Überblick
Dieser Kurs bereitet auf die PMI Agile Certified Practitioner-Zertifizierung (PMI-ACP) des Project Management Institute vor und kombiniert diese mit einer praxisorientierten Einführung in Microsoft Teams. PMI-ACP ist eine der renommiertesten agilen Zertifizierungen weltweit und zeichnet sich dadurch aus, dass sie keine einzelne Methode zertifiziert, sondern die Breite des agilen Methodenspektrums abdeckt — von Scrum über Kanban und Lean bis hin zu Extreme Programming. Der Kurs vermittelt ein fundiertes Verständnis dafür, wie agile Prinzipien in unterschiedlichen Projektkontexten wirksam eingesetzt werden. Microsoft Teams ergänzt dieses Profil als Plattform, die agile Zusammenarbeit digital unterstützt.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Agile Grundlagen und das Agile Manifest Agilität ist mehr als eine Sammlung von Techniken — es ist eine Denkweise, die klare Werte und Prinzipien hat. Dieses einführende Modul legt das konzeptionelle Fundament, auf dem alle weiteren Methoden aufbauen. Das Verständnis des Agilen Manifests ist entscheidend für die richtige Einordnung aller agilen Praktiken in unterschiedlichen Projektkontexten.
- Die vier Werte und zwölf Prinzipien des Agilen Manifests
- Unterschied zwischen prädiktivem und adaptivem Projektmanagement
- Wann ist Agilität sinnvoll, wann nicht — Kontextfaktoren und Auswahlkriterien
- PMI-ACP-Zulassungsvoraussetzungen: Projektmanagement-Erfahrung und agile Praxis
- Abgrenzung von PMI-ACP zu anderen Zertifizierungen wie PSM, CSM und SAFe
- Überblick über das agile Methodenspektrum, das PMI-ACP abdeckt
Modul 2 — Scrum im Detail Scrum ist das am weitesten verbreitete agile Framework und zentraler Bestandteil des PMI-ACP-Lernstoffs. Dieses Modul behandelt das Scrum-Framework vollständig — von den Rollen über die Artefakte bis zu den Events — und legt besonderen Wert auf das Zusammenspiel dieser Elemente in realen Projekten.
- Scrum-Rollen: Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam und ihre Verantwortlichkeiten
- Artefakte: Product Backlog, Sprint Backlog, Increment und das Definition-of-Done-Konzept
- Scrum Events: Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Sprint Retrospective
- Backlog Refinement als kontinuierliche Aufgabe im Team
- Umgang mit Stakeholdern und sich ändernden Anforderungen im laufenden Sprint
- Velocity, Burndown Charts und Release Planning im Scrum-Kontext
Modul 3 — Kanban, Lean und Extreme Programming Neben Scrum deckt PMI-ACP weitere agile Methoden ab, die in der Praxis häufig komplementär oder eigenständig eingesetzt werden. Dieses Modul gibt einen strukturierten Überblick über Kanban, Lean-Prinzipien und die wesentlichen Praktiken von Extreme Programming.
- Kanban: Visualisierung von Arbeitsflüssen, WIP-Limits und Flow-Metriken
- Lean-Prinzipien: Waste-Identifikation, Pull-System, kontinuierlicher Fluss
- Extreme Programming (XP): Test-Driven Development, Pair Programming, Continuous Integration
- ScrumBan: hybride Ansätze für Teams im Übergang zwischen Kanban und Scrum
- Methoden-Auswahl in der Praxis: Wann eignet sich welches Framework?
- Skalierung agiler Methoden für größere Teams und Organisationen
Modul 4 — Agile Planung, Schätzung und Risikomanagement Agile Planung folgt anderen Prinzipien als klassisches Projektmanagement — sie ist iterativ, anpassungsfähig und eng mit dem Team verknüpft. Dieses Modul behandelt, wie Projekte in agilen Umgebungen geplant, geschätzt und fortlaufend angepasst werden, einschließlich des spezifischen Umgangs mit Unsicherheiten und Risiken.
- Agile Schätzmethoden: Planning Poker, T-Shirt Sizing, Affinity Estimation
- Priorisierungstechniken: MoSCoW-Analyse, WSJF, Kano-Modell
- Agile Release-Planung und Roadmap-Entwicklung
- Risikomanagement in agilen Projekten: Rolling Wave und adaptive Planung
- Metriken und Fortschrittssteuerung: Burndown, Burnup, Cumulative Flow Diagrams
- Stakeholder-Erwartungen managen und wirkungsvoll kommunizieren
Modul 5 — Microsoft Teams für agile Teams Microsoft Teams ist in vielen Organisationen die digitale Heimat agiler Teams — für Daily Standups, Sprint Reviews, gemeinsame Dokumentation und die Koordination mit Product Ownern. Dieses Modul führt in die Teams-Grundlagen ein und zeigt, wie die Plattform gezielt für agile Arbeitsweisen genutzt werden kann.
- Teams-Grundfunktionen: Chats, Channels, Dateien und Besprechungen
- Digitale Boards und Aufgabenverfolgung mit Planner in Teams
- Retrospektiven und Sprint Reviews remote durchführen
- Integration von Teams mit anderen Microsoft 365-Diensten
- Agile Dokumentation und Wissensmanagement in Teams-Kanälen
- Best Practices für remote und hybride agile Teams
Praxisblock — Agile Simulationen und Vertiefungsübungen Die Praxiseinheiten kombinieren Teamübungen zu agilen Methoden mit szenariobasierter Anwendung der Konzepte. Ziel ist das sichere Verständnis der agilen Prinzipien, sodass unterschiedliche Projektsituationen fundiert eingeschätzt und bewältigt werden können.
- Simulation eines vollständigen Scrum-Sprints in Kleingruppen
- Aufbau und Pflege eines Product Backlogs für ein fiktives Projekt
- Anwendung verschiedener Schätzmethoden im Vergleich
- Fallstudien: Agile in verschiedenen Branchen und Unternehmenskontexten
- Analyse agiler Szenarien aus den PMI-ACP-Methodendomänen
- Peer-Feedback zu Sprint-Simulationen und Backlog-Strukturierungen
- Hybride Projektkontexte: Wann Scrum, wann Kanban, wann eine Mischung?
- Reflexion eigener Projekterfahrungen im Licht agiler Prinzipien
- Aufbau einer gemeinsamen Wissensdokumentation in Microsoft Teams
- Moderationsübungen für Daily Standups und Sprint Reviews
- Umgang mit schwierigen Stakeholder-Situationen in agilen Projekten
- Abschlusspräsentation zu einem agilen Methodenvergleich
Die kombinierte Ausrichtung auf PMI-ACP-Inhalte und Teams-Nutzung spiegelt die Praxis wider: Zertifiziertes Wissen entfaltet seinen Wert dann, wenn es in der täglichen Arbeit angewendet werden kann — und Teams ist heute das Werkzeug, in dem agile Arbeit für viele Teams konkret stattfindet.
Lernziele:
- Agile Grundprinzipien und die Werte des Agilen Manifests erläutern und auf reale Projektsituationen anwenden
- Die wichtigsten agilen Methoden — Scrum, Kanban, Lean, XP — in ihren Grundstrukturen verstehen und unterscheiden
- Agile Planung und Schätztechniken (Planning Poker, Story Points, Velocity) anwenden
- Risikomanagement in agilen Projekten von klassischen Risikomanagementansätzen abgrenzen
- Stakeholder-Engagement und Kommunikation in agilen Projekten aktiv gestalten
- Agile Teamarbeit: Rollen, Verantwortlichkeiten und Selbstorganisation im Team fördern
- Den PMI-ACP-Prüfungsstoff inhaltlich sicher durchdringen
- Agile Metriken und Fortschrittsmessung (Burndown, Throughput, Cycle Time) interpretieren
- Scrum-Events souverän moderieren und im Projektalltag nutzen
- Microsoft Teams als kollaborative Arbeitsplattform für agile Teams einrichten und nutzen
- Kanban-Boards und Aufgabenverfolgung in Teams realisieren
- Remotekommunikation und verteilte Teamarbeit über Teams strukturieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Projektmanager, Teamleiter und Fachkräfte, die agile Methoden systematisch erlernen und mit der PMI-ACP-Zertifizierung international nachweisen möchten.
- Projektmanager mit Erfahrung in klassischem PM, die auf Agilität umsteigen
- Scrum Master und Product Owner, die ihr Methodenwissen formal absichern wollen
- IT-Teamleiter in softwareentwicklungsnahen Umgebungen
- Berater und Change Manager, die Kunden in agilen Transformationen begleiten
- Fachkräfte, die die PMI-ACP-Zulassungsvoraussetzungen (2.000 h PM-Erfahrung + 1.500 h agile Projektpraxis) erfüllen
PMI-ACP setzt grundlegende Projekterfahrung und Kenntnisse agiler Arbeitsweisen voraus. Wer bereits in einem agilen Team gearbeitet hat — sei es als Teammitglied, Scrum Master oder Product Owner —, bringt die beste Ausgangsbasis mit. Erfahrungen im klassischen Projektmanagement sind ebenfalls hilfreich, da der Kurs auch die Unterschiede zwischen prädiktivem und adaptivem Vorgehen beleuchtet. Microsoft-Teams-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Kurs läuft über mehr als einen Monat bis zu drei Monate, meist in Vollzeit.
Ablauf & Abschluss
Das Combined-Learning-Format verbindet Selbstlernphasen für Theorieinhalte mit geführten Übungs- und Diskussionssitzungen. Agile Konzepte werden nicht nur erklärt, sondern in simulierten Projektsituationen erprobt. Der Fokus liegt auf dem tiefen Verständnis agiler Prinzipien, nicht auf dem Auswendiglernen von Definitionen. So entsteht das Urteilsvermögen, das für die PMI-ACP-Prüfung ebenso hilfreich ist wie für die tatsächliche Projektarbeit danach.
Der Kurs ist auf mehr als einen Monat bis zu drei Monate ausgelegt und wird in Vollzeit durchgeführt. Diese Dauer ermöglicht eine gründliche Auseinandersetzung mit dem breiten agilen Methodenspektrum, das PMI-ACP abdeckt, sowie ausreichend Zeit für die Microsoft-Teams-Einführung und die szenariobasierten Übungseinheiten.
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Die externe PMI-ACP-Prüfung wird vom Project Management Institute (PMI) organisiert und separat abgelegt; die Prüfungsgebühren sind direkt beim PMI zu entrichten.
Nutzen & Perspektiven
PMI-ACP ist eine der wenigen agilen Zertifizierungen, die das gesamte agile Methodenangebot abdeckt — nicht nur Scrum. Das macht sie besonders wertvoll für Fachleute, die in Organisationen arbeiten, die mehrere agile Frameworks parallel nutzen oder sich in einer agilen Transition befinden. Arbeitgeber schätzen PMI-ACP, weil es Breite mit Tiefe verbindet: Zertifizierte können nicht nur Scrum, sondern begründet zwischen Methoden wählen und Hybridansätze gestalten. Die Vorbereitung über mehr als einen Monat lässt ausreichend Zeit, die Konzepte wirklich zu durchdringen. Wer die Hintergründe agiler Prinzipien versteht, trifft in der Projektpraxis bessere Entscheidungen und kann das Team in schwierigen Situationen methodisch fundiert begleiten. Das gilt besonders in Phasen, in denen Projekte zwischen agilem und klassischem Vorgehen pendeln — ein Realfall, der in vielen Organisationen regelmäßig eintritt. Microsoft Teams ergänzt das Portfolio auf pragmatische Weise: In den meisten Unternehmen, die agil arbeiten, läuft ein erheblicher Teil der Kommunikation, Dokumentation und Koordination über diese Plattform. Den Übergang von der Weiterbildung in den Projektalltag erleichtert es erheblich, wenn man nicht nur die Methoden beherrscht, sondern auch die digitale Infrastruktur, in der sie gelebt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet PMI-ACP von anderen agilen Zertifizierungen wie PSM oder CSM?
PMI-ACP zertifiziert nicht eine einzelne Methode, sondern die Breite des agilen Methodenspektrums — von Scrum über Kanban und Lean bis zu XP. Das macht sie besonders wertvoll in Organisationen, die mehrere Frameworks parallel nutzen. PSM und CSM fokussieren ausschließlich auf Scrum.
Welche Voraussetzungen muss ich für die PMI-ACP-Prüfung erfüllen?
PMI verlangt 2.000 Stunden allgemeine Projektmanagement-Erfahrung sowie 1.500 Stunden nachweisliche agile Projektpraxis. Diese Anforderungen müssen unabhängig vom Kurs durch die eigene Berufserfahrung erfüllt sein. Die Prüfungsanmeldung erfolgt direkt beim PMI.
Ist der Kurs auch für Einsteiger ohne agile Erfahrung geeignet?
Der Kurs setzt grundlegende Projekterfahrung voraus. Vollständige Einsteiger ohne jede PM-Erfahrung werden von den PMI-ACP-Zulassungsvoraussetzungen faktisch ausgeschlossen. Wer jedoch bereits in einem agilen Team mitgearbeitet hat — auch als Entwickler oder Fachexperte — bringt ausreichend Grundlage mit.
Warum ist Microsoft Teams Bestandteil dieses Kurses?
Agile Teams nutzen Teams heute als digitale Heimat für Daily Standups, Sprint Reviews und gemeinsame Dokumentation. Die Kombination aus Methodik und Tool-Kompetenz sorgt dafür, dass das Gelernte sofort im Projektalltag angewendet werden kann — ohne separate Einarbeitungszeit in die Plattform.
Wie lange dauert der Kurs und in welchem Format findet er statt?
Der Kurs läuft über mehr als einen Monat bis zu drei Monate im Vollzeitformat. Das Combined-Learning-Format verbindet strukturierte Unterrichtseinheiten mit Selbstlernphasen und szenariobasierten Gruppenübungen.
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