Überblick
Der Cisco Certified Network Associate (CCNA) ist weltweit eine der bekanntesten und gefragtesten Einstiegszertifizierungen im Netzwerkbereich. Diese Weiterbildung vermittelt systematisch alle Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten, die für die CCNA-Zertifizierungsprüfung erforderlich sind. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, grundlegende IPv4- und IPv6-Netzwerke zu installieren, zu konfigurieren, zu betreiben und zu verifizieren. Der Kurs behandelt alle Kernbereiche der CCNA-Prüfung: von den Grundlagen des Netzwerkbetriebs über Switching und Routing bis hin zu WLAN, Sicherheitsgrundlagen und moderner Netzwerkautomatisierung. Ergänzend wird Microsoft Teams als Kollaborationswerkzeug für die Kommunikation in IT-Teams eingeführt.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Netzwerkgrundlagen und TCP/IP-Protokollstack Solide Netzwerkgrundlagen sind die Basis für alle weitergehenden CCNA-Themen. Dieses Modul beginnt mit den Fundamenten des Netzwerkbetriebs und baut ein tiefes Verständnis der TCP/IP-Protokollfamilie auf.
- Exploring the Functions of Networking: Warum brauchen wir Netzwerke, und wie funktionieren sie?
- Introducing the Host-to-Host Communications Model: Schichten, Protokolle und Datenfluss
- Exploring the TCP/IP Link Layer: Ethernet, MAC-Adressen und physische Übertragung
- Explaining the TCP/IP Transport Layer: TCP vs. UDP, Ports, Verbindungsaufbau und Flusskontrolle
- Explaining the TCP/IP Application Layer: DNS, HTTP/HTTPS, DHCP und wichtige Dienste
- Introducing the TCP/IP Internet Layer, IPv4 Addressing, and Subnets: Adressierung und Subnetting
Modul 2 — Switches, VLANs und Routing-Grundlagen Switches und Routing bilden das Herzstück jedes Unternehmensnetzwerks. Dieses Modul behandelt die Konfiguration von Layer-2- und Layer-3-Geräten in praktischen Szenarien.
- Starting a Switch: Inbetriebnahme, Grundkonfiguration und Management-Interface
- Implementing VLANs and Trunks: VLAN-Konzept, 802.1Q-Tagging und Trunk-Ports
- Routing Between VLANs: Layer-3-Switch und Router-on-a-Stick-Konzept
- Exploring the Functions of Routing: Routing-Tabellen, Best-Path-Auswahl und administrative Distanz
- Configuring a Cisco Router: Grundkonfiguration, Interface-Setup und Routing-Grundlagen
- Configuring Static Routing: statische Routen, Default-Routen und Floating Static Routes
Modul 3 — Dynamisches Routing, WLAN und Sicherheit Moderne Netzwerke nutzen dynamische Routing-Protokolle und drahtlose Infrastrukturen. Dieses Modul deckt OSPF, WLAN-Grundlagen und Netzwerksicherheitsaspekte ab — alles CCNA-prüfungsrelevante Themen.
- Introducing OSPF: Link-State-Routing, OSPF-Konzepte und Single-Area-OSPF-Konfiguration
- WLAN-Grundlagen und WLAN-Controller-Konzepte in Unternehmensumgebungen
- Identifizierung grundlegender Sicherheitsbedrohungen: DoS, Man-in-the-Middle, Phishing
- Grundlegende Sicherheitsmaßnahmen: ACLs, Port Security und sichere Management-Protokolle
- IPv6-Grundlagen: Adressierungskonzept, Adresstypen und grundlegende IPv6-Konfiguration
- Basic IPv6 Lecture: Unterschiede zu IPv4 und praktische Konfigurationsbeispiele
Modul 4 — Netzwerkprogrammierbarkeit, Automatisierung und Microsoft Teams Moderne Netzwerke werden zunehmend automatisiert und programmatisch gesteuert. Dieses Modul gibt einen Überblick über aktuelle Automatisierungstechnologien und schlägt die Brücke zu Microsoft Teams als Kollaborationswerkzeug im IT-Betrieb.
- Netzwerkprogrammierbarkeit: Python-Grundkonzepte für Netzwerkautomatisierung
- Software-Defined Networking (SDN): Trennung von Control Plane und Data Plane
- REST APIs und JSON-Datenformat in der Netzwerkverwaltung
- Cisco DNA Center und Intent-Based Networking als moderne Managementansätze
- Microsoft Teams: Chats, Besprechungen, Kanäle und Dokumentenablage für IT-Teams
- Integration von Teams in den täglichen IT-Betrieb und Incident-Management
Praxisblock — Cisco Packet Tracer Labs und CCNA-Prüfungsvorbereitung
- Aufbau einer vollständigen Netzwerktopologie mit mehreren VLANs und Routing zwischen ihnen
- Subnetting-Übungen: Berechnung von Subnetzmasken, Hosts und Broadcast-Adressen unter Zeitdruck
- Konfiguration eines Cisco-Switches: Hostname, Passwörter, VLANs, Trunk-Ports und Port Security
- Konfiguration eines Cisco-Routers: Interface-Setup, statische Routen und OSPF-Konfiguration
- Troubleshooting-Szenario: Fehler in einem VLAN-Setup finden und beheben
- OSPF-Konfiguration in einem Drei-Router-Netzwerk mit Überprüfung der Routing-Tabellen
- IPv6-Adressierung in einem Testnetzwerk konfigurieren und verifizieren
- ACL-Konfiguration: Filterung von Datenverkehr nach Quell- und Zieladressen
- WLAN-Controller-Simulation: Erstellung eines WLAN mit Sicherheitseinstellungen
- REST-API-Demonstration: Abfrage von Netzwerkgeräten über eine API-Schnittstelle
- CCNA-Probeprüfung 1: 60 Fragen in 90 Minuten mit anschließender Auswertung
- CCNA-Probeprüfung 2: Fokus auf Schwachstellen aus Probeprüfung 1
Alle Laborübungen finden in Cisco Packet Tracer oder vergleichbaren Netzwerksimulationsumgebungen statt, die eine realitätsnahe Übung ohne teure Hardware ermöglichen. Troubleshooting-Szenarien sind ein fester Bestandteil der Praxisphase, da sie in der CCNA-Prüfung und im realen Netzwerkbetrieb gleichermaßen von Bedeutung sind.
Lernziele:
- IPv4- und IPv6-Netzwerke installieren, konfigurieren, bedienen und überprüfen
- Cisco IOS-Software auf Switches und Routern installieren und konfigurieren
- Netzwerkkomponenten identifizieren und ihre Funktionen im Netzwerkmodell erklären
- TCP/IP-Protokollstack verstehen und Schichten von Link Layer bis Application Layer anwenden
- VLANs, Trunking und Inter-VLAN-Routing konfigurieren und troubleshooten
- Routing-Protokolle — statisches Routing und OSPF — implementieren und verifizieren
- WLAN-Infrastrukturen mit WLAN-Controllern planen und konfigurieren
- Grundlegende Netzwerksicherheitsbedrohungen erkennen und erste Gegenmaßnahmen einleiten
- Netzwerkprogrammierbarkeit und Automatisierungskonzepte erklären und einsetzen
- Software-Defined Networking-Konzepte und ihre Bedeutung für moderne Netzwerke verstehen
- Microsoft Teams als Kommunikationsplattform für IT-Teams und Netzwerkbetrieb nutzen
- Die CCNA-Zertifizierungsprüfung (200-301) erfolgreich ablegen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die eine fundierte Karriere im Netzwerkbereich anstreben oder ihre vorhandenen Netzwerkkenntnisse durch die international anerkannte CCNA-Zertifizierung offiziell nachweisen möchten.
- IT-Berufsanfänger mit grundlegenden Netzwerkkenntnissen, die sich für Cisco-Netzwerke qualifizieren möchten
- Helpdesk- und IT-Support-Fachleute, die in den Netzwerkbetrieb wechseln möchten
- Systemadministratorinnen und -administratoren, die ihre Netzwerkkenntnisse ausbauen und zertifizieren wollen
- Techniker aus verwandten IT-Bereichen, die Networking als Karriereschwerpunkt wählen
- Personen, die gezielt die CCNA-Zertifizierung (200-301) anstreben
Grundkenntnisse in der IT-Infrastruktur sowie ein Verständnis dafür, wie Computer miteinander kommunizieren, sind hilfreich, aber kein formales Muss. Erfahrung mit Betriebssystemen (Windows oder Linux) und grundlegende IT-Kenntnisse erleichtern den Einstieg. Das individuelle Beratungsgespräch vor Kursbeginn ermöglicht es, einen passenden Lernplan zu erstellen, der den Ausgangspunkt jedes Teilnehmers berücksichtigt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt, das Präsenz- und Online-Phasen kombiniert. Theorie und Praxis wechseln sich konsequent ab: Jedes neue Konzept wird direkt in einer Netzwerksimulation geübt. Regelmäßige Wissenstests und zwei vollständige Prüfungssimulationen bereiten gezielt auf die CCNA-Prüfung vor. Individuelle Betreuung stellt sicher, dass auch schwierigere Themen wie Subnetting oder OSPF vollständig verstanden werden.
Die Weiterbildung dauert mehr als einen Monat bis zu drei Monate. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitmodelle sind verfügbar. Der genaue Umfang richtet sich nach den gewählten Modulen und dem individuellen Lernplan.
Der Kurs bereitet gezielt auf die externe Cisco-Zertifizierungsprüfung CCNA 200-301 vor. Das CCNA-Zertifikat ist ein international anerkanntes Herstellerzertifikat von Cisco und gilt in der Netzwerkbranche als Einstiegs-Standard. Ergänzend erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Lehrgangszertifikat des Bildungsträgers als Nachweis der absolvierten Weiterbildungsmaßnahme.
Nutzen & Perspektiven
Der CCNA ist eine der meistgefragten IT-Einstiegszertifizierungen weltweit und öffnet Türen in zahlreiche Netzwerkberufe, von Junior Network Engineer bis Network Administrator. In Deutschland und Europa ist Cisco-Netzwerkexpertise in Unternehmen jeder Branche gefragt — von Telekommunikationsunternehmen und IT-Dienstleistern bis hin zu Industrieunternehmen und Behörden. Mit der CCNA-Zertifizierung belegen Absolventinnen und Absolventen, dass sie nicht nur theoretisches Netzwerkwissen besitzen, sondern auch in der Lage sind, Cisco-Infrastrukturen praktisch zu konfigurieren und zu troubleshooten. Die zusätzliche Vermittlung von Netzwerkautomatisierungs- und SDN-Grundkenntnissen macht diesen Kurs zukunftssicher: Da moderne Netzwerke zunehmend programmatisch verwaltet werden, sind Fachleute mit diesen Kenntnissen gefragter denn je. Absolventinnen und Absolventen sind damit nicht nur für heutige, sondern auch für die Netzwerkumgebungen von morgen vorbereitet. Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist diese Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten können das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr (BFD), Leistungen zur beruflichen Rehabilitation oder Förderungen der Deutschen Rentenversicherung sein. Eine individuelle Förderberatung ist Teil des Angebots.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was genau ist der CCNA und warum ist er so wertvoll?
Der Cisco Certified Network Associate (CCNA) ist eine weltweit anerkannte Einstiegszertifizierung für Netzwerkfachleute, herausgegeben von Cisco Systems. Sie belegt fundierte Kenntnisse in IPv4- und IPv6-Netzwerken, Routing, Switching und WLAN. Da Cisco-Geräte in der überwältigenden Mehrheit der Unternehmensinfrastrukturen eingesetzt werden, ist der CCNA ein wichtiger Karriereöffner im Netzwerkbereich.
Welche Vorkenntnisse brauche ich für die CCNA-Weiterbildung?
Grundlegende IT-Kenntnisse und Erfahrung mit Betriebssystemen sind hilfreich. Formale Netzwerkkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, da der Kurs mit den Netzwerkgrundlagen beginnt. Ein individuelles Beratungsgespräch vor Kursbeginn ermöglicht die Erstellung eines passgenauen Lernplans.
Wie lange bereite ich mich auf die CCNA-Prüfung vor?
Die Weiterbildungsdauer beträgt ein bis drei Monate, je nach gewähltem Modell und Lernintensität. Enthalten sind zwei vollständige Prüfungssimulationen, die gezielt auf das Format und die Schwierigkeitsgrade der echten CCNA 200-301-Prüfung vorbereiten.
Kann dieser Kurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden?
Bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern ist in der Regel eine Förderung über einen Bildungsgutschein möglich. Weitere Förderoptionen können das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr oder die Deutsche Rentenversicherung sein.
Warum enthält der Kurs auch Netzwerkautomatisierung und SDN?
Moderne Netzwerke werden zunehmend programmatisch verwaltet. Die aktuelle CCNA 200-301-Prüfung enthält bereits Fragen zu Automatisierungskonzepten, REST-APIs und Software-Defined Networking. Diese Inhalte sind damit sowohl prüfungsrelevant als auch zukunftsweisend für den Berufsalltag.
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Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Netzwerkadministrator/in3.178 Stellen
- Verwaltungsinformatik (grundständig)112 Stellen
- EDV-Fachkraft47 Stellen
- IT-Management (grundständig)30 Stellen
- Assistent/Assistentin für Informatik (allgemeine Informatik)10 Stellen
- Fachberater/Fachberaterin für integrierte Systeme (doppelt qualifizierende Ausbildung)7 Stellen