Überblick
Dieser Kurs fokussiert sich auf Python und Pandas als Kernwerkzeuge für professionelle Datenanalyse. Pandas ist die meistgenutzte Python-Bibliothek für strukturierte Datenarbeit und bildet in vielen Unternehmen die Basis für Datenaufbereitung, Analyse und Berichterstattung. Der Kurs verbindet Python- und Pandas-Grundlagen mit der Anbindung an SQL-Datenbanken, Datenvisualisierung in Power BI, Cloud-Datengrundlagen in Azure und dem internationalen Datenstandard CompTIA Data+. Jeder Modulblock schließt mit einem konkreten Praxisbeispiel ab — von der CSV-Analyse über ERP-Datenbankabfragen bis hin zur Dashboard-Erstellung in Power BI.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Python und Pandas: Grundlagen aufbauen Python ist die meistgenutzte Programmiersprache für Datenanalyse weltweit. Pandas baut darauf auf und bietet eine intuitive, tabellenbasierte Datenstruktur — den DataFrame — die strukturierte Daten genauso handhabbar macht wie eine Excel-Tabelle, aber mit der Leistungsfähigkeit und Automatisierbarkeit einer Programmiersprache. In diesem ersten Block lernen Sie beide Werkzeuge von Grund auf kennen und wenden sie sofort auf reale Daten an.
- Python-Syntax: Variablen, Datentypen, Kontrollstrukturen, Funktionen
- Entwicklungsumgebung einrichten: Jupyter Notebook und Python-Grundkonfiguration
- Einführung in Pandas: Series, DataFrame, Indexierung
- Daten laden: CSV, Excel, JSON mit Pandas einlesen
- Erste Analysen: Spalten auswählen, Zeilen filtern, Grundstatistiken berechnen
- Praxisbeispiel: Pandas-DataFrame aus einer CSV-Datei erstellen und analysieren
Modul 2 — Daten transformieren und analysieren Der Alltag der Datenanalyse besteht zu einem großen Teil aus Datenvorbereitung: Bereinigen, Transformieren, Aggregieren. Wer diese Techniken beherrscht, kann rohe, unstrukturierte Daten in belastbare Grundlagen für Entscheidungen verwandeln. Dieser Block zeigt die wichtigsten Pandas-Techniken für die Datenaufbereitung und verbindet sie mit einem realistischen Geschäfts-Szenario.
- Datenbereinigung: fehlende Werte behandeln, Duplikate entfernen, Datentypen korrigieren
- Spalten umbenennen, berechnen und transformieren
- Filtern mit Bedingungen: Boolean Indexing, query()-Methode
- Aggregationen: groupby(), pivot_table(), agg()
- Datumsverarbeitung mit Pandas: Zeitreihen und Datumsspalten
- Praxisbeispiel: Bereinigung und Aggregation von Verkaufsdaten
Modul 3 — Python und SQL-Datenbanken verbinden In Unternehmen liegen Daten meist in relationalen Datenbanken — ERP-Systemen, CRM-Systemen oder Data Warehouses. Python und Pandas können direkt auf diese Datenbanken zugreifen und die Ergebnisse als DataFrames weiterverarbeiten. Dieser Block zeigt, wie Sie SQL-Abfragen aus Python heraus ausführen, Ergebnisse in Pandas laden und komplexe Analysen direkt auf Datenbankdaten aufbauen.
- Datenbankverbindungen in Python: SQLite, PostgreSQL, MySQL mit SQLAlchemy
- SQL-Grundlagen für Datenanalysten: SELECT, WHERE, JOIN, GROUP BY, Unterabfragen
- SQL-Abfragen aus Python ausführen und Ergebnisse als DataFrame laden
- Pandas und SQL kombinieren: Wann SQL, wann Pandas
- ERP-Daten analysieren: typische Tabellen und Abfragemuster
- Praxisbeispiel: Analyse von ERP-Daten aus einer SQL-Datenbank mit Python
Modul 4 — Daten visualisieren mit Power BI und Azure Analysen werden erst dann entscheidungsrelevant, wenn sie verständlich kommuniziert werden. Power BI ist das meistgenutzte Business-Intelligence-Werkzeug in deutschen Unternehmen und lässt sich mit Python und Pandas als Datenquelle hervorragend kombinieren. Azure Data Fundamentals (DP-900) vermittelt die Cloud-Datenperspektive und zeigt, wie Daten in Cloud-Umgebungen strukturiert, gespeichert und verarbeitet werden.
- Power BI (PL-300): Daten importieren, transformieren, modellieren
- Berichte und Dashboards in Power BI erstellen
- Pandas als Datenquelle für Power BI nutzen
- Azure Data Fundamentals (DP-900): relationale und nicht-relationale Datenspeicher
- Azure-Datendienste im Überblick: Azure SQL, Cosmos DB, Blob Storage
- Praxisbeispiel: Power BI-Dashboard mit Pandas-Datenquelle aufbauen
Modul 5 — Internationale Datenstandards mit CompTIA Data+ CompTIA Data+ ist eine internationale Zertifizierung, die Kompetenzen in Datenanalyse, Datenqualität und statistischen Konzepten prüft. Sie schafft einen gemeinsamen Referenzrahmen für Datenanalysten und gibt konkrete Standards vor, wie Daten gesammelt, verarbeitet, analysiert und kommuniziert werden sollen. Dieser Block verbindet die theoretischen Grundlagen mit Anwendungsbeispielen aus der Praxis.
- Datenkonzepte: Datenlebenszyklus, Datenqualitätsdimensionen, Datenverwaltung
- Statistische Konzepte: Durchschnitt, Median, Varianz, Korrelation, Regressionsgrundlagen
- Datenanalyse-Prozess: von der Fragestellung bis zur Handlungsempfehlung
- Datenvisualisierung: Diagrammauswahl, Storytelling mit Daten
- Datenvalidierung in Reporting-Systemen
- Praxisbeispiel: Datenvalidierung in einem realen Reporting-Szenario
Praxisblock — Integriertes Datenprojekt Im abschließenden Praxisblock verbinden Sie alle fünf Module zu einem vollständigen Datenanalyseprojekt. Sie laden Rohdaten aus einer SQL-Datenbank, bereinigen und transformieren sie mit Pandas, visualisieren die Ergebnisse in Power BI und dokumentieren die Analyse nach CompTIA Data+ Standards.
- Datenprojekt aufsetzen: Fragestellung, Datenquellen, Analyseplan
- Datenbankabfrage mit Python und Laden in Pandas
- Datenbereinigung und Transformation im vollständigen Pipeline-Kontext
- Aggregationen und statistische Kennzahlen berechnen
- Power BI-Dashboard mit Pandas-Ausgabe aufbauen
- Datenqualitäts-Check nach CompTIA Data+ Standards durchführen
- Azure-Datendienste in den Workflow integrieren
- Analyseergebnisse in einem Bericht dokumentieren
- Präsentation der Ergebnisse für nicht-technische Stakeholder
- Fehlerbehandlung und Logging in Python-Datenworkflows
- Automatisierung wiederkehrender Analysen mit Python-Skripten
- Abschlussdokumentation: Code, Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
Die integrierte Fallstudie stellt sicher, dass Sie nach dem Kurs nicht nur Einzeltechniken kennen, sondern sie zu einem zusammenhängenden Analyseworkflow verbinden können. Das ist die Fähigkeit, die in Datenanalyse-Rollen am meisten gefragt ist. Der vollständige Workflow von der rohen Datenbank bis zum fertigen Power BI-Dashboard ist die Praxis-Kompetenz, die Datenanalysten täglich brauchen und die in Vorstellungsgesprächen konkret gezeigt werden kann.
Lernziele:
- Python-Grundlagen und die wichtigsten Datentypen für Datenanalyse anwenden
- Pandas DataFrames erstellen, transformieren und analysieren
- Daten aus CSV, Excel und JSON in Pandas laden und verarbeiten
- Datensätze bereinigen: fehlende Werte, Duplikate, falsche Datentypen beheben
- Aggregationen, Gruppenoperationen und Filter in Pandas effizient durchführen
- SQL-Datenbanken aus Python heraus abfragen und Ergebnisse in Pandas laden
- Joins und komplexe SQL-Abfragen in Python-Workflows integrieren
- Power BI-Berichte und Dashboards mit Pandas als Datenquelle aufbauen
- Azure Data Fundamentals (DP-900): Cloud-Datendienste und -konzepte einordnen
- CompTIA Data+ Standards für Datenqualität und Analytik anwenden
- Datenvalidierung in Reporting-Systemen durchführen
- Analyseergebnisse zielgruppengerecht aufbereiten und kommunizieren
Zielgruppe & Voraussetzungen
Dieser Kurs richtet sich an Personen, die in die Datenanalyse einsteigen oder ihre bestehenden Python- und SQL-Kenntnisse strukturiert ausbauen möchten. Er eignet sich für Berufseinsteiger im Datenbereich ebenso wie für Fachkräfte aus kaufmännischen oder IT-nahen Bereichen, die Datenanalyse als Kernkompetenz aufbauen wollen.
- Berufseinsteiger und Quereinsteiger im Bereich Datenanalyse
- Kaufmännische Fachkräfte, die mit Daten arbeiten und ihre Analysekompetenzen ausbauen wollen
- IT-Fachkräfte, die in die Datenanalyse wechseln möchten
- Reporting-Verantwortliche, die Python als Ergänzung zu Excel einsetzen wollen
- Personen, die CompTIA Data+, PL-300 oder DP-900 anstreben
Grundlegende Computerkenntnisse werden vorausgesetzt. Programmiererfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig — der Python-Block beginnt auf absolutem Einsteigerniveau. SQL-Kenntnisse sind von Vorteil, werden aber im Kurs von Grund auf eingeführt. Analytisches Denken und Interesse an strukturierter Datenarbeit sind wichtiger als Vorkenntnisse.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs ist praxisnah aufgebaut: Jeder Theorieblock wird unmittelbar durch Übungsaufgaben und Praxisbeispiele vertieft. Die Programmiereinheiten in Python und Pandas folgen einem didaktischen Aufbau, der für Einsteiger geeignet ist und schrittweise Komplexität aufbaut. Power BI und Azure werden in geführten Übungen erarbeitet. Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt und wird in Vollzeit und Teilzeit angeboten.
Der Kurs ist umfangreich genug, um alle fünf Modulbereiche sowie das integrierte Datenprojekt vollständig abzudecken. In Vollzeit ist eine konzentrierte Durchführung möglich; Teilzeit erlaubt die Kombination mit einer laufenden Beschäftigung. Konkrete Zeitangaben entnehmen Sie dem jeweiligen Kursangebot.
Nach Abschluss erhalten Teilnehmende ein trägerinternes Lehrgangszertifikat. Der Kurs bereitet inhaltlich auf externe Prüfungen vor: CompTIA Data+, Microsoft PL-300 (Power BI Data Analyst Associate) und Microsoft DP-900 (Azure Data Fundamentals). Diese Prüfungen werden bei akkreditierten Prüfungszentren abgelegt.
Nutzen & Perspektiven
Python und Pandas sind die Standardwerkzeuge professioneller Datenanalysten. Wer diese Werkzeuge beherrscht, kann Analysen automatisieren, die in Excel stundenlang dauern würden, und dabei präziser und nachvollziehbarer arbeiten. Gleichzeitig schafft die SQL-Anbindung den direkten Zugang zu Unternehmensdatenbanken — ohne Umwege über IT-Abteilungen oder manuelle Datenexporte. Das ist praktische Unabhängigkeit in der Datenarbeit. Die Kombination mit Power BI vervollständigt das Analyseprofil: Wer Daten in Python aufbereitet und in Power BI visualisiert, beherrscht den vollständigen Workflow von der Datenquelle bis zum Management-Dashboard. Dieser Workflow ist in deutschen Unternehmen weit verbreitet und gehört zum Kernkompetenz-Set von Business Analysten, Reporting Analysten und Data Engineers. Die internationalen Zertifizierungen CompTIA Data+, DP-900 und PL-300 sind ein zusätzlicher Nachweis dieser Kompetenzen. Zertifizierte Datenanalysten werden in Bewerbungsverfahren bevorzugt, weil die Zertifikate unabhängig vom Arbeitgeber belegen, dass ein definierter Kompetenzstandard erreicht wurde. Wer diesen Kurs abschließt und die entsprechenden Prüfungen ablegt, hat eine starke Grundlage für den Einstieg in Datenanalyse-Rollen in Unternehmen aller Größen und Branchen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmierkenntnisse für diesen Kurs?
Nein. Der Python-Block beginnt bei absoluten Grundlagen — Variablen, Datentypen, einfache Funktionen — und baut schrittweise Komplexität auf. Wichtiger als Vorkenntnisse sind analytisches Denkvermögen und die Bereitschaft, sich in eine neue Sprache einzuarbeiten.
Was ist der Unterschied zwischen diesem Kurs und einem reinen Python-Kurs?
Dieser Kurs ist auf Datenanalyse fokussiert — nicht auf allgemeine Softwareentwicklung. Der Schwerpunkt liegt auf Pandas, SQL-Anbindung und der Verbindung zu Power BI und Azure. Ein allgemeiner Python-Kurs würde andere Themen behandeln, die für Datenanalysten weniger relevant sind.
Auf welche Prüfungen bereitet der Kurs vor?
Der Kurs bereitet inhaltlich auf CompTIA Data+, Microsoft PL-300 (Power BI Data Analyst Associate) und Microsoft DP-900 (Azure Data Fundamentals) vor. Die Prüfungen werden bei akkreditierten Testzentren abgelegt und sind international anerkannt.
Wird SQL von Grund auf erklärt oder brauche ich Vorkenntnisse?
SQL wird im Kurs vollständig eingeführt — von einfachen SELECT-Abfragen bis hin zu JOINs und Unterabfragen. Wer SQL bereits kennt, überbrückt diesen Teil schnell und kann sich auf die Python-Integration konzentrieren.
Wie werden Power BI und Pandas im Kurs verbunden?
Im Modul zur Datenvisualisierung lernen Sie, Pandas-Ausgaben als Datenquelle für Power BI zu nutzen. Sie bauen den vollständigen Workflow auf: Daten mit Python laden und bereinigen, dann in Power BI importieren und als Dashboard visualisieren. Dieses Workflow-Muster ist in deutschen Unternehmen weit verbreitet.
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