Überblick
Dieser Kurs verbindet zwei sich ergänzende Werkzeuge der Microsoft-Datenwelt: Microsoft Power BI als moderne Plattform für Business Intelligence und Datenvisualisierung sowie Microsoft Access als relationales Datenbankwerkzeug auf Desktop-Ebene. Wer beide Technologien beherrscht, kann strukturierte Daten aus Access-Datenbanken direkt in Power BI einlesen, dort weiterverarbeiten und als übersichtliche Berichte oder interaktive Dashboards bereitstellen. Das Training vermittelt zunächst die zentralen Konzepte und Handgriffe von Power BI, bevor im zweiten Teil die Besonderheiten von Microsoft Access als Datenquelle und eigenständiges Datenbanksystem vertieft werden.
Kursinhalte & Lernziele
Power BI — Grundlagen und Datenanbindung Der erste Abschnitt führt in die Architektur von Power BI ein: Power BI Desktop, der Power BI Service und die mobile App bilden zusammen eine durchgängige Plattform. Teilnehmende lernen, wie sie Daten aus verschiedenen Quellen — von Excel-Arbeitsmappen über relationale Datenbanken bis hin zu Webdiensten — in Power BI laden.
- Power BI Desktop installieren und die Benutzeroberfläche kennenlernen
- Datenquellen verbinden (Excel, CSV, SQL Server, Webdienste)
- Daten im Query-Editor bereinigen und transformieren
- Datenmodell aufbauen und Tabellenbeziehungen definieren
- DAX-Grundlagen: berechnete Spalten und Measures
- Parameter und Datenschutzebenen konfigurieren
Power BI — Visualisierung und Reporting Im zweiten Block steht die visuelle Aufbereitung im Vordergrund. Teilnehmende lernen, welche Diagrammtypen für welche Fragestellungen geeignet sind, und gestalten professionelle Berichtslayouts.
- Diagrammtypen auswählen (Balken, Linien, Scatter, Karte, Matrix)
- Slicer, Filter und Drillthrough-Funktionen einsetzen
- Conditional Formatting und Daten-Hervorhebungen konfigurieren
- Bookmarks und Navigationsschaltflächen für interaktive Berichte nutzen
- Reports im Power BI Service veröffentlichen und teilen
- Row-Level Security einrichten und testen
Microsoft Access — Datenbankdesign und Abfragen Dieser Modulblock vermittelt die Grundlagen relationaler Datenbanken am Beispiel von Access. Teilnehmende entwerfen Tabellen nach Normalisierungsregeln, verknüpfen sie über Fremdschlüssel und formulieren Abfragen, um gezielt Informationen abzurufen.
- Datenbanken anlegen und Tabellen mit Feldtypen und Primärschlüsseln einrichten
- Normalisierung verstehen: 1NF bis 3NF an praxisnahen Beispielen
- Beziehungen zwischen Tabellen im Beziehungsfenster definieren
- Auswahlabfragen, Parameterabfragen und Aktionsabfragen erstellen
- SQL-Grundlagen in Access: SELECT, JOIN, GROUP BY, WHERE
- Formulare und Berichte mit dem Access-Assistenten und in der Entwurfsansicht gestalten
Praxisprojekte und integrierter Einsatz Im abschließenden Praxisteil verbinden Teilnehmende beide Welten: Daten aus Access-Datenbanken werden direkt als Datenquelle in Power BI eingebunden und dort zu aussagekräftigen Berichten verarbeitet.
- Access-Datenbank als DirectQuery- oder Import-Quelle in Power BI einbinden
- Daten aus mehreren Access-Tabellen in Power BI zusammenführen und modellieren
- KPIs und Kennzahlen berechnen und in Dashboards visualisieren
- Berichtslayout für unterschiedliche Zielgruppen anpassen
- Fehler in Datenverbindungen diagnostizieren und beheben
- Exportoptionen: Berichte als PDF, in PowerPoint oder per E-Mail-Abo bereitstellen
- Limitationen der Access-Power-BI-Integration kennen (Dateigröße, Gleichzeitigkeitszugriff)
- Entscheidungsmatrix: Wann Access, wann SQL Server, wann Power Dataflows?
Das Training ist auf den kombinierten Einsatz ausgerichtet: Wer versteht, wie Access-Datenbanken aufgebaut sind, kann Datenmodelle in Power BI treffsicherer gestalten und typische Importprobleme von vornherein vermeiden. Umgekehrt motiviert die Stärke von Power BI dazu, Access-Datenbanken von Anfang an sauber zu strukturieren.
Lernziele:
- Datenquellen unterschiedlicher Art — darunter Excel-Tabellen, Datenbanken und Clouddienste — mit Power BI verbinden
- Datenmodelle in Power BI Desktop aufbauen, Beziehungen zwischen Tabellen definieren und mit DAX-Formeln berechnete Kennzahlen erstellen
- Dashboards und Berichte mit Charts, Karten, Slicern und Filterpanels gestalten
- Berichte im Power BI Service veröffentlichen und mit Kollegen teilen
- Sicherheitskonzepte und Row-Level Security in Power BI kennen und anwenden
- Datenqualität durch Query-Editor-Transformationen verbessern (Bereinigung, Pivotierung, Zusammenführung)
- Microsoft Access-Datenbanken anlegen, Tabellen entwerfen und Beziehungen zwischen Tabellen normalisieren
- Abfragen in Access mit dem Abfragedesigner und in SQL formulieren
- Formulare und Berichte in Access erstellen, um Daten übersichtlich darzustellen und zu pflegen
- Access als direkte Datenquelle für Power BI einbinden und Daten kombiniert auswerten
- Performancehindernisse in Power BI erkennen und durch geeignetes Datenmodell-Design vermeiden
- Grenzen und Einsatzgebiete beider Werkzeuge einschätzen und situativ das richtige Tool wählen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Das Training wendet sich an Berufstätige, die im Bereich Controlling, Reporting oder Datenmanagement tätig sind und ihre Analysekompetenz gezielt ausbauen möchten. Besonders geeignet ist es für Personen, die bereits mit Excel arbeiten und den nächsten Schritt hin zu strukturierter Datenbankarbeit und professioneller Visualisierung gehen wollen.
- Kaufmännische Fachkräfte und Controller mit Bedarf an aussagekräftigen Berichten
- Office-Anwender, die Excel-Listen in strukturierte Datenbanken überführen möchten
- Quereinsteiger in Business Intelligence, die eine praktische Grundlage suchen
- IT-affine Sachbearbeiter, die abteilungsinterne Reporting-Lösungen aufbauen wollen
- Personen, die sich für Positionen als Datenanalyst oder BI-Entwickler qualifizieren möchten
Kenntnisse im Umgang mit Microsoft Excel auf mittlerem Niveau sind empfehlenswert, da Konzepte wie Tabellen, Formeln und Datenformate vorausgesetzt werden. Ein grundlegendes Verständnis von Datenstrukturen — also das Prinzip von Zeilen, Spalten und Filtern — erleichtert den Einstieg erheblich. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich; der Kurs vermittelt DAX und SQL im Rahmen des Trainings von Grund auf.
Ablauf & Abschluss
Das Training findet im Combined-Learning-Format statt, das synchrone Live-Unterrichtsphasen im virtuellen Klassenzimmer mit eigenständigen Übungsphasen verbindet. Im Mittelpunkt stehen Hands-on-Aufgaben: Teilnehmende arbeiten mit echten Datenbeispielen, bauen schrittweise eigene Datenmodelle auf und erstellen Schritt für Schritt vollständige Power-BI-Berichte sowie Access-Datenbankapplikationen. Dozierende wechseln zwischen Demonstration, geführten Übungen und freien Projektsessions. Virtuelle Laborumgebungen stehen bereit, sodass keine lokale Softwareinstallation zwingend erforderlich ist.
Die Weiterbildung wird in Vollzeit durchgeführt. Die genaue Gesamtstundenzahl richtet sich nach den gewählten Modulkombinationen und wird individuell festgelegt. Da Power BI und Access inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, empfiehlt sich ein zusammenhängender Durchlauf, der die Integration beider Tools praktisch übt.
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein trägerinternes Lehrgangszeugnis, das den Erwerb der vermittelten Kompetenzen dokumentiert. Darüber hinaus umfasst das Training Vorbereitung auf die offizielle Microsoft-Zertifizierungsprüfung PL-300 (Microsoft Power BI Data Analyst). Der Access-Teil bereitet auf die Microsoft Office Specialist-Prüfung für Access vor. Die Ablösung der eigentlichen MOS-Prüfungscodes durch aktuellere Versionen sollte vor Kursbeginn mit dem Anbieter abgeklärt werden. Zertifizierungsgeber ist Microsoft, nicht der Bildungsträger.
Nutzen & Perspektiven
Power BI ist in vielen Unternehmen zur Standardplattform für Reporting und Self-Service-Analytics geworden. Wer das Tool sicher beherrscht, kann Entscheidungsträgern Daten in einer Form bereitstellen, die tatsächlich genutzt wird — anstatt Excel-Tabellen hin- und herzuschicken. Die Fähigkeit, ein sauberes Datenmodell aufzubauen und DAX-Kennzahlen zuverlässig zu berechnen, unterscheidet oberflächliche Anwender von echten BI-Entwicklern. Der Access-Teil ergänzt diese Kompetenz um das Wissen, woher strukturierte Daten kommen und wie sie sauber gespeichert werden müssen, damit Power BI sie verlässlich verarbeiten kann. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen spielen Access-Datenbanken nach wie vor eine zentrale Rolle als operative Datenbasis. Wer beide Werkzeuge verbinden kann, ist in der Lage, End-to-End-Lösungen zu bauen — von der Datenhaltung bis zur Visualisierung. Die Kombination beider Qualifikationen in einem Training schafft außerdem eine solide Grundlage, um sich später in Richtung Microsoft Azure, Power Platform oder SQL Server weiterzuentwickeln. Die im Kurs vermittelten Modellierungsprinzipien und Abfragelogiken sind direkt übertragbar — und machen den Schritt in anspruchsvollere BI-Umgebungen deutlich leichter.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen Kurs?
Mittlere Excel-Kenntnisse sind hilfreich, da viele Konzepte wie Tabellen, Formeln und Filteroperationen bekannt sein sollten. Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt — DAX und SQL werden im Kurs von Grund auf eingeführt.
Ist dieser Kurs auf eine offizielle Microsoft-Prüfung ausgerichtet?
Ja, das Power-BI-Training bereitet auf die PL-300-Prüfung (Microsoft Certified: Power BI Data Analyst Associate) vor. Der Access-Teil bereitet auf die entsprechende MOS-Prüfung vor. Die eigentliche Prüfung wird bei einem akkreditierten Microsoft-Testcenter abgelegt.
Warum wird Microsoft Access zusammen mit Power BI unterrichtet?
Access ist in vielen Unternehmen die Basis für operative Datenbanken. Wer versteht, wie Access-Daten strukturiert sind, kann in Power BI präzisere Datenmodelle aufbauen und Importprobleme vermeiden. Die Kombination macht Teilnehmende vom Datenbankdesign bis zur Visualisierung durchgängig handlungsfähig.
In welchem Format findet das Training statt?
Das Training läuft im Combined-Learning-Format: Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer wechselt sich mit eigenständigen Übungsphasen ab. Virtuelle Laborumgebungen sind inklusive, sodass keine spezifische lokale Installation erforderlich ist.
Welche Berufsfelder profitieren von dieser Qualifikation?
Besonders relevant ist die Kombination für Controlling, Finanzreporting, Operations und Datenmanagement-Rollen in kleinen bis mittleren Unternehmen. Auch Quereinsteiger, die in Richtung BI-Entwicklung oder Datenanalyse wechseln möchten, bauen hier eine praxistaugliche Grundlage auf.
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