Überblick
Wer Daten nicht nur speichern, sondern strukturiert verwalten, abfragen und auswerten möchte, kommt an relationalen Datenbanken nicht vorbei. Dieser Kurs vermittelt die technischen Grundlagen und fortgeschrittenen Werkzeuge von Microsoft Access mit dem Ziel, Datenbanken eigenständig zu entwerfen, aufzubauen und zu pflegen. Er bereitet auf die MOS-Zertifizierung (Microsoft Office Specialist: Access Database Expert) vor — eine anerkannte Qualifikation für Fachkräfte, die Access professionell einsetzen.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Datenbankdesign und Tabellenstruktur Eine saubere Datenbankarchitektur ist die Voraussetzung für alles Weitere. Dieses Modul vermittelt, wie relationale Datenbanken konzipiert werden — von der Analyse der Anforderungen über das Entity-Relationship-Modell bis zur Umsetzung in Access. Normalformen und Redundanzvermeidung stehen im Mittelpunkt.
- Grundbegriffe relationaler Datenbanken: Tabelle, Datensatz, Feld, Schlüssel
- Feldtypen in Access: Text, Zahl, Datum, Ja/Nein, Anlage, Hyperlink
- Primärschlüssel, Fremdschlüssel und Indizes definieren
- Tabellenbeziehungen einrichten und referenzielle Integrität aktivieren
- Normalformen verstehen und in der Praxis anwenden
Modul 2 — Abfragen und SQL Abfragen sind das analytische Herzstück jeder Access-Datenbank. Teilnehmende lernen, alle wesentlichen Abfragetypen im Entwurfsfenster zu erstellen und verstehen, welche SQL-Befehle Access dahinter erzeugt.
- Auswahlabfragen mit Kriterien, Berechnungsfeldern und Parameterabfragen
- Aggregatfunktionen: SUMME, ANZAHL, MITTELWERT, MIN, MAX in Abfragen
- Kreuztabellenabfragen für tabellarische Auswertungen
- Aktionsabfragen: Anfügen, Aktualisieren, Löschen, Tabelle erstellen
- SQL-Grundstruktur: SELECT, FROM, WHERE, JOIN — lesen und anpassen
Modul 3 — Formulare und Berichte Datenbanken werden nicht direkt über Tabellen bedient — Formulare schaffen eine strukturierte Eingabeoberfläche, Berichte ermöglichen professionelle Ausgaben. Dieses Modul zeigt, wie beides in Access aufgebaut und gestaltet wird.
- Formulare mit dem Assistenten und im Entwurf erstellen
- Steuerelemente einsetzen: Textfeld, Kombinationsfeld, Listenfeld, Schaltfläche
- Haupt- und Unterformulare für hierarchische Daten
- Berichte mit Gruppierungen, Zwischensummen und Seitenlayout gestalten
- Berichte drucken, als PDF exportieren oder per E-Mail versenden
Modul 4 — Automatisierung, Import/Export und Sicherheit Access-Datenbanken lassen sich erheblich effizienter gestalten, wenn Routinevorgänge automatisiert und Daten nahtlos aus anderen Quellen eingebunden werden. Dieses Modul schließt mit Sicherheitsmaßnahmen ab.
- Makros erstellen: Ereignisse, Bedingungen und Aktionen definieren
- Makrogruppen und eingebettete Makros nutzen
- Daten aus Excel, CSV und ODBC-Quellen importieren
- Daten nach Excel, HTML und Text exportieren
- Datenbank kennwortschützen und Backend-Frontend-Aufteilung anwenden
Aus den Praxiseinheiten kommen unter anderem folgende Aufgaben.
- Kundendatenbank von Grund auf anlegen (Tabellen, Beziehungen, Eingabeformular)
- Bestelldatenbank mit Kreuztabellenabfrage für monatliche Auswertung
- Parametrisierte Abfrage für Zeitraumfilterung erstellen
- Aktionsabfrage zur Massenaktualisierung eines Preisniveaus
- Bericht mit Gruppierung nach Kategorie und Zwischensummen gestalten
- Makro zum automatischen Öffnen eines Formulars bei Datenbankstart anlegen
- Excel-Tabelle importieren und in bestehende Tabellenstruktur einfügen
- Kennwortschutz einrichten und Startformular festlegen
- Komplettaufgabe — Bibliotheksverwaltung mit Ausleih- und Rückgabeformularen
Die Kursstruktur orientiert sich am Prüfungsrahmen der MOS-Zertifizierung und stellt sicher, dass alle prüfungsrelevanten Themen abgedeckt sind. Die Praxisaufgaben sind so gestaltet, dass Teilnehmende nach Abschluss eigenständig vollständige Access-Lösungen entwickeln können.
Lernziele:
Nach Abschluss dieses Kurses beherrschen die Teilnehmenden die folgenden Kompetenzen.
- relationale Datenbanken von Grund auf konzipieren und in Access umsetzen
- Tabellen mit geeigneten Feldtypen, Primärschlüsseln und Indizes anlegen
- Tabellenbeziehungen (1:n, m:n) korrekt definieren und referenzielle Integrität sicherstellen
- Auswahlabfragen mit Filterkriterien, Berechnungen und Aggregatfunktionen erstellen
- Aktionsabfragen (Anfüge-, Aktualisierungs-, Lösch- und Tabellenerstellungsabfragen) gezielt einsetzen
- SQL-Grundprinzipien verstehen und einfache SELECT-Anweisungen selbst schreiben
- Formulare als Benutzeroberfläche für Dateneingabe und -anzeige aufbauen
- Berichte für den Ausdruck und die strukturierte Datenausgabe gestalten
- Makros zur Automatisierung von Routineaufgaben in Access nutzen
- Daten aus externen Quellen importieren und in andere Formate exportieren
- Sicherheitsmaßnahmen wie Kennwortschutz und Benutzerverwaltung einrichten
- die Anforderungen der MOS-Prüfung Access Database Expert kennen und gezielt vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Fachkräfte, die Access auf einem professionellen Niveau einsetzen möchten. Die folgende Aufstellung zeigt typische Zielgruppen.
- Sachbearbeiter/innen und Büroangestellte mit Aufgaben in der Datenverwaltung
- Datenbankentwickler/innen, die ihre Access-Kenntnisse strukturiert ausbauen möchten
- IT-Koordinatoren, die Access-Datenbanken für Abteilungen betreuen
- Personen, die eine MOS-Zertifizierung anstreben
- alle, die Access bisher nur oberflächlich genutzt haben und vertiefte Kenntnisse brauchen
Grundlegende Windows-Kenntnisse und Erfahrung mit anderen Office-Anwendungen werden vorausgesetzt. Erste Erfahrungen mit Access oder allgemeinen Datenbankkonzepten sind hilfreich. SQL-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht findet im virtuellen Klassenraum statt, ergänzt durch Selbststudiumphasen mit strukturierten Übungsaufgaben. Trainer demonstrieren Datenbankoperationen Schritt für Schritt; Teilnehmende bauen parallel eigene Datenbanken auf. Fallstudienarbeiten am Ende jedes Moduls verbinden die einzelnen Lernbausteine zu einem Gesamtbild. Der Kurs ist in Vollzeit und in Teilzeit buchbar.
Die Kursdauer richtet sich nach dem gewählten Format; aktuelle Terminoptionen sind beim Anbieter zu erfragen. Die Lerneinheiten bauen systematisch aufeinander auf, von der Datenbankarchitektur bis zur Prüfungsvorbereitung.
Der Kurs bereitet auf die MOS-Prüfung Access Database Expert vor, die bei akkreditierten Prüfungszentren abgelegt wird. Zusätzlich erhalten Teilnehmende eine trägereigene Teilnahmebescheinigung. Das MOS-Zertifikat wird von Microsoft ausgestellt und ist international anerkannt.
Nutzen & Perspektiven
Access wird in vielen mittelständischen Unternehmen und Verwaltungsbereichen als zentrale Werkzeug für maßgeschneiderte Datenbanklösungen genutzt — überall dort, wo Excel an seine Grenzen stößt und eine vollständige Datenbankinstallation zu aufwändig wäre. Wer Access professionell beherrscht, kann Daten strukturiert verwalten, automatisieren und auswerten — und ist damit in kaufmännischen und administrativen Bereichen klar im Vorteil. Die MOS-Zertifizierung als Abschluss schafft einen messbaren, objektiven Nachweis der erworbenen Kenntnisse. Das unterscheidet diesen Kurs von einer einfachen Einführung: Teilnehmende lernen nicht nur, wie Access funktioniert, sondern trainieren auf einem Niveau, das extern geprüft und bestätigt wird. Wer diesen Kurs abschließt, kann vollständige Datenbankprojekte selbstständig umsetzen — von der Anforderungsanalyse über den Aufbau der Tabellenstruktur bis zur Auslieferung einer Benutzerdatenbank mit Formularen und Berichten. Das ist eine Fähigkeit, die im Berufsalltag direkt einsetzbar und in Bewerbungsunterlagen klar kommunizierbar ist. Gerade in kleineren Organisationen ohne eigene IT-Abteilung sind Fachkräfte, die eigenständig Access-Lösungen entwickeln und warten können, besonders gefragt. Der Kurs bereitet genau auf diese Verantwortung vor. Access-Kenntnisse auf MOS-Niveau bedeuten auch, dass man mit anderen Datenbanknutzern und IT-Abteilungen auf Augenhöhe kommunizieren kann — man versteht die Fachsprache, kennt die Strukturen und kann Anforderungen präzise formulieren. Das erleichtert die Zusammenarbeit erheblich und stärkt die eigene Rolle in datengetriebenen Projekten nachhaltig. Kurzum: Access-Kompetenz auf MOS-Niveau ist ein konkreter, nachweisbarer Karrierebaustein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der MOS Access Database Expert?
Der Microsoft Office Specialist (MOS) Access Database Expert ist eine von Microsoft ausgestellte Zertifizierung, die fortgeschrittene Access-Kenntnisse bestätigt. Die Prüfung wird bei akkreditierten Prüfungszentren abgelegt und ist international anerkannt.
Brauche ich SQL-Vorkenntnisse?
Nein. SQL wird im Kurs von Grund auf eingeführt. Teilnehmende lernen, einfache SELECT-Anweisungen zu lesen und anzupassen. Für die MOS-Prüfung sind keine vertieften SQL-Programmierkenntnisse erforderlich.
Wofür eignet sich Access im Vergleich zu Excel?
Access ist dann die richtige Wahl, wenn Daten nicht nur gespeichert, sondern strukturiert in Beziehung zueinander gesetzt werden sollen — etwa Kunden, Bestellungen und Produkte. Excel eignet sich für Berechnungen und Auswertungen, Access für relationale Datenverwaltung mit mehreren verknüpften Tabellen.
Was genau umfasst die Prüfungsvorbereitung?
Der Kursinhalt deckt alle Themenbereiche der MOS-Prüfung ab: Tabellendesign, Abfragen, Formulare, Berichte, Makros und Import/Export. Die Prüfung selbst ist projektbasiert — Teilnehmende erhalten eine Access-Datenbankaufgabe und lösen sie direkt in der Anwendung.
Kann ich den Kurs in Teilzeit absolvieren?
Ja. Der Kurs ist in Vollzeit und Teilzeit verfügbar. Konkrete Terminoptionen erfährt man direkt beim Anbieter.
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