Überblick
Machine Learning verändert die Anforderungen an Data Engineers grundlegend. Wer Daten nur speichert und verschiebt, liefert heute nicht mehr genug – gefragt sind Fachkräfte, die verstehen, wie Modelle trainiert werden, welche Datenqualität ML-Systeme benötigen und wie sich Pipelines gestalten lassen, die nicht nur ETL-Last tragen, sondern aktiv KI-Prozesse unterstützen. Dieser Kurs kombiniert Machine-Learning-Grundlagen mit konkreten Azure-Zertifizierungen (DP-900, DP-203, AI-900, AI-102) und befähigt Teilnehmende, Datenarchitekturen für KI-Anforderungen zu entwerfen und umzusetzen.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 – ML-Grundlagen für Data Engineers Data Engineering und Machine Learning wachsen in modernen Unternehmen immer mehr zusammen. Dieses Modul legt das konzeptionelle Fundament: Was ist Machine Learning, wie unterscheiden sich überwachte und unüberwachte Verfahren, und warum kommt es so häufig auf die Datenqualität an – nicht auf den Algorithmus? Anhand eines Praxisbeispiels zur Verkaufsprognose wird gezeigt, wie eine Datenpipeline so aufgebaut wird, dass ein Regressionsmodell darauf trainiert werden kann.
- Einführung in Machine Learning (Definitionen, Methoden, Anwendungsgebiete)
- Überwachtes vs. unüberwachtes Lernen im Data-Engineering-Kontext
- Feature Engineering: Welche Daten braucht ein Modell wirklich?
- Datenqualität und Preprocessing als Grundlage für ML-Erfolg
- Aufbau einer einfachen ML-Pipeline von der Rohdatenquelle bis zum Modellinput
- Praxisbeispiel: Verkaufsprognosepipeline von der Quelldatenbank bis zum trainierten Modell
Modul 2 – Datenmanagement in Azure (DP-900: Azure Data Fundamentals) Microsoft Azure ist eine der meistgenutzten Cloud-Plattformen für Daten und KI. Dieses Modul schafft das Fundament für alle weiteren Azure-Zertifizierungen: Teilnehmende verstehen den Unterschied zwischen relationalen und nicht-relationalen Datenbanken, lernen Azure SQL, Cosmos DB und Azure Blob Storage kennen und vollziehen nach, wie Kundendaten sauber strukturiert und zugänglich gemacht werden.
- Azure Data Fundamentals (DP-900): Zertifizierungsrahmen und Prüfungsrelevanz
- Relationale Datenbanken in Azure: Azure SQL Database, Managed Instance
- Nicht-relationale Ansätze: Cosmos DB, Table Storage, Blob Storage
- Grundlagen der Datenverwaltung und -modellierung in der Cloud
- Unterschiede zwischen OLTP- und OLAP-Szenarien
- Praxisbeispiel: Strukturierung und Abfrage von Kundendaten in Azure SQL
Modul 3 – Big-Data-Engineering auf Azure (DP-203: Data Engineering on Microsoft Azure) Mit wachsenden Datenvolumina stoßen klassische Datenbanken an ihre Grenzen. Dieses Modul vermittelt, wie Azure Data Lake Storage Gen2, Azure Synapse Analytics und Azure Data Factory für große Datenmengen eingesetzt werden. Das Praxisbeispiel – Verarbeitung von Server-Logdaten in einem Data Lake – zeigt den vollständigen Weg von der Rohdatenablage bis zur auswertbaren, strukturierten Tabelle.
- Data Engineering on Microsoft Azure (DP-203): Lernziele und Prüfungsformat
- Azure Data Lake Storage Gen2: Architektur, Hierarchien, Zugriffssteuerung
- Azure Synapse Analytics: Pools, SQL Serverless, Spark-Integration
- Azure Data Factory: Pipeline-Design, Trigger, Monitoring
- Datentransformation mit Mapping Data Flows und U-SQL-Alternativen
- Praxisbeispiel: Aufnahme, Verarbeitung und Analyse von Logdaten in einem Data Lake
Modul 4 – KI-Grundlagen und Azure Cognitive Services (AI-900 und AI-102) Die beiden letzten Module verbinden die Data-Engineering-Perspektive mit der KI-Anwendungsseite. AI-900 (Azure AI Fundamentals) gibt einen strukturierten Überblick über KI-Konzepte und die Azure-KI-Dienste; AI-102 (Azure AI Engineer Associate) vertieft die praktische Integration – von der Spracherkennung über Bildanalyse bis zur Verarbeitung natürlicher Sprache. Beide Zertifizierungen bauen konzeptionell aufeinander auf und lassen sich innerhalb des Kurses sequenziell ablegen.
- Azure AI Fundamentals (AI-900): KI-Konzepte, Machine Learning, verantwortungsvolle KI
- Cognitive Services im Überblick: Vision, Speech, Language, Decision
- Azure AI Engineer Associate (AI-102): Entwicklung und Deployment von KI-Lösungen
- Sprachmodelle und Natural Language Processing mit Azure Language Service
- Bildanalyse mit Azure Computer Vision und Custom Vision
- Praxisbeispiel: Aufbau eines Sprachverarbeitungsmodells mit Azure Cognitive Services und Anbindung an eine Datenpipeline
Praxisblock: Datenpipelines für ML-Produktion Quellmaterial lesen, transformieren und für ML bereitstellen – dieser Block überträgt alle Modulinhalte in eine zusammenhängende Architektur. Teilnehmende bauen eine End-to-End-Pipeline, die von der Datenbeschaffung über Transformation bis zur Bereitstellung für Modelltraining und Inferenz reicht.
- Design einer vollständigen ML-Datenpipeline in Azure
- Datenschicht, Feature Store und Modell-Serving konzeptionell planen
- Fehlerbehandlung, Logging und Monitoring in Produktionspipelines
- Skalierung und Kostenkontrolle in Cloud-Architekturen
- Verbindung von DP-203-Pipelines mit AI-102-Diensten
- Sicherheit und Datenschutz in KI-gestützten Datensystemen
- Dokumentation von Pipelines und ML-Artefakten nach Unternehmensstandard
- Rückblick auf alle vier Azure-Zertifizierungen und deren Zusammenspiel in der Praxis
- Fallanalyse: Typische Fehler in ML-Datenpipelines und wie man sie behebt
- Architekturentscheidungen: Batch vs. Streaming in ML-Kontexten
- Review offener Fragen und Transfer auf eigene Projekte
- Vorbereitung auf die jeweiligen Prüfungsformate und -anforderungen
Das Kursformat kombiniert Videoeinheiten, Live-Sitzungen und eigenständige Laborphasen auf Azure-Testumgebungen. So können Lerninhalte direkt angewendet und gefestigt werden, bevor die Zertifizierungsprüfungen abgelegt werden. Die abschließende Zusammenführung aller Module zeigt, wie DP-900, DP-203, AI-900 und AI-102 nicht isoliert nebeneinander stehen, sondern ein kohärentes Kompetenzprofil ergeben: von der Datengrundlage über Big-Data-Engineering bis zur KI-Integration.
Lernziele:
- Grundlegende ML-Konzepte (überwachtes Lernen, Regression, Klassifikation) in den Data-Engineering-Kontext einordnen
- Daten strukturieren, bereinigen und für den Einsatz in ML-Modellen aufbereiten
- Relationale und nicht-relationale Datenbanken in Azure administrieren (DP-900-Niveau)
- Datenpipelines für Big-Data-Workloads mit Azure Data Lake und Synapse Analytics aufbauen (DP-203)
- Grundlegende KI-Dienste und deren Anwendungsfälle in der Cloud verstehen (AI-900)
- Kognitive Dienste von Azure – Speech, Vision, Language – gezielt in Datenprodukte integrieren (AI-102)
- ML-Modellausgaben in nachgelagerte Systeme und Reports einbinden
- Datenpipelines so gestalten, dass sie ML-Inferenz ohne Medienbrüche unterstützen
- Kosten, Skalierbarkeit und Sicherheit von Cloud-Datenarchitekturen beurteilen
- Typische Fehlerquellen beim Einsatz von ML in Produktionsumgebungen erkennen und vermeiden
- Internationale Azure-Zertifizierungen ablegen, die im Markt als Qualitätsnachweis anerkannt sind
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an IT-Fachkräfte mit Interesse an der Schnittstelle zwischen Datenverarbeitung und Machine Learning. Vorausgesetzt werden grundlegende Vorkenntnisse – idealerweise in Python oder SQL –, aber kein Expertenwissen in KI.
- Data Engineers, die ihr Profil um ML-Kenntnisse erweitern möchten
- Softwareentwicklerinnen und -entwickler mit Wechselinteresse ins Data-Engineering
- IT-Systemadministratoren, die Cloud-Dateninfrastrukturen betreuen
- Datenanalystinnen und -analysten, die technisches Umsetzungswissen aufbauen möchten
- Quereinsteiger mit Programmiererfahrung, die strukturiert in den Azure-Datentechnologie-Stack einsteigen wollen
Grundkenntnisse in Python oder SQL sind hilfreich und beschleunigen das Arbeiten in den Laborphasen, sind aber keine zwingende Voraussetzung – alle Module sind so aufgebaut, dass Teilnehmende auch mit allgemeiner IT-Erfahrung folgen können. Ebenso nützlich sind erste Berührungspunkte mit Cloud-Konzepten (z. B. über eine kostenlose Azure-Testlizenz). Formal bestehen keine Mindeststudienabschlüsse oder branchenspezifischen Zugangsvoraussetzungen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs läuft im Combined-Learning-Format: Theoretische Inhalte werden über aufgezeichnete Video-Lektionen und begleitende Lehrtexte vermittelt; Live-Sitzungen mit Trainer-Feedback und Q&A ermöglichen direkten Austausch. Praktische Laboraufgaben auf realen Azure-Testumgebungen bilden das Herzstück jedes Moduls – so werden abstrakte Architekturkonzepte unmittelbar erprobt. Teilnehmende arbeiten in ihrem eigenen Tempo, können aber auf Lernpartner und Foren zurückgreifen.
Der Kurs ist sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit absolvierbar und kann je nach Lerngeschwindigkeit und Vorkenntnissen unterschiedlich lang dauern. Alle Kurseinheiten stehen online zur Verfügung, sodass eine ortsunabhängige Teilnahme aus ganz Deutschland möglich ist.
Das Kursziel ist der Erwerb von vier Microsoft-Zertifizierungen: DP-900 (Azure Data Fundamentals), DP-203 (Data Engineering on Microsoft Azure), AI-900 (Azure AI Fundamentals) und AI-102 (Azure AI Engineer Associate). Diese Prüfungen werden bei akkreditierten Prüfungszentren von Microsoft abgelegt und sind weltweit anerkannte Qualifikationsnachweise im Azure-Ökosystem. Zusätzlich wird eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung des Kursanbieters ausgestellt.
Nutzen & Perspektiven
Vier Azure-Zertifizierungen in einem abgestimmten Lehrplan sind mehr als die Summe ihrer Teile: Die Abfolge von DP-900 über DP-203 zu AI-900 und AI-102 spiegelt den natürlichen Kompetenzaufbau wider, den Unternehmen suchen – von der Datengrundlage bis zur KI-Integration. Wer alle vier Prüfungen absolviert, signalisiert dem Arbeitsmarkt ein konsistentes, ausbaufähiges Azure-Kompetenzprofil. Der Kurs ist besonders für Fachkräfte wertvoll, die nicht nur Daten transportieren, sondern aktiv an KI-Projekten mitwirken wollen. Machine Learning lebt von der Datenqualität – und die Personen, die Pipelines bauen, tragen mehr Verantwortung für den KI-Erfolg als oft angenommen. Dieses Programm macht diese Verbindung explizit und lehrbar. Der Markt für Data Engineers mit ML-Kenntnissen wächst schnell. Unternehmen suchen zunehmend Fachkräfte, die zwischen Datentechnik und KI-Implementierung vermitteln können. Die Kombination aus praktischen Laborkenntnissen und offiziellen Microsoft-Zertifikaten schafft dafür eine belastbare Grundlage, die sich in konkreten Projekten und Bewerbungsgesprächen unmittelbar auszahlt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Grundkenntnisse in Python oder SQL sind hilfreich, weil die Laborphasen damit leichter fallen. Zwingend erforderlich sind sie nicht – allgemeine IT-Erfahrung reicht als Einstieg. Cloud-Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht vorausgesetzt.
Welche Zertifizierungen kann ich nach dem Kurs ablegen?
Der Kurs bereitet auf vier Microsoft-Zertifizierungen vor: DP-900 (Azure Data Fundamentals), DP-203 (Data Engineering on Microsoft Azure), AI-900 (Azure AI Fundamentals) und AI-102 (Azure AI Engineer Associate). Die Prüfungen werden bei akkreditierten Microsoft-Testcentern abgelegt.
Was unterscheidet diesen Kurs von einem reinen Python- oder ML-Kurs?
Der Fokus liegt auf der Data-Engineering-Perspektive: Wie müssen Daten aufgebaut sein, damit ML-Modelle damit funktionieren? Die Azure-Plattform wird als Werkzeugkasten genutzt, um diese Frage praktisch zu beantworten – von der Datenspeicherung bis zur KI-Dienstintegration.
Kann ich den Kurs neben dem Beruf absolvieren?
Ja. Das Combined-Learning-Format erlaubt flexibles Lernen: Videoeinheiten sind asynchron abrufbar, Live-Sitzungen können per Aufzeichnung nachgeholt werden. Teilzeit und Vollzeit sind beide möglich.
Ist der Kurs deutschlandweit verfügbar?
Ja, der Kurs findet vollständig online statt und ist damit aus ganz Deutschland absolvierbar. Kurssprache ist Deutsch; manche Materialien können auch auf Englisch vorliegen.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
Berufsbild ist branchenübergreifend einsetzbar. Karrierechancen hängen stark von zusätzlicher Spezialisierung und Region ab.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Data Engineer5.110 Stellen
- Machine Learning Engineer998 Stellen
- IT-Manager/IT-Managerin752 Stellen