Überblick
LPIC-1 ist die erste Zertifizierungsstufe im Linux Professional Institute Certification Program des LPI — der weltweit führenden herstellerunabhängigen Linux-Zertifizierungsorganisation. Wer LPIC-1 besteht, belegt fundierte Grundkenntnisse in der Linux-Administration: Systembefehle, Dateisysteme, Paketverwaltung, Shell-Scripting, Benutzerverwaltung und grundlegende Netzwerkkonfiguration. Dieser Kurs bereitet auf beide LPIC-1-Prüfungen vor — 101-500 und 102-500 — und ergänzt die Linux-Ausbildung um Microsoft Teams. Teams ist heute in vielen IT-Abteilungen das zentrale Kommunikationswerkzeug; seine Integration in den Lehrgang stellt sicher, dass die Teilnehmenden auch die digitale Zusammenarbeit im IT-Alltag beherrschen. Die Kombination aus Linux-Zertifizierungsgrundlage und Teams-Kompetenz ist typisch für den modernen IT-Support- und Systemadministrations-Alltag.
Kursinhalte & Lernziele
LPIC-1 Prüfungsteil 101-500 — Systemarchitektur, Linux-Installation und Paketverwaltung Der erste Prüfungsbereich des LPIC-1 umfasst die Hardwaregrundlagen, das Booten von Linux-Systemen, die Installation und Paketverwaltung sowie grundlegende Befehle der GNU-Toolchain. Die Teilnehmenden lernen, wie Linux-Systeme aufgebaut sind und wie Pakete auf Debian- und Red Hat-basierten Distributionen verwaltet werden.
- Linux-Systemarchitektur: BIOS/UEFI, Bootloader GRUB, Kernel-Parameter
- Linux-Installation: Partitionierung, Dateisystemauswahl (ext4, xfs), Swap
- Paketverwaltung Debian/Ubuntu: apt, dpkg, Paketquellen und Repositorys
- Paketverwaltung Red Hat/CentOS: rpm, yum, dnf
- GNU- und Unix-Grundbefehle: ls, cp, mv, find, grep, awk, sed
- Datei- und Verzeichnisoperationen auf der Bash-Shell
- Textdateien bearbeiten: vim, nano, Grundlagen des Editors
LPIC-1 Prüfungsteil 102-500 — Shells, Netzwerk, Benutzer und Systemdienste Der zweite Prüfungsbereich vertieft Shell-Scripting, Benutzerverwaltung, Netzwerkkonfiguration und die Verwaltung von Systemdiensten. Diese Inhalte sind für die tägliche Arbeit als Linux-Administrator zentral: Automatisierung durch Skripte, Benutzer- und Rechteverwaltung sowie die Kontrolle laufender Dienste.
- Shell-Scripting: Variablen, Kontrollstrukturen (if, for, while), Funktionen
- Benutzer- und Gruppenkonten: useradd, usermod, groupadd, /etc/passwd, /etc/shadow
- Dateisystem-Berechtigungen: chmod, chown, SUID/SGID/Sticky Bit
- Netzwerkkonfiguration: IP-Adressen, Netzmasken, Standard-Gateway, /etc/hosts
- Grundlegende Netzwerkdiagnose: ping, traceroute, ss, netstat, nmap
- Systemd: Unit-Dateien, systemctl, Dienste verwalten, Logs mit journalctl
- Cronjobs: crontab, zeitgesteuerte Aufgaben einrichten und verwalten
Microsoft Teams — Digitale Zusammenarbeit im IT-Berufsalltag Microsoft Teams ist für IT-Fachkräfte nicht nur ein Kommunikationswerkzeug, sondern eine Plattform, die sie oft selbst administrieren oder für Anwender einrichten. Dieses Modul vermittelt sowohl die Anwender- als auch die Grundkonfigurationsperspektive von Teams.
- Teams-Oberfläche: Kanäle, Chats, Dateien, Kalender
- Besprechungen einrichten, Bildschirmfreigaben und Remote-Support-Szenarien
- Dateifreigabe und Co-Authoring in SharePoint/OneDrive via Teams
- Teams-Konfigurationen aus Nutzerperspektive: Benachrichtigungen, Status, Geräteeinstellungen
- Gastkonten und externe Zusammenarbeit: Grundprinzipien der Zugriffssteuerung
- Teams als Support-Kanal im IT-Helpdesk einsetzen
Praxisübungen und Laborumgebung Alle LPIC-1-Inhalte werden in virtuellen Laborumgebungen geübt. Die Teilnehmenden arbeiten direkt an einer Linux-Kommandozeile — in einer isolierten virtuellen Maschine oder Cloud-Instanz. Ziel ist es, alle prüfungsrelevanten Befehle und Szenarien selbst durchzuführen.
- Einrichtung und Grundkonfiguration eines Linux-Übungssystems
- Übungsaufgaben zu allen vier Themenblöcken des LPIC-1
- Benutzer- und Rechteszenario: Firmensimulation mit mehreren Nutzergruppen
- Netzwerkkonfigurationsaufgabe: IP-Einrichtung, Routing-Überprüfung, Diagnose
- Shell-Skript-Projekt: kleines Automatisierungsskript für Systemwartung
- Systemd-Praxis: Dienste installieren, konfigurieren und als Unit-Datei einrichten
- Abschließende Übungsprüfungen für 101-500 und 102-500
Die virtuellen Labore und Prüfungssimulationen sind integraler Bestandteil des Kurses und werden durch die bereitgestellte Lerninfrastruktur zugänglich gemacht. Nach dem Kurs können die Teilnehmenden die offiziellen LPI-Prüfungen 101-500 und 102-500 an akkreditierten Testcentern ablegen.
Lernziele:
Nach Abschluss sind die Teilnehmenden in der Lage,
- Linux-Systeme auf der Kommandozeile sicher zu bedienen und zu navigieren
- Dateien, Verzeichnisse und Berechtigungen nach Linux-Konventionen zu verwalten
- Softwarepakete mit gängigen Paketmanagern (apt, yum/dnf) zu installieren und zu verwalten
- einfache Shell-Skripte zu schreiben und zu debuggen
- Benutzer- und Gruppenkonten anzulegen und Rechte zuzuweisen
- grundlegende Netzwerkkonfiguration unter Linux vorzunehmen
- Dienste mit systemd zu verwalten (starten, stoppen, aktivieren)
- Linux-Systemlogs zu lesen und für die Fehlersuche zu nutzen
- Grundlagen der Linux-Dateisystemhierarchie (FHS) zu erläutern
- Microsoft Teams für die Kommunikation und Zusammenarbeit im IT-Berufsalltag zu nutzen
- die LPI-Prüfungen 101-500 und 102-500 des LPIC-1 abzulegen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Einsteiger in die Linux-Systemadministration, die eine international anerkannte Zertifizierung anstreben.
- IT-Quereinsteiger mit PC-Grundkenntnissen, die Linux-Administration erlernen möchten
- Fachinformatiker für Systemintegration, die ihre Linux-Kenntnisse zertifizieren wollen
- IT-Support-Mitarbeitende, die neben Windows-Kenntnissen auch Linux abdecken möchten
- Arbeitssuchende mit IT-Interesse und grundlegendem technischen Verständnis
- Anwender, die einen strukturierten Einstieg in die Linux-Welt suchen
Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Computern und dem Betriebssystem Windows oder macOS werden vorausgesetzt. Ein Verständnis für Dateistrukturen und grundlegende Netzwerkkonzepte (IP-Adresse, LAN) erleichtert den Einstieg, ist aber kein Muss. Linux-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich — der Kurs startet von Null. Für die Labs wird entweder eine virtuelle Maschine auf dem eigenen Rechner oder eine bereitgestellte Cloud-Umgebung genutzt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet als Combined Learning statt. Betreute Einheiten mit Live-Demonstrationen an der Kommandozeile wechseln sich mit selbstständigen Laborübungen ab. Die LPIC-1-Prüfungsthemen werden systematisch nach den offiziellen LPI-Exam-Objectives erarbeitet. Microsoft Teams ist dabei nicht nur Lerngegenstand, sondern auch das Kommunikationsmittel für Rückfragen und Gruppenarbeit während der Weiterbildung — womit die Teams-Kompetenz direkt im Kursalltag angewendet wird.
Der Kurs wird sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit angeboten. Konkrete Stundenangaben variieren je nach Anbieter. Die virtuelle Laborumgebung steht den Teilnehmenden über die gesamte Kurszeit zur Verfügung, sodass Übungen auch außerhalb der betreuten Phasen selbstständig weitergeführt werden können.
Der Kurs bereitet auf die offiziellen LPI-Prüfungen 101-500 und 102-500 vor. Diese Prüfungen werden unabhängig vom Bildungsträger an akkreditierten Testcentern abgelegt; das LPIC-1-Zertifikat wird nach Bestehen beider Prüfungen vom Linux Professional Institute ausgestellt und ist weltweit anerkannt. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung.
Nutzen & Perspektiven
LPIC-1 ist der anerkannte Einstieg in die dreistufige LPI-Zertifizierungsleiter. Wer LPIC-1 hat, kann nahtlos auf LPIC-2 (fortgeschrittene Administration) und LPIC-3 (Spezialdisziplinen) aufbauen. Das Zertifikat ist herstellerunabhängig und gilt für alle Linux-Distributionen — es öffnet damit Türen in Unternehmensinfrastrukturen, die auf Debian, Ubuntu, Red Hat, CentOS oder anderen Varianten aufsetzen. Die Ergänzung durch Microsoft Teams macht den Kurs für den realen IT-Alltag vollständiger: Sehr viele IT-Abteilungen nutzen Teams als primäres Kommunikationstool. Wer beide Werkzeuge — die Linux-Shell und Teams — beherrscht, kann sofort produktiv in einem heterogenen IT-Umfeld arbeiten, ohne auf ein separates Teams-Training angewiesen zu sein. Der prüfungsvorbereitende Charakter des Kurses sorgt dafür, dass die Lerninhalte systematisch und vollständig nach den offiziellen LPI-Exam-Objectives erarbeitet werden. Das unterscheidet den Kurs von einem reinen Praxisworkshop und stellt sicher, dass die Teilnehmenden auch theoretische Zusammenhänge sicher erklären können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist LPIC-1 und wofür steht die Zertifizierung?
LPIC-1 ist die erste Stufe des Linux Professional Institute Certification Program (LPIC) des LPI — der weltweit führenden herstellerunabhängigen Linux-Zertifizierungsorganisation. Das Zertifikat bestätigt grundlegende Kenntnisse in der Linux-Administration: Kommandozeile, Paketverwaltung, Benutzerverwaltung, Netzwerkkonfiguration und Systemdienste. Es setzt sich aus zwei Prüfungen zusammen: 101-500 und 102-500.
Warum ist Microsoft Teams Teil dieses Linux-Kurses?
In den meisten IT-Abteilungen ist Teams heute das primäre Kommunikations- und Kollaborationswerkzeug — unabhängig davon, ob die Server Linux oder Windows laufen. Die Kombination stellt sicher, dass die Teilnehmenden sowohl die technische Linux-Ebene als auch die digitale Zusammenarbeitsebene beherrschen, die im Berufsalltag erwartet wird.
Wo lege ich die LPIC-1-Prüfungen ab?
Die offiziellen LPI-Prüfungen 101-500 und 102-500 werden an vom LPI akkreditierten Testcentern abgelegt — unabhängig vom Bildungsträger, der den Kurs durchführt. Das ausgestellte LPIC-1-Zertifikat kommt direkt vom Linux Professional Institute und ist weltweit anerkannt.
Welche Linux-Vorkenntnisse brauche ich?
Keine — der Kurs startet von Null. Grundlegende PC-Kenntnisse (Dateiverwaltung, Windows- oder macOS-Bedienung) genügen. Ein Verständnis für einfache Netzwerkbegriffe wie IP-Adresse oder LAN ist hilfreich, aber kein Muss. Die Linux-Shell wird von Anfang an schrittweise eingeführt.
Wie geht es nach LPIC-1 weiter?
LPIC-1 ist Voraussetzung für LPIC-2 (fortgeschrittene Linux-Administration, Netzwerkdienste, Sicherheit). Nach LPIC-2 gibt es die LPIC-3-Spezialisierungen (Security, Mixed Environments, Virtualization & High Availability). Das mehrstufige Programm erlaubt eine gezielte Vertiefung je nach Karriereziel.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Leiter/Leiterin der IT195.785 Stellen
- Systemadministrator16.136 Stellen
- IT-Administrator2.683 Stellen
- Gruppen-, Teamleiter/Gruppen-, Teamleiterin2.298 Stellen
- IT-Lizenzmanager/IT-Lizenzmanagerin38 Stellen
- Prozessmanager/Prozessmanagerin für RPA24 Stellen