Überblick
Diese Weiterbildung vereint fünf aufeinander aufbauende Qualifikationsbausteine zu einem kohärenten Programm: Change Management, Lean Management mit Six Sigma White Belt, Qualitätsauditierung (mit TÜV-Zertifizierung), Qualitätsbeauftragter (mit TÜV-Zertifizierung), Qualitätsmanager (mit TÜV-Zertifizierung) sowie Train the Trainer mit dem IHK-Ausbildereignungsnachweis. Wer diesen Kurs abschließt, ist sowohl in der Optimierung von Unternehmensprozessen als auch in der professionellen Wissensvermittlung qualifiziert — eine Kombination, die in Unternehmen, die Qualität und Know-how intern entwickeln wollen, stark nachgefragt wird.
Kursinhalte & Lernziele
Modul 1: Change Management (ca. 4 Wochen) Change Management ist die Grundlage jeder erfolgreichen Prozess- und Qualitätsverbesserung. Dieses Modul analysiert, wie Veränderungsprozesse in Unternehmen verlaufen, welche rationalen Abwägungen und emotionalen Dynamiken sie prägen und wie Führungskräfte und Prozessverantwortliche Wandel erfolgreich initiieren und begleiten.
- Phasenmodelle des Change Managements (rational, emotional)
- Erfolgsfaktoren für die Planung und Durchführung von Veränderungsvorhaben
- Analyse- und Prozessmanagement-Werkzeuge für Veränderungsprojekte
- Stakeholder-Kommunikation und Widerstands-Management
- Implementierungsstrategien und Erfolgskontrolle
- Praxisfälle aus betrieblichen Transformationsprozessen
Modul 2: Lean Management inkl. Six Sigma White Belt (ca. 4 Wochen) Lean Management und Six Sigma bilden das methodische Rückgrat für schlanke, fehlerarme Prozesse. Teilnehmende lernen die wichtigsten Konzepte kennen und erwerben den Six Sigma White Belt als erste formale Qualifikation auf dem Six Sigma-Kompetenzpfad.
- Grundprinzipien des Lean Thinking: Wertstrom, Verschwendungskategorien, Flussorientierung
- Kaizen-Ansatz und kontinuierliche Verbesserung im Alltag
- Lean Production und Lean Administration
- Push- und Pull-Systeme, Kanban und Just-in-Time-Konzepte
- Einführung in Six Sigma: DMAIC-Zyklus, Qualitätskennzahlen
- Six Sigma White Belt Zertifizierung
Modul 3: Qualitätsauditierung inkl. TÜV-Zertifizierung (ca. 4 Wochen) Audits sind das wichtigste Instrument zur Überprüfung und Sicherung von Qualitätsmanagementsystemen. Dieses Modul vermittelt die notwendigen Kompetenzen, um interne und externe Audits eigenständig zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Die TÜV-Zertifizierung bestätigt die erworbene Auditoren-Qualifikation.
- Grundlagen der Auditplanung und -vorbereitung
- Durchführung von Systemaudits und Prozessaudits
- Kommunikation und Gesprächsführung im Auditprozess
- Auditberichte erstellen und Korrektive Maßnahmen nachverfolgen
- Akkreditierungssysteme und normative Anforderungen (ISO 19011)
- TÜV-Zertifizierung zum Qualitätsauditor
Modul 4: Qualitätsbeauftragter und Qualitätsmanager inkl. TÜV-Zertifizierungen (je ca. 4 Wochen) Qualitätsbeauftragte und Qualitätsmanager tragen die operative und strategische Verantwortung für Qualitätsmanagementsysteme. Die beiden aufeinander aufbauenden Qualifikationen werden mit separaten TÜV-Zertifizierungen abgeschlossen und decken den gesamten Tätigkeitsbereich vom operativen Controlling bis zur strategischen QM-Planung ab.
- Normen und Richtlinien für Prozesssicherheit: ISO 9001, branchenspezifische Normen
- Gestaltung, Steuerung und kontinuierliche Verbesserung von Prozessen (KVP)
- Fehleranalyse und -prävention durch FMEA und Quality Function Deployment (QFD)
- Strategische Ausrichtung von Qualitätsprozessen auf langfristige Unternehmensziele
- Leistungskennzahlen (KPIs) und Auditergebnisse zur Prozessbewertung nutzen
- TÜV-Zertifizierungen als Qualitätsbeauftragte/r und Qualitätsmanager/in
Modul 5: Train the Trainer / Ausbilder (ca. 12 Wochen) Das abschließende Modul qualifiziert Teilnehmende, ihr Fachwissen aus den Qualitäts- und Prozessmodulen didaktisch strukturiert an andere weiterzugeben. Dabei werden Trainingskonzeption, Kommunikation und lernpsychologische Grundlagen vermittelt. Die Vorbereitung auf die IHK-Ausbildereignungsprüfung ist integraler Bestandteil.
- Planung und Strukturierung beruflicher Trainings
- Gestaltung von Lernprozessen und Auswahl geeigneter Methoden
- Kommunikation, Interaktion und konstruktive Konfliktlösung in Gruppen
- Feedback- und Leistungsbeurteilungsmethoden
- Vorbereitung auf die schriftliche und praktische IHK-Ausbildereignungsprüfung
- Praxisübungen: eigenständige Trainingssequenzen mit Auswertung
Lernziele:
- Veränderungsprozesse in Organisationen methodisch planen und emotionale sowie rationale Widerstände gezielt berücksichtigen
- Lean-Management-Konzepte und den Kaizen-Ansatz für Prozessverbesserungen einsetzen
- Six Sigma White Belt Kenntnisse zur Fehleranalyse und Qualitätssicherung anwenden
- Interne und externe Audits nach ISO 9001 und anderen Normensystemen strukturiert planen und durchführen
- Qualitätsmanagement-Systeme implementieren, steuern und kontinuierlich verbessern (KVP)
- Fehler in Prozessen systematisch identifizieren und durch Methoden wie FMEA und QFD vermeiden
- Leistungsindikatoren (KPIs) zur Qualitätskontrolle definieren, messen und interpretieren
- Trainings und Ausbildungseinheiten didaktisch fundiert konzipieren und durchführen
- Kommunikations- und Interaktionssituationen im Schulungskontext professionell steuern
- Konflikte in Lerngruppen erkennen und lösungsorientiert bearbeiten
- Leistungen fair und nachvollziehbar beurteilen sowie entwicklungsorientiertes Feedback geben
- Gezielt auf die IHK-Ausbildereignungsprüfung (AdA-Schein) vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die sowohl in der Qualitätssicherung und Prozessoptimierung als auch in der Wissensvermittlung ein fundiertes Kompetenzprofil aufbauen wollen. Sie ist besonders geeignet für Fachkräfte, die ihre Qualitätskenntnisse mit einer anerkannten TÜV-Qualifikation belegen möchten.
- Berufserfahrene, die in den Bereich Qualitätsmanagement einsteigen oder aufsteigen wollen
- Fachkräfte, die als interne QM-Beauftrage, Auditoren oder Qualitätsmanager tätig werden möchten
- Mitarbeitende, denen zukünftig Ausbildungsaufgaben im Betrieb übertragen werden
- Prozessverantwortliche, die ihre methodische Kompetenz mit TÜV-Zertifizierungen absichern wollen
- Führungskräfte, die Change-Prozesse fachlich fundiert begleiten möchten
Für die Teilnahme werden Deutschkenntnisse auf sicherem Niveau (schriftlich und mündlich) erwartet, da alle Lernmaterialien und Kurseinheiten auf Deutsch sind. Fachliche Vorkenntnisse im Qualitätsmanagement sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig — der Kurs beginnt mit den Grundlagen des Change Managements und baut schrittweise auf. Erfahrungen aus einem kaufmännischen, technischen oder verwaltenden Berufsfeld erleichtern den Einstieg. Basiskompetenzen im Umgang mit einem Computer sowie digitalen Lernplattformen werden vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird als Combined-Learning-Programm in Vollzeit durchgeführt. Präsenzphasen, digitale Lernmodule und angeleitetes Selbststudium wechseln sich planmäßig ab. In Präsenzphasen dominieren Vortrag, Gruppenarbeit und praxisnahe Fallbesprechungen. Die digitalen Phasen bieten Lernvideos, interaktive Übungsaufgaben und Kommunikationsforen, in denen Fragen gestellt und kollegial diskutiert werden können. Das Trainer-Modul ist stärker auf praktische Durchführung ausgerichtet: Teilnehmende gestalten eigene Trainingseinheiten und erhalten strukturiertes Feedback.
Die fünf Module umfassen zusammen eine Gesamtlaufzeit von ca. 28 Wochen. Die einzelnen Bausteine — Change Management, Lean Management, Qualitätsauditierung, Qualitätsbeauftragter/Qualitätsmanager und Train the Trainer — bauen inhaltlich aufeinander auf und dauern vier bis zwölf Wochen. Der Kurs findet in Vollzeit statt; genaue Wochen- und Stundenpläne werden zu Kursbeginn mitgeteilt.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende drei TÜV-Zertifizierungen (Qualitätsauditor, Qualitätsbeauftragte/r, Qualitätsmanager/in), den Six Sigma White Belt sowie nach bestandener IHK-Ausbildereignungsprüfung den AdA-Schein der IHK. Zusätzlich wird ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung ausgestellt, die das Gesamtprogramm dokumentiert. Die TÜV-Zertifizierungen sind in Unternehmen deutschlandweit bekannt und verleihen dem Qualifikationsprofil besonderes Gewicht.
Nutzen & Perspektiven
Das Besondere an diesem Programm ist die konsequente Verbindung von Prozess- und Qualitätskompetenz mit der Befähigung, dieses Wissen eigenständig weiterzugeben. Wer Qualitätsmanagementsysteme einführen und gleichzeitig Kolleginnen und Kollegen darin schulen kann, ist in Organisationen deutlich vielseitiger einsetzbar als spezialisierte Einzelexperten. Die fünf aufeinander abgestimmten Module erzeugen einen Lernbogen, der von Grundlagen bis zur Führungsrolle im Qualitätswesen reicht. Für den Arbeitsmarkt bedeutet die Kombination aus TÜV-Zertifikaten und IHK-AdA-Schein ein klares, verifizierbares Kompetenzprofil. Beide Zertifizierungstypen genießen in Deutschland breite Anerkennung: TÜV-Zertifikate im technisch-industriellen Umfeld, der AdA-Schein als gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Ausbildertätigkeit. Wer beides vorweisen kann, deckt ein breiteres Spektrum potenzieller Arbeitgeber ab. Schließlich legt der Kurs mit dem Change-Management-Modul eine Grundlage, die weit über Qualitätsthemen hinausgeht. Die Kompetenz, Veränderungsprozesse zu strukturieren, Widerstände zu verstehen und Implementierungen zu begleiten, ist in nahezu jeder Managementaufgabe wertvoll — unabhängig davon, ob man später als QM-Beauftragter, Prozessverantwortlicher oder interner Trainer tätig ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zertifikate erhalte ich in dieser Weiterbildung?
Sie erwerben drei TÜV-Zertifizierungen (Qualitätsauditor, Qualitätsbeauftragte/r, Qualitätsmanager/in), den Six Sigma White Belt sowie nach bestandener IHK-Prüfung den AdA-Schein. Zusätzlich erhalten Sie ein trägerinternes Zertifikat über das Gesamtprogramm.
Wie lange dauert die Weiterbildung insgesamt?
Die fünf Module umfassen zusammen rund 28 Wochen in Vollzeit. Die einzelnen Bausteine dauern zwischen vier und zwölf Wochen und bauen inhaltlich aufeinander auf.
Sind Vorkenntnisse im Qualitätsmanagement notwendig?
Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Das Programm beginnt mit den Grundlagen des Change Managements und Lean Managements und steigert den Schwierigkeitsgrad im Verlauf. Berufserfahrung in einem verwandten Bereich ist ausreichend.
Welchen Nutzen hat die Kombination von QM und Train the Trainer?
Wer Qualitätsmanagementsysteme sowohl einführen als auch intern schulen kann, ist in Organisationen deutlich vielseitiger einsetzbar. Das Trainer-Modul ermöglicht es, erworbenes QM-Wissen strukturiert an Kollegen weiterzugeben — eine in der betrieblichen Praxis sehr gefragte Doppelqualifikation.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Der Kurs wird als Combined-Learning-Programm in Vollzeit durchgeführt, das Präsenzphasen, digitale Lernmodule und Selbststudium miteinander verbindet. Praxiseinheiten — besonders im Trainer-Modul — finden in direkter Gruppeninteraktion statt.
Verwandte Kurse
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagement-Rollen wachsen über zwei Jahrzehnte hinweg überdurchschnittlich. CSRD/ESG-Berichtspflichten ab 2024 sorgen für zusätzlichen Aufbau in Mittelstand und Großindustrie; Auditor:innen sind aktuell knapp.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Qualitätsmanager/in2.276 Stellen
- Qualitätsbeauftragte/r733 Stellen
- Qualitätsauditor/in0 Stellen