Überblick
Der Kurs richtet sich an Menschen, die eine fundierte und praxisnahe Qualifizierung im IT-Support und IT-Service anstreben. Im Mittelpunkt stehen die Administration moderner Windows-Umgebungen, der Aufbau und die Verwaltung von Active-Directory-Domänen, hybride Netzwerk- und Identitätskonzepte mit Microsoft Azure sowie die systemische Absicherung von Infrastrukturen. Wer diesen Weg abschließt, ist vorbereitet auf die international anerkannten Zertifizierungsprüfungen CompTIA A+, Microsoft 365 Certified: Endpoint Administrator Associate und Microsoft Certified: Windows Server Hybrid Administrator Associate.
Kursinhalte & Lernziele
Active Directory und Identitätsmanagement Die Verwaltung von Domänencontrollern bildet das erste Kernthema. Sie lernen, wie AD-DS-Strukturen aufgebaut, Replikation konfiguriert und Sicherheitsprinzipale – Benutzer, Gruppen, Computer – granular verwaltet werden. Ein besonderes Gewicht liegt auf der Verbindung von lokalem Active Directory mit Azure Active Directory: Hybrid-Identitäten, Synchronisierungsmechanismen (Azure AD Connect) und Single-Sign-On-Szenarien werden in der Tiefe behandelt. Gruppenrichtlinien für Sicherheits- und Softwareverteilung runden diesen Block ab.
- AD DS-Domänencontroller bereitstellen und verwalten
- AD DS-Sicherheitsprinzipale erstellen, konfigurieren und mit Gruppenrichtlinien verknüpfen
- Hybride Identitäten mit Azure AD Connect implementieren
- RBAC-Konzepte und delegierte Administration umsetzen
- Gruppenrichtlinienobjekte entwerfen, verknüpfen und debuggen
- Passwortsicherheit, Fine-Grained Password Policies und Account-Lockout-Mechanismen
Azure-Integration und Virtualisierung Microsoft Azure verändert den klassischen Windows-Server-Betrieb grundlegend. In diesem Modul steht die Verwaltung von Azure Virtual Machines unter Windows Server ebenso auf dem Programm wie die Arbeit mit Azure-Netzwerkdiensten – virtuelle Netzwerke, Peering, VPN-Gateway und ExpressRoute in hybriden Szenarien. Container-Technologien (Windows-Container, Grundlagen Docker) ergänzen das Bild der modernen Serveradministration.
- Azure Virtual Machines mit Windows Server bereitstellen und verwalten
- Hyper-V und virtuelle Gastmaschinen konfigurieren
- Windows- und Linux-Container erstellen und administrieren
- Azure Virtual Networks, Peering und hybride Konnektivität konfigurieren
- Azure-Netzwerkdiagnose und Monitoring einsetzen
- Lokale und Azure-basierte Namensauflösung (DNS) implementieren
Speicher, Dateidienste und Netzwerkinfrastruktur Datenverfügbarkeit und strukturiertes Speichermanagement sind zentrale Aufgaben im IT-Service. Sie lernen, Windows-Server-Dateifreigaben, Azure File Sync und klassische Speichertechnologien (iSCSI, Storage Spaces) zu konfigurieren. IP-Adressierungskonzepte für lokale und hybride Szenarien sowie die Implementierung von Netzwerkkonnektivitäten werden praxisnah erarbeitet.
- Windows Server-Dateifreigaben und NTFS-/Share-Berechtigungen konfigurieren
- Azure File Sync einrichten, überwachen und Fehler beheben
- Windows Server-Speicher (Storage Spaces, iSCSI) konfigurieren
- DHCP in hybriden Umgebungen implementieren und administrieren
- IP-Adressierung in lokalen und Azure-Netzwerken planen
- Lokale und hybride Netzwerkkonnektivitäten aufbauen
Hochverfügbarkeit, Sicherung und Disaster Recovery Ausfallsicherheit ist kein Luxus, sondern betriebliche Anforderung. Dieser Block behandelt Failover-Clustering für Windows-Server-Dienste und Hyper-V, Backup-Strategien mit Windows Server Backup und Azure Backup sowie Recovery-Konzepte für kritische Dienste. Migrationsszenarien von älteren Windows-Server-Versionen in hybride Azure-Umgebungen schließen den Block ab.
- Failover-Clustering für Windows Server konfigurieren und testen
- Hyper-V-Hochverfügbarkeit mit Live-Migration umsetzen
- Sicherungsstrategien mit Azure Backup und Windows Server Backup implementieren
- Disaster-Recovery-Prozesse planen und testen
- Windows-Server-Umgebungen zu Azure migrieren
- Fehlerbehebung in hybriden Netzwerken strukturiert durchführen
Praxisblock Im praktischen Teil des Kurses werden die theoretischen Bausteine in realistischen Szenarien zusammengeführt. Die Übungen simulieren den Alltag eines IT-Administrators, der sowohl klassische Vor-Ort-Infrastruktur als auch Cloud-Dienste verantwortet.
- Aufbau einer vollständigen AD-DS-Umgebung mit mehreren Domänencontrollern
- Konfiguration von Azure AD Connect und Hybrid-Identity-Szenarien
- Bereitstellung und Administration von Azure Virtual Machines
- Einrichtung von Azure File Sync in einer hybriden Speicherarchitektur
- Konfiguration von Failover-Clustering für einen SQL- oder Dateiserver
- Durchführung eines simulierten Disaster-Recovery-Tests
- Netzwerkanalyse und Fehlerdiagnose in hybriden Szenarien
- Erstellung und Verknüpfung von Gruppenrichtlinienobjekten
- Container-Deployment auf einem Windows-Server
- Migration eines lokalen Servers in eine Azure-VM
- Konfiguration von VPN-Gateway für hybride Konnektivität
- Aufbau eines DHCP-Failover-Clusters
Die praktischen Übungen bereiten gezielt auf die Prüfungsformate von CompTIA A+ (Core 1 und Core 2), Microsoft MD-102 (Endpoint Administrator) und AZ-800/AZ-801 (Windows Server Hybrid Administrator) vor. Die Szenarien orientieren sich an realen Unternehmensumgebungen, sodass das erworbene Wissen direkt in den beruflichen Alltag übertragen werden kann. Kompetenz entsteht durch wiederholtes Üben in Labor-Umgebungen, in denen Fehler gemacht und analysiert werden können. Dieser handlungsorientierte Ansatz stellt sicher, dass das theoretische Fundament fest verankert bleibt.
Lernziele:
- Active-Directory-Domänencontroller bereitstellen, konfigurieren und administrieren
- Sicherheitsprinzipale in AD DS anlegen, pflegen und mit Berechtigungskonzepten verknüpfen
- Hybride Identitäten zwischen On-Premises-Infrastruktur und Azure Active Directory implementieren und verwalten
- Gruppenrichtlinien für Windows-Server und Endgeräte entwerfen und durchsetzen
- Windows-Server in hybriden Szenarien mit Microsoft Azure betreiben und überwachen
- Hyper-V-Virtualisierung und Container-Technologien für den Serverbetrieb einsetzen
- Azure Virtual Machines bereitstellen und in bestehende Infrastrukturen einbinden
- Namensauflösung (DNS) in lokalen und hybriden Umgebungen planen und implementieren
- IP-Adressierung, Netzwerkkonnektivität und Azure-Netzwerkdienste konfigurieren
- Dateispeicher, Azure File Sync und Windows-Server-Speicherlösungen administrieren
- Failover-Clustering und Disaster-Recovery-Konzepte für Windows-Server umsetzen
- Fehler in hybriden Netzwerken systematisch diagnostizieren und beheben
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs spricht Menschen an, die den Einstieg in den IT-Bereich anstreben oder ihre bestehenden Kenntnisse in Richtung hybride Windows-Administration ausbauen wollen. Sowohl Berufseinsteiger ohne tiefe IT-Vorerfahrung als auch Quereinsteiger aus anderen Feldern finden hier einen strukturierten Weg in den IT-Service.
- Berufseinsteiger mit Grundkenntnissen in Windows-Betriebssystemen
- Quereinsteiger aus kaufmännischen oder technischen Berufen
- IT-Fachkräfte, die ihre Windows-Server-Kenntnisse aktualisieren und auf hybride Umgebungen erweitern wollen
- Personen, die gezielt die Zertifizierungsprüfungen CompTIA A+, MD-102 oder AZ-800/801 ablegen möchten
- Helpdesk- und First-Level-Support-Mitarbeitende mit Ambitionen auf eine Administrationsrolle
Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Windows-Betriebssystemen sind Pflicht – die Bedienung von Windows 10/11, die Navigation im Dateisystem und das grundlegende Verständnis von Netzwerkkonzepten (IP-Adressen, Domäne vs. Arbeitsgruppe) sollten vorhanden sein. Deutschkenntnisse auf B2-Niveau sind für das Kursformat erforderlich, da Unterricht und Lernmaterialien überwiegend auf Deutsch stattfinden. Englischkenntnisse auf B2-Niveau sind ebenfalls wichtig, da die offizielle Microsoft-Dokumentation, Prüfungsunterlagen und viele Lernressourcen ausschließlich in englischer Sprache vorliegen. Tiefere IT-Vorkenntnisse sind nicht zwingend nötig, helfen aber beim schnellen Einstieg in komplexere Themen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs folgt dem Combined-Learning-Format, das Präsenz- und Online-Elemente kombiniert. Theoretische Blöcke wechseln mit praktischen Laborübungen in konfigurierten Testumgebungen ab, sodass gelernte Konzepte unmittelbar angewendet werden können. Die Vollzeitstruktur erlaubt eine intensive, durchgehende Auseinandersetzung mit dem Lernstoff. Virtuelle Maschinen und Azure-Testabonnements stehen für die Übungsszenarien zur Verfügung, um reale Umgebungen zu simulieren. Gruppenarbeit und die gegenseitige Unterstützung beim Troubleshooting fördern das kollaborative Lernen, das im IT-Alltag unabdingbar ist.
Der Kurs wird als Vollzeitkurs durchgeführt; die genaue Gesamtdauer variiert je nach Anbieter und gewähltem Umfang. Das Curriculum umfasst mehrere aufeinander aufbauende Module, die von der Grundlagenvermittlung über hybride Infrastrukturen bis zur Prüfungsvorbereitung reichen. Da drei separate Zertifizierungsschienen (CompTIA A+, Microsoft 365 Endpoint, Windows Server Hybrid) abgedeckt werden, ist mit einem Zeitaufwand von mehreren Wochen bis Monaten zu rechnen.
Nach Kursabschluss erhalten die Teilnehmenden eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung. Darüber hinaus bereitet der Kurs gezielt auf drei externe Zertifizierungsprüfungen vor: CompTIA A+ (Core 1 und Core 2), Microsoft 365 Certified: Endpoint Administrator Associate (Prüfung MD-102) und Microsoft Certified: Windows Server Hybrid Administrator Associate (Prüfungen AZ-800 und AZ-801). Diese Zertifikate werden nach bestandener Prüfung von CompTIA bzw. Microsoft ausgestellt und sind international anerkannt. Das CompTIA-A+-Zertifikat gilt als Einstiegszertifikat der IT-Branche, während die Microsoft-Zertifikate spezifische administrative Kompetenzen in Cloud-hybriden Umgebungen bescheinigen.
Nutzen & Perspektiven
Mit dem Abschluss dieses Kurses stehen gleich drei marktgängige und international anerkannte Zertifikate in Reichweite. Gerade die Kombination aus dem praxisnahen CompTIA A+ – dem de-facto-Standard für IT-Supportqualifikation – und den Microsoft-Spezialisierungen für Endpoint-Administration und hybride Windows-Server-Umgebungen signalisiert potenziellen Arbeitgebern breite Einsatzfähigkeit. In einer Zeit, in der nahezu jede Organisation hybride IT-Strukturen betreibt, sind Fachkräfte, die sowohl lokale als auch Azure-basierte Infrastrukturen verstehen und administrieren können, gesucht. Der Kurs schlägt eine Brücke zwischen klassischer On-Premises-Administration und modernem Cloud-Betrieb. Das ist kein akademischer Kompromiss, sondern Abbild der Realität in mittelständischen und großen Unternehmen, wo gewachsene Windows-Server-Infrastrukturen schrittweise in hybride Azure-Modelle überführt werden. Wer diesen Übergang technisch versteht und begleiten kann, besetzt eine strategisch wertvolle Position im IT-Betrieb. Der Vollzeitcharakter des Kurses ermöglicht eine zügige Qualifizierung ohne lange Unterbrechungen. Quereinsteiger, die den IT-Bereich als Karriereperspektive entdecken, erhalten eine strukturierte Grundlage, die deutlich über ein einzelnes Thema hinausgeht und direkt in Helpdesk-, Systemadministrations- oder IT-Service-Rollen überführt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifikate kann ich nach dem Kurs ablegen?
Der Kurs bereitet auf drei externe Zertifizierungsprüfungen vor: CompTIA A+ (Core 1 und Core 2), Microsoft 365 Certified Endpoint Administrator Associate (MD-102) sowie Microsoft Certified Windows Server Hybrid Administrator Associate (AZ-800 und AZ-801). Die Prüfungen werden separat bei CompTIA bzw. Microsoft abgelegt.
Sind IT-Vorkenntnisse erforderlich?
Grundlegende Windows-Kenntnisse – also die sichere Bedienung von Windows 10/11 und ein erstes Verständnis von Netzwerkbegriffen – werden vorausgesetzt. Tiefes IT-Fachwissen ist nicht zwingend nötig; der Kurs ist so strukturiert, dass auch Quereinsteiger ohne Ausbildung im IT-Bereich einem klaren Lernpfad folgen können.
Was bedeutet „Combined Learning" in diesem Kontext?
Das Format verbindet Präsenzphasen mit Online-Lernabschnitten und praktischen Laborübungen in virtuellen Testumgebungen. Theorie und Praxis wechseln sich ab, sodass Konzepte nicht nur gelehrt, sondern unmittelbar in realistischen Szenarien angewendet werden. Das kommt besonders dem praxisnahen Charakter der Zertifizierungsprüfungen zugute.
Warum wird Englisch auf B2-Niveau verlangt?
Die offizielle Microsoft-Dokumentation, viele Lernmaterialien und die Prüfungsfragen für CompTIA A+ und die Microsoft-Zertifizierungen sind ausschließlich auf Englisch verfügbar. Wer englische Technikdokumentation sicher lesen kann, ist auch im IT-Alltag deutlich handlungsfähiger, da englischsprachige Quellen in der Systemadministration die Norm sind.
Für welche Berufsbilder qualifiziert dieser Kurs?
Typische Einstiegspositionen nach dem Kursabschluss sind Helpdesk-Techniker, First- und Second-Level-Support, Systemadministrator oder IT-Service-Analyst. Mit zunehmender Berufserfahrung eröffnen die Microsoft-Zertifizierungen den Weg in spezialisierte Rollen wie Cloud Administrator oder IT-Service-Manager.
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