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Big Data Kurs: Hadoop, Spark & Architekturen

Weiterbildung zu Big-Data-Grundlagen, modernen Infrastrukturen und den führenden Open-Source-Frameworks Apache Hadoop und Apache Spark.

Auf einen Blick

Dauer1–4 WochenØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

In der heutigen digitalen Wirtschaft entstehen Daten in einem Ausmaß, das mit traditionellen Datenbanktechnologien nicht mehr beherrschbar ist. Unternehmen aller Branchen stehen vor der Aufgabe, massive Datenmengen aus heterogenen Quellen — Sensoren, Transaktionssysteme, Social Media, Log-Dateien — effizient zu erfassen, zu speichern, zu verarbeiten und in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln. Big Data ist dabei nicht nur ein Schlagwort, sondern eine konkrete Sammlung von Konzepten, Architekturen und Werkzeugen, die genau für diesen Zweck entwickelt wurden. Diese Weiterbildung führt systematisch in die Welt von Big Data ein — von den grundlegenden Konzepten über moderne verteilte Infrastrukturen bis hin zu den marktführenden Frameworks Apache Hadoop und Apache Spark. Teilnehmer erhalten das konzeptionelle und technische Rüstzeug, um in Projekten zur Datenverarbeitung in großem Maßstab produktiv mitzuwirken.

Software- & PraxistrainingInhaltsstand 29.05.2026

Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 4 Standorten

Angebote

62

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 8 erfassten Orten

Regionen

4 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

herstellerzertifikat

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Combined Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 1 Woche bis 1 Monat

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €

Häufige Kursorte

  • Dortmund
  • Mannheim
  • Köln
  • Grünstadt
  • Bad Kreuznach
  • Heidelberg

Bundesländer

  • Nordrhein-Westfalen
  • Baden-Württemberg
  • Rheinland-Pfalz
  • Hessen

Vermittelte Kompetenzen

  • Apache Hadoop
  • Apache Spark
  • HDFS
  • MapReduce
  • Apache Kafka
  • Spark SQL
  • Big Data Architekturen
  • Batch & Stream Processing

Zugeordnete Zielberufe

  • Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein19.202 Stellen/12 Mon.
  • Wirtschaftsinformatik (grundständig)4.928 Stellen/12 Mon.
  • Bautechnischer Konstrukteur/Bautechnische Konstrukteurin Fachrichtung Architektur4.292 Stellen/12 Mon.
  • Data Scientist3.910 Stellen/12 Mon.
  • Wirtschaftsprüfer/Wirtschaftsprüferin659 Stellen/12 Mon.
  • Datenanalyst263 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 62 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Modul 1 — Grundlagen und Konzepte von Big Data Dieses Einstiegsmodul schafft das konzeptionelle Fundament für alle weiteren Themenblöcke. Es klärt, was Big Data ist, woher der Begriff stammt, und warum traditionelle Datenbanksysteme für bestimmte Anwendungsfälle an ihre Grenzen stoßen. Die Teilnehmer lernen die charakteristischen Merkmale großer Datenmengen zu benennen und kritisch zu einordnen.

  • Definition von Big Data und Entstehungsgeschichte des Begriffs
  • Die 5 Vs: Volume, Velocity, Variety, Veracity und Value im Detail
  • Strukturierte vs. semi-strukturierte vs. unstrukturierte Daten
  • Limitierungen relationaler Datenbanksysteme bei großen Datenmengen
  • NoSQL-Datenbankkonzepte: dokumentenorientiert, spaltenorientiert, Key-Value, Graph
  • CAP-Theorem und seine Bedeutung für verteilte Datensysteme

Modul 2 — Big-Data-Infrastrukturen und Referenzarchitekturen Moderne Big-Data-Infrastrukturen basieren auf verteilten Systemen, die horizontale Skalierbarkeit ermöglichen. Dieses Modul stellt die wichtigsten Architekturmuster vor und erklärt, wie Daten effizient über Cluster von Commodity-Hardware verarbeitet werden können. Lambda- und Kappa-Architektur werden als praxiserprobte Blaupausen eingehend behandelt.

  • Distributed Computing Grundprinzipien und Skalierungsstrategien
  • Hadoop Distributed File System (HDFS): Architektur, NameNode, DataNode
  • MapReduce-Paradigma: Funktionsweise und typische Anwendungsfälle
  • YARN als Ressourcenmanager im Hadoop-Ökosystem
  • Lambda-Architektur: Batch Layer, Speed Layer, Serving Layer
  • Kappa-Architektur als vereinfachte Alternative zur Lambda-Architektur

Modul 3 — Apache Spark: Grundlagen und Anwendung Apache Spark hat sich als de-facto-Standard für verteilte Datenverarbeitung etabliert und bietet im Vergleich zu klassischem MapReduce erhebliche Leistungsvorteile durch In-Memory-Verarbeitung. Dieses Modul führt in die Spark-Kernkonzepte ein und zeigt, wie der Stack für Batch-, Stream- und ML-Anwendungen eingesetzt wird.

  • Spark-Architektur: Driver, Executors, Cluster Manager
  • RDDs, DataFrames und Datasets als grundlegende Datenabstraktionen
  • Spark SQL für strukturierte Datenabfragen
  • Spark Streaming und Structured Streaming für Echtzeit-Verarbeitung
  • MLlib für maschinelles Lernen auf verteilten Datasets
  • Spark auf YARN, Kubernetes und in Cloud-Umgebungen betreiben

Modul 4 — Erweitertes Hadoop-Ökosystem und Cloud-Integration Das Hadoop-Ökosystem umfasst weit mehr als Hadoop selbst. In diesem Modul werden ergänzende Werkzeuge vorgestellt, die in der Praxis häufig zusammen eingesetzt werden. Zudem wird die Verlagerung von Big-Data-Workloads in Cloud-Umgebungen behandelt, die zunehmend an Relevanz gewinnt.

  • Apache Hive: SQL-Schnittstelle für Hadoop-Daten
  • Apache Pig: Datentransformation mit Pig Latin
  • Apache HBase als spaltenorientierter NoSQL-Speicher
  • Apache Kafka als verteilter Message Broker für Streaming-Architekturen
  • Apache Flume und Sqoop für die Datenintegration
  • Cloud-Dienste: Amazon EMR, Azure HDInsight, Google Dataproc im Vergleich

Praktische Übungen und Projektarbeit

  • Einrichten einer lokalen Hadoop-Entwicklungsumgebung (Single-Node-Cluster)
  • Erste HDFS-Operationen: Dateien hochladen, auflisten, herunterladen
  • Schreiben und Ausführen eines einfachen MapReduce-Jobs (Word-Count-Beispiel)
  • Einrichtung einer Spark-Entwicklungsumgebung und erste RDD-Transformationen
  • Analyse eines größeren Datensatzes mit Spark DataFrames und Spark SQL
  • Stream-Verarbeitung mit Structured Streaming an einem Kafka-Beispiel
  • Abfragen eines Hive-Warehouses mit HQL
  • Übertragung eines Datensatzes von einer relationalen Datenbank nach HDFS mit Sqoop
  • Exploration eines NoSQL-Datasets mit HBase-Shell
  • Konfiguration und Monitoring eines kleinen Spark-Clusters
  • Profiling und Tuning eines Spark-Jobs (Partitionierung, Caching, Broadcast-Variablen)
  • Konzipierung einer einfachen Lambda-Architektur für einen fiktiven Anwendungsfall

Die praktischen Übungen sind so gestaltet, dass die Teilnehmer unmittelbar Erfahrung mit realen Datensätzen sammeln und die erlernten Konzepte auf konkrete Problemstellungen anwenden. Abschließend wird ein größeres Fallbeispiel aus der Industrie gemeinsam analysiert: Vom Daten-Ingestion-Problem über die Wahl der richtigen Architektur bis hin zur Implementierung und dem Monitoring eines vollständigen Pipelines.

Lernziele:

  • Das Konzept Big Data einschließlich der klassischen Vs-Dimensionen (Volume, Velocity, Variety, Veracity, Value) fundiert erklären
  • Unterschiede zwischen strukturierten, semi-strukturierten und unstrukturierten Daten benennen und für die Architekturplanung nutzen
  • Traditionelle Datenbankansätze von Big-Data-Infrastrukturen abgrenzen und geeignete Einsatzgebiete einschätzen
  • Das Hadoop-Ökosystem (HDFS, MapReduce, YARN) in seiner Grundarchitektur verstehen
  • Apache Spark für die verteilte Datenverarbeitung konzeptuell und praktisch einsetzen
  • Lambda- und Kappa-Architekturen als moderne Big-Data-Referenzarchitekturen erklären
  • Grundlegende Datenpipelines für Batch- und Stream-Verarbeitung konzipieren
  • Werkzeuge des Hadoop-Ökosystems (Hive, Pig, HBase, Kafka) in ihrer Funktion einordnen
  • Cloud-basierte Big-Data-Dienste von AWS, Azure und Google Cloud bewerten
  • Sicherheits- und Governance-Anforderungen für Big-Data-Infrastrukturen identifizieren
  • Grundlegende Datenqualitätsprobleme in großen Datasets erkennen und adressieren
  • Einsatzszenarien für maschinelles Lernen auf Big-Data-Plattformen skizzieren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an Fachleute aus IT und Datenmanagement, die sich fundiertes Wissen über Big-Data-Technologien aneignen möchten, um in modernen datengetriebenen Projekten produktiv eingesetzt zu werden.

  • Datenbankadministratoren und Data-Warehouse-Entwickler, die auf moderne Big-Data-Plattformen wechseln möchten
  • Softwareentwickler, die an der Entwicklung datenintensiver Anwendungen beteiligt sind
  • IT-Architekten, die Infrastrukturentscheidungen für Big-Data-Projekte treffen müssen
  • Data Scientists und Analysten, die ein tieferes Verständnis der zugrundeliegenden Plattformen gewinnen wollen
  • Projektmanager und technische Führungskräfte, die Big-Data-Projekte verantworten
Voraussetzungen:

Grundlegende IT-Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Datenbanken oder Programmierung werden empfohlen. Spezifische Vorkenntnisse in Big-Data-Technologien sind nicht notwendig. Vor Seminarbeginn findet ein individuelles Vorgespräch statt, um den persönlichen Wissensstand zu ermitteln und einen passenden Einstiegspunkt im Lernplan festzulegen. Linux-Grundkenntnisse sind hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung.

Ablauf & Abschluss

Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning durchgeführt, das Präsenz- und Online-Phasen flexibel kombiniert. Theorieinhalte werden anhand konkreter Anwendungsbeispiele aus der Praxis erläutert, Hands-on-Labs vertiefen das Gelernte unmittelbar. Die Gruppen sind klein gehalten, sodass individuelle Fragen ausreichend Raum bekommen. Ergänzende Lernmaterialien, Aufzeichnungen und Übungsaufgaben stehen zwischen den Unterrichtseinheiten zur Verfügung. Teilzeitmöglichkeiten machen die Weiterbildung auch für Berufstätige zugänglich.

Die Weiterbildung dauert im Vollzeit-Format mehr als eine Woche. In Teilzeit kann der Kurs über mehrere Wochen bis hin zu mehreren Monaten gestreckt werden. Individuelle Start- und Teilzeittermine können nach Absprache mit dem Anbieter vereinbart werden.

Nach Kursabschluss erhalten Teilnehmer ein international anerkanntes Herstellerzertifikat sowie ein Lehrgangszertifikat des Anbieters. Das Zertifikat belegt die erworbenen Kenntnisse in Big-Data-Konzepten, -Infrastrukturen und -Werkzeugen und wird von Unternehmen als anerkannter Qualifikationsnachweis für den Einsatz in Big-Data-Projekten akzeptiert.

Nutzen & Perspektiven

Die Nachfrage nach Fachkräften mit Big-Data-Kenntnissen ist auf dem deutschen Arbeitsmarkt seit Jahren hoch und wächst weiter. Unternehmen aus nahezu allen Branchen — Automobilindustrie, Finanzwesen, Gesundheitswesen, E-Commerce, Logistik — investieren massiv in datengetriebene Entscheidungsinfrastrukturen und suchen Experten, die Hadoop- und Spark-Umgebungen aufbauen, betreiben und optimieren können. Mit den Kenntnissen aus dieser Weiterbildung sind Teilnehmer in der Lage, als Big-Data-Engineer, Data-Pipeline-Entwickler oder Plattformarchitekt in entsprechenden Teams mitzuwirken. Über den reinen Berufseinstieg hinaus eröffnet das erworbene Wissen zahlreiche Weiterentwicklungspfade. Die Kombination von Big-Data-Plattform-Know-how mit maschinellem Lernen und Cloud-Diensten ist eine der aktuell gefragtesten Qualifikationskombinationen. Teilnehmer, die nach der Weiterbildung tiefer in Spark ML oder Cloud-native Big-Data-Dienste einsteigen wollen, haben dafür das nötige Fundament.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein
    19.202 Stellen
  • Wirtschaftsinformatik (grundständig)
    4.928 Stellen
  • Bautechnischer Konstrukteur/Bautechnische Konstrukteurin Fachrichtung Architektur
    4.292 Stellen
  • Data Scientist
    3.910 Stellen
  • Wirtschaftsprüfer/Wirtschaftsprüferin
    659 Stellen
  • Datenanalyst
    263 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Benötige ich Programmierkenntnisse für diesen Kurs?

Grundlegende IT-Kenntnisse und Erfahrung mit Datenbanken oder einfacher Programmierung sind hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung. Der Kurs legt den Schwerpunkt auf konzeptionelles Verständnis und praktische Anwendung mit den entsprechenden Tools. Im Beratungsgespräch vor Kursbeginn wird der individuelle Wissensstand ermittelt.

Was ist der Unterschied zwischen Hadoop und Spark?

Hadoop ist die ursprüngliche Big-Data-Plattform mit HDFS als verteiltem Dateisystem und MapReduce als Verarbeitungsmodell. Spark ist ein neueres Framework, das In-Memory-Verarbeitung nutzt und damit deutlich schneller ist. Beide Technologien ergänzen sich und werden im Kurs gemeinsam behandelt.

Kann ich den Kurs auch ohne Linux-Kenntnisse belegen?

Ja, Linux-Grundkenntnisse sind hilfreich, aber keine Pflichtvoraussetzung. Im Kurs werden die benötigten Kommandozeilenbefehle eingeführt und erklärt. Das individuelle Beratungsgespräch klärt, ob ein kurzer Auffrischungskurs vorab empfehlenswert ist.

Ist der Kurs für die Arbeit mit Cloud-Diensten relevant?

Ja, der Kurs behandelt explizit die Verlagerung von Big-Data-Workloads in Cloud-Umgebungen. Managed Dienste wie Amazon EMR, Azure HDInsight und Google Dataproc werden verglichen und in ihrer Funktion erklärt. Damit ist der Kurs auch für Cloud-affine Unternehmen relevant.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für diesen Kurs?

Bei AZAV-zertifizierten Anbietern kann der Kurs über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Auch das Qualifizierungschancengesetz, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder die Berufsförderung der Bundeswehr können je nach persönlicher Situation greifen. Eine individuelle Förderberatung ist empfehlenswert.