Überblick
Dieser Kurs verbindet die anerkannte Linux-Zertifizierung CompTIA Linux+ powered by LPIC mit den Scrum-Modulen Foundation, Product Owner und Master sowie mit Microsoft Office 365. Alle Lernabschnitte enden mit eigenen Zertifizierungsprüfungen und lassen sich modular an den individuellen Bedarf anpassen. Im Fokus steht der Aufbau eines Qualifikationsprofils, das in modernen IT-Betriebs- und DevOps-Umgebungen gefragt ist.
Kursinhalte & Lernziele
Das Kernmodul CompTIA Linux+ powered by LPIC deckt die vollständige Kompetenz in der Linux-Systemadministration ab — von grundlegender Installation über Netzwerkkonfiguration bis hin zu Sicherheitsfunktionen. Das Besondere: Die Prüfung wird von CompTIA und LPI gemeinsam anerkannt, sodass Sie de facto zwei Zertifizierungen in einem erwerben.
- Linux-Installation, Bootloader und Systeminitialisierung (systemd, SysV)
- Verzeichnisstruktur, Dateisysteme (ext4, XFS, btrfs) und Partitionierung
- Benutzerverwaltung und Rechtesystem (chmod, chown, ACLs, sudo)
- Netzwerkgrundlagen: IP-Konfiguration, DNS, DHCP, SSH und Firewalling
- Shell-Skripting mit Bash: Variablen, Schleifen, Bedingungen, Cron-Jobs
- Paketverwaltung mit apt, yum/dnf und rpm
- Prozess- und Dienstverwaltung, Ressourcenüberwachung
- Grundlagen Linux-Sicherheit: SELinux, AppArmor, Systemhärtung
Die drei Scrum-Module bauen aufeinander auf und vermitteln agiles Projektmanagement auf unterschiedlichen Verantwortungsebenen. Das Format eignet sich besonders für IT-Fachleute, die in Projekten mit Entwicklungs- und Betriebsteams zusammenarbeiten.
- Scrum-Werte und Grundprinzipien des agilen Manifests
- Sprint-Lifecycle: Planung, Umsetzung, Review, Retrospektive
- Rollen: Scrum Master, Product Owner, Development Team
- User Stories und Akzeptanzkriterien formulieren
- Backlog-Pflege und Release-Planung
- Scrum Master als Servant Leader und Hindernisbeseitiger
Das MS-Office-365-Modul schafft die Grundlage für professionelle Kommunikation und Dokumentation im IT-Alltag.
- Word 365 für technische Dokumentationen und Berichte
- Excel 365 für Serverinventare, Monitoring-Auswertungen und Projektpläne
- Teams 365 für die Zusammenarbeit in verteilten IT-Teams
Praktische Übungen begleiten alle Lernphasen und machen abstrakte Kommandozeilenanweisungen greifbar. Linux lernt man am Besten durch Tun: Jeder theoretische Abschnitt wird unmittelbar mit einer Lab-Übung vertieft.
- Einrichtung einer Linux-Testumgebung (VM oder Cloud-Lab)
- Administration von Benutzern, Gruppen und Berechtigungen in einer Sandbox
- Konfiguration eines einfachen Linux-Webservers (Apache/Nginx)
- Schreiben und Debuggen von Shell-Skripten für Automatisierungsaufgaben
- Einrichten und Überwachen von Systemdiensten mit systemctl
- Netzwerkdiagnose mit ip, ss, netstat und tcpdump
- Dateisystemverwaltung und Partitionierung mit fdisk und lvm
- Simulation eines agilen Sprints mit Backlog, Planung und Retrospektive
- Fallstudie: Einsatz von Scrum in einem Linux-Migrationsprojekt
- Erstellung einer technischen Dokumentation in Word 365
- Tabellarische Auswertung von Systemmetriken in Excel
- Übungsexamen unter realen Prüfungsbedingungen für alle Module
Die Verbindung von Linux-Administration und Scrum ist in der Praxis besonders relevant für Personen, die in Infrastrukturprojekten oder DevOps-Kontexten arbeiten möchten. Dort ist es üblich, Betriebsaufgaben agil zu koordinieren und Linux-Systeme in CI/CD-Pipelines zu integrieren. Der Kurs bildet diese Realität ab, indem Lab-Aufgaben gelegentlich als Sprint-Tickets formuliert werden.
Lernziele:
Die Weiterbildung vermittelt konkrete, zertifizierungsfähige Kompetenzen in drei klar abgegrenzten Feldern —
- Linux-Systeme selbstständig installieren, konfigurieren und administrieren
- Benutzerverwaltung, Berechtigungen und Dateisysteme unter Linux verwalten
- Netzwerkkonfiguration und Dienste unter Linux einrichten und überwachen
- Shell-Skripte schreiben und Routineaufgaben automatisieren
- Systemdienste verwalten und Fehler in Linux-Umgebungen diagnostizieren
- Paketmanager und Software-Repositories sicher nutzen
- Agile Teams im Scrum-Framework mitgestalten oder leiten
- Anforderungen als Product Owner strukturieren und priorisieren
- Als Scrum Master Hindernisse identifizieren und Teams coachen
- Microsoft-Office-365-Werkzeuge produktiv in der IT-Zusammenarbeit einsetzen
- Prüfungsinhalte für CompTIA Linux+ / LPIC-1, Scrum Foundation, PO und Master sicher beherrschen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs eignet sich für IT-Fachleute, die ihre Kenntnisse in Linux-Systemen zertifiziert nachweisen und gleichzeitig agile Methoden als zweite Kompetenz aufbauen möchten.
- Systemadministratoren mit Windows-Hintergrund, die auf Linux umsteigen
- IT-Support-Mitarbeiter, die in Betriebs- oder DevOps-Rollen aufsteigen wollen
- Berufseinsteiger mit IT-Ausbildung oder vergleichbarem technischem Hintergrund
- Fachleute, die in der Cloud-Infrastruktur tätig werden möchten
- Personen in Umschulungsmaßnahmen mit technischem Fokus
Grundkenntnisse in Computersystemen und Betriebssystemen erleichtern den Einstieg. Eine explizite Vorerfahrung mit Linux ist für das Einsteigerniveau nicht zwingend erforderlich; wer jedoch bereits erste Berührungspunkte mit der Kommandozeile hatte, wird die Inhalte schneller verinnerlichen. Das individuelle Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt den Kenntnisstand und erstellt einen darauf abgestimmten Lernplan.
Ablauf & Abschluss
Theorie und Praxis wechseln sich im Kursverlauf eng ab. Das Combined-Learning-Format erlaubt, selbstgesteuertes Lernen in Online-Modulen mit angeleiteten Trainings zu verbinden. Gerade für Linux-Kompetenzen ist die praktische Arbeit an der Kommandozeile zentral; Labs und Übungsaufgaben begleiten daher alle theoretischen Einheiten. Scrum wird in Gruppenübungen und Rollenspiel-Formaten greifbar gemacht. Kurssprache und Geschwindigkeit werden im Lernplan individuell abgestimmt.
Die Weiterbildung dauert typischerweise ein bis drei Monate. Der genaue Umfang hängt davon ab, welche Module kombiniert werden und ob Vollzeit oder Teilzeit gewählt wird. Für Personen, die bereits solide Linux-Grundkenntnisse mitbringen, kann die Dauer des Kernmoduls entsprechend kompakter ausfallen.
Die erfolgreich abgelegte CompTIA Linux+-Prüfung gilt gleichzeitig als LPI LPIC-1-Zertifizierung. Hinzu kommen die drei Scrum-Zertifikate (Foundation, Product Owner, Master) sowie das Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers. Bei Buchung des MS-365-Moduls wird das Profil um entsprechende Microsoft-Nachweise erweitert.
Nutzen & Perspektiven
Linux ist das Rückgrat der modernen IT-Infrastruktur. Cloud-Plattformen wie AWS, Azure und GCP betreiben ihre virtuellen Maschinen und Container auf Linux; Open-Source-Server, DevOps-Pipelines und Sicherheitssysteme basieren überwiegend auf Linux-Systemen. Wer Linux sicher administrieren kann und das mit einem anerkannten Zertifikat belegt, öffnet sich einen breiten Arbeitsmarkt — von klassischen Rechenzentren bis zu modernen Cloud-Teams. Die doppelte Anerkennung der Prüfung durch CompTIA und LPI ist ein klarer Mehrwert: Mit einer Prüfungsgebühr erwerben Sie zwei international bekannte Zertifizierungen, was die Investition in Zeit und Aufwand deutlich effizienter macht als separate Prüfungswege. In Bewerbungsgesprächen sticht dieses Zertifikatspaar positiv heraus. Wer Linux-Kenntnisse mit Scrum verbindet, ist besonders für DevOps-Rollen und agile IT-Projekte qualifiziert. In diesen Teams wird erwartet, dass Infrastrukturspezialisten nicht nur Systeme verwalten, sondern auch an Sprint-Planungen teilnehmen, Aufgaben priorisieren und in kurzen Zyklen liefern. Das macht den Mehrwert der kombinierten Qualifikation gegenüber einer reinen Linux-Zertifizierung besonders greifbar. Für den Jobeinstieg nach der Weiterbildung ist das Zertifikatsprofil ein entscheidender Vorteil: Ein Kandidat mit CompTIA Linux+ / LPIC-1, drei Scrum-Zertifikaten und nachgewiesener Office-365-Kompetenz ist auf dem Stellenmarkt deutlich breiter aufgestellt als jemand mit nur einem Einzelzertifikat. Arbeitgeber in der IT-Infrastruktur schätzen dieses kombinierte Profil, weil es zeigt, dass eine Person sowohl technisch handlungsfähig als auch in Teamstrukturen und agilen Abläufen erfahren ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen CompTIA Linux+ und LPIC?
CompTIA Linux+ powered by LPIC ist eine gemeinsame Zertifizierung, bei der Sie mit einer Prüfung beide Abschlüsse erwerben können — CompTIA Linux+ und LPI LPIC-1. Beide sind in der IT-Branche international anerkannt und belegen fundierte Linux-Administrationskompetenzen.
Warum enthält ein Linux-Kurs Scrum-Module?
In modernen IT-Teams, insbesondere in DevOps- und Cloud-Infrastrukturumgebungen, wird agiles Arbeiten nach Scrum zunehmend vorausgesetzt. Scrum-Kenntnisse machen Sie vielseitiger einsetzbar und erleichtern die Zusammenarbeit in interdisziplinären Entwicklungs- und Betriebsteams.
Welche Prüfungen sind im Kurs enthalten?
Die Zertifizierungen umfassen CompTIA Linux+ (LPIC), Scrum Foundation, Scrum Product Owner und Scrum Master. Bei Buchung des MS-Office-Moduls kommen entsprechende Kenntnisabschlüsse hinzu. Alle Trainings schließen mit einer Zertifizierungsprüfung ab.
Wie flexibel ist die Kursgestaltung?
Das Angebot ist modular: Einzelne Module können individuell kombiniert, ausgetauscht oder um weitere Trainings ergänzt werden. Die Kurszusammenstellung erfolgt im Beratungsgespräch vor Beginn.
Für wen ist dieser Kurs besonders geeignet?
Besonders geeignet ist der Kurs für Personen, die in der IT-Infrastruktur oder Systemadministration tätig waren und jetzt mit Linux-Kenntnissen und agilen Methoden ihre Beschäftigungsfähigkeit deutlich erhöhen möchten — etwa für Stellen in Cloud-Projekten oder DevOps-Teams.
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