Überblick
"Vibe Coding und KI-Workflows für Product Manager" richtet sich nicht an angehende Entwickler:innen, sondern an Product Manager, die ihre eigene Rolle mit KI-Kompetenz erweitern wollen. Statt jede Idee erst in ein Entwicklungsticket zu übersetzen und auf Kapazität im Dev-Team zu warten, lernen Teilnehmende, Prototypen selbst mit Vibe Coding zu bauen, Discovery-Recherche und Datenanalyse KI-gestützt zu beschleunigen und wiederkehrende PM-Aufgaben wie Reporting und Status-Updates zu automatisieren. Der Fokus liegt konsequent auf dem PM-Alltag: User Stories, Roadmaps, Stakeholder-Kommunikation und die Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams — nicht auf produktionsreifem Software-Engineering.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Vibe Coding aus PM-Perspektive Der Einstieg klärt, was Vibe Coding für Product Manager konkret bedeutet: nicht der Wunsch, Entwickler:in zu werden, sondern die Fähigkeit, Ideen selbst greifbar zu machen, bevor sie ins Entwicklungsbacklog wandern. Dieses Modul setzt den Rahmen für alle folgenden PM-spezifischen Anwendungsfälle.
- Vibe Coding als Verlängerung der PM-Rolle, nicht als Ersatz für Entwicklungsteams
- typische PM-Situationen, in denen ein selbst gebauter Prototyp Zeit spart
- Cursor und KI-Chat-Werkzeuge im PM-Kontext kennenlernen
- Grenzen ziehen: Was bleibt eindeutig Aufgabe des Entwicklungsteams
- erste Einschätzung eigener Produktideen auf Prototyping-Eignung
Modul 2 — Prototypen und technisches Empowerment Im Zentrum dieses Blocks steht die Kernkompetenz des Kurses: eigenständig funktionierende Klick-Prototypen zu bauen, die eine Idee greifbar machen, ohne auf Entwicklungskapazität warten zu müssen.
- Anforderungen einer Produktidee in eine Vibe-Coding-Prompt-Sequenz übersetzen
- ersten Prototyp mit Vibe Coding eigenständig aufbauen
- Prototyp iterativ verfeinern und auf Kernfunktionen fokussieren
- generierten Code und Prototyp-Logik grundlegend nachvollziehen
- technisches Verständnis aufbauen, um Aufwand und Machbarkeit mit dem Dev-Team realistisch zu diskutieren
- Prototypen für Nutzertests und Stakeholder-Feedback einsetzen
Modul 3 — KI-Workflows für Discovery, Specs und Roadmap Product Discovery und die Übersetzung von Insights in klare Anforderungen sind zeitintensive PM-Kernaufgaben. Dieser Block zeigt, wie KI-Workflows diese Arbeitsschritte beschleunigen, ohne die inhaltliche Verantwortung an das Werkzeug abzugeben.
- KI-gestützte Discovery-Recherche: Marktsignale, Nutzerfeedback und Trends bündeln
- Insights aus Recherche und Nutzerdaten strukturiert aufbereiten
- User Stories und Akzeptanzkriterien mit KI-Unterstützung formulieren und schärfen
- technische Specs so vorbereiten, dass sie im Entwicklungsteam direkt anschlussfähig sind
- Roadmaps mit KI-Unterstützung strukturieren und priorisieren
- Stakeholder-Präsentationen zu Roadmap und Produktstrategie KI-gestützt vorbereiten
Modul 4 — Automatisierung, Datenanalyse und Zusammenarbeit Ein großer Teil der PM-Arbeit besteht aus wiederkehrenden Aufgaben: Reporting, Status-Updates, Kennzahlen-Tracking. Dieses Modul zeigt, wie sich genau diese Routinen automatisieren lassen, damit mehr Zeit für strategische Produktentscheidungen bleibt.
- PM-Routinen identifizieren, die sich sinnvoll automatisieren lassen
- Reporting- und Status-Update-Workflows mit KI-Unterstützung automatisieren
- KPI-Dashboards und Datenanalysen mit KI-Tools selbst aufbauen
- Automatisierungen mit Tools wie Zapier und Airtable in bestehende PM-Prozesse einbinden
- KI-gestützte Dokumentation für Entscheidungen und Produktentscheidungen aufbauen
- die eigene Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams durch gemeinsames technisches Vokabular verbessern
Praxisblock — Eigenes PM-Projekt von der Idee zum Prototyp Im Praxisteil bearbeiten die Teilnehmenden ein eigenes, realitätsnahes PM-Projekt vollständig mit den im Kurs erlernten KI-Workflows und Vibe-Coding-Fähigkeiten.
- konkrete Produktidee oder Problemstellung aus dem eigenen Arbeitsumfeld auswählen
- KI-gestützte Discovery-Recherche zur gewählten Idee durchführen
- User Stories und Akzeptanzkriterien für die Idee ausformulieren
- funktionierenden Klick-Prototypen mit Vibe Coding eigenständig bauen
- KPI-Dashboard oder Reporting-Automatisierung für das Projekt aufsetzen
- Roadmap-Slide und Stakeholder-Präsentation KI-gestützt erstellen
- Prototyp und Roadmap vor der Gruppe präsentieren wie in einem realen Stakeholder-Meeting
- Feedback aus der Präsentation strukturiert einarbeiten
- technische Machbarkeit des Prototyps kritisch mit Blick auf Produktionsreife einordnen
- eigenes Vorgehen dokumentieren, um es später im Team wiederholbar zu machen
- nächste konkrete Automatisierungs- oder Prototyping-Schritte für den eigenen Joballtag festlegen
- Lessons Learned zur Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams formulieren
Der Kurs unterscheidet sich bewusst von allgemeinen Vibe-Coding-Einführungen: Jede Übung ist an typischen PM-Herausforderungen ausgerichtet, nicht an generischen Programmieraufgaben. Trainer:innen mit PM- und KI-Erfahrung begleiten die Umsetzung, sodass die Beispiele aus echten Produktsituationen stammen — Feature-Priorisierung, Sprint-Reviews, Stakeholder-Updates — statt aus abstrakten Coding-Katas. Am Ende steht kein Anspruch, produktionsreife Software zu schreiben, sondern eine erweiterte PM-Werkzeugkiste: selbst gebaute Prototypen, automatisierte Reporting-Routinen und ein technisches Grundverständnis, das die Diskussion mit Entwicklungsteams auf Augenhöhe erleichtert.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses können die Teilnehmenden Folgendes.
- Vibe Coding als Werkzeug im PM-Alltag einordnen und gezielt einsetzen
- eigenständig klickbare Prototypen für neue Produktideen mit Vibe Coding entwickeln
- KI-Workflows für Discovery-Recherche, Nutzeranalyse und Insight-Gewinnung aufbauen
- User Stories und Akzeptanzkriterien mit KI-Unterstützung präziser und schneller formulieren
- technische Spezifikationen so vorbereiten, dass Entwicklungsteams sie direkt aufgreifen können
- Roadmaps und Stakeholder-Präsentationen mit KI-Unterstützung strukturieren und gestalten
- wiederkehrende PM-Aufgaben wie Reporting, Status-Updates und Tracking automatisieren
- Datenanalysen durchführen und KPI-Dashboards mit KI-Tools selbst aufbauen
- technisches Grundverständnis entwickeln, um Machbarkeit realistischer einzuschätzen
- die Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams durch eigene Vibe-Coding-Kompetenz verbessern
- KI-gestützte Dokumentation und Stakeholder-Kommunikation aufbauen
- eigene PM-Projekte, die mit KI und Vibe Coding entstanden sind, überzeugend präsentieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen im Produktmanagement, die ihre Rolle durch eigene technische Handlungsfähigkeit erweitern möchten, statt bei jeder Idee auf Entwicklungskapazität zu warten.
- Product Manager, die eigenständig Prototypen bauen und Ideen greifbar machen wollen
- Product Owner, die Backlog-Items präziser und KI-gestützt vorbereiten möchten
- Technical Product Manager, die ihr technisches Verständnis gezielt vertiefen wollen
- PM-Fachkräfte, die wiederkehrende Reporting- und Trackingaufgaben automatisieren möchten
- Quereinsteiger:innen ins Produktmanagement mit digitalem Interesse und PM-Ambition
Grundkenntnisse im Umgang mit digitalen Tools sowie Deutschkenntnisse auf Niveau B2 sind Zugangsvoraussetzung. Eine klassische Programmierausbildung wird nicht vorausgesetzt; entscheidend ist echtes Interesse an Softwareentwicklung und Künstlicher Intelligenz sowie ein grundlegendes Verständnis der eigenen oder angestrebten PM-Rolle, da die Übungen konsequent an typischen Produktmanagement-Aufgaben ausgerichtet sind.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs kombiniert PM-Methodenkompetenz mit KI-gestützter Umsetzungspraxis im Combined-Learning-Format aus Präsenz- und Onlineanteilen. Übungen orientieren sich durchgehend an typischen PM-Herausforderungen wie Feature-Priorisierung oder Stakeholder-Updates, begleitet von Trainer:innen mit eigener Produktmanagement- und KI-Erfahrung.
Die Weiterbildung erstreckt sich über mehrere Wochen und wird in Vollzeit angeboten, sodass sich Discovery, Prototyping und Automatisierung in einem durchgehenden Lernblock aufbauen lassen, statt sich über viele einzelne Feierabendtermine zu verteilen.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab, das die Teilnahme am Programm "Vibe Coding und KI-Workflows für Product Manager" bestätigt. Eine externe Zertifizierungsprüfung ist nicht Bestandteil; der praktische Nachweis erfolgt über den im Praxisblock entwickelten eigenen Prototyp samt zugehöriger PM-Artefakte.
Nutzen & Perspektiven
Product Manager, die auf jede Idee erst ein Entwicklungsticket schreiben und auf Kapazität warten müssen, verlieren Tempo und oft auch Überzeugungskraft gegenüber Stakeholdern. Wer stattdessen selbst einen klickbaren Prototyp mitbringt, verändert die Qualität jeder Diskussion — aus einer abstrakten Idee wird ein anfassbares Artefakt, über das sich konkret sprechen lässt. Der zweite große Hebel liegt in der Automatisierung: Reporting, Status-Updates und KPI-Tracking fressen in vielen PM-Rollen erhebliche Zeit, die eigentlich für strategische Produktentscheidungen gedacht ist. Wer diese Routinen KI-gestützt automatisiert, gewinnt genau die Zeit zurück, die für Discovery, Nutzerverständnis und Priorisierung fehlt. Langfristig zahlt sich vor allem das technische Grundverständnis aus, das der Kurs vermittelt: Product Manager, die nachvollziehen können, was ein Prototyp technisch bedeutet und wo die Grenzen von Vibe Coding liegen, führen realistischere Gespräche mit Entwicklungsteams über Aufwand und Machbarkeit — und werden dadurch zu verlässlicheren Schnittstellen zwischen Produktvision und technischer Umsetzung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich danach selbst Entwicklercode schreiben können?
Nein. Der Kurs macht Sie nicht zur Entwicklerin oder zum Entwickler, sondern befähigt Sie, eigenständig Prototypen zu bauen und KI-Workflows im PM-Alltag zu nutzen. Die Verantwortung für produktionsreife Software bleibt beim Entwicklungsteam.
Was unterscheidet diesen Kurs von einem allgemeinen Vibe-Coding-Einstieg?
Alle Übungen sind konsequent an PM-Aufgaben wie User Stories, Roadmaps und Stakeholder-Kommunikation ausgerichtet, nicht an generischen Programmieraufgaben. Trainer:innen mit eigener Produktmanagement-Erfahrung begleiten den Kurs.
Was baue ich im Praxisblock konkret?
Sie wählen ein eigenes PM-Projekt aus Ihrem Arbeitsumfeld, führen dazu eine KI-gestützte Discovery durch, bauen einen funktionierenden Klick-Prototypen und bereiten eine Roadmap-Präsentation vor, wie in einem realen Stakeholder-Meeting.
Welche Vorkenntnisse brauche ich im Produktmanagement?
Eine formale PM-Ausbildung ist nicht zwingend, aber ein grundlegendes Rollenverständnis hilft, da die Übungen an typischen PM-Situationen wie Backlog-Pflege oder Sprint-Reviews ausgerichtet sind. Wichtiger als Zertifikate ist praktisches Interesse an der Produktarbeit.
Welche Tools werden im Kurs eingesetzt?
Neben Cursor, ChatGPT und Claude für Prototyping kommen Notion AI, Miro und Figma für Konzeption und Präsentation sowie Jira, Zapier und Airtable für Automatisierung und Reporting zum Einsatz.
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