Überblick
Dieser Kurs verbindet zwei eng miteinander verwandte Themenbereiche: konstruktives Konfliktmanagement und die professionelle Nutzung von Microsoft Teams als Plattform für digitale Zusammenarbeit. Konflikte am Arbeitsplatz sind unvermeidlich — entscheidend ist, wie Teams und Führungskräfte mit ihnen umgehen. Gleichzeitig ist Microsoft Teams heute in vielen Unternehmen das zentrale Kommunikations- und Kollaborationswerkzeug, in dem eben diese Konflikte oft entstehen und bearbeitet werden. Die Kombination beider Themen gibt Teilnehmenden ein vollständiges Handlungsrepertoire: sie verstehen die Dynamik von Konflikten, kennen wirksame Lösungsstrategien und sind in der Lage, diese mithilfe digitaler Werkzeuge konstruktiv umzusetzen.
Kursinhalte & Lernziele
Der Kurs gliedert sich in zwei inhaltliche Säulen — Konfliktmanagement und Microsoft Teams — die im Verlauf des Kurses miteinander verknüpft werden. Themenblock 1 — Konflikte verstehen und einordnen Im ersten thematischen Block erwerben Teilnehmende ein fundiertes Verständnis der Dynamiken, Ursachen und Phasen von Arbeitskonflikten. Dieses Grundlagenwissen ist die Voraussetzung für alle weiteren Lösungskompetenzen.
- Konfliktdefinition (was Konflikte von Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen unterscheidet)
- Konfliktursachen (unklare Rollen, Ressourcenknappheit, Werteunterschiede, Kommunikationsdefizite)
- Konfliktphasen nach Glasl (vom latenten Spannungsfeld bis zur Eskalation)
- Konstruktiver versus destruktiver Konflikt (Umgang mit Reibungspunkten als Innovationsquelle)
- Schlüsselpersonen der Konfliktlösung (Beteiligte, Betroffene, Vermittler, Eskalationsstellen)
- Selbstreflexion: eigenes Konfliktmuster erkennen und bewusst gestalten
Themenblock 2 — Höflichkeit, Respekt und Arbeitsklima Dieser Block behandelt das Fundament konstruktiver Kommunikation: Respekt und Zivilität im beruflichen Alltag. Teilnehmende lernen, Verhaltensstandards zu etablieren und durchzusetzen.
- Merkmale unhöflichen und respektlosen Verhaltens am Arbeitsplatz
- Auswirkungen von Unhöflichkeit (Produktivitätsverlust, Fluktuation, Teamdynamik)
- Vorteile einer höflichen Unternehmenskultur (Bindung, Motivation, Kreativität)
- Umgang mit schwierigen Persönlichkeiten (desinteressiert, aggressiv, passiv-aggressiv)
- Verhaltensrichtlinien entwickeln (Prozess, Inhalte, Kommunikation)
- Implementierung und Durchsetzung von Höflichkeitsstandards im Team oder der Abteilung
Themenblock 3 — Konfliktlösungsprozess und Gesprächsführung Hier erwerben Teilnehmende konkrete Handlungskompetenzen für den direkten Umgang mit Konfliktsituationen. Schritt-für-Schritt-Modelle und Gesprächstechniken werden eingeübt.
- Atmosphäre schaffen (physische und psychologische Sicherheit als Gesprächsgrundlage)
- Aktives Zuhören, Paraphrasieren und Spiegeln als Verständnistechniken
- Interessenklärung (hinter Positionen liegende Bedürfnisse sichtbar machen)
- Gemeinsame Bedürfnisse identifizieren (Schnittmenge als Basis nachhaltiger Lösungen)
- Lösungsoptionen entwickeln und bewerten (Brainstorming ohne Bewertung, dann Selektion)
- Vereinbarungen treffen (verbindliche und überprüfbare Absprachen formulieren)
Themenblock 4 — Konfliktlösungsstrategien im Überblick Dieser abschließende Konfliktmanagement-Block gibt Teilnehmenden einen strategischen Überblick, wann welche Herangehensweise situationsgerecht ist.
- Modell nach Thomas-Kilmann (Durchsetzen, Nachgeben, Kompromiss, Kooperieren, Vermeiden)
- Kooperation als bevorzugte Langzeitstrategie (Bedingungen und Grenzen)
- Kompromiss (schnell, aber oft suboptimal — wann er dennoch sinnvoll ist)
- Wettbewerb und Machteinsatz (Risiken und seltene Berechtigung)
- Vermeidung als temporäre Strategie (wann sie Sinn ergibt und wann sie schadet)
- Anwendungsfälle: Analyse von Fallszenarien und situationsgerechte Strategiewahl
Praxisblock — Übungen, Rollenspiele und Teams-Konfiguration
- Rollenspiel: Führen eines strukturierten Konfliktgesprächs mit Feedbackrunde
- Gruppenübung: Entwicklung einer Höflichkeitsrichtlinie für ein fiktives Team
- Simulation: Eskalationsszenarien einordnen und deeskalieren
- Erstellung und Konfiguration eines Microsoft-Teams-Arbeitsbereichs für ein Projektteam
- Nutzung von Kanälen, Tabs, Dateien und Besprechungsfunktionen in Teams
- Integration von Microsoft Teams mit Outlook, SharePoint und OneNote
- Übung zur digitalen Konfliktprävention (Kommunikationsstandards für Remote-Teams formulieren)
- Analyse realer digitaler Kommunikationssituationen (was schief läuft und warum)
- Mock-Moderation: Teilnehmende leiten ein Team-Meeting mit Konfliktpotenzial
- Feedback-Übung: konstruktives Feedback geben und empfangen nach dem SBI-Modell
- Entwicklung eines Onboarding-Guides für neue Teammitglieder in Microsoft Teams
- Abschlusspräsentation: eigenes Konfliktlösungskonzept für einen Praxisfall vorstellen
Die Lerninhalte werden durch interaktive Übungen, Rollenspiele und reale Fallstudien vermittelt. Microsoft-Teams-Funktionen werden praktisch erprobt, sodass Teilnehmende am Ende des Kurses sowohl die Theorie des Konfliktmanagements beherrschen als auch Teams sicher als digitales Arbeitswerkzeug einsetzen können.
Lernziele:
Nach Abschluss des Kurses sind Teilnehmende in der Lage, folgende Kompetenzen eigenständig anzuwenden —
- Die Ursachen von Konflikten am Arbeitsplatz analysieren und zwischen konstruktiven und destruktiven Konfliktformen unterscheiden
- Den Nutzen von Konflikten als Innovationstreiber und Feedback-Signal erkennen und kommunizieren
- Wirksame Gesprächstechniken zur Konfliktlösung anwenden (aktives Zuhören, Ich-Botschaften, lösungsorientiertes Fragen)
- Verschiedene Konfliktlösungsstrategien (Kooperation, Kompromiss, Konkurrenz, Vermeidung) situationsgerecht auswählen und begründen
- Einen strukturierten Konfliktlösungsprozess von der Atmosphäre über Interessenklärung bis zur Lösungsvereinbarung eigenständig moderieren
- Unhöfliches und respektloses Verhalten am Arbeitsplatz erkennen, ansprechen und durch positive Verhaltensstandards ersetzen
- Eine Höflichkeits- oder Verhaltensrichtlinie im Team erstellen, kommunizieren und durchsetzen
- Microsoft Teams für Chats, Videomeetings, Dateifreigaben und Teamkollaboration sicher bedienen
- Teams in die Microsoft-365-Suite integrieren und Synergien mit bekannten Office-Anwendungen nutzen
- Digitale Kommunikationsstandards für Remote- und Hybridteams definieren und durchsetzen
- Konfliktpotenziale in digitaler Kommunikation (Missverständnisse, Ton, Reaktionszeiten) erkennen und proaktiv mindern
- Eine teamspezifische Arbeitsumgebung in Microsoft Teams aufbauen und für die Zusammenarbeit konfigurieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die regelmäßig in Teamsituationen arbeiten und Konfliktpotenziale professionell handhaben wollen. Sowohl Personen in leitenden Positionen als auch Projektmitarbeitende ohne formale Führungsverantwortung profitieren von den Inhalten.
- Führungskräfte und Teamleitungen, die Konflikte konstruktiv moderieren wollen
- Projektmanager, die Konflikte zwischen Stakeholdern und Teammitgliedern professionell lösen müssen
- HR Business Partner und Personalreferenten, die Konfliktgespräche begleiten und Richtlinien entwickeln
- Mitarbeitende in cross-funktionalen oder Remote-Teams mit hohem Kommunikationsbedarf
- Personen, die Microsoft Teams täglich nutzen und ihre digitale Zusammenarbeit verbessern möchten
Für die Teilnahme sind keine spezifischen Fachkenntnisse erforderlich. Berufliche Erfahrung in einem Teamkontext ist hilfreich und erleichtert die Anwendung der erlernten Methoden. Grundlegende Computerkenntnisse werden für den Microsoft-Teams-Teil vorausgesetzt. Im Beratungsgespräch vor Kursbeginn wird ein individueller Lernplan erstellt, der die berufliche Situation und Vorkenntnis der Teilnehmenden berücksichtigt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning oder als Online-Seminar durchgeführt. Theoretische Inputs wechseln sich mit praktischen Übungen, Rollenspielen und Gruppenarbeiten ab. Für den Microsoft-Teams-Teil werden Hands-on-Konfigurationsübungen in realen oder Testumgebungen eingesetzt. Ein direkter Austausch zwischen Teilnehmenden und Trainer fördert die Reflexion und das Übertragen von Lerninhalten auf die eigene Arbeitssituation. Digitale Begleitmaterialien stehen für Nachbereitung und Vertiefung zur Verfügung.
Der Kurs erstreckt sich in der Regel über mehrere Wochen bis zu einem Monat in Vollzeit oder etwas länger in Teilzeit. Flexible Starttermine sind nach individuellem Beratungsgespräch verfügbar. Selbststudiumsphasen ermöglichen eine Nachbereitung im eigenen Tempo und die Vertiefung einzelner Themenbereiche.
Nach Abschluss des Kurses erhalten Teilnehmende ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Bildungsanbieters. Das Zertifikat dokumentiert die erworbenen Kompetenzen in konstruktivem Konfliktmanagement und der professionellen Nutzung von Microsoft Teams.
Nutzen & Perspektiven
Konfliktkompetenz ist eine der meistgefragten Soft Skills in modernen Organisationen. Studien zeigen, dass ungelöste Konflikte am Arbeitsplatz zu erheblichem Produktivitätsverlust, erhöhter Fluktuation und sinkender Mitarbeiterzufriedenheit führen. Wer dagegen in der Lage ist, Konflikte konstruktiv anzugehen und Lösungen zu moderieren, schafft ein Arbeitsklima, in dem Teams produktiver, innovativer und gesünder arbeiten. Diese Fähigkeit ist in Führungspositionen unverzichtbar, wird aber auch von Projektmitarbeitenden und HR-Fachleuten zunehmend erwartet und bei Beförderungsentscheidungen berücksichtigt. Die Kombination mit Microsoft Teams gibt dem Kurs einen starken Praxisbezug: da Teams heute der Standard für digitale Zusammenarbeit in deutschen Unternehmen ist, können die erlernten Kommunikations- und Konfliktlösungskompetenzen unmittelbar in der täglichen Arbeit eingesetzt werden. Missverständnisse in Chat-Nachrichten, Spannungen in Videomeetings und unklare Aufgabenverteilungen in digitalen Projekten lassen sich mit dem erworbenen Wissen gezielt adressieren. Teilnehmende verlassen den Kurs mit einem konkreten Handlungsplan und erprobten Werkzeugen für beide Bereiche. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist dieser Kurs in der Regel über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Je nach Situation kommen auch Leistungen nach dem Qualifizierungschancengesetz, Förderungen durch die Deutsche Rentenversicherung oder die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD) infrage. Ein Beratungsgespräch vor Kursbeginn klärt, welche Förderoptionen individuell nutzbar sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was wird in diesem Kurs kombiniert?
Der Kurs vermittelt konstruktive Konfliktmanagement-Methoden (Konfliktanalyse, Lösungsstrategien, Gesprächsführung) und die professionelle Nutzung von Microsoft Teams als digitale Kollaborationsplattform. Beide Themen werden miteinander verknüpft, da Konflikte heute häufig in digitalen Kommunikationskanälen entstehen.
Brauche ich Vorkenntnisse im Konfliktmanagement?
Nein, der Kurs setzt keine Fachkenntnisse voraus. Berufliche Erfahrung in Teamkontexten ist hilfreich. Vor Kursbeginn wird ein individueller Lernplan erstellt.
Ist der Kurs auch für Mitarbeitende ohne Führungsverantwortung geeignet?
Ja, der Kurs richtet sich sowohl an Führungskräfte als auch an Projektmitarbeitende und HR-Fachleute. Konfliktlösungskompetenzen und Teams-Kenntnisse sind in allen beruflichen Rollen nützlich.
Welches Zertifikat erhalte ich?
Nach Abschluss erhalten Sie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Bildungsanbieters. Die Zertifikate belegen Ihre Kenntnisse in Konfliktmanagement und Microsoft Teams.
Kann der Kurs gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Trägern ist der Kurs häufig über einen Bildungsgutschein förderbar. Auch Leistungen nach dem Qualifizierungschancengesetz kommen in Betracht.
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