Digitale Produkte konzipieren – Kurs
Digitale Produkte von der Idee bis zur marktfähigen Konzeption entwickeln — mit Methoden aus Design Thinking, Produktstrategie und UX.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
Kostenlos & unverbindlich anfragenAuf einen Blick
Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Der Kurs wird überwiegend in Teilzeit absolviert, sodass er sich auch für Personen mit Verpflichtungen eignet, die eine Vollzeitvariante ausschließen. Die genaue Stundenzahl und Blockung richten sich nach dem jeweiligen Anbieter — Interessierte sollten die konkreten Termin- und… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat bzw. einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die Inhalte und Kompetenzprofil des Lehrgangs dokumentiert. Es handelt sich um kein staatlich anerkanntes Abschlusszeugnis, jedoch um einen praxisnahen Nachweis, der im Bewerbungskontext für… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Ein abgeschlossenes Studium, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder relevante Berufserfahrung im kaufmännischen Bereich oder in der BWL bilden die fachliche Basis. Sehr gute PC-Kenntnisse werden vorausgesetzt, da ein erheblicher Teil der Übungen digital stattfindet. Deutschkenntnisse auf… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Digitale Produkte entstehen nicht durch Zufall. Hinter jeder erfolgreichen App, jedem datengetriebenen Dienst oder innovativen Plattformmodell steckt ein strukturierter Konzeptionsprozess — von der Problemdefinition über die Nutzerzentrierung bis zur strategischen Roadmap. Dieser Kurs vermittelt das methodische Rüstzeug, um digitale Produktideen systematisch zu entwickeln, zu validieren und zur Marktreife zu führen. Im Mittelpunkt stehen der gesamte Lebenszyklus eines digitalen Produkts sowie die Werkzeuge, mit denen Product Manager, Gründer und Innovationsteams tragfähige Konzepte erarbeiten.
Was lernst du in diesem Kurs?
Digitale Geschäftsmodelle und Marktverständnis Das erste Themenfeld schafft das konzeptionelle Fundament. Teilnehmende lernen, wie digitale Märkte funktionieren, welche Modelle heute erfolgreich skalieren und wie man einen scharfen Blick für Chancen und Risiken entwickelt. Grundbegriffe wie Plattform-Ökonomie, Netzwerkeffekte und Datenmonetarisierung werden praxisnah eingeführt.
- Überblick aktueller digitaler Geschäftsmodelle (SaaS, Marketplace, Freemium, Data-as-a-Service)
- Wettbewerbsanalyse mit SWOT, Porter und digitalen Marktvergleichen
- Identifikation von Marktlücken und Differenzierungsmerkmalen
- Geschäftsmodellentwicklung mit dem Business-Model-Canvas
- Trends in der digitalen Wirtschaft: Plattformen, Netzwerkeffekte, Skalierungslogiken
- Einführung in Produktstrategie und Positionierung
Nutzerzentrierte Konzeption und Design Thinking Gute digitale Produkte lösen echte Probleme. Dieses Modul vermittelt, wie man Nutzerbedürfnisse strukturiert erhebt, auswertet und in konkrete Produktanforderungen übersetzt. Der Design-Thinking-Prozess dient dabei als roter Faden von der Empathie-Phase bis zur Testphase.
- Design-Thinking-Phasen: Empathize, Define, Ideate, Prototype, Test
- Nutzerinterviews vorbereiten, durchführen und auswerten
- Personas entwickeln: Demografie, Ziele, Schmerzpunkte, Verhalten
- Customer-Journey-Mapping: Touchpoints, Emotionen, Optimierungspotenziale
- Jobs-to-be-Done-Framework als Ergänzung zu klassischen Personas
- Kreativitätstechniken: Brainstorming, How-Might-We, Crazy-8s
Produktstrategie und Roadmapping Vom abstrakten Konzept zum konkreten Plan: In diesem Block erarbeiten Teilnehmende, wie Produktvisionen formuliert und in handhabbare Produktstrategien heruntergebrochen werden. Feature-Priorisierung, Roadmap-Formate und Abhängigkeitsmanagement stehen im Fokus.
- Produktvision und Produktziele: Was, für wen, warum?
- OKRs und KPIs für digitale Produkte definieren
- Priorisierungsrahmen: MoSCoW, RICE, Value-vs-Effort-Matrix
- Roadmap-Formate: Now-Next-Later, zeitgebundene Roadmaps, Outcome-Roadmaps
- Umgang mit Abhängigkeiten und technischen Schulden in der Konzeptionsphase
- Kommunikation von Produktentscheidungen gegenüber Stakeholdern
Agile Grundlagen und Produktentwicklungszyklus Digitale Produkte werden heute überwiegend iterativ entwickelt. Dieses Modul führt in agile Denk- und Arbeitsweisen ein und zeigt, wie die Konzeptionsarbeit in agile Entwicklungsprozesse eingebettet wird.
- Agile Grundwerte und Prinzipien im Produktkontext
- User-Stories schreiben: Format, Akzeptanzkriterien, Definition of Done
- Backlog-Aufbau und Sprint-Planung aus Produktmanagement-Perspektive
- Minimum Viable Product (MVP): Abgrenzung, Zweck, Validierung
- Feedbackschleifen und kontinuierliche Produktverbesserung
- Zusammenarbeit zwischen Product Owner, Entwicklung und Design
Praxisblock: Produktkonzept entwickeln und präsentieren
- Marktanalyse für ein selbst gewähltes digitales Produkt durchführen
- Zielgruppe definieren und Persona-Set erstellen
- Problem-Statement formulieren und mit Daten untermauern
- Lösungsideen generieren und clustern
- Lo-Fi-Konzept oder Wireframe-Skizze anfertigen
- Feature-Backlog nach Priorität aufstellen
- Roadmap für die erste Produktphase entwerfen
- Pitch-Deck für das Produktkonzept vorbereiten
- Feedback von Peers einholen und Konzept iterieren
- Abschlusspräsentation des vollständigen Produktkonzepts
- Dokumentation der Entscheidungen und Begründungen
Die Praxisübungen orientieren sich an realen Marktszenarien. Gruppenarbeit wechselt mit Einzelaufgaben ab, sodass sowohl kollaborative als auch eigenständige Konzeptionsfähigkeiten geschult werden. Trainer-Feedback zu Zwischenergebnissen gehört zum Kursablauf.
Lernziele:
- Digitale Geschäftsmodelle analysieren und eigene Produktideen darin einordnen
- Nutzerbedürfnisse mit qualitativen und quantitativen Methoden erheben
- Design-Thinking-Prozesse anwenden, um kreative Lösungsansätze zu erarbeiten
- Wettbewerbs- und Marktanalysen für digitale Produkte durchführen
- Produktvisionen formulieren und in nachvollziehbare Roadmaps übersetzen
- Personas und User-Journey-Maps für verschiedene Zielgruppen erstellen
- Prototypen-Konzepte entwickeln und iterativ mit Nutzerfeedback verfeinern
- Stakeholder-Kommunikation strukturieren und Produktentscheidungen begründen
- Prioritätsrahmen (z. B. MoSCoW, Value-vs-Effort) für Feature-Entscheidungen einsetzen
- KPIs für digitale Produkte definieren und Erfolgsmetriken ableiten
- Agile Produktentwicklungsprozesse verstehen und im eigenen Kontext anwenden
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an Personen mit kaufmännischem oder betriebswirtschaftlichem Hintergrund, die gezielt in die Produktkonzeption wechseln oder ihre bestehende Rolle erweitern möchten.
- Kaufmännische Fachkräfte, die in Richtung Produktmanagement wechseln wollen
- Berufstätige aus Marketing, Vertrieb oder Unternehmensberatung mit Interesse an digitalen Produkten
- Quereinsteiger mit digitalem Interesse und kaufmännischen Grundkenntnissen
- Gründungsinteressierte, die ein digitales Geschäftsmodell entwickeln möchten
- Fachkräfte aus dem E-Commerce- oder Online-Marketing-Bereich, die produktstrategische Verantwortung übernehmen möchten
Ein abgeschlossenes Studium, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder relevante Berufserfahrung im kaufmännischen Bereich oder in der BWL bilden die fachliche Basis. Sehr gute PC-Kenntnisse werden vorausgesetzt, da ein erheblicher Teil der Übungen digital stattfindet. Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau sind erforderlich. Vorkenntnisse in Programmierung oder UX-Design sind nicht notwendig — methodische Offenheit und analytisches Denkvermögen sind entscheidender als technisches Vorwissen.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Der Kurs verbindet angeleitete Lehreinheiten mit strukturierten Übungsphasen. Theoretische Inhalte werden in kompakten Einheiten präsentiert und unmittelbar durch Aufgaben vertieft, die an realen Produktszenarien orientiert sind. Gruppenarbeit und begleitetes Einzelfeedback wechseln sich ab. Die Lernumgebung ist so gestaltet, dass Teilnehmende am Ende des Kurses ein vollständiges Produktkonzept vorweisen können — kein bloßes Portfolio-Fragment, sondern ein ausgearbeitetes Konzept mit Marktanalyse, Personas, Roadmap und Pitch.
Der Kurs wird überwiegend in Teilzeit absolviert, sodass er sich auch für Personen mit Verpflichtungen eignet, die eine Vollzeitvariante ausschließen. Die genaue Stundenzahl und Blockung richten sich nach dem jeweiligen Anbieter — Interessierte sollten die konkreten Termin- und Umfangsinformationen direkt beim Anbieter anfragen.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat bzw. einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die Inhalte und Kompetenzprofil des Lehrgangs dokumentiert. Es handelt sich um kein staatlich anerkanntes Abschlusszeugnis, jedoch um einen praxisnahen Nachweis, der im Bewerbungskontext für Positionen im digitalen Produktmanagement relevante Kompetenz sichtbar macht.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Die Konzeption digitaler Produkte ist eine Querschnittskompetenz, die in nahezu jeder Branche mit digitalem Geschäft gefragt ist. Wer gelernt hat, Produktideen methodisch zu entwickeln, Nutzerbedürfnisse zu erheben und Roadmaps zu formulieren, kann in Product-Owner-, Product-Manager- oder Innovations-Rollen einsteigen — oder vorhandene Tätigkeiten in Marketing, Vertrieb und Unternehmensberatung um eine strategisch-produktliche Dimension erweitern. Der Kurs ist besonders wertvoll für Personen, die aus klassisch-kaufmännischen Berufen heraus den Schritt in Richtung digitale Produktverantwortung gehen wollen. Das Vorgehen mit Design Thinking und strategischen Frameworks entspricht dem, was in Produktteams internationaler Digitalunternehmen Standard ist — und schafft damit eine gemeinsame Sprache mit Entwicklungs-, Design- und Business-Teams. Über den Kurs hinaus zahlt das methodische Wissen langfristig ein: Wer einmal gelernt hat, ein Produktkonzept zu strukturieren, trägt diese Fähigkeit in jede Folgestelle. Die erarbeiteten Konzepte und Dokumentationen aus dem Kurs können zudem direkt als Arbeitsproben in Vorstellungsgesprächen für Produktrollen eingesetzt werden.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Digital Product Manager
- Produktmanager/in
- Product Owner
- Business Development Manager
- Innovation Manager/in
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmierkenntnisse für diesen Kurs?
Nein. Der Kurs ist auf die konzeptionelle und strategische Seite der Produktentwicklung ausgerichtet. Technisches Entwicklungswissen ist nicht erforderlich — im Mittelpunkt stehen Methodik, Nutzerverstehen und strategische Planung.
Welcher berufliche Hintergrund ist ideal?
Der Kurs setzt kaufmännische Grundkenntnisse voraus — also ein BWL-Studium, eine kaufmännische Ausbildung oder entsprechende Berufserfahrung. Personen aus Marketing, Vertrieb, E-Commerce oder Unternehmensberatung sind besonders gut positioniert.
Welche Berufe kann ich nach dem Kurs anstreben?
Typische Einstiegs- und Entwicklungsrollen sind Product Manager, Product Owner, Digital Business Developer oder Innovation Manager. In vielen Unternehmen entstehen diese Stellen intern aus kaufmännischen Positionen heraus.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat bzw. einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab. Staatliche Abschlüsse werden nicht vergeben — die Bescheinigung dokumentiert Inhalte und erworbene Kompetenzen für Bewerbungen.