Technik & Ingenieurwesen
elektrotechnik

Elektrofachkraft festgelegte Tätigkeiten – Kurs

Weiterbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten in der Industrie: Elektrosicherheit, Messtechnik, Schaltpläne und DGUV V3-konforme Prüfpraxis für Fachkräfte aus Metall und Maschinenbau.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Kursdauer variiert je nach Anbieter und Format. Typischerweise umfasst die Qualifikation zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten mehrere Wochen Vollzeitunterricht oder ein entsprechend gestrecktes Teilzeitformat. Die Aufteilung zwischen Theorietagen und Praxislaborzeiten teilt der… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat, das die Qualifikation als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten dokumentiert. Dieses Zertifikat ist die betriebliche Grundlage, auf der der Arbeitgeber die Fachkraft im Sinne der DGUV V3 mit festgelegten… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene technische Berufsausbildung oder nachweisliche Berufspraxis im technischen Bereich – zum Beispiel als Industriemechaniker, Maschinen- oder Anlagenbauer, Metallbauer oder in einem vergleichbaren Beruf. Elektrische Vorkenntnisse sind… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Die Qualifikation „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten" ermöglicht es Fachkräften aus dem Metall-, Maschinen- und Instandhaltungsbereich, genau definierte elektrische Arbeiten selbstständig und normkonform durchzuführen – ohne eine vollständige Elektrikerausbildung absolviert zu haben. Geregelt ist dies durch DGUV Vorschrift 3 (früher BGV A3) und die einschlägigen VDE-Normen. Dieser Kurs bereitet systematisch auf die Anforderungen vor, die Unternehmen und Berufsgenossenschaften an diese besondere Fachkraft stellen.

Was lernst du in diesem Kurs?

Elektrotechnische Grundlagen für Nicht-Elektriker Dieses einführende Modul schafft das physikalische und messtechnische Fundament, das für alle weiteren Kursinhalte notwendig ist. Teilnehmende aus Metallberufen und der Instandhaltung verfügen oft über mechanisches Verständnis, aber kaum über systematisches Elektrowissen – diese Lücke wird hier gezielt geschlossen.

  • Elektrische Grundgrößen: Spannung, Strom, Widerstand, Leistung und Arbeit
  • Ohmsches Gesetz und Kirchhoffsche Regeln im Praxiskontext
  • Wechselstrom vs. Gleichstrom, Frequenz, Phasenverschiebung
  • Aufbau und Funktion von Schutzeinrichtungen (Sicherung, FI-Schutzschalter, Leitungsschutz)
  • Grundlagen der Messtechnik: Multimeter, Zangenamperemeter, Isolationswiderstandsmessgerät

Rechtliche Grundlagen und Normen für die Elektrofachkraft Das normative Fundament ist das Herzstück dieser Qualifikation. Ohne Kenntnis der relevanten Vorschriften können festgelegte Tätigkeiten nicht sicher ausgeführt werden.

  • DGUV Vorschrift 3 (früher BGV A3): Anwendungsbereich und Kernanforderungen
  • VDE 0105 – Betrieb von elektrischen Anlagen
  • Abgrenzung zwischen Elektrofachkraft, Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten und elektrotechnisch unterwiesener Person
  • Unterweisungspflichten des Unternehmens und Dokumentationsanforderungen
  • Erstellen von Prüfprotokollen und Mängelberichten

Schaltpläne, Kabel, Leitungen und elektrische Maschinen Dieses Modul vermittelt die praktischen Kompetenzen, um im industriellen Umfeld elektrische Verbindungen herzustellen, zu prüfen und zu dokumentieren. Dabei stehen die typischen Tätigkeiten im Maschinen- und Anlagenbau im Vordergrund.

  • Schaltzeichen und Symbolik nach DIN/EN in Stromlaufplänen lesen
  • Klemmpläne, Aufbaupläne und Anschlusspläne interpretieren
  • Kabeltypen, Leitungsquerschnitte und Verlegearten normgerecht auswählen
  • Anschluss von Motoren, Schützen, Relais und Sicherheitsschaltungen
  • Elektrische Maschinen: Drehstrommotoren, Anlassverfahren und Schutzarten

Elektropneumatik, Prüfverfahren und Praxissimulation Der abschließende Praxisblock vertieft zwei besonders industrierelevante Bereiche: elektropneumatische Steuerungen, die in vielen Produktionsanlagen vorkommen, sowie die systematische Prüfung elektrischer Betriebsmittel nach DGUV V3.

  • Grundprinzip der Pneumatik und elektropneumatischer Verknüpfungen
  • Aufbau einfacher elektropneumatischer Schaltungen und deren Funktionsprüfung
  • DGUV V3-Prüfung ortsfester und ortsveränderlicher Betriebsmittel
  • Wiederholungsprüfungen planen und Prüffristen einhalten
  • Gefährdungsbeurteilung für festgelegte Tätigkeiten im Betrieb erstellen
  • Sicherheitsvorkehrungen (Schutzklassen, Schutzisolierung, Schutzleiter) prüfen und dokumentieren
  • Fehlersuche und Bewertung von Mängeln an elektrischen Betriebsmitteln
  • Praxisübungen: Kabelanschluss, Schützschaltung aufbauen, Messung und Protokollierung
  • Simulation typischer Prüfszenarien aus dem industriellen Alltag
  • Ausfüllen normgerechter Prüfprotokolle und Mängeldokumentationen
  • Umgang mit Prüfgeräten im Betrieb
  • Abschlusskontrolle und Feedbackrunde

Der Praxisteil ist bewusst stark an typischen Tätigkeiten in Produktions- und Instandhaltungsbetrieben ausgerichtet. Die Übungsszenarien stammen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, wo die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten besonders häufig eingesetzt wird. Abschließend wird in einer simulierten Prüfsituation das Gelernte unter realen Bedingungen angewendet.

Lernziele:

Nach Abschluss dieser Weiterbildung beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.

  • Elektrotechnische Grundgrößen (Spannung, Strom, Widerstand, Leistung) sicher anwenden
  • Die rechtlichen Grundlagen der DGUV V3 und die VDE-Normenwelt einordnen
  • Elektrische Betriebsmittel sicher beurteilen und auf Mängel prüfen
  • Messtechnische Grundoperationen (Spannungs-, Strom-, Widerstandsmessung) durchführen
  • Schaltpläne lesen und einfache Schaltpläne selbst erstellen
  • Kabel und Leitungen normgerecht auswählen, verlegen und anschließen
  • Elektrische Maschinen hinsichtlich ihrer Funktion und Sicherheit einschätzen
  • Elektropneumatische Schaltungen verstehen und deren Prüfung durchführen
  • Sicherheitsvorkehrungen gegen elektrischen Schlag korrekt anwenden
  • Ortsveränderliche Betriebsmittel gemäß DGUV V3 prüfen
  • Gefährdungsbeurteilungen für festgelegte elektrische Tätigkeiten erstellen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Dieser Kurs richtet sich ausschließlich an Personen mit einem technischen, nicht-elektrischen Hintergrund, die in ihrem Arbeitsumfeld regelmäßig mit elektrischen Betriebsmitteln in Kontakt kommen.

  • Fachkräfte aus Metall- und Metallverarbeitungsberufen
  • Maschinen- und Anlagenbauer mit Berührungspunkten zur Elektrotechnik
  • Instandhaltungstechniker in Produktionsbetrieben
  • Mechatroniker oder Industriemechaniker, die festgelegte elektrische Tätigkeiten übernehmen sollen
  • Techniker und Meister, die ihre Mitarbeitenden qualifiziert einsetzen und verantworten müssen
Voraussetzungen:

Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene technische Berufsausbildung oder nachweisliche Berufspraxis im technischen Bereich – zum Beispiel als Industriemechaniker, Maschinen- oder Anlagenbauer, Metallbauer oder in einem vergleichbaren Beruf. Elektrische Vorkenntnisse sind ausdrücklich nicht erforderlich, wohl aber technisches Grundverständnis. Gute PC-Kenntnisse erleichtern die Arbeit mit digitalen Prüfprotokollen und Lernmaterialien. Eine abgeschlossene Elektriker- oder Elektronikausbildung ist für diesen Qualifikationsweg bewusst nicht vorgesehen.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Theorie und Praxis wechseln sich eng ab. Rechtliche und normative Grundlagen werden im Unterricht erarbeitet, unmittelbar danach folgen Übungen am Messgerät, am Schaltungsaufbau oder an der Dokumentation. Besonderes Gewicht liegt auf dem korrekten Umgang mit Prüfgeräten und dem Ausfüllen normgerechter Protokolle, da diese Fähigkeiten für den späteren betrieblichen Einsatz unverzichtbar sind. Fallbeispiele aus dem industriellen Arbeitsalltag sorgen dafür, dass das Gelernte nicht abstrakt bleibt, sondern direkt in den eigenen Betrieb übertragbar ist.

Die Kursdauer variiert je nach Anbieter und Format. Typischerweise umfasst die Qualifikation zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten mehrere Wochen Vollzeitunterricht oder ein entsprechend gestrecktes Teilzeitformat. Die Aufteilung zwischen Theorietagen und Praxislaborzeiten teilt der jeweilige Kursanbieter in den Kursunterlagen mit.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein trägerinternes Zertifikat, das die Qualifikation als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten dokumentiert. Dieses Zertifikat ist die betriebliche Grundlage, auf der der Arbeitgeber die Fachkraft im Sinne der DGUV V3 mit festgelegten elektrischen Tätigkeiten beauftragen kann. Die Vergabe dieser Beauftragung liegt beim Unternehmen selbst – der Kurs liefert die nachgewiesene fachliche Befähigung dafür.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

In vielen Industriebetrieben fehlen ausgebildete Elektriker in ausreichender Zahl, um alle anfallenden kleinen und klar definierten Elektroarbeiten abzudecken. Die Qualifikation als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten schließt diese Lücke legal und normkonform. Wer diese Weiterbildung absolviert, kann im eigenen Betrieb direkt eingesetzt werden – ohne Umweg über externe Elektrounternehmen oder lange Wartezeiten auf eine Vollausstattung der Elektriker-Mannschaft. Für die Fachkraft selbst bedeutet die Qualifikation einen klaren beruflichen Mehrwert: Erweiterte Zuständigkeiten, höhere Verantwortung und in vielen Betrieben auch ein höheres Gehalt folgen aus der nachgewiesenen Elektrokompetenz. Besonders in der Instandhaltung – wo Stillstandzeiten teuer sind – ist die Fähigkeit, einfache elektrische Fehler selbst zu diagnostizieren und zu beheben, äußerst wertvoll. Die Weiterbildung schafft außerdem die Grundlage für weitere Qualifikationsschritte in der Elektrotechnik. Wer später eine vollständige Ausbildung im Elektrobereich anstrebt oder spezifische Zusatzqualifikationen im Bereich SPS, Antriebstechnik oder industrieller Automatisierung erwerben möchte, hat mit diesem Zertifikat bereits einen soliden fachlichen Ausgangspunkt.

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Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten
  • Instandhaltungstechniker Elektro
  • Wartungstechniker Elektrotechnik
  • Industriemechaniker mit Elektrokompetenz
  • Maschinen- und Anlagenbediener mit E-Befähigung

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was darf eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten selbstständig erledigen?

Sie darf genau die elektrischen Tätigkeiten ausführen, für die sie durch den Arbeitgeber schriftlich beauftragt wurde – zum Beispiel Prüfung ortsveränderlicher Geräte, Auswechseln von Lampen und Sicherungen oder Anschluss definierter Maschinen. Der Umfang der festgelegten Tätigkeiten ist im Betrieb schriftlich zu dokumentieren und richtet sich nach DGUV V3.

Ist dieser Kurs auch für Personen ohne Elektroausbildung geeignet?

Ja, genau das ist das Konzept dieser Qualifikation. Technische Fachkräfte aus dem Metall- oder Maschinenbaubereich erlernen hier die elektrotechnischen Grundlagen und Normen, die sie für klar definierte Elektroarbeiten im Betrieb benötigen. Eine vollständige Elektrikerausbildung ist nicht Voraussetzung.

Welche Normen und Vorschriften sind Inhalt des Kurses?

Im Zentrum steht DGUV Vorschrift 3 (früher BGV A3), die die Anforderungen an elektrische Betriebsmittel und deren Prüfung regelt. Ergänzt wird dies durch VDE 0105 (Betrieb elektrischer Anlagen) sowie einschlägige EN-Normen zu Schaltplänen und Schutzmaßnahmen.

Welchen Abschluss bekomme ich nach dem Kurs?

Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat, das Ihre Qualifikation als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten dokumentiert. Dieses Zertifikat ist die Grundlage für die schriftliche Beauftragung durch Ihren Arbeitgeber gemäß DGUV V3.

Muss die Qualifikation regelmäßig erneuert werden?

Die Gültigkeit der Qualifikation ist an regelmäßige Unterweisungen im Betrieb geknüpft, die der Arbeitgeber zu organisieren hat. Es empfiehlt sich außerdem, in Abständen auffrischende Schulungen zu besuchen, um mit aktuellen Normenänderungen (z. B. neue VDE-Ausgaben) Schritt zu halten.