Überblick
Diese mehrmonatige Vollzeit-Weiterbildung zum IT-Support- und Service-Manager bereitet Teilnehmende auf drei international anerkannte Zertifizierungen vor: CompTIA A+, Microsoft 365 Certified Endpoint Administrator Associate und Microsoft Certified Windows Server Hybrid Administrator Associate. Die Qualifizierung deckt das gesamte Spektrum moderner IT-Support-Arbeit ab — von der Einrichtung und Verwaltung von Desktop-Systemen über die Administration von Windows-Servern in hybriden Azure-Umgebungen bis hin zu Netzwerkkonfiguration, Virtualisierung und Disaster-Recovery-Strategien. Damit bietet sie sowohl Berufseinsteigern als auch Quereinsteigern eine solide, direkt praxisverwertbare Grundlage für eine erfolgreiche IT-Karriere.
Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul vermittelt IT-Grundlagen und bereitet auf den CompTIA A+-Abschnitt vor. CompTIA A+ ist die bekannteste Einstiegszertifizierung im IT-Support-Bereich und bestätigt breit angelegte Kenntnisse zu Hardware, Betriebssystemen, Netzwerken und Sicherheitsgrundlagen. In diesem Modul erarbeiten die Teilnehmenden ein belastbares technisches Fundament.
- Hardware-Komponenten: Prozessoren, Arbeitsspeicher, Massenspeicher, Mainboards, Netzteile
- Installation und Konfiguration moderner Windows-Desktopbetriebssysteme
- Grundlagen der Netzwerktechnik: IPv4, IPv6, TCP/IP-Protokolle, WLAN-Technologien
- Drucker und Peripheriegeräte installieren, konfigurieren und Fehler beheben
- IT-Sicherheitsgrundlagen: Malware-Typen, Firewall-Grundlagen, Benutzerrechte
- Prüfungsvorbereitung CompTIA A+ Core 1 (220-1101) und Core 2 (220-1102)
Das zweite Modul deckt die Microsoft 365 Endpoint-Administration ab. Als Endpoint Administrator verwalten IT-Fachkräfte alle Endgeräte in einem Unternehmen — von der Inbetriebnahme über die Richtlinienverwaltung bis zur Sicherheitsüberwachung. Dieses Modul trainiert den Umgang mit modernen MDM- und MAM-Lösungen.
- Microsoft Intune: Geräteregistrierung, Compliance-Richtlinien, Konfigurationsprofile
- Windows Autopilot für die automatisierte Bereitstellung von Unternehmensgeräten
- Anwendungsbereitstellung und -aktualisierung über Intune und Microsoft Store for Business
- Microsoft 365 Apps-Verwaltung und Office-Konfiguration über Group Policy und Intune
- Endpoint-Sicherheit: Microsoft Defender for Endpoint, Conditional Access, MFA
- Prüfungsvorbereitung Microsoft MD-102 Endpoint Administrator
Das dritte Modul widmet sich Windows Server und hybrider Infrastruktur. Moderne Unternehmens-IT läuft selten rein lokal oder rein in der Cloud — der Normalfall ist eine hybride Umgebung, in der lokale Server und Azure-Dienste nahtlos zusammenwirken. Dieses Modul trainiert genau diese Szenarien.
- Active Directory Domain Services: Installation, Replikation, Betriebsmasterrollen
- Gruppenrichtlinien (GPO) erstellen, verlinken und Ergebnisse mit RSOP analysieren
- Azure AD Connect: Synchronisation, Pass-Through Authentication, Federation
- Hyper-V: Erstellen und Verwalten virtueller Maschinen, Snapshots, Live-Migration
- Windows Server-Speicher: Storage Spaces, Datendeduplizierung, iSCSI-Ziele
- Prüfungsvorbereitung Microsoft AZ-801 Windows Server Hybrid Administrator
Das vierte Modul behandelt Netzwerkdienste, Sicherheit und Disaster Recovery. Ausfallsicherheit und Netzwerkperformance sind kritische Anforderungen in jedem Unternehmen. Die Teilnehmenden lernen, lokale und hybride Netzwerke zu planen, abzusichern und im Fehlerfall schnell wiederherzustellen.
- DNS-Implementierung: lokale Zonen, Azure Private DNS, DNS-Problembehandlung
- DHCP-Serverkonfiguration und IP-Adressverwaltung in hybriden Umgebungen
- Azure VPN Gateway und ExpressRoute für hybride Netzwerkkonnektivität
- Failover-Clustering für hochverfügbare Windows-Server-Dienste einrichten
- Azure Site Recovery für Disaster Recovery und Business Continuity
- Windows Server-Sicherheits-Baselines, Just-in-Time-Zugriff und Defender for Server
Im umfangreichen Praxisteil werden die gelernten Inhalte durch realitätsnahe Szenarien und Laborübungen gefestigt und auf die Prüfungssituationen aller drei Zertifizierungen vorbereitet.
- Hands-on-Labs in Windows Server-Testumgebungen mit Active Directory und Hyper-V
- Azure-Laborübungen mit Azure Active Directory, Intune und Azure File Sync
- Simulationsübungen zur Fehlerbehebung in Netzwerken und Server-Diensten
- Prüfungssimulationen für CompTIA A+, MD-102 und AZ-801
- Gruppenarbeit an Praxisszenarien aus dem IT-Support-Alltag
- Fallstudien: Migrationsszenarien von lokaler Infrastruktur in hybride Azure-Umgebungen
- Übungen zur Dokumentation von IT-Infrastruktur und Änderungsmanagement
- Kommunikationstraining für den Umgang mit internen Kunden im IT-Support
- Abschlussübung: vollständige Einrichtung einer hybriden IT-Infrastruktur im Labor
- Prüfungsanmeldung und Prüfungsablauf-Informationen für alle drei Zertifizierungen
- Karriereberatung und Jobmarktorientierung für IT-Support-Berufe
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, folgende Kompetenzen nachzuweisen.
- Active Directory Domain Services-Domänencontroller bereitzustellen, zu konfigurieren und zu verwalten
- AD DS-Sicherheitsprinzipale wie Benutzerkonten, Gruppen und Dienstkonten zu erstellen und zu pflegen
- Hybride Identitäten zwischen lokalem Active Directory und Azure Active Directory zu implementieren
- Windows Server über Gruppenrichtlinienobjekte zentral zu konfigurieren und Compliance-Anforderungen umzusetzen
- Windows-Server-Workloads in hybriden On-Premises- und Azure-Umgebungen zu verwalten
- Hyper-V-Virtualisierungsumgebungen und virtuelle Gastmaschinen zu betreiben
- Container mit Windows Server bereitzustellen und grundlegend zu verwalten
- Azure Virtual Machines mit Windows Server zu konfigurieren und zu administrieren
- Lokale und hybride DNS-Namensauflösung zu implementieren und Fehler zu beheben
- IP-Adressierung in lokalen und hybriden Netzwerkszenarien zu planen und umzusetzen
- Azure File Sync sowie Windows Server-Dateifreigaben zu konfigurieren
- Failover-Clustering und Disaster-Recovery-Konzepte zu konzipieren und einzusetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Berufseinsteiger und Quereinsteiger, die systematisch in die IT-Branche einsteigen möchten, sowie an IT-Fachkräfte, die ihre bestehenden Kenntnisse durch anerkannte Zertifizierungen aufwerten möchten.
- Personen ohne IT-Ausbildung, aber mit grundlegenden PC-Kenntnissen und technischem Interesse
- Berufstätige aus verwandten Feldern wie Bürokommunikation, Elektronik oder Mechatronik, die in die IT wechseln möchten
- IT-Hilfskräfte und Helpdesk-Mitarbeitende, die sich formal zertifizieren möchten
- Fachkräfte aus der Systemadministration, die ihre Kenntnisse in Richtung hybrider Microsoft-Infrastrukturen ausbauen möchten
- Personen mit Bildungsgutschein, die eine vollständig anerkannte und geförderte IT-Qualifizierung suchen
Für die Teilnahme werden gute Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 vorausgesetzt, da der Unterricht auf Deutsch stattfindet. Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 sind zwingend erforderlich, weil die offizielle Microsoft-Dokumentation, Prüfungsfragen und viele Fachressourcen ausschließlich auf Englisch verfasst sind. Grundlegende PC-Kenntnisse und die sichere Bedienung von Windows-Betriebssystemen in alltäglichen Aufgaben bilden die technische Mindestvoraussetzung. Analytisches Denkvermögen und technisches Interesse sind wichtige persönliche Voraussetzungen. Spezifische IT-Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich — der Kurs ist so aufgebaut, dass er auch ohne formale IT-Ausbildung erfolgreich absolviert werden kann.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet als Combined Learning statt und verbindet synchrone Online-Lehrveranstaltungen mit strukturierten Selbstlernphasen und intensiven Labor-Übungseinheiten. In den Livesessions erklären Lehrende neue Konzepte, demonstrieren Konfigurationsschritte in Echtzeit und beantworten Fragen der Teilnehmenden. Die Laborübungen finden in speziell konfigurierten virtuellen Testumgebungen statt, die Windows Server, Active Directory und Azure-Dienste simulieren. Prüfungssimulationen im Format der tatsächlichen CompTIA- und Microsoft-Prüfungen sind fester Bestandteil des Curriculums und bereiten die Teilnehmenden gezielt auf die Prüfungssituationen vor.
Die Weiterbildung dauert mehr als sechs Monate und wird überwiegend in Vollzeit angeboten, gelegentlich auch in Teilzeit. Die Gesamtdauer richtet sich nach dem individuellen Bildungsträger und dem gewählten Prüfungsfahrplan. Dieser ausgedehnte Zeitraum ist notwendig, um drei anspruchsvolle internationale Zertifizierungsprüfungen gründlich vorzubereiten und alle prüfungsrelevanten Inhalte auf einem praxistauglichen Niveau zu vermitteln.
Nach erfolgreicher Teilnahme stellen die Bildungsträger ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung aus. Darüber hinaus bereitet der Kurs intensiv auf drei externe Prüfungen vor: CompTIA A+ (Core 1 und Core 2), Microsoft 365 Certified Endpoint Administrator Associate (MD-102) und Microsoft Certified Windows Server Hybrid Administrator Associate (AZ-801). Diese Zertifizierungen werden von den jeweiligen Herausgebern CompTIA und Microsoft nach bestandener Prüfung verliehen und gelten international als anerkannte Qualitätsnachweise im IT-Bereich.
Nutzen & Perspektiven
IT-Support und IT-Service-Management sind Kernfunktionen in Unternehmen jeder Größe und Branche. Qualifizierte Fachkräfte, die Windows-Infrastrukturen verwalten, Endgeräte zentral steuern und hybride Azure-Umgebungen betreuen können, werden auf dem deutschen Arbeitsmarkt kontinuierlich gesucht. Die Kombination aus CompTIA A+, Microsoft 365 Endpoint Administrator und Windows Server Hybrid Administrator erschließt ein breites Spektrum an Berufsfeldern — vom Helpdesk-Spezialisten bis hin zum Systemadministrator in mittelständischen Unternehmen oder Konzernen. Die drei Zertifizierungen sind nicht nur ein Qualitätsnachweis, sondern auch ein starkes Signal im Bewerbungsprozess. CompTIA A+ gilt weltweit als Standard-Einstiegszertifizierung im IT-Support; die Microsoft-Zertifizierungen dokumentieren zusätzlich tiefgehende Kenntnisse in aktuellen Microsoft-Technologien, die in deutschen Unternehmen dominieren. Diese Kombination macht Absolventen besonders attraktiv für Arbeitgeber, die nach vielseitigen IT-Fachkräften suchen, die sowohl im Feld als auch in der Administration tätig sein können. Bei AZAV-zugelassenen Bildungsträgern ist die Weiterbildung in der Regel über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters förderbar. Ergänzend kommen je nach Situation das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr, Rehabilitationsfördermaßnahmen oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Betracht. Eine individuelle Beratung durch die zuständige Behörde klärt die konkret verfügbaren Förderwege.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sind Vorkenntnisse in der IT notwendig, um den Kurs zu beginnen?
Grundlegende PC-Kenntnisse und die sichere Bedienung von Windows-Betriebssystemen sind erforderlich. Spezifisches IT-Fachwissen ist von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Der Kurs ist so aufgebaut, dass er auch ohne formale IT-Ausbildung erfolgreich absolviert werden kann, sofern technisches Interesse und Lernbereitschaft vorhanden sind.
Welche Prüfungen werden in der Weiterbildung vorbereitet?
Der Kurs bereitet auf drei Zertifizierungsprüfungen vor: CompTIA A+ (Core 1 und Core 2), Microsoft 365 Certified Endpoint Administrator Associate (MD-102) und Microsoft Certified Windows Server Hybrid Administrator Associate (AZ-801). Die Prüfungsgebühren sind separat zu entrichten.
Warum werden Englischkenntnisse vorausgesetzt?
Die offizielle Microsoft-Dokumentation, Prüfungsfragen und viele Fachdokumente sind vollständig auf Englisch verfasst. Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 sind daher unerlässlich, um die Lernmaterialien selbständig zu verstehen und die Prüfungen erfolgreich zu bestehen.
Kann die Weiterbildung über einen Bildungsgutschein finanziert werden?
Bei AZAV-zugelassenen Trägern ist die Förderung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters möglich. Zusätzlich kommen je nach individueller Situation das Qualifizierungschancengesetz, die Berufsförderung der Bundeswehr oder Leistungen der Deutschen Rentenversicherung in Frage. Eine frühzeitige Beratung bei der zuständigen Behörde wird empfohlen.
Welche Berufe stehen nach dem Abschluss offen?
Absolventen qualifizieren sich für Positionen im IT-Support, als Systemadministrator, Endpoint Administrator oder Cloud-Administrator in Unternehmen aller Branchen. Mit den drei internationalen Zertifizierungen sind sie sowohl für Helpdesk-Tätigkeiten als auch für anspruchsvollere Administrationspositionen bestens aufgestellt.
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