Überblick
Datenbanken begegnen uns in jedem Büroalltag — ob in CRM-Systemen, Warenwirtschaftsprogrammen oder einfachen Adressverwaltungen. Wer versteht, wie Datenbanken aufgebaut sind und wie man sie bedient, kann mit strukturierten Informationen weit effizienter umgehen. Dieser Kurs richtet sich an Personen ohne Vorkenntnisse in Datenbankprogrammierung und zeigt, wie man eine Datenbank von Grund auf anlegt, Daten einpflegt, sortiert, filtert, abfragt und in Berichten aufbereitet. Der Abschluss ist das international anerkannte ICDL-Examen im Modulbereich Datenbanken.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundkonzepte von Datenbanken Bevor eine erste Tabelle angelegt wird, steht das Verständnis dafür, warum es Datenbanken gibt und was sie von anderen Werkzeugen wie Tabellenkalkulationen unterscheidet. Eine relationale Datenbank organisiert Informationen in Tabellen mit klar definierten Feldern und Beziehungen — das Grundprinzip, auf dem alle weiteren Schritte aufbauen.
- Was ist eine relationale Datenbank? Abgrenzung zu Tabellenkalkulation und Textdokument
- Tabellen, Felder, Datensätze: die drei Grundbegriffe
- Datentypen: Text, Zahl, Datum, Ja/Nein und ihre Bedeutung für die Datenintegrität
- Primärschlüssel und Eindeutigkeit von Datensätzen
- Ansichten: Datenblattansicht vs. Entwurfsansicht
- Anlegen einer neuen Datenbank und einer ersten Tabelle
Modul 2 — Datenpflege und Datenverwaltung Eine Datenbank ist nur so gut wie die Daten, die in ihr stecken. In diesem Block lernen die Teilnehmenden, wie sie Informationen sauber eingeben, vorhandene Einträge korrigieren und nicht mehr benötigte Datensätze entfernen — alles grundlegende Aufgaben im Tagesgeschäft.
- Daten direkt in der Tabellenansicht eingeben
- Vorhandene Einträge öffnen, bearbeiten und speichern
- Datensätze löschen und die Auswirkungen verstehen
- Sortieren: aufsteigend und absteigend nach einem oder mehreren Feldern
- Einfache Filter: Anzeige nur bestimmter Datensätze nach einem Feldwert
- Filter kombinieren und gezielt aufheben
Modul 3 — Abfragen und Formulare Abfragen sind das Herzstück einer Datenbank: Sie erlauben es, genau die Informationen herauszufiltern, die für eine bestimmte Aufgabe gebraucht werden — und diese Selektion zu speichern, um sie jederzeit wieder aufzurufen. Formulare erleichtern die Dateneingabe und machen die Datenbank für Personen bedienbar, die nicht mit der Tabellenansicht vertraut sind.
- Abfragen mit dem Abfrage-Assistenten erstellen
- Bedingungen (Kriterien) in Abfragen formulieren: Gleichheit, Bereich, Platzhalter
- Mehrere Bedingungen mit UND und ODER verknüpfen
- Abfragen speichern, öffnen und anpassen
- Formulare erstellen: Felder auswählen, Layout festlegen
- Dateneingabe über Formulare: Navigation zwischen Datensätzen
Modul 4 — Berichte und Druckausgabe Am Ende jedes Arbeitsprozesses steht oft ein Bericht — eine strukturierte Zusammenfassung der Datenbankdaten für Kollegen, Vorgesetzte oder Kunden. Berichte können Summen, Gruppierungen und individuelle Layouts enthalten und gezielt für den Druck oder die digitale Weitergabe vorbereitet werden.
- Berichte mit dem Bericht-Assistenten aus Tabellen oder Abfragen erstellen
- Felder im Bericht anordnen und Spaltenbreiten anpassen
- Datensätze im Bericht gruppieren und Zwischensummen berechnen
- Kopf- und Fußzeilen mit Titel, Datum und Seitenzahl versehen
- Druckvorschau nutzen und Seitenränder einrichten
- Berichte als Grundlage für Auswertungen und Präsentationen nutzen
Praxisübungen
- Anlegen einer vollständigen Datenbank für einen praxisnahen Anwendungsfall (z. B. Adressverwaltung, Bestandsliste, Kundenstamm)
- Tabellen mit mehreren Feldern und passenden Datentypen entwerfen
- Datensätze eingeben, ändern und löschen in einem Übungsszenario
- Sortierung und Filterung nach wechselnden Kriterien anwenden
- Komplexere Abfragen mit mehreren Bedingungen aufbauen und speichern
- Formular für eine der Tabellen gestalten und zur Dateneingabe nutzen
- Abschlussbericht mit Gruppierung und Summenzeile erstellen
- Druckausgabe konfigurieren: Seitenformat, Ränder, Kopfzeile
- Typische Fehler bei der Dateneingabe erkennen und korrigieren (z. B. Leerzeichen, falsche Datentypen)
- Wiederholung aller Schritte anhand eines zweiten Datensatzes zur Festigung
Der Kurs legt großen Wert auf anwendungsorientiertes Lernen: Alle Konzepte werden sofort an konkreten Beispielen gezeigt und selbst ausprobiert. Technisches Vorwissen ist nicht erforderlich — der Kurs startet bewusst bei null und steigert den Schwierigkeitsgrad schrittweise. Die virtuelle Übungsumgebung stellt sicher, dass alle Teilnehmenden mit identischen Voraussetzungen arbeiten und Fehler ohne Konsequenzen für echte Daten gemacht werden können.
Lernziele:
- Verstehen, was eine relationale Datenbank ist und wie sie sich von einer einfachen Tabelle unterscheidet
- Eine neue Datenbank anlegen und deren Struktur in Tabellen organisieren
- Unterschiedliche Ansichten einer Datenbank kennen und situationsgerecht einsetzen
- Daten in Tabellen eingeben, bearbeiten und löschen
- Datensätze gezielt nach verschiedenen Kriterien sortieren
- Filter auf Tabellenebene anwenden, um nur relevante Datensätze anzuzeigen
- Abfragen erstellen, die über einfache Filter hinausgehen und mehrere Bedingungen verknüpfen
- Abfragen nachträglich verändern und an neue Anforderungen anpassen
- Das Konzept eines Formulars kennen und ein einfaches Formular zur Dateneingabe aufbauen
- Daten über Formulare eingeben und bearbeiten
- Berichte auf Basis von Tabellen und Abfragen erstellen
- Berichte für den Druck vorbereiten und Ausgabe-Layouts anpassen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an alle, die im Berufsalltag mit strukturierten Daten umgehen und dabei sicherer und effizienter werden möchten. Geeignet sind
- Einsteiger ohne Programmierkenntnisse, die erstmals mit Datenbanken arbeiten
- Kaufmännische Fachkräfte, die Kunden-, Produkt- oder Auftragsdaten verwalten
- Verwaltungsangestellte, die strukturierte Datenpflege in ihrer täglichen Arbeit brauchen
- Personen, die eine ICDL-Zertifizierung im Bereich Datenbanken anstreben
- Wiedereinsteiger, die ihre IT-Kenntnisse auffrischen und formalisieren möchten
Grundlegende PC-Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Windows sind ausreichend. Vorkenntnisse in Datenbankprogrammierung, SQL oder einer spezifischen Datenbanksoftware sind nicht erforderlich. Wer bereits mit Excel oder vergleichbaren Tabellenkalkulationsprogrammen gearbeitet hat, wird schnell Parallelen erkennen. Deutschkenntnisse auf B2-Niveau werden vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt, das angeleitete Unterrichtsphasen mit eigenständigen Übungseinheiten kombiniert. In den Unterrichtsphasen werden neue Konzepte eingeführt und direkt demonstriert. In den Selbstlernphasen wenden die Teilnehmenden das Gelernte an eigenen Übungsaufgaben in virtuellen Umgebungen an. Der Kurs ist in Vollzeit konzipiert, was eine intensive und zügige Wissensvermittlung erlaubt. Lernunterlagen und Lab-Zugänge sind im Leistungsumfang enthalten.
Der Kurs ist als Vollzeit-Maßnahme konzipiert. Genaue Stundenzahlen werden bei der Buchung mitgeteilt. Das kompakte Format ermöglicht einen zügigen Einstieg in das Thema ohne lange Unterbrechungen zwischen den Lerneinheiten.
Der Kurs schließt mit dem ICDL-Examen im Modulbereich Datenbanken ab. Das ICDL-Zertifikat (International Computer Driving Licence) ist ein international anerkannter Nachweis für digitale Kompetenz und wird von Arbeitgebern weltweit akzeptiert. Die Prüfung wird von einem autorisierten ICDL-Testcenter abgenommen. Zusätzlich zum ICDL-Zertifikat erhalten die Absolventen eine Teilnahmebescheinigung.
Nutzen & Perspektiven
Datenbankkenntnisse sind in nahezu jedem Büroberuf von Vorteil — unabhängig davon, ob man selbst Datenbanken pflegt oder nur mit Auswertungen arbeitet. Wer versteht, wie Abfragen funktionieren und wie Berichte entstehen, kommuniziert präziser mit IT-Abteilungen und hinterfragt Datenausgaben kritischer. Das ICDL-Zertifikat ist ein objektiver, prüfungsbasierter Nachweis, der nicht von einem einzelnen Anbieter ausgestellt wird, sondern von einem internationalen Akkreditierungssystem. Das macht es für Arbeitgeber besonders glaubwürdig — und für Arbeitnehmer portabel: Es gilt unabhängig davon, in welchem Land oder in welcher Branche man arbeitet. Gerade für Personen, die aus dem Verwaltungs- oder kaufmännischen Bereich kommen, ist dieser Kurs ein direkter Weg, eine oft unbewusst genutzte Technologie zu formalisieren und mit einem anerkannten Zertifikat zu belegen. Wer die Grundlagen sicher beherrscht, kann schnell auf spezialisiertere Datenbankwerkzeuge aufbauen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Datenbanksoftware wird im Kurs eingesetzt?
Der Kurs orientiert sich an den ICDL-Lernzielen und arbeitet mit einer verbreiteten Desktop-Datenbankanwendung. Die konkrete Software erfragen Sie beim Anbieter. Die erlernten Konzepte (Tabellen, Abfragen, Formulare, Berichte) sind auf andere Datenbankprogramme übertragbar.
Muss ich programmieren können, um den Kurs zu bestehen?
Nein. Das ICDL-Modul Datenbanken richtet sich ausdrücklich an Anwender ohne Programmierhintergrund. Im Mittelpunkt steht die praktische Nutzung von Datenbankfunktionen über grafische Oberflächen, nicht das Schreiben von Programmcode.
Wie schwer ist das ICDL-Examen?
Das ICDL-Examen ist auf Anwenderkenntnisse ausgerichtet und für Einsteiger konzipiert. Es prüft die im Kurs gelernten Themen: Tabellen, Datenpflege, Filter, Abfragen, Formulare und Berichte. Mit den Praxisübungen des Kurses sind Teilnehmende gut vorbereitet.
Kann ich das ICDL-Datenbanken-Modul mit weiteren ICDL-Modulen kombinieren?
Ja. Das ICDL besteht aus mehreren eigenständigen Modulen (z. B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Computing). Jedes Modul schließt mit einem eigenen Examen ab und kann einzeln oder als Teil eines umfassenderen ICDL-Programms absolviert werden.
Ist das Zertifikat auch für Arbeitgeber außerhalb Deutschlands anerkannt?
Das ICDL ist ein internationaler Standard, der von der ICDL Foundation in über 100 Ländern vergeben wird. Es ist in Europa, dem Nahen Osten und vielen weiteren Regionen als Nachweis digitaler Kompetenz anerkannt und damit grenzüberschreitend nutzbar.
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