Überblick
Wer bereits mit dem Microsoft Endpoint Configuration Manager (MEMCM, früher SCCM) arbeitet und diesen in eine hybride Cloud-Verwaltung einbinden möchte, findet in diesem Kurs einen praxisorientierten Einstieg. Der Kurs vermittelt die wesentlichen Techniken zur Integration von Mobile Device Management (MDM) mit Microsoft Intune sowie zur Anbindung von Cloud-Diensten wie Azure und Microsoft 365. Begleitend wird Microsoft Teams als Kommunikations- und Kollaborationslösung innerhalb der Microsoft 365-Umgebung behandelt. Im Unterschied zu einer längeren Variante desselben Themas ist dieser Kurs kompakter geschnitten und überwiegend in Vollzeit angelegt — geeignet für Fachkräfte mit bestehendem SCCM-Hintergrund, die gezielt und zeiteffizient aufschließen möchten. Dass MCSA-Zertifizierungen mit SCCM-Bezug 2021 ausliefen, ändert nichts an der operativen Relevanz des Configuration Managers in hybriden Umgebungen. Dieser Kurs spiegelt den tatsächlichen Betriebsalltag wider, in dem On-Premises- und Cloud-Komponenten koexistieren.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Mobile Device Management mit Intune und MEMCM Der Einstieg in Co-Management beginnt mit dem Verständnis der beteiligten Komponenten: Configuration Manager, Intune und Azure Active Directory bilden das Fundament. Dieses Modul legt das konzeptionelle und praktische Fundament für die Verbindung beider Verwaltungsebenen.
- Co-Management-Voraussetzungen prüfen und aktivieren
- Intune-Autorität konfigurieren und mit MEMCM synchronisieren
- Workload-Verschiebung zwischen Configuration Manager und Intune steuern
- Gerätegruppen und Sammlungen in beiden Systemen verwalten
- Enrolment-Verfahren für Windows 10/11-Geräte im hybriden Betrieb
- Statusübersicht und Reporting für Co-verwaltete Geräte
Modul 2 — Cloud-Dienste und Azure-Integration MEMCM kann zahlreiche Cloud-Dienste einbinden, um Funktionen zu erweitern, die lokal nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind. Dieses Modul zeigt die wichtigsten Integrationspunkte und deren Konfiguration.
- Azure AD Hybrid Join: Voraussetzungen und Umsetzungsschritte
- Cloud Management Gateway (CMG) einrichten und absichern
- Microsoft 365-Apps über Configuration Manager bereitstellen
- Verbindung zu Azure-Diensten für Inventory und Telemetry
- Microsoft Store for Business in SCCM integrieren und Apps bereitstellen
- Compliance-Richtlinien für cloudverbundene Geräte einrichten
Modul 3 — On-Premises-MDM ohne Intune Für Umgebungen, in denen keine Cloud-Anbindung gewünscht oder möglich ist, bietet MEMCM eine eigene MDM-Lösung. Dieses Modul behandelt deren Konfiguration, Einschränkungen und Anwendungsfälle.
- On-Premises-MDM aktivieren und lizenzieren
- Geräteanmeldung über Unternehmenszertifikate durchführen
- Unterstützte Geräteklassen und Betriebssystemversionen
- Richtlinien und Anwendungsverteilung im lokalen MDM-Modus
- Vergleich zu Intune-basiertem MDM: Funktionsumfang und Grenzen
- Betriebsszenarien und Migrationspfade Richtung Cloud
Modul 4 — Microsoft Teams als Kommunikationsplattform Teams ist in Microsoft 365 die primäre Plattform für Chat, Besprechungen und Dateiablagen im Team. Administratoren, die Microsoft 365 verwalten, begegnen Teams täglich — dieses Modul vermittelt die nötige Administrationskompetenz.
- Teams-Lizenzierung und grundlegende Tenant-Einstellungen
- Organisationsweite Teams-Einstellungen und Messaging-Richtlinien
- Kanäle, Gäste und externe Teilnehmer verwalten
- Audio- und Videokonferenz-Richtlinien konfigurieren
- Integration mit SharePoint Online und OneDrive
- Teams über PowerShell und Admin Center administrieren
Praxis-Block — Betriebsnahe Konfigurationsaufgaben In den praktischen Übungen setzen Sie die Kursinhalte direkt in konfigurierten Laborumgebungen um. Die Aufgaben orientieren sich an realen Betriebssituationen.
- MEMCM für Co-Management vorbereiten und Intune-Verbindung einrichten
- Workload-Aufteilung konfigurieren und auf Testgeräten überprüfen
- Cloud Management Gateway aufsetzen und testen
- Microsoft Store for Business-App im Configuration Manager bereitstellen
- On-Premises-MDM in einer isolierten Testumgebung aktivieren
- Azure AD Hybrid Join für Windows-Geräte durchführen
- Compliance-Richtlinien erstellen und Gerätestatus auswerten
- Teams-Tenant einrichten und Richtlinienszenarien konfigurieren
- Besprechungsrichtlinien in Teams testen und dokumentieren
- Fehlerszenarien in Co-Management-Umgebungen diagnostizieren
- Konfigurationsdokumentation für den Betrieb erstellen
Der Kurs ist so konzipiert, dass er in Vollzeitformat innerhalb weniger Wochen absolviert werden kann. Laborumgebungen stehen für alle praktischen Übungen bereit, sodass kein Produktivsystem benötigt wird.
Lernziele:
- Sie richten die Co-Management-Funktionalität in MEMCM ein und aktivieren Intune als Cloud-Verwaltungskanal
- Sie konfigurieren hybride MDM-Szenarien und verstehen deren Architektur und Einschränkungen
- Sie binden Azure Active Directory und Microsoft 365-Dienste an den Configuration Manager an
- Sie integrieren den Microsoft Store for Business für die zentralisierte App-Verteilung
- Sie verstehen On-Premises-MDM als Alternative ohne Intune-Abhängigkeit
- Sie unterscheiden zwischen vollständig cloudbasierten und hybriden Geräteverwaltungsansätzen
- Sie richten Microsoft Teams in einer Microsoft 365-Umgebung ein und konfigurieren grundlegende Einstellungen
- Sie verwalten Teams-Kanäle, Berechtigungen und Besprechungsoptionen administrativ
- Sie kennen die Integration von Teams mit SharePoint Online und verstehen deren Auswirkungen
- Sie führen grundlegende Fehlerbehebung in hybriden SCCM/Intune-Szenarien durch
- Sie dokumentieren Konfigurationsentscheidungen nachvollziehbar für den Betrieb
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs spricht IT-Fachleute an, die SCCM/MEMCM bereits kennen und nun gezielt die hybride Cloud-Komponente erschließen wollen — mit klarem Fokus auf schnelle Umsetzbarkeit.
- Systemadministratoren mit SCCM-Grundkenntnissen, die Co-Management einführen möchten
- IT-Mitarbeiter, die für MDM-Rollouts in hybriden Windows-Umgebungen verantwortlich werden
- Fachkräfte, die Microsoft 365-Administration übernehmen, einschließlich Teams
- Administratoren, die Cloud Management Gateway und Azure-Integration kennenlernen wollen
- Berufstätige, die eine kompakte Vollzeitweiterbildung einem längeren Teilzeitkurs vorziehen
Grundvoraussetzung ist Berufserfahrung mit Windows-Server-Administration und Active Directory. Praktische Kenntnisse im Umgang mit Configuration Manager sind notwendig, da der Kurs direkt auf bestehendem SCCM-Know-how aufbaut und keine Grundlageneinführung enthält. Kenntnisse in Azure Active Directory und Microsoft 365 erleichtern den Einstieg erheblich. Das Teams-Modul setzt lediglich allgemeine Microsoft 365-Erfahrung voraus.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht verbindet Theorievermittlung, Demonstrationen und praxisorientierte Laborarbeit. Im Vollzeitformat schreitet das Tempo zügig voran, weshalb ausreichend Vorerfahrung Voraussetzung ist. Die Laborübungen stellen sicher, dass alle Konfigurationsschritte tatsächlich durchgeführt und nicht nur theoretisch verstanden werden. Fragen werden im Kursverlauf unmittelbar aufgegriffen.
Der Kurs ist auf ein bis vier Wochen in Vollzeitdurchführung ausgelegt. Diese kompakte Struktur eignet sich für Fachkräfte, die schnell und fokussiert aufschließen möchten, ohne ein mehrmonatiges Weiterbildungsprogramm zu durchlaufen. Alle relevanten Themenblöcke sind im Stundenplan verankert.
Nach dem Kurs erhalten Sie ein Lehrgangszertifikat sowie ein international anerkanntes Herstellerzertifikat. Hinweis zum Zertifizierungskontext: Die früheren MCSA-Prüfungen mit SCCM-Bezug wurden von Microsoft 2021 eingestellt. Der aktuelle Zertifizierungsweg für Endpoint-Management liegt beim Modern Desktop Administrator Associate (MD-102), für den separate Kurse angeboten werden. Dieser Kurs vermittelt die technischen Grundlagen, ist aber kein direkter Vorbereitungskurs für MD-102.
Nutzen & Perspektiven
Die Fähigkeit, Configuration Manager und Intune koordiniert zu betreiben, gehört in mittleren und großen Windows-Umgebungen zum Kernskillset moderner IT-Abteilungen. Wer Co-Management praktisch beherrscht, kann Migrationsvorhaben in die Cloud schrittweise und kontrolliert durchführen, anstatt einen riskanten Alles-oder-Nichts-Wechsel zu wagen. Das gibt IT-Teams die Kontrolle über den Übergang. Die Kombination mit Microsoft Teams trägt dem Umstand Rechnung, dass Endpoint-Administratoren in vielen Organisationen auch für Kommunikationsplattformen zuständig sind. Das Teams-Modul in diesem Kurs ist kein Anhang, sondern spiegelt tatsächliche Jobanforderungen wider, wie sie in Stellenausschreibungen für Windows-Administratoren häufig auftauchen. Wer nach diesem Kurs weiter in die Microsoft 365-Geräteverwaltung einsteigen möchte, findet mit dem Modern Desktop Administrator Associate-Pfad einen klar strukturierten Anschluss, der auf den hier erworbenen Kenntnissen aufbaut und auf aktuelle Prüfungsinhalte ausgerichtet ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diesen Kurs von der anderen MOC-20703-2-Variante?
Dieser Kurs ist stärker auf Vollzeitdurchführung und kompakte Vermittlung ausgerichtet. Die andere Variante bietet mehr Flexibilität für Teilzeit und einen längeren Lernzeitraum. Der Inhalt beider Kurse basiert auf denselben Kernthemen: SCCM/MEMCM mit Intune und Teams.
Welche SCCM-Vorkenntnisse werden erwartet?
Der Kurs erwartet praktische Erfahrung mit Configuration Manager, insbesondere Softwareverteilung und Clientverwaltung. Reine Theorie-Kenntnisse aus einer Einführungsschulung reichen in der Regel nicht aus, um dem Kurstempo zu folgen.
Sind MCSA-Zertifizierungen für SCCM noch relevant?
Die MCSA-Zertifizierungen mit SCCM-Bezug wurden 2021 von Microsoft eingestellt und sind nicht mehr erhältlich. Der aktuelle Zertifizierungsweg für moderne Geräteverwaltung ist die Modern Desktop Administrator Associate-Prüfung (MD-102). Dieser Kurs bereitet inhaltlich auf hybrides MDM vor, ist aber kein MD-102-Vorbereitungskurs.
Was ist das Cloud Management Gateway und warum ist es relevant?
Das Cloud Management Gateway ist ein MEMCM-Feature, das die Verwaltung von Geräten außerhalb des Unternehmensnetzwerks über Azure ermöglicht. Es ist besonders relevant für Remote-Mitarbeiter und mobile Geräte, die nicht dauerhaft im internen Netzwerk sind.
Kann der Kurs auch in Teilzeit absolviert werden?
Der Kurs ist primär in Vollzeit konzipiert. Wer eine Teilzeitmöglichkeit benötigt, findet in der anderen Kurs-Variante (MOC 20703-2 mit separatem Teilzeitformat) einen besser passenden Rahmen.
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