Überblick
Der Kurs SQL 2016 Database Development — MCSA (Legacy) bereitet Teilnehmende gezielt auf die zwei Prüfungen vor, die zur Microsoft Certified Solutions Associate (MCSA)-Zertifizierung im Bereich SQL Server 2016 führen. Prüfung 761 „Querying Data with Transact-SQL" und Prüfung 762 „Developing SQL Databases" bilden zusammen das Fundament dieser anerkannten Zertifizierung, die international als Beleg für fundierte Datenbankentwicklungs- und Abfragekompetenz gilt. Mit der Einführung von SQL Server 2016 hat Microsoft die Zertifizierungsstruktur überarbeitet und auf die aktuellen Kompetenzen des Microsoft Partner Network abgestimmt, sodass Zertifikatinhaber auch gegenüber Unternehmenskunden einen klar erkennbaren Qualitätsnachweis erbringen können. Die Zertifizierung kann außerdem jährlich durch das Ablegen einer Wahlprüfung erneuert werden, sodass der Status aktiv bleibt.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Querying Data with Transact-SQL (Kurs 761): Dieses Modul vermittelt das gesamte Spektrum von Datenbankabfragen mit Transact-SQL auf SQL Server 2016. Beginnend mit grundlegenden SELECT-Anweisungen bis hin zu komplexen mehrstufigen Joins, Unterabfragen und Common Table Expressions erwerben Teilnehmende das Rüstzeug für professionelle Datenbankarbeit.
- SELECT-Anweisungen und Filteroperatoren (WHERE, BETWEEN, IN, LIKE)
- Aggregatfunktionen und GROUP BY, HAVING
- Joins (INNER, LEFT, RIGHT, CROSS, SELF) und Unterabfragen
- Common Table Expressions (WITH-Klausel) und rekursive Abfragen
- Fensterfunktionen (ROW_NUMBER, RANK, DENSE_RANK, OVER)
- Datenmanipulation mit INSERT, UPDATE, DELETE und MERGE
Modul 2 — Developing SQL Databases (Kurs 762): Der zweite Kursblock legt den Fokus auf die Datenbankentwicklung: Entwurf normalisierter Schemata, Implementierung von Geschäftslogik in Stored Procedures und Triggern sowie Verwaltung von Transaktionen und Sperren. Teilnehmende lernen, wartbare und performante Datenbankobjekte zu erstellen.
- Tabellendesign, Normalisierung und Denormalisierung
- Primär- und Fremdschlüssel, CHECK- und DEFAULT-Constraints
- Stored Procedures, skalare und tabellarische Funktionen
- DML-Trigger und INSTEAD OF-Trigger
- Transaktionsmanagement, COMMIT, ROLLBACK, Savepoints
- Indextypen, Clustered/Non-Clustered Indexes, Columnstore Indexes
Modul 3 — Sicherheit und Administration: Parallel zur Entwicklung erlernen die Teilnehmenden grundlegende Sicherheitskonzepte, die im Prüfungsbereich von SQL 2016 verankert sind. Dazu gehört das Rollenmodell von SQL Server ebenso wie Row-Level Security für granulare Zugriffskontrolle.
- Anmeldungen, Datenbankbenutzer und feste Serverrollen
- Berechtigungsvergabe (GRANT, DENY, REVOKE) auf Objekt- und Schemaebene
- Row-Level Security (RLS) und Dynamic Data Masking
- Backup-Typen (Vollsicherung, differenziell, Transaktionsprotokoll) und Recovery-Modelle
- Automatisierung mit SQL Server Agent und Wartungsplänen
Modul 4 — XML, JSON und erweiterte Datentypen: SQL Server 2016 führte native JSON-Unterstützung ein. Dieses Modul behandelt den Umgang mit semistrukturierten Daten, was sowohl für die Prüfung als auch für die Praxis in modernen Applikationsarchitekturen relevant ist.
- XML-Datentyp, FOR XML und OPENXML
- JSON-Funktionen (FOR JSON, OPENJSON, JSON_VALUE, JSON_QUERY)
- Spatial-Datentypen (GEOGRAPHY, GEOMETRY) im Überblick
- Volltextsuche und Semantiksuche
Praxisblock — Übungsumgebungen und Prüfungsvorbereitung: Dieser Block bildet das Herzstück der Prüfungsvorbereitung. Jeder Teilnehmende erhält Zugang zu zwei Microsoft Original-Lehrgangsunterlagen, zwei virtuellen Übungsumgebungen und Übungsexamen, die den tatsächlichen Prüfungsformaten von Exam 761 und Exam 762 nachempfunden sind.
- Vollständige virtuelle SQL-Server-Laborumgebung für beide Kurse
- Bearbeitete Übungsaufgaben aus allen Prüfungsdomänen
- Zeitgesteuerte Übungsexamen im Prüfungsformat
- Auswertung von Stärken und Schwächen anhand der Übungsergebnisse
- Individuelle Lernplanerstellung basierend auf Vorkenntnissen
- Jobbewerbungsunterstützung und Karriereberatung parallel zur Schulung
- Wiederholung kritischer Prüfungsthemen in Kleingruppen
- Simulation echter Datenbankentwicklungsszenarien
- Fehlersuche und Debugging in SQL-Skripten
- Peer-Coding-Sessions zur Festigung des Gelernten
- Zugang zu Microsoft-Online-Ressourcen und offizieller Dokumentation
- Abschlussbesprechung der Ergebnisse vor der echten Prüfungsanmeldung
Diese strukturierte Vorbereitung gewährleistet, dass Teilnehmende nicht nur die Prüfungen bestehen, sondern das erworbene Wissen direkt in ihrer beruflichen Praxis anwenden können. Die Kombination aus theoretischem Unterricht, Laborarbeit und Prüfungssimulation ist besonders effektiv für Kandidaten, die erstmals eine Microsoft-Zertifizierung ablegen. Das Zertifizierungsprogramm richtet sich an einen breiten Kreis von IT-Fachleuten, die ihre Datenbankkompetenzen international validieren lassen möchten. Absolventen erhalten nicht nur das MCSA-Zertifikat, sondern qualifizieren sich damit auch als Ausgangsbasis für höhere MCSE-Zertifizierungen im Bereich Data Management and Analytics.
Lernziele:
- Grundlegende und fortgeschrittene Transact-SQL-Abfragen formulieren und optimieren
- Gespeicherte Prozeduren, Funktionen und Trigger in SQL Server 2016 entwickeln
- Tabellen, Indizes und Schemata für relationale Datenbanken entwerfen und implementieren
- Transaktionen und Nebenläufigkeit verstehen sowie Sperrmechanismen handhaben
- Abfrageperformance durch Ausführungspläne analysieren und verbessern
- Datenbankintegrität durch Constraints, Fremdschlüssel und Datenvalidierung sicherstellen
- XML- und JSON-Daten mit Transact-SQL lesen, schreiben und transformieren
- Sicherheitskonzepte wie Benutzerrollen, Berechtigungen und Row-Level Security umsetzen
- Backupstrategien verstehen und Wiederherstellungsszenarien planen
- Prüfungsrelevante Aufgaben unter Prüfungsbedingungen in virtuellen Übungsumgebungen trainieren
- Sich systematisch auf die offizielle Microsoft-Zertifizierungsprüfung 761 vorbereiten
- Sich systematisch auf die offizielle Microsoft-Zertifizierungsprüfung 762 vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs eignet sich für Fachleute, die bereits erste Berührungspunkte mit SQL-Datenbanken haben und ihre Kenntnisse bis zur Zertifizierungsreife vertiefen möchten. Ebenso angesprochen sind Quereinsteiger aus dem IT-Bereich, die eine strukturierte und anerkannte Qualifikation als Datenbankentwickler anstreben.
- Datenbankentwickler, die ihre SQL-Server-Kenntnisse auf Zertifizierungsniveau heben möchten
- IT-Administratoren, die Datenbankaufgaben in ihrem Aufgabenspektrum erweitern wollen
- Softwareentwickler, die Backend-Datenbanklogik eigenständig implementieren
- Berufsrückkehrer und Quereinsteiger mit grundlegenden IT-Kenntnissen
- IT-Fachleute, die sich für höhere MCSE-Pfade qualifizieren wollen
Teilnehmende sollten grundlegende Kenntnisse in relationalen Datenbankkonzepten mitbringen, also wissen, was Tabellen, Zeilen und Spalten sind sowie einfache SELECT-Abfragen kennen. Erfahrungen mit einem beliebigen SQL-Dialekt (MySQL, PostgreSQL, Oracle) sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Beratungsgespräch statt, in dem Vorkenntnisse erhoben und ein persönlicher Lernplan erstellt wird. Grundlegende Windows-Kenntnisse und der sichere Umgang mit einem Computer werden vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning angeboten, das heißt, Präsenz- und Online-Einheiten sind flexibel miteinander kombiniert. Ergänzend steht ein reines Online-Seminar-Format zur Verfügung. Die Schulung kombiniert Theorie-Inputs durch erfahrene Microsoft-zertifizierte Trainer mit intensiver praktischer Arbeit in virtuellen Laborumgebungen. Übungsexamen im Format der offiziellen Microsoft-Prüfungen runden die Vorbereitung ab. Vollzeit- und Teilzeit-Optionen ermöglichen eine individuelle Anpassung an berufliche und persönliche Anforderungen.
Die Gesamtdauer liegt typischerweise zwischen mehr als einem Monat und drei Monaten, abhängig vom gewählten Lernformat (Vollzeit oder Teilzeit) und von den individuellen Vorkenntnissen. Der Stundenumfang umfasst beide Kurse (761 und 762) einschließlich der Laborzeiten und der Prüfungsvorbereitung. Individuelle Startzeitpunkte sind nach Absprache mit dem Bildungsträger möglich, sodass eine flexible Integration in bestehende Arbeits- oder Lebenssituationen gewährleistet ist.
Absolventen erhalten ein international anerkanntes Herstellerzertifikat — das Microsoft Certified Solutions Associate (MCSA): SQL 2016 Database Development — nach erfolgreichem Bestehen beider Prüfungsexamen (Exam 761 und Exam 762). Zusätzlich wird ein Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers New Horizons ausgestellt. Das MCSA-Zertifikat bildet die Grundlage für weiterführende MCSE-Zertifizierungen. Es handelt sich um eine externe, von Microsoft administrierte Prüfung, nicht um ein trägerinternes Zertifikat.
Nutzen & Perspektiven
Das MCSA SQL 2016 Database Development-Zertifikat ist ein international anerkanntes Qualitätssignal, das Datenbankentwickler gegenüber Arbeitgebern und Kunden klar von nicht-zertifizierten Bewerbern unterscheidet. Unternehmen setzen SQL Server in nahezu allen Branchen ein — von der Finanzwirtschaft über das Gesundheitswesen bis zur Logistik. Wer die MCSA-Qualifikation vorweisen kann, kommt für ein breiteres Spektrum an Stellen infrage und kann höhere Vergütungen verhandeln. Die Zertifizierung signalisiert nicht nur technisches Wissen, sondern auch die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterqualifikation. Für Fachleute, die bereits in der Datenbankarbeit tätig sind, ist die MCSA-Zertifizierung häufig das entscheidende Kriterium bei internen Beförderungen oder bei der Übernahme erweiterter Verantwortlichkeiten, etwa als Lead Developer oder Datenbankarchitekt. Die erworbenen Kenntnisse in Transact-SQL, Stored Procedures und Performance-Optimierung lassen sich direkt im Arbeitsalltag einsetzen, ohne eine lange Anlaufphase. Die Investition in diese Schulung amortisiert sich damit in kurzer Zeit. Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist diese Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Darüber hinaus können je nach individueller Situation das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur beruflichen Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung greifen. Ein persönliches Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt die individuellen Fördermöglichkeiten und unterstützt bei der Antragstellung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Prüfungen werden für die MCSA SQL 2016-Zertifizierung benötigt?
Für das MCSA SQL 2016 Database Development-Zertifikat müssen zwei Prüfungen abgelegt werden: Exam 761 „Querying Data with Transact-SQL" und Exam 762 „Developing SQL Databases". Beide Prüfungen werden von Microsoft administriert und können an autorisierten Prüfungszentren abgelegt werden.
Ist das MCSA-Zertifikat noch aktuell?
Microsoft hat das klassische MCSA-Programm 2021 offiziell eingestellt (daher die Kennzeichnung „Legacy"). Die erworbenen SQL-Kenntnisse sind jedoch zeitlos und bilden die Grundlage für modernere Azure-Datenbankzertifizierungen. Viele Arbeitgeber erkennen das MCSA SQL 2016 weiterhin an, und die Prüfungen können noch abgelegt werden.
Welche Lernmaterialien sind im Kurs enthalten?
Im Kurs enthalten sind zwei Microsoft Original-Lehrgangsmaterialien, zwei virtuelle Übungsumgebungen sowie Übungsexamen zur Prüfungsvorbereitung. Die Laborumgebungen ermöglichen praktisches Arbeiten mit SQL Server 2016 ohne eigene Serverinfrastruktur.
Kann ich den Kurs neben dem Beruf absolvieren?
Ja, der Kurs ist sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit verfügbar. Individuelle Startzeitpunkte können mit dem Bildungsträger abgesprochen werden. Das Combined-Learning-Format mit Online-Anteil ermöglicht flexible Zeiteinteilung.
Kann der Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein förderbar. Darüber hinaus können das Qualifizierungschancengesetz oder Leistungen zur beruflichen Rehabilitation greifen. Das Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt individuelle Möglichkeiten.
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