Überblick
Turbo-Webentwicklung & Design mit CPUX-Zertifikat ist ein umfassender Kombikurs, der technische Webentwicklung mit fundierter UX-Gestaltungskompetenz verbindet. Während reine UX/UI-Design-Ausbildungen auf nutzerzentriertes Konzipieren und Prototypen fokussieren, geht dieser Kurs einen Schritt weiter: Die Teilnehmenden erlernen das technische Handwerk des Webentwickelns — HTML5, CSS3, JavaScript, serverseitige Programmierung — und absolvieren zusätzlich die anerkannte CPUX-F-Zertifizierung (Certified Professional for Usability and User Experience Foundation Level) des UXQB-Verbands. Das macht diesen Kurs zur idealen Wahl für alle, die Websites nicht nur gestalten, sondern auch selbstständig technisch umsetzen wollen.
Kursinhalte & Lernziele
HTML5 und Webstrukturierung bilden die technische Grundlage des Kurses. Die Teilnehmenden lernen das gesamte Spektrum moderner HTML-Elemente kennen und verstehen, wie semantische Auszeichnung Suchmaschinenoptimierung, Barrierefreiheit und Wartbarkeit beeinflusst. Dabei geht es nicht nur um Syntaxregeln, sondern um ein strukturelles Denken für Webseiten.
- Grundstruktur eines HTML5-Dokuments: DOCTYPE, Head, Body und Metadaten
- Semantische Elemente: Header, Nav, Main, Article, Section, Footer
- Textinhalte: Überschriften, Absätze, Listen, Zitate, Sonderzeichen
- Verlinkungen, Anker und Navigation zwischen Seiten
- Einbindung von Bildern, Audio, Video und externen Ressourcen
- Formulare: Eingabetypen, Validierung und barrierefreie Beschriftung
CSS3 und responsives Design ist der gestalterische Entwicklungskern. Von grundlegenden Selektoren bis zu komplexen Animationen lernen die Teilnehmenden, wie modernes CSS funktioniert und wie man damit Layouts entwickelt, die auf allen Bildschirmgrößen zuverlässig funktionieren.
- Kaskadierung, Spezifität und das Box-Modell
- Flexbox-Layout und CSS Grid für mehrspaltige Strukturen
- Media Queries und Mobile-First-Entwicklung
- CSS-Variablen, Custom Properties und Theming
- Transitions, Transformationen und einfache Animationen
- Frameworks-Überblick: Grundprinzipien von Bootstrap und Tailwind
JavaScript und interaktive Webentwicklung erweitert die Kompetenz um die Programmiersprache des Webs. Die Teilnehmenden verstehen JavaScript nicht als Blackbox, sondern als Werkzeug für konkrete, verständliche Aufgaben — von Formularvalidierung bis zu dynamischen Inhaltsaktualisierungen.
- JavaScript-Grundlagen: Variablen, Datentypen, Operatoren, Kontrollstrukturen
- Funktionen, Arrays und Objekte
- DOM-Manipulation: Elemente ansprechen, Inhalte ändern, Events reagieren
- Asynchrone Programmierung: Fetch API, Promises, async/await
- Einführung in moderne JavaScript-Frameworks (Konzepte und Überblick)
- Debugging im Browser und Einführung in die Entwicklerwerkzeuge
CPUX-F-Zertifizierung und User-Centered Design ist der UX-Fachanteil dieses Kombikurses. Dieser Block bereitet gezielt auf die CPUX-F-Prüfung des UXQB vor und vermittelt das normierte Vokabular und die Methoden der Usability-Fachliteratur.
- Grundlagen der ISO-Norm 9241-210: Usability, User Experience, Nutzungskontext
- Nutzungsanforderungen und Nutzungsszenarien formulieren
- Methoden der Nutzerforschung: Interviews, Beobachtungen, Fragebögen
- Usability-Tests planen und auswerten
- Heuristische Evaluation und Expertengutachten
- Iterativer Gestaltungsprozess: Prototypen, Tests, Verbesserungszyklen
Praxisprojekte und Anwendungsaufgaben
- Vollständige responsive Website von Grund auf entwickeln (HTML, CSS, JS)
- Formular mit clientseitiger Validierung in JavaScript umsetzen
- Kleines JavaScript-Projekt: dynamische Anzeige von Daten per Fetch API
- Nutzungskontext-Analyse für ein reales Web-Szenario durchführen
- Wireframes und einfache Prototypen für eigene Webprojekte erstellen
- Usability-Heuristiken auf bestehende Websites anwenden und dokumentieren
- Git-Repository für eigene Projekte anlegen und versionieren
- Einsatz eines CSS-Preprocessors oder Frameworks in einem Miniprojekt
- Barrierefreiheits-Audit einer selbst entwickelten Seite nach WCAG-Kriterien
- Nutzungsanforderungen für ein fiktives Produkt nach CPUX-Norm formulieren
- Peer-Code-Review und gemeinsame Fehlersuche im Team
- Portfolio-Website als Abschlussarbeit entwickeln und veröffentlichen
Die entstehenden Projektarbeiten dokumentieren die technische und konzeptionelle Entwicklung und können als Portfolio-Belege in Bewerbungsgesprächen eingesetzt werden.
Lernziele:
Die Teilnehmenden erwerben die Fähigkeit, semantisch korrektes und barrierefreies HTML5 zu schreiben und damit solide Seitenstrukturen für Web-Projekte aufzubauen. Sie lernen CSS3 einschließlich moderner Layout-Techniken wie Flexbox und Grid, um responsive, geräteübergreifende Gestaltung umzusetzen. Sie verstehen JavaScript als Sprache und können damit interaktive Funktionen und dynamische Inhalte realisieren. Sie sind in der Lage, serverseitige Programmiergrundlagen anzuwenden und einfache Backend-Logiken zu verstehen. Sie kennen die Grundlagen relationaler Datenbanken und können diese in Webanwendungen integrieren. Sie beherrschen die Kernbegriffe und Methoden der Usability-Norm ISO 9241-210 als Basis der CPUX-F-Prüfung. Sie verstehen User-Centered Design als Prozess und können ihn in eigene Projekte einbinden. Sie sind fähig, Benutzertests zu planen, Nutzungsanforderungen zu erheben und Usability-Probleme zu identifizieren. Sie erstellen eigene Websites und Webanwendungen von der Idee bis zur Veröffentlichung. Sie kennen die wesentlichen Web-Performance-Faktoren und können Seiten technisch optimieren. Sie wissen, wie Versionskontrolle mit Git im Entwickleralltag eingesetzt wird. Sie sind auf die CPUX-F-Prüfung des UXQB vorbereitet und können das Zertifikat ablegen.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs spricht Menschen an, die sich für die Gestaltung und das technische Erstellen von Websites interessieren und in diesem Bereich beruflich Fuß fassen wollen. Im Unterschied zu einem reinen Design-Kurs richtet er sich ausdrücklich an Personen, die sowohl entwickeln als auch gestalten möchten.
- Berufseinsteiger und Quereinsteiger ohne Programmiererfahrung, die den vollen Entwicklungsprozess verstehen möchten
- Personen, die Webseiten bisher mit Baukastensystemen erstellt haben und nun technische Fundamente legen wollen
- Gestalter, die sich zusätzlich technische Kompetenz aneignen möchten
- Alle, die eine anerkannte UX-Zertifizierung (CPUX-F) als Qualifikationsnachweis anstreben
- Berufsumsteiger, die in Webentwicklung oder digitale Agenturarbeit wechseln möchten
Für die Teilnahme wird ein Realschulabschluss, Abitur, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes bzw. abgebrochenes Studium vorausgesetzt. Vorkenntnisse im Bereich Bildbearbeitung oder digitale Medien sind vorteilhaft, aber nicht zwingend. Programmiererfahrung wird nicht erwartet — der Kurs beginnt bei den Grundlagen und baut das technische Wissen systematisch auf. Wichtig ist die Bereitschaft, eigenständig zu üben und an eigenen Projekten zu arbeiten.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung verbindet strukturierte Lehreinheiten mit praktischen Übungen in unmittelbarer Folge. Neue Konzepte werden direkt im Browser umgesetzt — Theorie und Anwendung wechseln sich in kurzen Zyklen ab. Für die CPUX-F-Vorbereitung kommen normbasierte Lernmaterialien des UXQB zum Einsatz, die die prüfungsrelevanten Begriffe und Methoden systematisch einführen. Der Kurs findet üblicherweise im Vollzeitformat statt; Teilzeitvarianten können je nach Anbieter verfügbar sein.
Der Kurs ist als mehrmonatige Vollzeitmaßnahme konzipiert. Die genaue Wochenstundenanzahl und Gesamtdauer variieren je nach Anbieter und Format. Teilzeitvarianten sind bei einzelnen Anbietern auf Anfrage möglich.
Neben dem trägerinternen Abschlusszertifikat, das die vollständige Teilnahme und den erfolgreichen Abschluss bescheinigt, bietet dieser Kurs die Vorbereitung auf das CPUX-F-Zertifikat des UXQB (Usability and User Experience Qualification Board). Das CPUX-F ist ein international anerkanntes Zertifikat, das Kenntnisse in User-Centered Design nach ISO 9241-210 belegt und in Stellen mit Usability-Anforderungen gezielt nachgefragt wird. Die Prüfung wird separat beim UXQB abgelegt.
Nutzen & Perspektiven
Dieser Kurs schließt eine wichtige Lücke: Viele Einsteiger in die Webbranche wissen nach ihrer Ausbildung entweder, wie man entwickelt, oder wie man gestaltet — selten beides. Wer HTML, CSS und JavaScript selbst schreibt und gleichzeitig Usability-Methoden beherrscht, kann in kleinen Teams eigenverantwortlich arbeiten, in Agenturen eine Brückenfunktion zwischen Design und Entwicklung einnehmen und als Freelancer komplette Projekte umsetzen. Das CPUX-F-Zertifikat ergänzt das technische Portfolio mit einem anerkannten Qualifikationsnachweis im UX-Bereich. Arbeitgeber in Agenturen, Softwareunternehmen und Digitalteams schätzen diese Kombination, weil sie seltener ist als reine Spezialisierungen. Insgesamt bietet die Weiterbildung einen strukturierten, praxisnahen Weg in den Webentwicklungsbereich, der gleichzeitig die Grundlagen legt für eine Karriere als Fullstack-Webentwickler, Frontend-Entwickler oder als Entwickler mit ausgeprägtem UX-Verständnis.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diesen Kurs von einem reinen UX/UI-Design-Kurs?
Dieser Kurs vermittelt zusätzlich das technische Handwerk der Webentwicklung — HTML5, CSS3, JavaScript und Grundlagen der Servertechnologien. Während ein UX/UI-Kurs auf Forschung, Wireframing und Prototyping in Design-Tools fokussiert, lernen Sie hier, Webseiten und Anwendungen auch tatsächlich zu programmieren. Das CPUX-F-Zertifikat ist ein weiterer Bestandteil, der die UX-Methodenkompetenz formal belegt.
Was ist das CPUX-F-Zertifikat und wer verleiht es?
Das CPUX-F (Certified Professional for Usability and User Experience – Foundation Level) ist ein internationales Zertifikat des UXQB (Usability and User Experience Qualification Board). Es bestätigt Grundkenntnisse in User-Centered Design nach ISO 9241-210 und wird von Arbeitgebern in Produktentwicklung, Softwareunternehmen und Agenturen anerkannt. Die Prüfung wird unabhängig vom Kursträger beim UXQB abgelegt.
Brauche ich Vorkenntnisse in Programmierung?
Nein. Der Kurs setzt keine Programmiererfahrung voraus und beginnt bei den Grundlagen. Wichtig ist die Bereitschaft, regelmäßig selbst zu üben. Vorkenntnisse in Bildbearbeitung oder digitalem Design können den Einstieg erleichtern, sind aber ebenfalls nicht erforderlich.
Welche Jobprofile kann ich nach diesem Kurs anstreben?
Mit dem Abschluss können Sie sich als Frontend-Entwickler, Webentwickler, Fullstack-Einsteiger oder als Entwickler mit UX-Kompetenz bewerben. Besonders in kleinen Digitalteams, Agenturen und Startups werden Generalisten geschätzt, die sowohl Code schreiben als auch nutzerzentriert denken können.
Ist der Kurs auch in Teilzeit verfügbar?
Der Kurs wird primär als Vollzeitmaßnahme angeboten. Einige Anbieter bieten auf Anfrage Teilzeitvarianten oder flexible Starttermine an. Wenden Sie sich für aktuelle Terminoptionen direkt an den jeweiligen Anbieter.
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