Überblick
Die Spielebranche zählt zu den kreativwirtschaftlich dynamischsten Sektoren überhaupt — und sie sucht Menschen, die visuell denken, technisch umsetzen und digitale Welten zum Leben erwecken können. Diese Weiterbildung bereitet Sie auf genau diese Anforderungen vor: Sie erlernen den professionellen Umgang mit den wichtigsten Werkzeugen der digitalen Mediengestaltung, von der Bildbearbeitung über Vektorgrafik und interaktive Prototypen bis hin zu Webanimation und JavaScript. Der Lehrgang vermittelt das handwerkliche Fundament, das in Game-Studios, Medienhäusern und Digitalagenturen gleichermaßen gefragt ist.
Kursinhalte & Lernziele
Digitale Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop Photoshop ist das Leitprogramm für die pixelbasierte Bildbearbeitung — ob für Spielegrafiken, Concept Art oder Websitegrafiken. Sie lernen die gesamte Arbeitsoberfläche kennen, verstehen den Umgang mit Ebenen, Masken und Smartobjekten und arbeiten mit professionellen Farbkorrekturtechniken.
- Benutzeroberfläche, Menüs, Bedienfelder und Arbeitsbereich einrichten
- Bildgröße, Auflösung und Farbräume (RGB, CMYK) verstehen und anpassen
- Auswahlen erstellen, verfeinern und mit Alphakanälen arbeiten
- Ebenen, Einstellungsebenen und Ebenenstile gezielt einsetzen
- Masken, Smartobjekte und Bildmontage (Compositing) professionell anwenden
- Bildretusche, Farb- und Tonwertkorrekturen sowie Filter und Effekte
- Ausgabe für digitale Medien und Print; Dateiformate und Exportoptionen
Vektorgrafik und Design mit Adobe Illustrator Illustrator ist das Standard-Werkzeug für skalierbare Grafiken — Icons, UI-Elemente, Logos und Illustrationen entstehen hier ohne Qualitätsverlust in jeder Größe. Sie erarbeiten die Grundlagen des vektoriellen Zeichnens und lernen professionelle Gestaltungstechniken.
- Arbeitsbereich, Werkzeuge, Paletten und Voreinstellungen konfigurieren
- Objekte zeichnen, auswählen, anordnen und mit Pathfinder kombinieren
- Pfade bearbeiten, Verzerrungshüllen und zusammengesetzte Formen erzeugen
- Farbe, Farbverläufe, Transparenz und Füllmethoden gezielt einsetzen
- Pinsel, Grafikstile, Symbole und Effekte für komplexe Illustrationen nutzen
- Text und Typografie, Diagramme, Import und Export für verschiedene Ausgabemedien
Interaktive Prototypen und UX-Design Adobe XD wurde 2023 von Adobe eingestellt. Modernes Prototyping und UX-Design findet heute mit Tools wie Figma oder Penpot statt, die als webbasierte Kollaborationsplattformen den früheren XD-Workflow weitgehend abgelöst haben. Sie lernen, wie digitale Produkte nutzerzentriert konzipiert, strukturiert und in interaktiven Prototypen erlebbar gemacht werden — mit dem Fokus auf die konzeptionellen UX-Prinzipien, die unabhängig vom spezifischen Werkzeug gelten.
- Einführung in Usability Engineering und User Experience
- Grundlagen der Gestaltung, Layout und Corporate Identity
- Konzeption digitaler Produkte: Informationsarchitektur und Nutzerfluss
- Interaktive Prototypen erstellen, testen und mit dem Team teilen
- Modernes Oberflächendesign und Designsysteme
- UX-Werkzeuge im Zusammenspiel mit anderen Kreativ-Anwendungen und Plug-ins
Animation und Bewegtbild mit Adobe Animate sowie Videoproduktion Animate ermöglicht zeitbasierte Inhalte und browserbasierte Animationen — von einfachen Tweens bis zu ActionScript-gesteuerten interaktiven Applikationen. Parallel dazu lernen Sie die Videoproduktion von der Aufnahme bis zum fertigen Schnitt.
- Programmgrundlagen Animate: Zeitleiste, Bibliothek, Filmeinstellungen
- Formen, Symbole, Instanzen und verschiedene Animationsarten (Tween, Frame-by-Frame)
- ActionScript-Grundlagen: Variablen, Datentypen, Filmsteuerung und Bild-/Objektaktionen
- Einbinden von Sound und Video, 3D-Werkzeuge, Exporteinstellungen
- Videoproduktion: Qualitätsmerkmale, Bildgestaltung, Aufnahmetechnik, Licht und Ton
- Videoschnitt mit Adobe Premiere: Materialwandlung, Sequenzen, Voice-Over, Export
- Effekte und Überblendungen mit Adobe After Effects
- Digitale Werbefotografie: Kamera-Einstellungen, Belichtung, Studiofotografie und Postproduktion
Web-Grundlagen und Interaktivität Wer digitale Medien gestaltet, braucht Verständnis für die Plattform, auf der sie ausgespielt werden. Sie lernen HTML, CSS und JavaScript kennen und können einfache interaktive Webseiten selbst strukturieren und gestalten.
- HTML-Grundstruktur, Seitenaufbau, Links, Tabellen, Grafiken und Responsive Layout
- CSS-Selektoren, Klassen, Pseudo-Elemente, Box-Modell und layoutbasiertes Design
- JavaScript-Grundlagen: Variablen, Operatoren, Funktionen, Arrays und Objekte
- DOM-Manipulation: HTML-Elemente dynamisch verändern und animieren
- Formulare entwerfen, auslesen und validieren
- Einführung in AJAX: asynchrone Anfragen und JSON-Datenverarbeitung
- Überblick XML und XML-HTTP-Request-Objekt
Recht und Fotografie Zum professionellen Arbeiten in der Medienbranche gehört Basiswissen im Medienrecht sowie die Fähigkeit, eigenes Bildmaterial zu produzieren. Sie erhalten einen strukturierten Überblick über die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen und erlernen fotografische Grundtechniken.
- Urheberrecht, Markenschutz, Wettbewerbsrecht und Datenschutz nach DSGVO
- Handlungsempfehlungen im rechtlichen Umgang mit Social Media und digitalen Inhalten
- Domainrecht und Medienzivilrecht
- Kameraeinstellungen: Blende, Verschlusszeit, ISO, Weißabgleich und Autofokus
- Bildgestaltung, Lichtführung, Atelier- und Produktfotografie
- Postproduktion fotografischer Werke
Lernziele:
- Professionelle Bildbearbeitung in Adobe Photoshop beherrschen: Ebenen, Masken, Retusche, Farbkorrektur
- Vektorgrafiken und Logos mit Adobe Illustrator erstellen und für verschiedene Ausgabemedien aufbereiten
- Interaktive Prototypen und Benutzeroberflächen mit modernen UX-Werkzeugen wie Figma oder Penpot konzipieren und testen
- Animationen und multimediale Inhalte mit Adobe Animate erzeugen
- Videos aufnehmen, schneiden und mit Adobe Premiere sowie After Effects nachbearbeiten
- Grundlagen des Web mit HTML und CSS umsetzen sowie responsives Layout gestalten
- JavaScript-Grundlagen anwenden und dynamische Interaktionen im Browser erzeugen
- AJAX-Techniken für asynchrone Webkommunikation einsetzen
- Grundprinzipien von Usability und User Experience auf digitale Produkte anwenden
- Rechtliche Rahmenbedingungen im Bereich Medien, Urheberrecht und Datenschutz kennen
- Digitale Werbefotografie verstehen und Bilder für Print und Web aufbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die eine kreative und technische Laufbahn in der digitalen Medienbranche anstreben oder sich als Quereinsteiger für Tätigkeitsfelder in Game-Studios, Werbeagenturen, Medienunternehmen oder als Freelancer qualifizieren möchten.
- Berufseinsteiger mit Interesse an digitalem Design und Mediengestaltung
- Personen, die aus einem anderen Beruf in die Kreativbranche wechseln möchten
- Grafikdesigner und Medienschaffende, die ihre Werkzeugkenntnisse systematisch ausbauen wollen
- Angehende Game Artists, UI-Designer oder Multimedia-Gestalter
- Personen, die einen umfassenden Überblick über die Adobe Creative Suite und Webgrundlagen erlangen möchten
Grundlegende PC-Kenntnisse und eine solide Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift sind Voraussetzung. Vorkenntnisse in Design oder Programmierung sind von Vorteil, jedoch nicht zwingend erforderlich — der Kurs setzt an den Grundlagen an und führt Sie schrittweise an fortgeschrittene Techniken heran. Eine stabile Internetverbindung ist für die Teilnahme am Live-Unterricht erforderlich.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt, das Präsenzphasen mit digitalem Live-Unterricht verbindet. Lernende profitieren von praxisorientierten Übungen, bei denen echte Gestaltungsaufgaben direkt mit den Programmen der Adobe Creative Suite bearbeitet werden. Theorie-Inputs wechseln sich mit angeleiteten Übungsphasen ab; die Lernenden erarbeiten nach und nach ein Portfolio aus eigenen Projekten — von der Bildmontage über einen interaktiven Prototypen bis hin zu einer animierten Websequenz. Der Unterricht findet überwiegend in Vollzeit statt, in einigen Regionen sind auch Teilzeitvarianten verfügbar.
Die Weiterbildung ist auf mehrere Monate angelegt und umfasst umfangreiche Lehreinheiten zu den einzelnen Themenbereichen. Die genaue Kursdauer variiert je nach Anbieter und gewählter Lernform; als Richtwert sind mehrere Monate Vollzeitunterricht zu planen. Jeder Themenblock ist dabei auf etwa vier Wochen ausgelegt und wird in didaktisch aufeinander aufbauenden Einheiten behandelt.
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein trägerinternes Zertifikat sowie international anerkannte Herstellerzertifikate, die Ihre erworbenen Kompetenzen in der Adobe Creative Suite bestätigen. Das Zertifikat dokumentiert Ihre Kenntnisse in Bildbearbeitung, Vektorgrafik, UX-Design, Animation und Webgrundlagen und eignet sich als Nachweis gegenüber zukünftigen Arbeitgebern in der Kreativbranche.
Nutzen & Perspektiven
Die digitale Spielebranche und die Kreativwirtschaft insgesamt suchen nach Menschen mit einem breiten, handwerklich soliden Werkzeugkasten. Wer die wichtigsten Anwendungen der Adobe Creative Suite beherrscht und gleichzeitig die Grundprinzipien von Webentwicklung und Usability versteht, kann in interdisziplinären Teams flexibel eingesetzt werden — als Art Director, Interface-Gestalter, Asset-Produzent oder eigenständiger Freelancer. Durch den modularen Aufbau des Kurses erwerben Sie nicht nur Einzelkenntnisse, sondern ein zusammenhängendes Kompetenzprofil: Sie verstehen, wie Bildmaterial entsteht, wie es animiert und in interaktive Prototypen eingebettet wird, und wie es letztlich auf dem Bildschirm — ob Webseite oder App — zur Geltung kommt. Diese Verbindung von gestalterischem Handwerk, technischer Umsetzung und konzeptionellem Denken ist der eigentliche Mehrwert dieser Qualifizierung. Abgerundet wird das Profil durch solides medienrechtliches Basiswissen und fotografische Grundfertigkeiten — Kompetenzen, die im Berufsalltag regelmäßig gefragt sind, in vielen Ausbildungen aber zu kurz kommen. Sie verlassen den Kurs mit einem belastbaren Portfolio, das Ihre Fähigkeiten auf konkrete Arbeiten stützt, und einem Zertifikat, das Arbeitgebern und Auftraggebern klare Orientierung bietet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Programme stehen im Mittelpunkt der Weiterbildung?
Der Kurs vermittelt fundierte Kenntnisse in Adobe Photoshop, Illustrator, Animate, Premiere und After Effects sowie Webgrundlagen mit HTML, CSS und JavaScript. Für UX-Prototyping wird auf aktuelle Tools wie Figma oder Penpot eingegangen, da Adobe XD 2023 eingestellt wurde.
Ist der Kurs auch für Personen ohne Design-Vorkenntnisse geeignet?
Ja. Der Kurs setzt an den absoluten Grundlagen an und führt die Teilnehmenden schrittweise zu fortgeschrittenen Techniken. Grundlegende PC-Kenntnisse genügen als Ausgangspunkt — kreatives Interesse ist hilfreicher als technisches Vorwissen.
Warum wird Adobe XD nicht mehr als Hauptwerkzeug für UX-Design eingesetzt?
Adobe XD wurde 2023 von Adobe offiziell eingestellt. Als Nachfolger in der UX- und Prototyping-Welt haben sich insbesondere Figma sowie das Open-Source-Werkzeug Penpot etabliert. Die UX-Konzepte und Usability-Prinzipien bleiben dabei dieselben — nur das Werkzeug ändert sich.
Welche Berufsbilder kann ich nach der Weiterbildung anstreben?
Typische Einstiegspositionen sind Game Artist, Mediengestalter Digital und Print, UI/UX Designer, Multimedia Designer oder Motion Designer. Das breit angelegte Kompetenzprofil macht die Absolventen auch für Agenturen und Freelance-Projekte attraktiv.
Wird eine eigene Kamera für den Fotografie-Teil benötigt?
Für den Präsenz-Teil des Fotografie-Workshops (Portraitfotografie, Produktfotografie im Atelier) ist der Zugang zu einer Kamera hilfreich. Im digitalen Lernteil des Kurses werden die relevanten Grundlagen auch ohne eigene Kamera vermittelt. Ihr Anbieter informiert Sie über die konkreten Anforderungen.
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