Überblick
Jira von Atlassian ist das meistgenutzte Tool für agiles Projektmanagement — in Entwicklungsteams, IT-Betrieb und zunehmend auch in nichttechnischen Organisationsbereichen. Dieser Kurs richtet sich an Fachkräfte, die Jira kompetent einsetzen und dabei die Verbindung zu agilen Methoden wie Scrum und Kanban herstellen möchten. Wer Jira nur als Ticketsystem kennt, wird hier lernen, wie es als vollständiges Planungs- und Steuerungsinstrument für iterative Entwicklungsprozesse funktioniert — von der ersten Backlog-Anlage über Sprint-Planung und Daily-Standup-Unterstützung bis zum Abschluss-Reporting. Die Kombination mit Microsoft Teams macht den Kurs besonders für Teams relevant, die beide Plattformen parallel im Einsatz haben und Workflows verbinden möchten.
Kursinhalte & Lernziele
Jira — Grundlagen und Projektkonfiguration Der erste Block führt in die Jira-Plattform ein und vermittelt das Grundverständnis für die Projektarchitektur. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Unterschied zwischen Scrum- und Kanban-Projekten sowie der Anlage und Pflege eines Product Backlogs.
- Jira-Architektur: Projekte, Issues, Boards, Sprints und Backlogs im Überblick
- Anlegen von Software- und Business-Projekten
- Issue-Typen: Epics, Stories, Tasks, Subtasks und Bugs
- Backlog-Management: Anlegen, Priorisieren und Verfeinern von User Stories
- Verknüpfungen zwischen Issues und Abhängigkeitsmanagement
- Suche, Filter und JQL-Grundlagen für effizientes Issue-Management
Jira — Scrum-Workflows und Sprint-Steuerung Dieser Block vertieft die Scrum-spezifischen Funktionen von Jira. Von der Sprint-Planung über die tägliche Steuerung bis zu Retrospektive und Velocity-Reporting wird der vollständige Scrum-Zyklus in Jira abgebildet.
- Sprint-Planung: Issues aus dem Backlog in Sprints übernehmen und schätzen
- Sprint-Board: Statusübergänge, tägliche Steuerung und Blockaden visualisieren
- Burndown-Charts lesen, interpretieren und auf Planabweichungen reagieren
- Velocity-Reports für Sprint-über-Sprint-Planung nutzen
- Sprint-Abschluss: Review und Retrospektive mit Jira-Daten vorbereiten
- Umgang mit unerledigten Sprint-Backlog-Elementen
Jira — Kanban-Boards und kontinuierliche Lieferung Wo iterative Sprints nicht passen, bietet Jira Kanban-Boards für kontinuierliche Lieferung. Dieser Block zeigt, wie Kanban in Jira konfiguriert und für unterschiedliche Teamtypen angepasst wird.
- Kanban-Board-Konfiguration: Spalten, Schwellenwerte (WIP-Limits) und Swimlanes
- Cumulative-Flow-Diagramme und Durchlaufzeiten analysieren
- Jira Kanban vs. Scrum: Wann welches Modell einsetzen
- Automatisierung und Trigger für automatische Status-Übergänge
Jira — Anpassung, Berichte und Administration Fortgeschrittene Konfiguration und teamspezifische Anpassungen sind zentraler Bestandteil des produktiven Jira-Einsatzes. Dieser Block behandelt die wichtigsten Administrations- und Reporting-Aufgaben.
- Workflows anpassen: Status-Übergänge, Screens und Validierungen konfigurieren
- Benutzerdefinierte Felder und Feldkonfigurationen einrichten
- Dashboards erstellen und für Teams und Management aufbereiten
- Jira-Gadgets und Gadget-Konfigurationen für Reporting
- Berechtigungsschemas und Projektrollen verwalten
- Integrations-Überblick: Confluence, Bitbucket und externe Tools
Microsoft Teams — Plattform und Teamarbeit Das Teams-Modul vermittelt die produktive Nutzung der Plattform in agilen Teamkontexten. Neben den Grundfunktionen liegt der Fokus auf Routinen, die in agilen Teams täglich vorkommen.
- Navigation, Channels, Chats und Meetings in Teams
- Dateifreigabe und gemeinsames Arbeiten an Dokumenten über SharePoint in Teams
- Externe Gäste und organisationsübergreifende Zusammenarbeit
- Integration von Microsoft 365 (Outlook, Planner, OneNote) in den Teams-Workflow
Praxisblöcke und kombinierte Szenarien Übungen verbinden Jira-Konfiguration und Teams-Nutzung in realistischen agilen Projektsituationen.
- Anlegen eines vollständigen Scrum-Projekts von Null: Backlog, Epics, Stories, Sprints
- Sprint-Planung simulieren: Kapazitätsschätzung und Story-Pointing in Jira
- Kanban-Board für ein IT-Support-Team konfigurieren und optimieren
- Daily-Standup über Teams mit Jira-Board als geteiltem Bildschirm durchführen
- Burndown-Chart aus einem simulierten Sprint analysieren und Handlungsempfehlungen ableiten
- Dashboard für das Management mit Velocity und offenen Bugs aufbauen
- JQL-Filter für regelmäßige Berichte schreiben und als Filter speichern
- Teams-Kanal für Sprint-Kommunikation strukturieren und Benachrichtigungen konfigurieren
- Jira-Benachrichtigungen in Teams-Kanal weiterleiten (Webhook-Konzept)
- Retrospektive-Daten aus Jira aufbereiten und im Teams-Meeting präsentieren
- Workflow-Anpassung: Custom-Status für ein spezifisches Entwicklungsteam einrichten
- Abschlussübung: Projektplanung für ein fiktives Software-Release in Jira und Teams
Lernziele:
- Projekte in Jira anlegen, konfigurieren und strukturieren
- Backlogs aufbauen, Epics und User Stories anlegen und priorisieren
- Sprints planen, starten, überwachen und abschließen
- Kanban-Boards für kontinuierliche Lieferung ohne feste Sprint-Zyklen einrichten
- Jira an spezifische Teambedürfnisse anpassen: Workflows, Status-Übergänge und Felder
- Dashboards und Berichte (Burndown, Velocity, Cumulative Flow) konfigurieren und interpretieren
- Jira-Filter und erweiterte Suche effektiv einsetzen
- Berechtigungen und Projektrollen in Jira verwalten
- Microsoft Teams für Besprechungen, Channels und Dateifreigabe produktiv nutzen
- Jira-Benachrichtigungen und Teams-Integrationen verbinden
- Collaboration-Routinen (Daily Standup, Sprint Review) über Teams abwickeln
- Agile Prinzipien auf konkrete Jira-Konfigurationen anwenden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs wendet sich an alle, die in agilen Teams mitarbeiten oder diese steuern und Jira als primäres Planungswerkzeug einsetzen.
- Scrum Master, die Jira für Sprint-Management und Team-Reporting nutzen
- Product Owner, die Backlogs strukturieren und Releases planen
- Agile Coaches und Projektmanager, die Teams beim Jira-Einsatz unterstützen
- Entwickler und Tester, die Jira täglich nutzen und effizienter werden möchten
- IT-Projektmanager, die von klassischen Tools auf agile Workflows umsteigen
Grundkenntnisse agiler Methoden — insbesondere Scrum oder Kanban — sind hilfreich, damit Konfigurationsentscheidungen in Jira inhaltlich nachvollzogen werden können. Vorherige Jira-Erfahrung ist nicht erforderlich; der Kurs beginnt mit den Grundlagen. Für den Teams-Teil sind ebenfalls keine Vorkenntnisse notwendig.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist hands-on ausgerichtet: Konzepte werden kurz eingeführt, dann sofort in Jira oder Teams umgesetzt. Die Übungsszenarien simulieren reale agile Projekte, sodass Teilnehmende die gelernten Konfigurationen direkt auf eigene Projekte übertragen können. Combined Learning verbindet Trainer-geführte Sessions mit eigenem Explorieren der Plattformen. Der Kurs findet in Vollzeit statt; Laufzeit mehr als eine Woche bis einen Monat.
Mehr als eine Woche bis maximal einen Monat im Vollzeitformat. Der Zeitrahmen erlaubt ein schrittweises Durcharbeiten beider Plattformen vom Grundlagenmodell bis zu fortgeschrittenen Konfigurationsthemen.
Jira ist ein kommerzielles Atlassian-Produkt ohne eigenes herstellerseitiges Zertifizierungsprogramm, das branchenweit als Standard gilt. Der Kurs schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die den Kursinhalt und die behandelten Themen dokumentiert. Für den Microsoft-Teams-Teil ist kein separates Microsoft-Examen Teil des Kursangebots.
Nutzen & Perspektiven
Jira ist in der Softwareentwicklung und im IT-Projektmanagement faktisch das Standardwerkzeug für agiles Arbeiten. Wer Jira nicht nur als Ticketliste, sondern als Planungs- und Steuerungsinstrument beherrscht, kann Sprint-Transparenz herstellen, Blockaden frühzeitig sichtbar machen und Delivery-Performance nachvollziehbar kommunizieren — gegenüber dem Team und dem Management. Die Verbindung mit Microsoft Teams trägt dem Umstand Rechnung, dass viele Organisationen beide Plattformen täglich einsetzen, aber selten systematisch aufeinander abstimmen. Wer weiß, wie Jira-Benachrichtigungen in Teams-Channels laufen, wie Sprint-Boards in Teams präsentiert werden und wie Retrospektive-Ergebnisse direkt in der Collaboration-Umgebung aufbereitet werden, arbeitet deutlich effizienter. Für Scrum Master und Product Owner ist der Kurs besonders wertvoll, weil er beide Rollen mit konkreten Konfigurationskompetenzen ausstattet: vom Backlog-Aufbau über Sprint-Reporting bis zur Dashboard-Erstellung für Stakeholder. Das Wissen ist nicht nur auf eine Branche beschränkt — Jira wird heute auch in Marketing-, HR- und Operationsteams eingesetzt, was die Transferierbarkeit der gelernten Fähigkeiten erhöht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Jira-Themen werden im Kurs behandelt?
Der Kurs deckt Jira vollständig ab: Projektanlage, Backlog-Management, Sprint-Planung und -Steuerung, Kanban-Boards, Dashboards, Reporting (Burndown, Velocity, Cumulative Flow), Workflow-Anpassung und JQL. Der Microsoft-Teams-Teil behandelt Zusammenarbeit, Channels, Dateifreigabe und Integrationsmöglichkeiten.
Muss ich Jira schon kennen, bevor ich den Kurs beginne?
Nein — der Kurs startet bei den Grundlagen und führt schrittweise in alle relevanten Funktionen ein. Grundkenntnisse in agilen Methoden wie Scrum oder Kanban sind hilfreich, damit Konfigurationsentscheidungen inhaltlich verstanden werden können.
Gibt es ein offizielles Jira-Zertifikat nach dem Kurs?
Atlassian bietet ein eigenes Zertifizierungsprogramm für Jira an, das außerhalb dieses Kurses abgelegt werden kann. Der Kurs schließt mit einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung ab, die die behandelten Themen dokumentiert.
Wie werden Jira und Microsoft Teams im Kurs miteinander verbunden?
Praxisübungen kombinieren beide Plattformen: Daily Standups werden über Teams mit geteiltem Jira-Board durchgeführt, Jira-Benachrichtigungen in Teams-Channels weitergeleitet und Sprint-Reporting in Teams-Meetings präsentiert. Die Integration beider Tools ist expliziter Kursbestandteil.
Für wen ist dieser Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an Scrum Master, Product Owner, Agile Coaches, IT-Projektmanager und Entwickler, die Jira produktiv einsetzen möchten. Auch Fachkräfte, die von klassischem Projektmanagement auf agile Workflows umsteigen, profitieren von der praxisnahen Einführung.
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