Überblick
Diese Weiterbildung verbindet die Scrum-Foundation-Zertifizierung mit praxisnahen Microsoft-Word-Kenntnissen und schließt damit eine Lücke, die im Projektalltag ständig spürbar wird: Agile Teams arbeiten iterativ, müssen ihre Ergebnisse aber trotzdem sauber dokumentieren — in Lastenheften, Protokollen, Statusberichten oder Projektabschlussdokumenten. Der Kurs vermittelt sowohl das methodische Grundverständnis von Scrum als auch die Fähigkeit, umfangreiche und strukturierte Textdokumente professionell zu erstellen und zu pflegen.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs gliedert sich in zwei eigenständige Module sowie einen verbindenden Praxisteil, in dem beide Kompetenzbereiche anhand realistischer Projektdokumente zusammengeführt werden. Modul 1 — Scrum Foundation: Bevor es um die Dokumentation von Projektergebnissen geht, klärt dieses Modul, welche Ereignisse und Entscheidungen in einem Scrum-Projekt überhaupt dokumentationswürdig sind.
- Iteratives Vorgehen nach dem Agilen Manifest als Gegenmodell zur klassischen Planung
- Product Owner, Scrum Master und Entwicklungsteam: wer welche Informationen benötigt
- Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review und Retrospektive als wiederkehrende Dokumentationsanlässe
- Product Backlog als lebendes, sich ständig veränderndes Artefakt
- Definition of Done als Kriterium dafür, wann ein Ergebnis abschließend festgehalten werden kann
- Wie sich Scrum-Teams typischerweise organisieren, wenn Dokumentation nebenbei entstehen soll
Modul 2 — Microsoft Word für Projektdokumentation: Dieses Modul vermittelt praxisnahe Word-Kenntnisse mit direktem Bezug zu typischen Dokumenten aus dem Projektalltag.
- Arbeiten mit Formatvorlagen für konsistente Dokumentstrukturen
- Automatisierte Inhaltsverzeichnisse, Kopf- und Fußzeilen
- Einsatz von Tabellen zur strukturierten Darstellung von Projektdaten
- Änderungsverfolgung und Kommentare für die Arbeit im Team
- Erstellung wiederverwendbarer Dokumentvorlagen
- Grundlagen des Seriendrucks für wiederkehrende Dokumentserien
- Nummerierte Gliederungen und Querverweise für lange, mehrkapitlige Dokumente
- Einbindung von Textbausteinen zur Beschleunigung wiederkehrender Formulierungen
Praxis-Block — Von Scrum-Ereignissen zum Projektdokument: Im verbindenden Teil des Kurses erstellen die Teilnehmenden konkrete Dokumente, wie sie in agilen Projekten typischerweise anfallen.
- Verfassen eines vollständigen Sprint-Protokolls nach professionellem Aufbau
- Erstellung eines Product-Backlog-Auszugs in Tabellenform
- Aufbau eines Projektstatusberichts mit automatisiertem Inhaltsverzeichnis
- Dokumentation einer simulierten Sprint Retrospektive inklusive Aufgabenliste
- Erstellung eines Projektabschlussberichts mit Lessons-Learned-Abschnitt
- Anlage einer Dokumentvorlage für wiederkehrende Statusberichte
- Übung zur kollaborativen Überarbeitung eines Dokuments mit Änderungsverfolgung
- Formatierung eines Lastenhefts mit einheitlicher Kapitelstruktur
- Erstellung einer Übersichtstabelle für Risiken und Gegenstrategien
- Aufbau eines Deckblatts und einer Dokumentenhistorie für formelle Projektunterlagen
- Zusammenführung mehrerer Teildokumente zu einem konsistenten Gesamtbericht
- Abschlussübung: vollständige Dokumentation eines simulierten Sprint-Zyklus
Der Kurs macht deutlich, dass agiles Arbeiten und sorgfältige Dokumentation sich nicht ausschließen — im Gegenteil: Gerade weil sich Anforderungen in Scrum-Projekten iterativ verändern, ist eine klare, nachvollziehbare Dokumentation von Entscheidungen und Ergebnissen wichtig, um den Überblick zu behalten und Wissen im Team zu sichern.
Lernziele:
Nach Abschluss der Weiterbildung verfügen die Teilnehmenden über fundiertes Scrum-Grundlagenwissen sowie über sichere Word-Kenntnisse für die Erstellung umfangreicher Projektdokumente. Im Einzelnen werden folgende Fähigkeiten aufgebaut
- Werte und Prinzipien des Agilen Manifests benennen und für die eigene Projektarbeit einordnen
- Die drei Scrum-Rollen und ihre jeweiligen Verantwortlichkeiten klar unterscheiden
- Ablauf und Zweck der Scrum-Events von Sprint Planning bis Sprint Retrospektive erläutern
- Product Backlog, Sprint Backlog und Increment als Scrum-Artefakte korrekt einordnen
- Formatvorlagen in Word nutzen, um konsistente und wiederverwendbare Dokumentstrukturen zu erstellen
- Inhaltsverzeichnisse, Kopf- und Fußzeilen sowie Seitennummerierungen in umfangreichen Dokumenten automatisieren
- Tabellen und einfache Diagramme zur strukturierten Darstellung von Projektinformationen einsetzen
- Änderungsverfolgung und Kommentarfunktionen für die kollaborative Dokumentbearbeitung im Team nutzen
- Dokumentvorlagen für wiederkehrende Projektformate wie Protokolle oder Statusberichte anlegen
- Seriendruck- und Verknüpfungsfunktionen für die effiziente Erstellung ähnlicher Dokumente anwenden
- Ein Sprint-Protokoll und einen Projektabschlussbericht nach professionellem Aufbau verfassen
- Textdokumente für unterschiedliche Empfängergruppen im Projektumfeld angemessen aufbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an alle, die im Projektalltag sowohl methodisches Grundwissen als auch sichere Dokumentationsfähigkeiten aufbauen möchten. Sie eignet sich besonders für Personen, die regelmäßig umfangreiche Projektunterlagen erstellen oder pflegen.
- Projektassistent:innen, die für die Dokumentation von Projektabläufen zuständig sind
- Sachbearbeiter:innen im Projektmanagement mit Berührungspunkten zu agilen Teams
- Angehende Scrum Master oder Projektmitarbeitende, die Methodenwissen und Dokumentationssicherheit verbinden wollen
- Berufsrückkehrende und Quereinsteigende, die eine praxisnahe Grundlage für projektnahe Tätigkeiten suchen
- Personen, die künftig Protokolle, Statusberichte oder Abschlussdokumentationen eigenständig verfassen sollen
Vorkenntnisse im Projektmanagement oder in Word sind nicht erforderlich, da beide Themenbereiche von Grund auf vermittelt werden. Vorausgesetzt werden gute Deutsch- oder Englischkenntnisse in Wort und Schrift sowie grundlegende Computerkenntnisse im Umgang mit gängiger Bürosoftware.
Ablauf & Abschluss
Die beiden Themenblöcke werden zunächst getrennt vermittelt und im Praxisteil gezielt zusammengeführt, sodass die Word-Übungen unmittelbar auf Scrum-typischen Dokumenten wie Sprint-Protokollen und Statusberichten basieren. Neben Theorieeinheiten stehen praktische Arbeiten am eigenen Rechner sowie Gruppenübungen zur kollaborativen Dokumentbearbeitung im Mittelpunkt. Der Kurs wird sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit angeboten.
Der zeitliche Umfang richtet sich nach dem gewählten Lernformat und wird mit dem Kursanbieter individuell abgestimmt. Teilzeitvarianten erlauben eine berufsbegleitende Teilnahme, während Vollzeitformate einen zügigeren Abschluss beider Module ermöglichen. Sowohl die Scrum-Grundlagen als auch die Word-Kompetenzen sind vollständig im Kurs enthalten.
Auf Scrum-Seite mündet der Kurs in die Vorbereitung auf die Scrum-Foundation-Zertifizierung, die den Einstieg in agile Arbeitsmethoden nachweist. Die Word-Kompetenzen selbst sind nicht Gegenstand einer externen Prüfung; der Kursanbieter bestätigt sie über eine Teilnahmebescheinigung, die insbesondere die erstellten Beispieldokumente wie Sprint-Protokoll und Abschlussbericht als Nachweis der praktischen Fertigkeiten einschließt.
Nutzen & Perspektiven
In agilen Projekten wird häufig unterschätzt, wie viel gute Dokumentation zum Projekterfolg beiträgt — nicht als bürokratische Pflichtübung, sondern als Grundlage für Nachvollziehbarkeit, Wissenstransfer und saubere Übergaben. Die Kombination aus Scrum Foundation und Word bereitet Teilnehmende genau darauf vor: Sie verstehen die agile Logik hinter iterativen Sprints und können deren Ergebnisse gleichzeitig in belastbaren, professionell aufgebauten Dokumenten festhalten. Für den beruflichen Alltag ergibt sich daraus eine unmittelbar einsetzbare Doppelkompetenz: methodisches Grundwissen, das in vielen Teams mit agilen Elementen gebraucht wird, kombiniert mit einer Textverarbeitungskompetenz, die in praktisch jeder projektnahen Rolle vorausgesetzt wird. Besonders für den Einstieg oder Wiedereinstieg in Assistenz- und Koordinationsfunktionen im Projektumfeld ist diese Kombination direkt im Tagesgeschäft anwendbar. Häufig zeigt sich der Wert sauberer Dokumentation erst im Rückblick — etwa wenn ein neues Teammitglied eingearbeitet werden muss oder ein Projekt nach Monaten erneut aufgegriffen wird. Wer Sprint-Protokolle, Statusberichte und Abschlussdokumentationen von Anfang an strukturiert anlegt, erspart sich und dem Team spätere Suchaufwände und schafft eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen, die auf früheren Sprints aufbauen. Diese Sorgfalt unterscheidet eine Dokumentation, die tatsächlich genutzt wird, von einer, die nur pro forma abgelegt wird. Die Weiterbildung eignet sich damit als solide Basis für alle, die im Projektumfeld sowohl inhaltlich mitdenken als auch die entstehenden Ergebnisse sauber und nachvollziehbar dokumentieren wollen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum werden Scrum Foundation und Word gemeinsam unterrichtet?
Agile Teams müssen ihre iterativen Ergebnisse trotzdem nachvollziehbar dokumentieren — in Protokollen, Statusberichten oder Abschlussdokumenten. Der Kurs verbindet deshalb agiles Methodenwissen mit der Fähigkeit, solche Dokumente professionell in Word zu erstellen.
Brauche ich Word-Vorkenntnisse für den Kurs?
Nein, der Word-Teil wird von Grund auf vermittelt, mit Fokus auf umfangreiche, strukturierte Projektdokumente wie Protokolle und Berichte.
Welche Art von Dokumenten übe ich im Kurs konkret?
Unter anderem Sprint-Protokolle, Projektstatusberichte, Lastenhefte und Projektabschlussberichte mit Lessons-Learned-Abschnitt — jeweils mit direktem Bezug zu Scrum-Inhalten aus dem Kurs.
Mit welchem Abschluss endet der Kurs?
Der Kurs bereitet auf die Scrum-Foundation-Zertifizierung vor und schließt den Word-Teil mit einer Teilnahmebescheinigung des Bildungsträgers ab.
Ist der Kurs auch neben dem Beruf machbar?
Ja, der Kurs wird sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit angeboten und lässt sich damit an bestehende berufliche Verpflichtungen anpassen.
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