Überblick
Diese Weiterbildung verbindet zwei eigenständige Microsoft-Zertifizierungspfade zu einem aufeinander abgestimmten Gesamtprogramm. Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung auf die DP-100 (Designing and Implementing a Data Science Solution on Azure) sowie auf die MS-100 (Microsoft 365 Identity and Services). Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben dadurch sowohl die technischen Fähigkeiten zur Konzeption und Umsetzung von Machine-Learning-Lösungen auf der Azure-Plattform als auch ein fundiertes Verständnis für die Administration moderner Microsoft-365-Unternehmensumgebungen. Das Programm ist als kombiniertes Lernformat organisiert — virtueller Live-Unterricht ergänzt durch Selbststudiumphasen — und schließt mit dem Nachweis beider Zertifizierungsreife ab.
Kursinhalte & Lernziele
DP-100 — Azure Machine Learning Grundlagen und Umgebungsmanagement Das erste Modul legt die technische Basis für die Azure-ML-Arbeit. Teilnehmende lernen, wie Arbeitsbereiche angelegt, Compute-Targets konfiguriert und Experimente über das Azure ML Studio oder das Python SDK gestartet werden. Dabei steht die Infrastruktur im Vordergrund: Wie werden Datenquellen registriert, Umgebungen reproduzierbar gemacht, und wie lassen sich Zugriffsrechte für Teams sinnvoll vergeben?
- Anlegen und Konfigurieren von Azure ML-Arbeitsbereichen
- Compute-Instanzen und -Cluster für unterschiedliche Workloads
- Datenspeicher und Datasets registrieren und versionieren
- Umgebungsmanagement mit Conda-/Docker-Definitionen
- Rollenbasierte Zugriffssteuerung (RBAC) in Azure ML
DP-100 — Modellentwicklung, Training und AutoML Auf der Infrastruktur aufbauend geht es im zweiten Block um den eigentlichen Machine-Learning-Lebenszyklus. Das reicht vom explorativen Umgang mit Daten über klassisches supervised Training bis hin zum Einsatz von AutoML-Funktionalitäten, die komplexe Hyperparameter-Suche automatisieren.
- Datenvorbereitung und Feature Engineering mit Python (pandas, scikit-learn)
- Training von Klassifikations- und Regressionsmodellen auf Azure Compute
- Einsatz von AutoML für Modellauswahl und Hyperparameter-Optimierung
- Experiment-Tracking mit MLflow und dem Azure ML-Dashboard
- Modellinterpretierbarkeit und Fairness-Metriken auswerten
DP-100 — Pipelines, Deployment und Monitoring Der dritte DP-100-Block schließt den ML-Zyklus mit Produktionsfähigkeit. Teilnehmende bauen wiederholbare Trainingspipelines und lernen, fertige Modelle als Webservice oder in Batch-Szenarien bereitzustellen und zu überwachen.
- Azure ML-Pipelines für automatisiertes Training und Datentransformation
- Registrierung von Modellen und Versionsverwaltung im Model-Registry
- Deployment als Echtzeit-Endpunkt (ACI/AKS) oder Batch-Endpunkt
- Monitoring von Endpunkten: Datendrift, Latenzen, Modellleistung
- Sicherheitsaspekte bei der Modellbereitstellung in Azure
MS-100 — Microsoft 365 Identität, Dienste und Mandantenverwaltung Das vierte Modul wechselt die Perspektive: Statt Datenmodellen stehen nun Unternehmensinfrastrukturen im Zentrum. Teilnehmende verstehen, wie Microsoft 365-Mandanten aufgebaut sind, wie Nutzer- und Gruppenmanagement skaliert, und wie Dienste wie Exchange Online, Teams und SharePoint administriert werden.
- Mandantenplanung und -konfiguration in Microsoft 365
- Identitätsmanagement mit Azure Active Directory/Entra ID
- Lizenzzuweisung, Rollenverwaltung und administrative Einheiten
- Hybride Szenarien: Azure AD Connect, Passthrough-Authentifizierung, Kennworthash-Synchronisation
- Exchange Online, Teams und SharePoint im Unternehmenskontext konfigurieren
- Compliance- und Sicherheitsgrundlagen: Conditional Access, Authentifizierungsrichtlinien
Praxisblock — Verknüpfung von Datenplattform und M365-Umgebung
- Azure ML-Arbeitsbereiche in M365-gesicherte Netzwerke einbinden
- Service-Prinzipale und verwaltete Identitäten für ML-Deployments nutzen
- Zugriffsmanagement für Datenwissenschaftsteams in Entra ID modellieren
- Azure ML-Ergebnisse über Power Apps oder SharePoint-Dashboards weitergeben
- Diagnose von Authentifizierungsproblemen zwischen Azure-Diensten und M365
- Sicherheits- und Compliance-Anforderungen für ML-Workloads verstehen
- Logging und Auditierung in kombinierten Azure- und M365-Architekturen
- Kosten- und Ressourcenmanagement in Azure ML-Umgebungen
- Rollenvergabe für Datenprojekte nach Least-Privilege-Prinzip
- Cross-Service-Szenarien in Praxisübungen simulieren und analysieren
- Überwachung und Troubleshooting von Hybrid-Identitätsflüssen
- Bearbeitung von Fallstudien aus realen Unternehmensumgebungen
Das Lernprogramm schließt mit praxisnahen Übungsaufgaben, die beide Domänen verzahnen — etwa die Frage, wie ein Datenwissenschaftsteam in einem M365-Unternehmen sicher und compliant auf Azure ML-Ressourcen zugreift. Durch die Vollzeitstruktur im virtuellen Klassenzimmer ist das Programm intensiv ausgelegt und eignet sich für Personen, die in kurzer Zeit maximale Abdeckung beider Prüfungsgebiete erreichen möchten.
Lernziele:
- Azure Machine Learning-Arbeitsbereiche erstellen, konfigurieren und in Unternehmensstrukturen einbinden
- Datenvorbereitung, Feature Engineering und Modelltraining mit Python und Azure ML SDK umsetzen
- Automatisiertes ML (AutoML) für Klassifikations-, Regressions- und Zeitreihenprobleme einsetzen
- ML-Pipelines und Rechencluster in Azure ML Studio verwalten und skalieren
- Modell-Deployment als Echtzeit- oder Batch-Endpunkt in Azure realisieren
- Experimente nachverfolgen, Modelle versionieren und MLflow in Azure-Workflows integrieren
- Microsoft 365-Dienste konfigurieren und Mandanteneinstellungen verwalten
- Benutzeridentitäten, Lizenzen und Rollen in Azure Active Directory/Entra ID administrieren
- Hybride Identitätsszenarien (AD Connect, Passthrough-Authentifizierung) einrichten und überwachen
- M365-Dienste für Compliance, Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmenskontext absichern
- Schnittstellen zwischen Datenplattform und M365-Diensten verstehen und in Architekturen einplanen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an IT-Fachkräfte mit Erfahrung in der Softwareentwicklung, Datenanalyse oder Systemadministration, die ihre Karriere in Richtung Cloud-basierter Data-Science und Enterprise-Administration ausbauen möchten.
- IT-Systemadministratoren, die neben M365 auch ML-Kompetenz aufbauen wollen
- Datenanalystinnen und -analysten, die Azure-zertifiziert in die ML-Praxis einsteigen
- Software-Entwickler mit Interesse an Azure ML und Unternehmensinfrastruktur
- Berater und Architekten, die Cross-Plattform-Projekte mit Microsoft-Stack planen
- Personen mit IT-Grundkenntnissen, die eine Doppelzertifizierung als Karrierestrategie verfolgen
Für den DP-100-Teil sind Python-Grundkenntnisse und Erfahrung mit Konzepten des maschinellen Lernens (Trainings-/Testdaten, Metriken, Modellvergleich) erforderlich. Kenntnisse der Azure-Grundlagen, etwa aus der AZ-900-Prüfung oder vergleichbarer Berufspraxis, helfen beim Einstieg in die Azure ML-Umgebungen. Für den MS-100-Teil sollten Teilnehmende Grundlagen der Windows-Server-Administration und ein Verständnis von Active-Directory-Strukturen mitbringen. Erfahrung mit Microsoft 365-Diensten im beruflichen Alltag erleichtert das Anknüpfen an die Prüfungsinhalte erheblich.
Ablauf & Abschluss
Das Programm läuft im Combined-Learning-Format: Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer bildet den Kern, ergänzt durch angeleitete Übungseinheiten und eigenverantwortliche Praxisphasen. Die Präsenz im virtuellen Raum bedeutet keine Abstriche bei der Interaktivität — Mikrofon, Kamera und Chat ermöglichen Austausch mit Dozentinnen und Dozenten sowie Mitlernenden in Echtzeit. Praxistrainings, Fallstudienarbeit und konkrete Laboraufgaben in Azure-Umgebungen wechseln sich mit Theorie-Einheiten ab, sodass Konzepte unmittelbar angewendet werden. Teilnehmende mit Homeoffice-Situation können flexibel vom eigenen Arbeitsplatz teilnehmen.
Die Weiterbildung ist auf mehr als einen Monat bis zu drei Monate Vollzeit ausgelegt. Da beide Zertifizierungspfade (DP-100 und MS-100) ein substanzielles Prüfungsvolumen abdecken, wird ausreichend Zeit für Vertiefung und Übung eingeplant. Die genaue Dauer richtet sich nach dem individuellen Modul-Mix; das Vollzeitformat beschleunigt den Lernfortschritt im Vergleich zu Teilzeitprogrammen erheblich.
Das Programm bereitet auf zwei offizielle Microsoft-Zertifizierungsprüfungen vor: die DP-100 (Designing and Implementing a Data Science Solution on Azure) und die MS-100 (Microsoft 365 Identity and Services). Beide Prüfungen werden separat bei einem akkreditierten Microsoft-Testcenter abgelegt. Wer beide besteht, erhält die Bezeichnung „Microsoft Certified: Azure Data Scientist Associate" sowie das Zertifikat zum Microsoft 365-Pfad. Ergänzend stellt der Bildungsträger eine Teilnahmebescheinigung aus.
Nutzen & Perspektiven
Eine Doppelzertifizierung in Azure Machine Learning und Microsoft 365-Administration ist am Markt ungewöhnlich — und genau das macht diesen Kurs strategisch interessant. Während viele Weiterbildungen auf einen einzelnen Prüfungsbereich fokussieren, deckt dieses Programm zwei Kompetenzfelder ab, die in großen Unternehmen zunehmend zusammenwachsen: Data-Science-Teams arbeiten nicht im Vakuum, sondern eingebettet in M365-Infrastrukturen, die von Administratoren betreut werden. Wer beide Welten versteht, kann als Brücke zwischen Fachabteilung und IT-Betrieb fungieren. Für Berufseinsteiger, die sich für einen Einstieg in datengetriebene Tätigkeiten in Unternehmensumgebungen positionieren möchten, bietet die Kombination eine klare Differenzierung gegenüber reinen DP-100-Absolventen. Data Scientists, die auch administrative Aufgaben übernehmen oder eng mit Cloud-Administratoren zusammenarbeiten, können mit diesem Doppelprofil Verantwortung in beide Richtungen übernehmen. Langfristig eröffnet das Zertifikatspaar Positionen, die explizit Schnittstellen-Kompetenz erfordern: Cloud-Architekten, Technical Leads in Microsoft-zentrischen Organisationen oder spezialisierte Berater, die Datenprojekte von der Infrastruktur bis zum ML-Modell eigenständig verantworten. In einer Arbeitswelt, in der Microsoft-Ökosystem-Kenntnisse systematisch nachgefragt werden, ist diese Weiterbildung ein solider Schritt in Richtung einer spezialisierten Cloud-Karriere.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für den DP-100-Teil?
Python-Grundkenntnisse und ein konzeptionelles Verständnis von maschinellem Lernen sind erforderlich. Azure-Grundlagenkenntnisse auf AZ-900-Niveau oder aus der Berufspraxis sind hilfreich, aber keine harte Voraussetzung.
Werde ich nach dem Kurs direkt zertifiziert?
Nein — die offiziellen Microsoft-Prüfungen DP-100 und MS-100 werden separat bei einem akkreditierten Testcenter abgelegt. Der Kurs bereitet intensiv auf beide vor; der Prüfungstermin wird eigenständig gebucht.
Wie hängen DP-100 und MS-100 inhaltlich zusammen?
Beide Zertifizierungen sind eigenständig, ergänzen sich aber in der Praxis: ML-Workloads auf Azure werden typischerweise in M365-gesicherte Unternehmensinfrastrukturen eingebettet. Das Programm adressiert gezielt diese Schnittstelle.
Ist das Programm auch im Homeoffice absolvierbar?
Ja. Der Unterricht findet im virtuellen Klassenzimmer statt; Mikrofon, Kamera und Chat stehen bereit. Eine Homeoffice-Teilnahme ist ausdrücklich vorgesehen.
Für welche Berufsrollen eignet sich das Doppelprofil besonders?
Das Profil ist besonders attraktiv für Rollen, die Data-Science und Cloud-Administration verbinden — etwa als Cloud-Architekt, Technical Lead in Microsoft-zentrischen Organisationen oder als Berater für MS-Stack-Projekte.
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