grundlegende Python-Syntax korrekt lesen, schreiben und interpretieren
- Variablen, Datentypen und Operatoren zielgerichtet einsetzen
- Kontrollstrukturen (Bedingungen, Schleifen) zur Steuerung von Programmabläufen nutzen
- Datenstrukturen wie Listen, Tupel, Dictionaries und Sets sachgerecht auswählen und verwenden
- Funktionen definieren, mit Parametern versehen und wiederverwendbar gestalten
- Grundprinzipien der objektorientierten Programmierung (Klassen, Objekte, Methoden) anwenden
- Fehler im Code systematisch erkennen und mit einfachen Debugging-Techniken beheben
- Ausnahmebehandlung (Exception Handling) zur Absicherung von Programmabläufen einsetzen
- Ein- und Ausgabe von Daten über die Konsole sowie einfache Dateizugriffe umsetzen
- Externe Module und Standardbibliotheken in eigene Programme einbinden
- Eigenständige, kleinere Programme strukturiert von der Idee bis zur Umsetzung entwickeln
- Grundlegende Konventionen für lesbaren, wartbaren Python-Code befolgen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen ohne oder mit sehr geringer Programmiererfahrung, die einen strukturierten Einstieg in die Softwareentwicklung suchen. Python eignet sich aufgrund seiner klaren, gut lesbaren Syntax besonders für den ersten Kontakt mit einer Programmiersprache.
- Personen auf Jobsuche, die sich Richtung IT und Softwareentwicklung umorientieren möchten
- Wiedereinsteigende nach einer Berufspause mit Interesse an technischen Berufen
- Quereinsteigende mit ersten Erfahrungen in angrenzenden IT-Themen
- Berufstätige, die ihre analytischen Aufgaben künftig mit eigenem Code unterstützen möchten
- Personen, die sich auf weiterführende Themen wie Webentwicklung oder Datenanalyse vorbereiten wollen
Vorausgesetzt werden grundlegende Computerkenntnisse sowie gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift. Vorkenntnisse in einer Programmiersprache sind nicht erforderlich, da der Kurs ausdrücklich als Grundlagenkurs konzipiert ist. Ein analytisches Herangehen an Problemstellungen erleichtert den Einstieg.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs kombiniert die Erklärung neuer Konzepte mit unmittelbarem praktischem Ausprobieren am eigenen Rechner. Nach jedem theoretischen Baustein folgen kleine Übungsaufgaben, sodass die Teilnehmenden das Gelernte direkt im Code anwenden, bevor der nächste Themenblock beginnt. Die Praxisprojekte am Ende jedes größeren Abschnitts verknüpfen mehrere Konzepte miteinander.
Die Weiterbildung ist als Vollzeitkurs im Combined-Learning-Format angelegt, das Präsenz- und Online-Anteile miteinander verbindet. Der genaue zeitliche Rahmen richtet sich nach dem gewählten Kurstermin.
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die vermittelten Grundlagen der Python-Programmierung dokumentiert. Es handelt sich um kein Herstellerzertifikat, sondern um den Nachweis einer abgeschlossenen Grundlagenqualifizierung, die als Basis für weiterführende Python- oder Softwareentwicklungs-Themen dient.
Nutzen & Perspektiven
Python zählt in vielen Bereichen der IT-Branche zu den meistgefragten Programmiersprachen, von der klassischen Backend-Entwicklung über Datenanalyse bis zur Automatisierung wiederkehrender Aufgaben. Wer die Grundlagen sicher beherrscht, verfügt über eine Fähigkeit, die sich in zahlreiche fachliche Richtungen weiterentwickeln lässt. Der schrittweise Aufbau des Kurses sorgt dafür, dass auch Personen ohne Programmiererfahrung den Einstieg schaffen: Jedes neue Konzept baut auf bereits Gelerntem auf, sodass keine Wissenslücken entstehen, die spätere Themen erschweren würden. Die konsequente Verbindung von Theorie und praktischen Übungsprojekten stärkt zudem das Verständnis dafür, wie einzelne Sprachelemente im Zusammenspiel funktionieren. Langfristig eröffnet dieses Fundament unterschiedliche berufliche Wege: von der klassischen Softwareentwicklung über datengetriebene Tätigkeiten bis zu unterstützenden Rollen in Projektteams, in denen Grundverständnis für Code zunehmend erwartet wird. Die erworbenen Python-Grundlagen bilden damit einen vielseitig einsetzbaren Baustein für die weitere berufliche Entwicklung im IT-Umfeld.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmiervorkenntnisse für diesen Kurs?
Nein, der Kurs ist als Grundlagenkurs konzipiert und setzt keine Erfahrung mit Programmiersprachen voraus. Grundlegende Computerkenntnisse reichen aus.
Welche Themen werden konkret behandelt?
Der Kurs deckt Python-Syntax, Datentypen, Kontrollstrukturen, Datenstrukturen wie Listen und Dictionaries, Funktionen sowie die Grundlagen der objektorientierten Programmierung ab.
Wie praxisnah ist der Unterricht?
Nach jedem theoretischen Baustein folgen unmittelbare Übungsaufgaben am eigenen Rechner, ergänzt durch mehrere Praxisprojekte, die verschiedene Konzepte miteinander verbinden.
Reichen die Grundlagen für eine Tätigkeit als Softwareentwickler?
Der Kurs legt das Fundament für die weitere Entwicklung, etwa in Richtung Backend-Entwicklung, Webentwicklung oder Datenanalyse. Für eine vollständige berufliche Qualifizierung sind in der Regel weiterführende Kenntnisse notwendig.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Die Weiterbildung ist als Vollzeitmaßnahme im Combined-Learning-Format angelegt, das Präsenz- und Online-Anteile kombiniert.
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