Überblick
Diese Weiterbildung richtet sich an Java-Entwickler, die ihre Kenntnisse konsequent in Richtung serverseitige Web-Programmierung und moderne Backend-Architekturen erweitern möchten. Startend bei bewährten Java-EE-Technologien wie Servlets, JavaServer Pages (JSP) und der JSP Standard Tag Library (JSTL) führt der Kurs schrittweise zu Spring Boot als dem dominierenden Framework für die Entwicklung von Unternehmensanwendungen. Den Abschluss bildet eine Einführung in Microservices-Architekturen, die in heutigen Cloud-nativen Umgebungen unverzichtbar sind. Der Kurs wird als Combined Learning in Vollzeit durchgeführt und dauert typischerweise ein bis drei Monate.
Kursinhalte & Lernziele
Serverseitige Java-Webprogrammierung mit Servlets und JSP: Dieser Einstiegsblock schließt an vorhandene Java-SE-Kenntnisse an und vermittelt die klassischen Technologien der serverseitigen Java-Entwicklung. Teilnehmende verstehen, wie HTTP-Anfragen in Java-Webanwendungen verarbeitet werden, und lernen das Model-View-Controller-Muster praktisch anzuwenden.
- HTTP-Anfragen und Antworten mit Servlets verarbeiten
- JavaServer Pages (JSP) und Expression Language (EL)
- JSP Standard Tag Library (JSTL) einsetzen
- MVC-Muster in Java-Webanwendungen strukturieren
- Session-Management und Cookie-Verarbeitung
- Filter und Listener für querschneidende Aufgaben nutzen
- Security API: Authentifizierung und Autorisierung in Java EE
- Tag Handler entwickeln und wiederverwenden
- JPA: Datenbankzugriff objektorientiert gestalten
Spring Boot — Grundlagen und Konfiguration: Dieser Block führt in das Spring-Ökosystem ein und zeigt, wie moderne Java-Unternehmensanwendungen mit Spring Boot gebaut werden. Besonderer Fokus liegt auf der Konfiguration, dem Spring Container und dem Dependency-Injection-Konzept, das für wartbare und testbare Anwendungen unerlässlich ist.
- Spring Boot CLI und Projekt-Scaffolding
- Spring Container und Bean-Verwaltung
- Dependency Injection und Inversion of Control
- Aspektorientierte Programmierung (AOP) mit Spring
- Scopes in Spring verstehen und anwenden
- Serverstarter und automatische Konfiguration
Spring Boot — Fortgeschrittene Themen und Datenbankanbindung: Aufbauend auf den Grundlagen werden in diesem Block fortgeschrittene Konzepte behandelt. Teilnehmende lernen, RESTful APIs zu entwickeln, JSON-Daten zu serialisieren und Template Engines für die Seitengenerierung einzusetzen. Die Integration von JPA in Spring-Anwendungen ermöglicht strukturierte Datenbankabfragen.
- JSON-Serialisierung mit Jackson
- Template Engines (z. B. Thymeleaf) für HTML-Ausgaben
- REST-Endpunkte mit Spring MVC entwickeln
- Security in Spring-Anwendungen konfigurieren
- Spring Data JPA für Datenbankoperationen
- Testen von Spring Boot-Anwendungen
Microservices mit Spring Boot: Der abschließende Block führt in die Welt verteilter Systeme und Microservices ein. Teilnehmende verstehen, wie monolithische Anwendungen in eigenständige, skalierbare Dienste aufgeteilt werden, und lernen die wichtigsten Entwurfsmuster und Kommunikationsmechanismen zwischen Microservices kennen.
- Grundprinzipien von Microservices-Architekturen
- Service-Kommunikation mit REST und HTTP
- Einfache Microservices mit Spring Boot erstellen
- Service-Discovery und Lastverteilung im Überblick
- Containerisierung und Deployment-Grundlagen
Praxisblock — Projekte und Übungen
- Entwicklung einer vollständigen Java-Webanwendung mit Servlets und JSP
- Implementierung eines MVC-Projekts mit JSTL und EL
- Aufbau eines Spring Boot-Projekts von Grund auf mit CLI
- Datenbankzugriff via Spring Data JPA in einem eigenen Projekt
- REST-API mit Spring Boot entwickeln und testen
- JSON-basierte Kommunikation zwischen Client und Server implementieren
- Security-Konfiguration einer Spring Boot-Anwendung
- Einfachen Microservice mit Spring Boot erstellen und lokal deployen
- Gruppenübungen zu Dependency Injection und AOP
- Review von Code-Strukturen nach MVC-Muster
- Lösungsvergleiche und Trainer-Feedback zu eigenen Projekten
- Fehleranalyse und Debugging in Spring-Anwendungen
Durch den handlungsorientierten Ansatz mit vielen Übungen wird sichergestellt, dass das erworbene Wissen unmittelbar anwendungsbereit ist. Die Trainer begleiten alle Übungsphasen und geben gezieltes Feedback. Die aufbauende Struktur des Kurses — von Java-EE-Basics über Spring Boot bis zu Microservices — ermöglicht einen lückenlosen Wissenszuwachs ohne unnötige Sprünge. Jedes Modul baut direkt auf dem vorherigen auf.
Lernziele:
Nach Abschluss dieser Weiterbildung verstehen Teilnehmende das Zusammenspiel von Servlets, JSP und JSTL im Java-Web-Ökosystem und können eigene serverseitige Webanwendungen damit umsetzen. Sie beherrschen das Model-View-Controller-Muster und können es in Java-Web-Projekten strukturiert anwenden. Sie kennen den Umgang mit Session Listeners und Filtern zur Steuerung von HTTP-Verarbeitungsprozessen. Die Security-API von Java ermöglicht es ihnen, Zugriffskontrollen und Authentifizierungsmechanismen in Webanwendungen zu implementieren. Teilnehmende können Tag Handler selbst entwickeln und einsetzen, um JSP-Seiten modular und wiederverwendbar zu gestalten. Die Java Persistence API (JPA) wird beherrscht, sodass Datenbankzugriffe objektorientiert und wartungsfreundlich umgesetzt werden können. Spring Boot CLI und der Spring Container sind vertraut, und Teilnehmende wissen, wie sie Applikationen konfigurieren und starten. Dependency Injection und Aspektorientierte Programmierung (AOP) werden verstanden und in eigenen Projekten eingesetzt. Teilnehmende sind in der Lage, Spring Boot-Anwendungen mit JSON-Serialisierung und Template Engines zu bauen. Sie können Microservices-Architekturen konzeptionell beschreiben und einfache Microservices mit Spring Boot entwickeln und bereitstellen. Schließlich sind sie auf die Anforderungen eines professionellen Java-Backend-Entwicklers in modernen Unternehmen vorbereitet.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Java-Entwickler, die bereits solide objektorientierte Programmierkenntnisse in Java SE mitbringen und nun die serverseitige Entwicklung und moderne Backend-Frameworks erlernen möchten. Entwickler, die bisher hauptsächlich Desktop- oder einfache Konsolenapplikationen entwickelt haben, finden in diesem Kurs den idealen Übergang zur professionellen Web- und Enterprise-Entwicklung.
- Java-Programmierer mit Grundkenntnissen in Java SE, die in die Web-Backend-Entwicklung einsteigen
- Quereinsteiger aus anderen Programmiersprachen mit OOP-Kenntnissen und gutem Java-Grundverständnis
- Softwareentwickler, die ihr Portfolio um Spring Boot und Microservices erweitern möchten
- IT-Fachkräfte in Umschulung, die auf Java-Entwicklerrollen im Backend-Bereich abzielen
- Entwickler, die Kenntnisse in serverseitiger Java-Entwicklung für einen Karrierewechsel benötigen
Erforderlich sind fundierte Kenntnisse in der objektorientierten Programmierung mit Java, da der Kurs direkt auf diesen Fähigkeiten aufbaut. Grundlegende HTML-Kenntnisse sind sinnvoll, da Web-Benutzeroberflächen im Unterricht besprochen werden. Gute Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 sind notwendig, da der Unterricht auf Deutsch stattfindet. Da viele Frameworks, Tools und Dokumentationen auf Englisch vorliegen, werden zudem gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. Eine hohe IT-Affinität, erweiterte PC-Kenntnisse und ein sicherer Umgang mit Windows und Dateisystemstrukturen werden ebenfalls erwartet.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Combined Learning in Vollzeit durchgeführt. Präsenzphasen in der Gruppe wechseln mit Online-Selbstlernphasen und betreuten Übungseinheiten ab. Trainer begleiten die Teilnehmenden durch alle Themenblöcke, geben Feedback zu eigenen Projekten und stehen für Rückfragen zur Verfügung. Praktische Programmieraufgaben und Mini-Projekte stehen im Zentrum der Methodik, um den Transfer von Theorie in angewandten Code sicherzustellen.
Die Weiterbildung dauert in der Vollzeitvariante typischerweise ein bis drei Monate. Die genaue Dauer hängt vom gewählten Anbieter sowie vom individuellen Lernplan ab. Ein Beratungsgespräch vor Seminarbeginn hilft, den passenden Umfang und Einstiegszeitpunkt zu bestimmen.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Bildungsträgers. Dieses Zertifikat dokumentiert die erworbenen Kenntnisse in der serverseitigen Java-Entwicklung mit Spring Boot und Microservices.
Nutzen & Perspektiven
Spring Boot hat sich als der De-facto-Standard für Java-Backend-Entwicklung in Unternehmen etabliert. Wer Spring Boot beherrscht, ist für nahezu jede moderne Java-Entwicklerrolle qualifiziert — von mittelständischen Softwarehäusern bis zu internationalen Konzernen. Das Marktwachstum im Bereich cloudnativer Anwendungen sorgt für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Entwicklern mit diesen Fähigkeiten. Der Kurs schlägt gezielt die Brücke zwischen klassischer Java-EE-Entwicklung und modernen Microservices-Architekturen. Teilnehmende erwerben damit ein breites Kompetenzspektrum, das sowohl für die Arbeit in bestehenden Java-EE-Projekten als auch für die Neuentwicklung mit Spring Boot und Cloud-Technologien qualifiziert. Diese Flexibilität erhöht die Einstiegsmöglichkeiten am Arbeitsmarkt erheblich. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Abhängig von der individuellen Situation kommen außerdem Förderungen über das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung (BFD) der Bundeswehr, Rehabilitationsleistungen oder die Deutsche Rentenversicherung in Betracht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse benötige ich für diesen Kurs?
Fundierte objektorientierte Programmierkenntnisse in Java SE sind Pflichtvoraussetzung. Grundlegende HTML-Kenntnisse sind hilfreich. Gute Deutsch- (B2) und Englischkenntnisse werden ebenfalls erwartet, da viele Tools und Dokumentationen auf Englisch sind.
Welche Themen deckt der Kurs ab?
Der Kurs behandelt serverseitige Java-Webprogrammierung mit Servlets, JSP und JSTL, dann Spring Boot mit Dependency Injection, Datenbankzugriff via JPA und Security, und schließlich eine Einführung in Microservices-Architekturen.
Kann ich die Weiterbildung fördern lassen?
Bei AZAV-zertifizierten Anbietern ist eine Förderung über Bildungsgutschein möglich. Daneben kommen das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Rehabilitationsleistungen oder die Deutsche Rentenversicherung in Frage. Eine Beratung vorab wird empfohlen.
Wie lange dauert der Kurs?
In der Vollzeitvariante dauert die Weiterbildung typischerweise ein bis drei Monate. Die genaue Dauer variiert je nach Anbieter und individuellem Lernplan.
Welches Zertifikat erhalte ich?
Teilnehmende erhalten nach Abschluss ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Bildungsträgers. Dieses dokumentiert die Fachkompetenz in der Java-Backend-Entwicklung mit Spring Boot und Microservices.
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- Technomathematik (grundständig)11 Stellen